Neue Broschüre für
Reisende
Infektionsrisiko Mittelmeerländer?
Das CRM Centrum für Reisemedizin, Düsseldorf, hat jetzt in Zusammenarbeit
mit dem Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes eine 20-seitige Broschüre
Infektionsrisiko Mittelmeerländer? herausgegeben, die über
die wesentlichen Gesundheitsgefahren informiert und Vorsorgeempfehlungen
gibt. Unterstützt wurde das Projekt von GlaxoSmithKline.
Die Broschüre zeigt zahlreiche Infektionsrisiken von AIDS über
Papataci-Fieber und Tollwut bis zum West Nile-Fieber auf und informiert
über Schutzmaßnahmen. Da die Impfung die sicherste und einfachste
Vorsorgemaßnahme für Reisende ist, sind einzelnen Mittelmeerländern
Impfempfehlungen zugeordnet.
Die Broschüre ist im Internet unter www.crm.de zum Download eingestellt
und kann beim CRM Centrum für Reisemedizin, Hansaallee 321, 40549 Düsseldorf
mit einem frankierten (90 Cent) und adressierten Rückumschlag (DIN
Lang) angefordert werden. Ärzte und Apotheken können ein Aktionspaket
mit jeweils 25 Broschüren, einem Aufsteller und DIN A2 Poster kostenlos
beim CRM bestellen: Fax 0221/ 9042969, E-Mail mittelmeer@crm.de. (CRM -
Centrum für Reisemedizin)
Neu im Internet
Fragen und Antworten zum Vertragsarztrechtsänderungsgesetz
Bis zu welchem Alter kann der Arzt oder Psychotherapeut künftig zugelassen
werden? Welche Nebentätigkeiten sind in welcher Konstellation erlaubt?
Ist eine Zweigpraxis in einem zulassungsbeschränkten Planungsbereich
zulässig? Aus dem Vertragsarztrechtsänderungsgesetz (VÄndG)
ergibt sich eine Vielzahl an Fragen, die für Ärzte, Psychotherapeuten
und Kassenärztlichen Vereinigungen seit Beginn dieses Jahres relevant
sind. Die Rechtsabteilung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hat
als Ergänzung zu der kürzlich erschienenen Broschüre Das
Vertragsarztrechtsänderungsgesetz - Chancen durch Vielfalt häufig
gestellte Einzelfragen aufgegriffen und beantwortet. Wenn Sie detaillierte
Informationen zu den Themenbereichen angestellte Ärzte, Zweigpraxen,
Berufsausübungsgemeinschaften/Teilgemeinschaftspraxen, Teilzulassung
oder Medizinische Versorgungszentren suchen, finden Sie diese als FAQ-Liste
und als PDF-Dokument unter www.kbv.de/publikationen/10302.html. (Kassenärztliche
Bundesvereinigung)
Hitzewarnung
2007
Cool bleiben bei Hitze
Informationen zum Verhalten bei Hitze und aktuelle Werte für Schleswig-Holstein
bei Hitzewarnung im Internet.
Wie im vergangenen Jahr wird auch in diesen Sommermonaten vom Deutschen
Wetterdienst das Hitzewarnsystem aktiviert. Sobald die Temperatur einen
bestimmten Schwellenwert überschreitet, wird über verschiedene
Medien (Radio, Fernsehen, Tageszeitungen, Internet) vor der großen
Hitze und deren gesundheitlichen Risiken gewarnt. Das Sozialministerium
hat hierzu Plakate und Informationsfaltblätter erstellt, die einerseits
die Bevölkerung mit hilfreichen Tipps versorgen, andererseits auch
Ärzte(innen) sowie Pflegepersonal präventiv unterstützen.
Dieses Informationsmaterial kann im Internet unter www.sozialministerium.schleswig-holstein.de,
Suchwort Hitzewarnung, heruntergeladen oder direkt beim Ministerium
für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren, Pressestelle,
Postfach 11 21, 24100 Kiel, bestellt werden. Darüber hinaus besteht
für Arztpraxen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen die Möglichkeit,
sich Hitzewarnungen direkt über einen kostenlosen E-Mail-Dienst des
Deutschen Wetterdienstes schicken zu lassen.
Interessierte sollten ihre E-Mail-Anschrift unter dem Stichwort Hitzewarnungen
an die Ärztekammer Schleswig-Holstein unter oppermann@ aeksh.org
mailen. (Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und
Senioren)
Wechsel
in der Geschäftsführung der Fachklinik Breklum gGmbH
 |
| Roland Wappelhorst
(re.) und Ingo Tüchsen (Foto: Diako) |
Am
23.03.07 wurde der Leiter des Finanz- und Rechnungswesens der Diako Flensburg,
Ingo Tüchsen, durch die Gesellschafterversammlung der Fachklinik
Breklum gGmbH zum Geschäftsführer berufen. Gemeinsam mit PD
Dr. Klaus Friemert bildet er die Geschäftsführung und löst
Roland Wappelhorst ab.
Roland
Wappelhorst verlässt die Fachklinik Breklum gGmbH nach dreijähriger
Tätigkeit als Geschäftsführer. Tüchsen wird weiterhin
Leiter der Finanzen der Diako bleiben.
Als seine Ziele in der Fachklinik Breklum gGmbH nennt er als erstes die
weitere wirtschaftliche Stabilisierung. Weitere Vorhaben sind die enge
Vernetzung der psychiatrischen Angebote und Einrichtungen in Nordfriesland,
die Vertiefung der Zusammenarbeit mit dem Fachkrankenhaus Nordfriesland
Bredstedt, der Diako Flensburg und dem Diakoniewerk Kropp. Diese Zusammenarbeit
soll das Angebot für psychisch erkrankte Menschen und ihre Angehörigen
weiter verbessern und auch Spezialangebote möglich machen. (Diako
Flensburg)
Für
Sie gelesen:
 |
| Prof. Dr. Dr.
phil. Heiner Raspe (Foto: UK S-H) |
Immer
mehr IgeL - warum?
Die zunehmenden Individuellen Gesundheitsleistungen (IgeL)
lassen sich laut Prof. Raspe möglicherweise auf bedenkliche Tendenzen
zurückführen wie Regulierung und Bürokratisierung, Entwertung
der ärztlichen Tätigkeit, Verschärfung des Gegensatzes
zwischen Ärzteschaft und Politik/ Kostenträgern, Eingriffe in
den Leistungskatalog, Schwächung des Solidarprinzips, aber:
... könnte es einer der wichtigsten Erträge des zweiten
Gesundheitsmarkts werden, dass er die Ärzteschaft, die Medizin und
die GKV nötigt, ihre Werte, Ziele, Leistungen und Leistungsbegründungen
zu bedenken.
Prof. Dr. Dr. Heiner Raspe (UK S-H Lübeck, Inst. f. Sozialmedizin):
Individuelle Gesundheitsleistungen in der vertragsärztlichen Versorgung
- eine medizinisch-ethische Diskussion, in: Ethik in der Medizin
Heft 1, März 2007, S. 24-38 (37).
Klinik Borstel erfreulich stabil
In den vergangenen zwei Jahren ist die ökonomische Situation
der (Medizinischen) Klinik (Borstel) trotz weiter abschmelzender Budgets
und weiterer großer Belastungen im Gesundheitssystem bei gleichzeitig
notwendiger Qualitätssteigerung und weiterer Leistungsverdichtung
erfreulich stabil.
Jahresbericht 2005-2006 des Forschungszentrums Borstel - Leibniz-Zentrum
für Medizin und Biowissenschaften, Kapitel Abteilung Klinische
Medizin, Leiter Prof. Dr. Peter Zabel, S. 139, Kontakt: www.fz-borstel.de.
(hk)
Buchtipps
Gesundheitsberichterstattung des Bundes
Als Heft 38 in der Reihe Gesundheitsberichterstattung des Bundes
ist erschienen: Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten.
Die Autoren (von der Bau-BG) führen die Nahezu-Halbierung der Zahl
der Arbeitsunfälle auf 1,1 Millionen in 2003 gegenüber 1992
und den noch stärkeren Rückgang der angezeigten Berufskrankheiten
(auf 65 000 in 2003) vor allem auf verbesserte Arbeitsbedingungen einschließlich
Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung zurück. Heute steht an
erster Stelle der Berufskrankheiten bei Männern die Lärmschwerhörigkeit
(vor asbestbedingten Krankheiten). Bei Frauen liegen Infektionskrankheiten,
Hautkrankheiten und allergische Atemwegserkrankungen vorn. Hier sei eine
verstärkte Prävention erforderlich. Das von RKI und Statistischem
Bundesamt herausgegebene Heft mit 39 Seiten ist unter Tel. 030/18754-3400
zu beziehen.
Medikamente - schädlicher Gebrauch und Abhängigkeit
Die Bundesärztekammer hat im April ihren Leitfaden Medikamente
- schädlicher Gebrauch und Abhängigkeit in einer Online-Vorabfassung
vorgelegt. Er ist entstanden in Zusammenarbeit mit der Arzneimittelkommission
der Deutschen Ärzteschaft, unter Schriftleitung von Prof. Dr. Ingo
Flenker, Dr. Astrid Bühren u. a. Ziel ist, Ärzten eine Hilfe
an die Hand zu geben, die den Umgang mit gefährdeten Patienten erleichtern
soll. Das sind, heißt es im Leitfaden, rund 1,5 Millionen mit manifester
und mindestens ebensoviel mit drohender Medikamentenabhängigkeit.
Die Vielzahl der rund 10 000 verschreibungspflichtigen Arzneimittel -
davon fünf Prozent mit Missbrauchspotenzial - macht es dem Arzt allerdings
nicht gerade leicht.
 |
In
dem 70-Seiten-Text wird behandelt: Problemerkennung in der ärztlichen
Praxis, Umgang mit den Patienten, Liste (Tabelle) der problematischen
Arzneimittel, Therapiemöglichkeiten (Entzug, Entwöhnung, Nachsorge)
und Einrichtungen des Hilfesystems. Eine schnellere (gentechnische) Therapie
ist erst Zukunftsmusik: Soeben hat eine Forschergruppe des Universitätsklinikum
Eppendorf um den Neurowissenschaftler Prof. Dr. Christian Büchel
gefunden, dass bei Suchtabhängigen bestimmte Gene verändert
sind, die verhindern, dass der Botenstoff Dopamin das Belohnungszentrum
(nucleus accumbens) im Gehirn ausreichend aktiviert. Folge ist das Verlangen
nach ständig neuen Reizen, z. B. Medikamenten. (Internet www.baek.de)
Handbuch für das Gesundheitswesen
Das unentbehrliche Handbuch für das Gesundheitswesen in Schleswig-Holstein
ist Ende April in der Ausgabe 2007 (54. Jahrgang) in Neumünster erschienen.
Das Adressbuch enthält Angaben über alle ambulant Tätigen
in ca. 680 alphabetisch aufgeführten Orten. Kliniken, Reha-Zentren,
Apotheken usw. sind mit den leitenden Personen aufgeführt. Das Handbuch
umfasst ca. 900 Seiten und kostet 28 Euro plus Mehrwertsteuer und Versandkosten.
Tel. 04321/910-190, Fax -199. (hk)
Verordnung
von Rehabilitationssport
Auf die am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Änderungen der Rahmenvereinbarung
für den Rehabilitationssport und das Funktionstraining macht die
Landesarbeitsgemeinschaft Herz und Kreislauf in Schleswig-Holstein e.
V. (LAG) als maßgebliche Landesorganisation für die Herzgruppen
aufmerksam.
Betonen möchte die LAG, dass der Rehabilitationssport in Herzgruppen
nach §§ 43, 44 SGB IX eine ergänzende Leistung zur Rehabilitation
darstellt und damit, bei Vorliegen der medizinischen Voraussetzungen,
eine Pflichtleistung der gesetzlichen Kostenträger ist.
Die Teilnahme am Sport in Herzgruppen wird wie bisher mit
dem Formblatt Muster 56 verordnet. Bis zur Herausgabe des
neuen Muster 56, welches die geänderten Vereinbarungen
berücksichtigt, haben die bisherigen Verordnungsvordrucke weiterhin
Gültigkeit.
Die wesentlichen Änderungen im Einzelnen:
- Der
Verordnungszeitraum, in dem die von den Kostenträgern finanzierten
Übungsveranstaltungen wahrgenommen werden können, verlängert
sich von 24 auf 30 Monate,
- die
zulässige Teilnehmerzahl in den Herzgruppen wird auf 20 erhöht,
- die
Kriterien für eine Folgeverordnung wurden erweitert: sie ist möglich
(wie bisher) bei reduzierter linksventrikulärer Funktion = EF <
40 Prozent und eingeschränkter Dauerbelastbarkeit (= maximale ergometrische
Belastbarkeit abzüglich 30 Prozent) < 0,75 W/kg Körpergewicht
(Nachweis nicht älter als sechs Monate) als Folge einer Herzkrankheit
oder (neu) symptomlimitierter Dauerbelastbarkeit auf Werte < 0,75
W/kg Körpergewicht (Nachweis nicht älter als sechs Monate)
aufgrund von Ischämiekriterien (belastungsabhängige Angina
pectoris oder ST-Streckensenkungen bei nicht revaskularisierbaren Patienten).
Die
Zahl der Folgeverordnungen könnte sich durch diesen geänderten
Passus (oder symptomlimitierte Dauerbelastbarkeit) etwas erhöhen.
Einen weiteren Zusatz in der neuen Fassung der Rahmenvereinbarung dürften
insbesondere die (Sport) Vereine als Träger von ambulanten Herzgruppen
begrüßen. So heißt es jetzt sinngemäß: Die
Rehabilitationsträger (Kostenträger) begrüßen eine
Mitgliedschaft in den Herzgruppen auf freiwilliger Basis, sie darf jedoch
weiterhin für eine Teilnahme nicht verpflichtend gemacht werden.
Über die, von der LAG als Vertragspartner der Kostenträger anerkannten
Herzgruppen, gibt das neu aufgelegte Herzgruppenverzeichnis für Schleswig-Holstein
Auskunft, das gegen eine Schutzgebühr von 3,45 Euro bei der LAG angefordert
werden kann. Detaillierte Auskunft zu den einzelnen Gruppen kann auch
telefonisch (0431/6486290) zu den Geschäftszeiten (Mo.-Mi. 10:00-13:00
Uhr und Do. 16:00-19:00 Uhr) abgefragt werden. (Heidemarie Berke, LAG)
Schön
Kliniken
Erfolgreich
 |
| Führungsteam
der Medizinisch-Psychosomatischen Klinik Bad Bramstedt im Jahr 2006
(v. l.): Dr. Michael Armbrust, Prof. Dr. Detlev O. Nutzinger, Dipl-Ing.
Dipl.-Wirtsch.-Ing Martin von Hummel, Dr. Bernhard Osen (Foto: Medizinisch-Psychosomatische
Klinik Bad Bramstedt) |
Die
Schön Kliniken, zu denen die Medizinisch-Psychosomatische Klinik
Bad Bramstedt gehört, haben im Jahr 2006 ihren Gesamtumsatz um rund
14 Prozent auf 348 Millionen Euro erhöht. Dazu beigetragen hat hierbei
die Übernahme des Hamburger Klinikums Eilbeck zum 1. August 2006.
In den jetzt elf Kliniken in Bayern, Schleswig-Holstein, Hessen und Hamburg
konnte die Anzahl der stationären Fälle von 52 396 im Vorjahr
auf 60 320 gesteigert werden. Die Zahl der Mitarbeiter ist um 964 auf
5 423 angewachsen. Die Bettenzahl ist um 26 Prozent auf 3 547 gestiegen.
Das geht aus dem Jahresbericht 2006 hervor, den die Klinikgruppe in privater
Trägerschaft jetzt veröffentlicht hat. (Schön Kliniken)
Dr.
Issifi Djibey neuer Chefarzt der Rendsburger Gefäßchirurgie
Einer der beiden leitenden Abteilungsärzte der Gefäß-
und Thoraxchirurgie am Krankenhaus Rendsburg, Dr. Bernd Glücklich,
ist zum 30. April 2007 aus dem aktiven Dienst ausgeschieden. Gleichzeitig
wurde der zweite leitende Abteilungsarzt, Dr. Issifi Djibey, zum 1. Mai
neuer Chefarzt der Klinik für Gefäß- und Thoraxchirurgie.
 |
| Dr. Issifi Djibey
(Foto: KKH RD) |
Vor
seiner Tätigkeit als leitender Abteilungsarzt war Dr. Djibey bereits
fast 17 Jahre als leitender Oberarzt in der Gefäßchirurgie
der Rendsburger Klinik tätig. Nach seinem Studium der Humanmedizin
an der Universität Gießen sowie seiner Ausbildung in der Chirurgie
und in den Teilgebieten Kardiovaskularchirurgie, Gefäßchirurgie
und Thoraxchirurgie an der Medizinischen Hochschule Hannover hat er vor
allem in der Thoraxchirurgie die Behandlungsmöglichkeiten für
die Patienten erweitert.
Das Leistungsspektrum ist vielfältig und breit gefächert, indem
sämtliche Eingriffe am Gefäßsystem - bis auf den Einsatz
der Herz-Lungen-Maschine - mit den Schwerpunkten Carotis-, Aorta- und
Bypasschirurgie durchgeführt werden. Weiterhin werden sämtliche
moderne intraoperative und radiologisch-interventionelle Maßnahmen
wie Ballon-Dilatation, Stent-Implantation sowie loko-regionale Lyse durch
die exzellente Zusammenarbeit mit der radiologischen Abteilung vorgenommen.
Minimal-invasive Verfahren wie die intraaortale Stent-Ausschaltung eines
Bauchaortenaneurysmas werden in Rendsburg als schonende Methode, besonders
bei älteren Patienten, ebenfalls durchgeführt. Eine moderne
Krampfaderchirurgie, die zunehmend ambulant durchgeführt wird, rundet
das Bild ab. (Petra Krügel)
| Norddeutsches
Seminar für Strahlenschutz in der Christian-Albrechts-Universität
zu Kiel Strahlenschutzkurse im III. und IV. Quartal 2007 |
 |
Ausgaben
für ärztliche Leistungen zehn mal weniger gestiegen als für
Arzneimittel und Medizinprodukte
Die Gesundheitsausgaben im Jahre 2005 sind wieder deutlich angestiegen
(um 2,4 Prozent) auf fast 240 Milliarden Euro, nachdem sie im Jahr zuvor
stagnierten. Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt mit fast elf Prozent und
die Ausgaben pro Kopf der Bevölkerung mit knapp 3 000 Euro blieben
kaum verändert. Nach wie vor machen den Löwenanteil (57 Prozent)
die Ausgaben der GKV aus, so das Statistische Bundesamt in seiner Pressemitteilung
170/07.
Nach Ausgabenarten entfielen je 27 Prozent auf ärztliche Leistungen
und auf Waren, d. h. Arzneimittel und Medizinprodukte. Bemerkenswert sind
die Steigerungsraten gegenüber 2004: bei ärztlichen Leistungen
um 0,5 Prozent, bei Waren (insbesondere Arzneimitteln) um 5,4 Prozent
- also über zehn mal soviel.
Nach Ausgabenbereichen dominiert nicht etwa der stationäre Sektor
(37 Prozent), sondern der ambulante (48 Prozent), weil Apotheken und Zahnarztpraxen
dazugerechnet werden. Weiteres: www.gbe-bund.de. (hk)
apoBank
Veränderungen im Vorstand
Dr. Franz Georg Brune, dessen Vertrag als Mitglied des Vorstands der Deutschen
Apotheker- und Ärztebank (apoBank), Düsseldorf, zum 31.12.2007
ausgelaufen wäre, hat mitgeteilt, dass er für eine Vertragsverlängerung
nicht zur Verfügung steht.
Aufsichtsrat und Vorstand der Bank respektieren diesen Entschluss und
danken Dr. Brune sehr herzlich für sein verdienstvolles Engagement.
Die Verantwortung für das bisher von Dr. Brune geleitete Ressort
Vertriebssteuerung Privatkunden übernimmt Gerhard K. Girner. Dessen
Ressort wird ab sofort von Claus-Harald Wilsing - neben seinen bestehenden
Zuständigkeiten - geführt. (apoBank)
Prüner
Gang und Krankenhaus Rendsburg
Versorgungsauftrag für Brustkrebsscreening
90 000 Frauen werden innerhalb von zwei Jahren gescreent. Vorbereitungen
laufen, Start ist im Juni in Rendsburg, September in Kiel.
Das medizinische Versorgungszentrum Prüner Gang in Kiel hat gemeinsam
mit dem Kreiskrankenhaus Rendsburg den Versorgungsauftrag zum bundesweit
eingeführten Mammascreening (Brustkrebsscreening) für die K.E.R.N
Region erhalten. In den nächsten zwei Jahren sollen alle 50-69 Jahre
alten Frauen durch das Programm geführt werden. Etwa 90 000 Frauen
werden dafür durch die Kassenärztliche Vereinigung eingeladen,
um am Screening teilzunehmen.
Prüner Gang und Kreiskrankenhaus Rendsburg sind für die K.E.R.N
Region zuständig. Etwa zwölf Prozent der Bevölkerung sind
Frauen in der fraglichen Altersgruppe 50-69:
| Ort |
Bevölkerung
|
Frauen
|
| Kiel |
233
270 |
29
392 |
| Rendsburg-Eckernförde |
272
681 |
34
358 |
| Neumünnster |
79
544 |
10
023 |
| Plön
|
134
358 |
16
020 |
Die
Mammographien werden von speziell ausgebildeten Fachkräften durchgeführt.
Die Befundung erfolgt nach dem Vier-Augen-Prinzip - der so genannten Doppelbefundung.
Kommt es zu keinem klaren Meinungsbild, nimmt der programmverantwortliche
Arzt eine Drittbefundung vor. Die Frauen werden spätestens innerhalb
von sieben Tagen über das Ergebnis informiert. Auffälligkeiten
werden mit den Frauen vor Ort besprochen und der behandelnde Hausarzt
und Gynäkologe informiert.
Insgesamt
stehen für die Durchführung des Mammographiescreenings zwei
zentrale Mammographieeinheiten in Rendsburg und Kiel zur Verfügung.
Eine dritte ebenfalls digitale Einheit wird von Rendsburg aus mobil eingesetzt.
(Robert Quentin)
Netzwerk
Betrifft Brust begann Mammographie-Screening in Lübeck
Die ersten persönlichen Einladungen zum Mammographie-Screening sind
am 4. Mai herausgegangen: 26 582 Lübecker Frauen zwischen 50 und
70 Jahren sind die ersten von insgesamt über 368 000 Schleswig-Holsteinerinnen,
die von der Zentralen Stelle Mammographie-Screening in Bad Segeberg angeschrieben
wurden. Diese Stelle unter Leitung der Juristin Dagmar Hergert-Lüder
wird aufgrund einer Vereinbarung mit den Krankenkassen und der Krankenhausgesellschaft
sowie aufgrund einer Durchführungsverordnung des Sozialministeriums
vom 31.07.2006 von der Kassenärztlichen Vereinigung (räumlich
getrennt) betrieben. Die genannten Partner bilden seit 2005 das Netzwerk
Betrifft Brust, das nun einen weiteren Schritt im gemeinsamen
Kampf gegen den Brustkrebs unternimmt.
Im Anschreiben wird hingewiesen auf die Häufigkeit des Mammakarzinoms,
auf die verbesserten Heilungschancen durch das Früherkennungsprogramm,
auf den gesetzlichen Anspruch der genannten Altersgruppe und auf Freiwilligkeit
und Kostenfreiheit der Teilnahme. Beigefügt ist neben einer Broschüre
auch ein Fragebogen für persönliche Daten und Vorerkrankungen,
die eine Mammographie evtl. ausschließen könnten. Eingeladen
wird in das Screeningzentrum (Röntgenpraxis) Lübeck im Tesdorpfhaus,
die eine der sechs Screening-Einheiten im Lande darstellt
(es folgen Kiel, Rendsburg, Flensburg, Heide und Pinneberg). Weitere Informationen
des Netzwerkes unter www.betrifft-brust.de und www.mamma-screening-sh.de.
(hk)
Familienministerin
Trauernicht heißt alle Neugeborenen
Willkommen im Leben
Zum UN-Tag der Familie (15. Mai) startete das Familienministerium ein
landesweites Eltern-Hilfe-Projekt gemeinsam mit den Familienbildungsstätten
und den Geburtskliniken.
 |
| Dr. phil. Gitta
Trauernicht überreicht Catharina Schuhmacher und Jakob Lasse
Schuhmacher den Willkommens-Beutel. (Foto: Thies Rätzke) |
Ein
Säugling aus dem Städtischen Krankenhaus Kiel hatte als erster
in Schleswig-Holstein einen Willkommens-Beutel von Familienministerin
Dr. Gitta Trauernicht erhalten. Die stolze Mutter nahm das prall gefüllte
Präsent für ihr Kind entgegen. Damit startete Trauernicht das
von ihr initiierte Projekt Willkommen im Leben. Ab dem UN-Tag
der Familie sollen alle jungen Eltern bei ihrer Entlassung aus allen 26
Geburtsabteilungen der Kliniken des Landes die Willkommens-Tasche erhalten.
Es geht nicht allein um die Übergabe eines Beutels. Sein Inhalt
eröffnet den jungen Eltern ein Netzwerk an regionalen und landesweiten
Hilfs- und Bildungsangeboten. Er ist der Schlüssel, um Eltern und
Elternhilfen zusammenzubringen. Hebammen sowie Ärzte(innen) werden
durch seine Übergabe zu vertrauensvollen Vermittlern dieser bereits
vorhandenen guten Angebote, sagte Trauernicht anlässlich des
Projektstarts.
Bisher war es für die - gerade im ersten Kinderjahr - stark geforderten
Eltern häufig nicht einfach, bei Hilfebedarf die richtige Anlaufstelle
oder den richtigen Ratgeber zu finden. In dem Willkommens-Beutel erhalten
sie neben einem kleinen Geschenk und einem gespendeten Einkaufsgutschein
über fünf Euro viele wichtige Informationen. Dazu gehören
die Ratgeber
- Eltern-ABC,
mit den wichtigsten Antworten zu allen Gesundheitsfragen von Allergie
bis Zahnen,
- Kinderkost
leicht und lecker, mit Informationen zur Ernährung und Stillen,
- Elterngeld
und Elternzeit, mit Informationen für wen es wann, wo und
wie finanzielle Unterstützung des
Bundes gibt und
- Stark
mit Kindern. Darin finden Eltern viel Nützliches über
Recht, Behördengänge aber auch die wichtigen landesweiten
Eltern- und Kinder-Notrufnummern.
Einen
besonders praktischen Nutzen bietet den Eltern der enthaltene Gutschein
der Familienbildungsstätten. Damit verschenken die Bildungsstätten
jedem Elternpaar eine kostenlose Schnupperstunde bei einem
Eltern-Kind-Angebot in ihrer Region. Das enthaltene Programm des aktuellen
Kursangebots der jeweiligen Bildungsstätte vor Ort ermöglicht
die leichte Kontaktaufnahme. (Christian Kohl, Ministerium für Soziales,
Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren)
Auszeichnung
für Kieler Forscher des UK S-H
Dem Selbstschutz der Haut auf der Spur
Prof. Dr. Jens-Michael Schröder von der Klinik für Dermatologie,
Venerologie und Allergologie des UK S-H am Campus Kiel hat mit seinen
Forschungsarbeiten die entscheidenden Elemente des natürlichen Abwehrmechanismus
der Haut identifiziert: körpereigene Antibiotika, so genannte antimikrobielle
Peptide.
Hierfür wurde Schröder mit der Schaudinn-Hoffmann-Plakette 2007
ausgezeichnet. Die Schaudinn-Hoffmann-Plakette ehrt Ärzte und Wissenschaftler,
die Hervorragendes zur Erforschung sexuell übertragbarer Krankheiten
und Infektionskrankheiten der Haut geleistet haben.
Die Entdeckung der Haut als Quelle antimikrobieller Peptide eröffnet
neue therapeutische Optionen. Während bisher der Einsatz von Antibiotika
das Problem der Resistenzen mit sich bringt, könnten aus körpereigenen
Peptiden entwickelte Medikamente hier Abhilfe schaffen. (A. Cornils)
100
Jahre Albertinen-Diakoniewerk
Die weit nach Schleswig-Holstein ausstrahlende Klinikgruppe Albertinen
im Hamburger Norden ist 100 Jahre alt geworden. Was 1907 mit acht Schwestern
begann (Diakonissenverein Siloah), ist heute der drittgrößte
Gesundheitsdienstleister Hamburgs mit fast 2 400 Beschäftigten. Anerkannte
Behandlungsschwerpunkte seien Herz/Gefäße, Bewegungsapparat,
Onkologie und Altersmedizin, sagte Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. rer.
pol. Fokko ter Haseborg. In Zukunft würde die Strategie der Umsetzung
innovativer Konzepte zusammen mit vielen Partnern fortgesetzt. Aber nicht
nur ökonomisch: Trotz aller wirtschaftlichen Zwänge gibt
es im Albertinen einen moralischen Hintergrund, dankte der Erste
Bürgermeister Ole von Beust vor 2 000 Festgästen im Hamburger
Michel. (hk)
UnderDOCs
und Freie Ärzteschaft
Gemeinsame Arbeitsgruppen zu Selektivverträgen
und eCard
Dr. Martin Gattermann, 2. Vorsitzender der UnderDOCs und Dr. Roland Friedrich,
Hausarzt aus Oeversee, werden die AG Selektivverträge leiten. Wir
werden die Vertragsabschlüsse von Kassenärztlicher Vereinigung
und Hausärzteverband auf der einen Seite und unserer Ärztegenossenschaft
auf der anderen Seite kritisch begleiten, aber auch eigene kreative Vorschläge
unterbreiten, kündigt Dr. Gattermann an. Er fordert die Ärzteschaft
auf, Ängste und Resignation durch die Mitarbeit in den Arbeitsgruppen
zu überwinden.
Eine weitere AG wird sich der elektronischen Gesundheitskarte und Patientenakte
annehmen. Sie wird geleitet von Dr. med. dent. Manuela Peters, Ansprechpartnerin
der Freien Ärzteschaft in Schleswig-Holstein und Dr. Svante Gehring,
1. Vorsitzender der UnderDOCs, der zum Boykott der eCard aufruft und mit
einer entsprechenden Resolution bereits 344 Unterschriften in Schleswig-Holstein
gesammelt hat. (Dr. S. Gehring)
Prüfung
des Sachkundekurses erfolgreich bestanden
18 Teilnehmerinnen haben am 20.05.07 die Prüfung des 40-stündigen
Sachkundekurses zur Medizinprodukteaufbereitung erfolgreich bestanden.
Die Dozenten Birgit Vermehren-Schmelz, Alexandra Niemeier und Helmut Pahlke
gratulieren herzlich.
 |
| Bestanden: Die
Teilnehmerinnen des Sachkundekurses zur Medizinprodukteaufbereitung
(Foto: Ho) |
Das
Team des Edmund-Christiani-Seminars schließt sich diesen Glückwünschen
an und hofft, dass die Teilnehmerinnen den Kurs weiterempfehlen werden.
Der nächste findet vom 31.08.-02.09.07 und vom 28.09.-30.09.07 statt.
Informationen zu diesem Kurs können Sie unter Tel. 04551/8813-292
bei Gabriele Schröder erhalten. (Britta Hollander)
Traumaambulanz
Kiel
Die akute notfallmäßige psychotherapeutische Versorgung von
Menschen, die aufgrund eines sehr belastenden Lebensereignisses psychisch
traumatisiert sind, ist in Deutschland immer noch unzureichend. Sowohl
Primärbetroffene wie Gewaltopfer als auch Sekundärbetroffene,
zu denen Augenzeugen, Polizisten und Feuerwehrleute zählen, werden
oft gar nicht oder nicht unmittelbar nach dem akuten Ereignis fachgerecht
durch Psychotherapeuten versorgt. Dies haben verschiedene Katastrophenszenarien
in den letzten Jahren deutlich gemacht. Insbesondere die schnelle fachliche
Versorgung von Kindern und Jugendlichen ist nicht gewährleistet.
Dabei konnte in Studien nachgewiesen werden, dass Menschen, die kurzfristig
nach einem traumatischen Ereignis psychotherapeutische Hilfe erhalten,
weniger langfristige gesundheitliche Beeinträchtigungen aufweisen
als solche, die erst nach dem Auftreten von körperlichen und psychischen
Spätfolgen wie der posttraumatischen Belastungsstörung, PTSD,
behandelt werden. Nicht selten sind schwerwiegende psychische und körperliche
Beeinträchtigungen Langzeitfolgen akuter Psychotraumatisierung, die
zu einer massiven Einschränkung der Lebensqualität und sogar
zur Frühpensionierung führen können.
|
Traumaambulanz
Kiel
Telefon für Kinder und Jugendliche: 0431/2209900
Telefon für Erwachsene: 0431/6594650
|
Am
Institut für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie
(IMPS) wurde bereits 2004 ein neuer Forschungsschwerpunkt Psychotraumatologie
begründet. Dank der finanziellen Forschungsförderung durch das
Sanitätsamt der Bundeswehr ist es dem IMPS nunmehr möglich,
sich noch intensiver mit der Frage zu beschäftigen, welche körperlichen
und seelischen Auswirkungen akute traumatische Erlebnisse bei Menschen
haben können. Zudem sollen im Rahmen von Netzwerkforschung die bestehenden
Versorgungsstrukturen und Kooperationen der Versorgungsanbieter wissenschaftlich
untersucht und daraus Hinweise auf Optimierungsmöglichkeiten abgeleitet
werden. Dazu gehören unter anderem Kriseninterventionsteams, die
Frauenhäuser, die Beratungsstellen, Kliniken und niedergelassene
Psychotherapeuten.
Welche Personen können sich an die Traumaambulanz wenden?
Die Inanspruchnahme der Leistungen der neuen Ambulanz setzt eine akute
Belastungsreaktion voraus. Dies bedeutet, dass sich Personen, die aufgrund
körperlich oder seelisch beeinträchtigender Lebenserfahrungen
psychische Probleme in der Verarbeitung und der Bewältigung dieser
Erlebnisse (Schockphase) verspüren, an die Ambulanz wenden können.
Betreut werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie die unmittelbaren
Bezugpersonen. Darüber hinaus können auch Institutionen und
Helfer, die traumatisierte Personen direkt nach dem belastenden Ereignis
betreuen, die Ambulanz kontaktieren. Die Ambulanz wird kurzfristig und
bis spätestens 72 Stunden nach dem Ereignis eine psychotherapeutische
Betreuung anbieten.
Die notfallmäßige Traumaambulanz für Kinder, Jugendliche
und Erwachsene steht ab dem 7. Mai 2007 in den Räumlichkeiten des
IMPS für Betroffene zur Verfügung. (Dr. Anja Aldenhoff-Zöllner)
Reanimationsregister
soll Sterblichkeit senken
Prof. Dr. Jens Scholz, Direktor der Klinik für Anästhesiologie
und Operative Intensivmedizin des UK S-H, Campus Kiel, hat über die
erfolgreiche Erprobungsphase des Reanimationsregisters der Fachgesellschaft
Deutsche Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin - DGAI
- bei der 54. Jahrestagung der DGAI (deutscher Anästhesiekongress)
in Hamburg berichtet. Mehr als 50 Notarztstandorte in Deutschland melden
bisher alle Reanimationen. Dazu melden sechs Kliniken alle Fälle
von Herzstillständen. Ziel sei, durch Vergleich nunmehr aller Behandlungsergebnisse
landesweit die hohe Sterblichkeit zu senken. Denn von den etwa 100 000
Menschen mit plötzlichem Herzstillstand pro Jahr in Deutschland sterbe
die Hälfte vor Eintreffen des Arztes. Bei der anderen Hälfe
führten die Wiederbelebungsmaßnahmen zu insgesamt 20 Prozent
zum Erfolg.
Eine Defibrillation bei schwerer Herzrhythmusstörung sei nur bei
jedem vierten Patienten möglich. Vorher solle in jedem Fall mit Herzdruckmassage
sowie Beatmung begonnen werden.
Information: www.reanimationsregister.de und E-Mail info@informationsregister.de.
(hk)
Moderne
Rehabilitation in Hamburg und Schleswig-Holstein
Das Reha-Zentrum Berliner Tor in Hamburg (ambulant und teilstationär)
gilt als größte Reha-Einrichtung ihrer Art in Deutschland.
Es gehört zu 75 Prozent der Rheumaklinik Bad Bramstedt und zu 25
Prozent der DRV Nord, die wiederum Hauptgesellschafter der Rheumaklinik,
aber auch anderer schleswig-holsteinischer Kliniken wie der Mühlenbergklinik
Bad Malente ist. Von daher ergibt sich eine enge Vernetzung der Kliniken,
die auch den Patienten im Bereich Hamburg/Schleswig-Holstein zugute kommt.
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Gebäude
des Reha-Zentrums Berliner Tor in Hamburg
(Foto: hk) |
Wie
die leitenden Ärzte bei einem Pressegespräch sagten, hat das
Reha-Zentrum Berliner Tor 80 Plätze in der Fachabteilung Orthopädie
(Leiter Dr. Horst W. Danner), 33 Plätze in der Neurologie (Dr. Heike
Stein), 30 Plätze in der Kardiologie (Prof. Dr. Eike Hoberg, Malente)
und 30 Plätze in der Psychosomatik (Dr. Matthias Jacobi). Ärztlicher
Direktor ist Dr. Andreas Arlt, Chefarzt der Abt. Neurologie der Rheumaklinik
Bad Bramstedt. Er wies auf den Veränderungsprozess in der medizinischen
Rehabilitation in Deutschland seit 15 Jahren hin - die Hinwendung
zur evidenzbasierten Therapie. Ziel sei, mehr und mehr die Ergebnisqualität
der Maßnahmen zu belegen.
Dies geschieht zumindest in Ansätzen bereits in der orthopädischen
Reha, wo die komplexe stufenweise Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess
mit begleitender Rehabilitation (Danner-Modell) bei Rückenschmerzpatienten
evaluiert wurde. Auch in der kardiologischen Rehabilitation sei man mit
der Kombination von ambulanter und stationärer Reha im Reha-Netz
Nord (einschl. Compass-Klinik Kiel) sowie mit speziellen Reha-Nachsorgeseminaren
auf einem guten Weg. Für neurologische Rehabilitanden gebe es spezielle
Geräte und Hilfsmittel, die auf die besonderen Bedürfnisse etwa
von Schlaganfall-Patienten mit Bewegungsstörungen eingestellt seien.
Schließlich sei es ein erheblicher Vorteil, dass Patienten mit komplexen
Gesundheitsstörungen unter einem Dach von verschiedenen Disziplinen
einschließlich der Psychosomatik betreut werden könnten. (hk)
Wettbewerb
Austauschprozesse zwischen Hochschule und Wirtschaft
Universität und Fachhochschule Lübeck bei
den fünf Gewinnern
Die beiden Lübecker Hochschulen setzen sich mit jeweils eigenen Beiträgen
in der zweiten entscheidenden Runde in Berlin gegen ihre Mitbewerber durch.
Das Bildungsministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der
Stifterverband für die Deutsche Wirtschaft suchten herausragende
Ideen für den Wissens- und Technologietransfer zwischen Hochschulen
und Wirtschaft. Ursprünglich hatten sich 85 staatliche und private
Hochschulen und Universitäten beworben, von denen zehn zur Endrunde
nach Berlin eingeladen wurden. Weitere Preisträger sind die Technische
Universität Dresden, die Handelshochschule Leipzig und die Fachhochschule
Münster.
Bundesforschungsministerin Brigitte Schavan hat den mit fünf mal
250 000 Euro dotierten Preis in Stuttgart übergeben. Sie zeigte sich
erfreut über Umfang und Tiefe der Zusammenarbeit von Hochschulen
und Unternehmen: Die Konzepte der Preisträger zeigen deutlich,
dass beide Seiten durch den wechselseitigen Austausch profitieren. Die
Hochschulen erarbeiten wichtige Wissensgrundlagen und eröffnen so
neue Innovationspotenziale in der Wirtschaft. Gleichzeitig sichern sie
durch eine qualifizierte Ausbildung Nachwuchs für die Unternehmen.
Im Gegenzug gibt das in der Wirtschaft vorhandene Know-how Anregungen
für die Wissenschaft. Diese Bündelung der Kräfte von Wissenschaft
und Wirtschaft ist das Herzstück der Hightech-Strategie für
Deutschland.
Die Jury war beeindruckt von der Bandbreite, Qualität und Originalität
aller zehn Wettbewerbsbeiträge. Sie legte bei der Auswahl der fünf
Sieger besonderen Wert darauf, dass die Projekte neue und innovative Ideen
für den Austausch sichtbar werden lassen, dauerhaft wirksam werden
und ein Beispiel für andere Hochschulen zu geben versprechen. Mit
der Auszeichnung würdigt die Jury die Austauschprozesse und das Gesamtkonzept
zur Weiterentwicklung des Wissens- und Technologietransfers der Hochschule.
(Fachhochschule Lübeck)
Krebsforschungs-Preis
für Prof. Walter Jonat
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Prof.
Dr. Walter Jonat
(Foto: UK S-H) |
Prof. Dr. Walter Jonat
hat den mit 10 000 Euro dotierten Wilhelm-Warner-Preis erhalten. Der jährlich
von der im Jahr 1961 eingerichteten Wilhelm-Warner-Stiftung gestiftete
Preis wird für namhafte Wissenschaftler im Bereich der Krebsforschung
verliehen. Erstmals wieder seit 40 Jahren wird dieser Preis für die
Forschung und Behandlung im Bereich von Brustkrebs verliehen.
Die Übergabe des Preises fand am 27. April in Hamburg statt. Der
Preis geht, so die Laudatio, an Jonat für seine Verdienste
auf dem Gebiet der Optimierung der Behandlung von Patientinnen mit Mamma-Carcinom.
Prof. Walter Jonat ist seit 1995 Direktor der Klinik für Gynäkologie
und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus
Kiel. Der Schwerpunkt seiner klinischen Tätigkeit liegt auf der Diagnostik
und Therapie von Brustkrebs. Er ist Mitglied verschiedener nationaler
und internationaler wissenschaftlicher Gesellschaften, unter anderem der
deutschen Krebsgesellschaft (DKG), der deutschen Krebshilfe (DKH), der
Amerikanischen Gesellschaft für Klinische Onkologie (ASCO) und der
Amerikanischen Vereinigung für Krebsforschung (AACR).
Prof. Jonat
ist aktueller Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie
und Geburtshilfe und gewähltes Mitglied der deutschen Akademie der
Naturforscher Leopoldina. (Dr. Anja Aldenhoff-Zöllner)
Ärztekammern:
Erster gemeinsamer Qualitätsbericht
Bundesärztekammer-Präsident Prof. Hoppe hat im April den ersten
gemeinsamen Qualitätsbericht der Bundesärztekammer (BÄK)
und der Landesärztekammern vorgelegt. Gegenüber manchen Verdächtigungen
von politischer Seite sagte er: Für uns Ärzte ist Qualitätssicherung
(QS) kein Lippenbekenntnis, sondern seit Jahrzehnten geübte Praxis
in allen Bereichen der Versorgung. Der Bericht belege die patientenorientierte,
von wirtschaftlichen Interessen unabhängige Qualitätsarbeit.
Die kontinuierliche Verbesserung der eigenen Arbeit gehöre zum professionellen
Selbstverständnis, daher seien die QS-Projekte der Kammern nicht
auf Kontrolle und Sanktion ausgerichtet. Sie sollten vielmehr Transparenz
schaffen und den interkollegialen und den berufsübergreifenden Austausch
fördern.
Der Bericht von 77 Seiten nennt die QS-Richtlinien (z. B. Transfusionsmedizin),
die curriculäre Fort- und Weiterbildung in QS und QM (Qualitätsmanagement),
die zahlreichen Kooperationen der BÄK, z. B. mit der BQS Bundesgeschäftstelle
Qualitätssicherung in Düsseldorf, deren neuer Geschäftsführer
seit 15. Mai Dr. Christof Veit von der Externen Qualitätssicherung
(EQS) der Hamburger Kliniken ist.
Enthalten sind in dem Bericht aber auch die Initiativen der Landesärztekammern
(z. B. Ärztliche Stellen für Röntgendiagnostik u. a.).
Die Ärztekammer Schleswig-Holstein (QS-Ansprechpartnerin Cornelia
Ubert) bringt als Beispiel für ihren Beitrag die QS in der assistierten
Reproduktionsmedizin - die Führung des Deutschen IVF-Registers. Hier
wurde ein Aufwärtstrend in den Behandlungen (IVF und ICSI) verzeichnet
bis zu einem Spitzenwert von über 105 000 in 2003, der durch Restriktionen
der Gesundheitsreform zurückging. Positiv sei, dass die Schwangerschaftsraten
auf 28 Prozent gestiegen und die Abortraten auf unter 20 Prozent je Transfer
gesunken seien. Auch Mehrlingsschwangerschaften seien kontinuierlich zurückgegangen:
Das sind sehr gute Behandlungsergebnisse, die sich auch im internationalen
Vergleich behaupten können.
Der Bericht kann gratis von der BÄK, Dezernat 3, bezogen werden.
(hk)
Neues
Institut will eingeschnürten Gesundheitsmarkt beleben helfen
Das im März des Vorjahres in Berlin gegründete Deutsche Institut
für Gesundheitsrecht hat kürzlich die 6. Berliner Gespräche
zum Gesundheitsrecht veranstaltet. Thema war die Gesundheitsreform 2006/2007
aus juristischer und politischer Perspektive, u. a. die Auswirkungen des
Vertragsarztrechts-Änderungsgesetzes (www.helge-sodan.de).
Die zwölf Gründer waren Akteure aus verschiedenen Bereichen
des Gesundheitswesens, darunter die Bundeszahnärztekammer, die Arbeitsgemeinschaft
MEDI Deutschland, die Quintessenz-Verlagsgruppe, Pfizer Deutschland GmbH.
Spiritus rector und erster Institutsdirektor ist Prof. Dr. jur. Helge
Sodan, Lehrstuhlinhaber Öffentliches Recht an der Freien Universität
und Präsident des Verfassungsgerichtshofes des Landes Berlin.
Ziel sei, so Prof. Sodan, unser überreguliertes Gesundheitswesen
durch wissenschaftliche und praktische Lösungsansätze voranzubringen.
Das Recht bilde nicht nur die Basis für alle Beziehungen zwischen
Ärzten, Patienten, Versicherer oder Arzneimittelherstellern; es
kann auch einen Rahmen schaffen für neue Freiheiten, die den eingeschnürten
Gesundheitsmarkt beleben und sanieren. (hk)
Dr.
Jongen in Präsidium gewählt
Dr. Johannes Jongen aus der Proktologischen Praxis, Kiel, ist als Vertreter
der niedergelassenen Chirurgen in das Präsidium der Deutschen Gesellschaft
für Chirurgie gewählt worden. (Ärzteverein Kiel)
Forschungsstipendien
der Deutschen Hochdruckliga
Ausschreibung
Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Hypertonieforschung
schreibt die Deutsche Hochdruckliga e. V. DHL® - Deutsche Hypertonie
Gesellschaft - erneut fünf Stipendien mit einer Förderdauer
bis zu zwei Jahren in Höhe von je 25 000 Euro pro Jahr aus.
Das Gesamtvolumen der Forschungsstipendien ist mit 250 000 Euro angesetzt.
Gefördert werden soll der wissenschaftliche Nachwuchs in der Hypertonieforschung.
Es können Forschungsprojekte aus der Grundlagenforschung wie auch
aus der klinischen Hypertonieforschung zur Begutachtung eingereicht werden.
Die Bewerber sollen nicht älter als 35 Jahre sein. Die Anträge
sind bis zum 30. Juni 2007 zu richten an den Vorstand der Deutschen Hochdruckliga
e. V. DHL® Deutsche Hypertonie Gesellschaft, Berliner Str. 46, 69120
Heidelberg. (Deutsche Hochdruckliga)
Doping
im Sport - Sport ohne Doping
Doping ist unvereinbar mit den Werten des Sports, dem Prinzip der Chancengleichheit,
des Fair Play und der Gesundheit der Sportler. Der Deutsche Olympische
Sportbund (DOSB) hat mit der Verabschiedung eines Anti-Doping-Aktionsplans
ein klares Bekenntnis für einen fairen Sport abgegeben. Neben Verbesserungen
des Kontrollsystems kommt einer umfassenden Aufklärung und Prävention
eine besondere Bedeutung zu.
Am 6./7. Juli 2007 will das Malenter Sportforum versuchen, wirksame Ansätze
einer Präventionsstrategie vorzustellen und zu erörtern.
Freitag, 06.07.2007
16:30 Uhr Eröffnung des Symposiums: Dr. Ekkehard Wienholtz, Präsident
des Landessportverbandes; Grußworte
17:00 Uhr Vortrag mit anschl. Diskussion: Doping im Sport. Wie kann
das Problem gelöst werden?, Prof. Dr. Digel, Universität
Tübingen, Vizepräsident der IAAF
19:30 Uhr Coming Together Party Mühlenbergklinik
Samstag, 07.07.2007
9:15 Uhr Zusammenfassung der Ergebnisse
9:30 Uhr Vortrag: Sport ohne Doping. Konzepte und praktische Modelle
aus der Sicht der Sportwissenschaft, Prof. Dr. Treutlein, Pädagogische
Hochschule Heidelberg
10:15 Uhr Vortrag: Sport ohne Doping. Doping Prävention aus
der Sicht der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA), Armin Baumert,
Vorstandsvorsitzender der NADA
11:00 Uhr Podiumsdiskussion
Moderation Prof. Dr. G. Anders
Meike Evers (Olympiasiegerin Rudern), G. Hillringhaus (Radsportverband),
Prof. Dr. Arnd Krüger (ISS Uni Göttingen), D.-R. Martens (Fachanwalt
für Sportrecht), I. Weiss (1. Vors. DSJ), Prof. Dr. B. Weisser (ISS
Uni Kiel), Dr. E. Wienholtz (LSV- Präsident)
12:00 Uhr Schlussworte Dr. E. Wienholtz.
Veranstaltungsort/Anmeldung: Sport- und Bildungszentrum des Landessportverbandes,
Eutiner Str. 45, 23714 Bad Malente, Tel. 04523/984430, E-Mail bildungswerk@lsv-sh.de.
(Ulrike Göde)
Sparsame
Verordner im Norden
Am
sparsamsten von allen Bundesländern wurde in Schleswig-Holstein verordnet:
Für 55 Euro Medikamente verschrieben erhielten hier im Durchschnitt
die GKV-Versicherten in den ersten beiden Monaten des Jahres. Demgegenüber
kamen die Berliner auf den Spitzenwert 80 Euro, während im Bundesgebiet
65 Euro verzeichnet wurden. Dies teilte die Techniker Krankenkasse unter
Bezug auf die Arzneimittel-Schnellinformationen der Kassenverbände
mit. Nicht gesagt wurde, dass die Bundesländer natürlich unterschiedliche
Bevölkerungs- und Morbiditätsstrukturen haben. Infos im Internet
unter www.gamsi.de. (hk)
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