|
Zur Situation bei
wichtigen Infektionskrankheiten in Deutschland
Creutzfeldt-Jakob-Krankheit im Jahr 2005
Karl Schenkel
Analyse und Interpretation der Meldedaten gemäß Infektionsschutzgesetz
(IfSG)
Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) ist eine tödlich verlaufende
Erkrankung des zentralen Nervensystems und gehört zum Formenkreis
der spongiformen Enzephalopathien. Sie kann sporadisch auftreten, aber
auch familiär oder iatro-gen (in der Regel durch Duraimplantation
oder durch Gabe von aus humanen Leichenhypophysen extrahierten Wachstumshormonen)
verursacht sein. Die sporadische Form der CJK ist in Deutschland und weltweit
am häufigsten. Im Jahr 1996 wurden in Großbritannien erstmals
Erkrankungen an einer bis dahin unbekannten Variante der CJK (Variante
CJK - vCJK) beschrieben. Die Übertragung der vCJK auf den Menschen
erfolgt wahrscheinlich über kontaminierte Lebensmittel. Seit dem
Jahr 2004 wurden in Großbritannien zwei Fallberichte veröffent-licht,
die zusätzlich für die Übertragbarkeit des vCJK-Agens auch
Bluttransfusionen verantwortlich machen.1,2
Die weltweite Inzidenz aller CJK-Formen liegt zwischen 0,1 und 0,2 Erkrankungen
pro 100 000 Einwohner pro Jahr.3 In Deutschland beträgt
die Inzidenz gemäß der laut Infektionsschutzgesetz (IfSG) seit
dem Jahr 2001 übermittelten Daten etwa 0,1 Erkrankungen pro 100 000
Einwohner pro Jahr,4 die Inzidenz der am Nationalen Referenzzentrum
(NRZ) untersuchten CJK-Fälle liegt mit 0,16 Erkrankungen pro 100
000 Einwohner für das Jahr 2005 etwas höher. Die sporadische
CJK tritt in der Regel im höheren Lebensalter auf und ist progredient,
das durchschnittliche Alter zum Zeitpunkt der Erkrankung liegt bei 65
Jahren, die mittlere Überlebenszeit beträgt etwa sechs Monate.
Im Gegensatz hierzu ist das Durchschnittsalter für die vCJK niedriger,5
es liegt bei etwa 29 Jahren.6 Die weltweit überwiegende
Mehrzahl der vCJK-Fälle beim Menschen trat bisher in Großbritannien
(164 Erkrankungsfälle, darunter 157 Tote, Stand 17. Oktober 2006)
und Frankreich (21 Erkrankungen, darunter 19 Tote, Stand 17. Oktober 2006)
auf,7 jedoch wurden in letzter Zeit auch vereinzelte Fälle
aus anderen europäischen Ländern, Kanada, den USA, Japan und
Saudi-Arabien gemeldet.7-9 In Deutschland ist bisher noch kein
Fall einer vCJK beim Menschen bekannt geworden.
Eine gesetzliche Meldepflicht für CJK und vCJK besteht seit 1994
in Deutschland. Im Folgenden werden die gemäß IfSG im Jahr
2005 übermittelten CJK-Fälle bewertet.
Erfassung von CJK-Neuerkrankungen im Jahr 2005
Grundlage der Erfassung von CJK-Fällen ist die Übermittlung
von Erkrankungsfällen gemäß der in § 6 Absatz 1 des
IfSG geregelten Meldepflicht. Danach müssen Ärzte den Erkrankungsverdacht,
die Erkrankung und den Tod an humaner spongiformer Enzephalopathie an
das zuständige Gesundheitsamt melden. Meldepflichtig sind entweder
die sporadische CJK (ohne epidemiologische Bestätigung) oder die
iatrogene CJK (mit epidemiologischer Bestätigung). Die vom Robert
Koch-Institut (RKI) erarbeitete Falldefinition regelt die Übermittlung
von CJK-Fällen vom Gesundheitsamt an die zuständigen Landesbehörden
und das RKI. Sie beinhaltet klinische, labordiagnostische und epidemiologische
Kriterien, die erfüllt sein müssen, damit die Übermittlungsfähigkeit
eines CJK-Falles gegeben ist, sowie Fallausschlusskriterien.
 |
| Abb.
1: Fälle von Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (sporadische und iatrogene
CJK) im Zeitraum von 1994 bis 2005, Deutschland (1994-2000 BSeuchG-Daten,
ab 2001 IfSG-Daten sowie Daten aus dem Nationalen Referenzzentrum) |
Im Meldejahr 2005
wurden insgesamt 91 CJK-Fälle an das RKI übermittelt, zehn Erkrankungsfälle
mehr als im Vorjahr (Stand: 04.10.2006). Dies entspricht einer Inzidenz
von 0,1 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner in Deutschland (2004 und 2003:
0,09 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner), was den weltweiten Erwartungswerten
entspricht. Wie auch in den Vorjahren zeigt sich, dass dem NRZ mehr Fälle
bekannt werden als dem RKI auf dem Meldeweg (Abb. 1). Diese Differenz
resultiert aus einer meldetechnisch bedingten Untererfassung von CJK-Fällen
im Rahmen des IfSG im Vergleich zur aufsuchenden Surveillance des NRZ.10
Geographische Verteilung
In den Bundesländern lag die Inzidenz der CJK im Jahr 2005 zwischen
0 und 0,2 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner pro Jahr. Abbildung 2 zeigt
die regionale Verteilung der übermittelten CJK-Fälle. Hinweise
für eine regionale Häufung ergaben sich, wie bereits in den
Vorjahren, anhand der Übermittlungsdaten nicht. Das etwas heterogene
regionale Verteilungsmuster ist Ausdruck der insgesamt kleinen und schwankenden
Zahl übermittelter CJK-Fälle aus den einzelnen Bundesländern.
So wurden beispielsweise aus Bremen im Jahr 2004 insgesamt zwei Erkrankungsfälle
gemeldet, 2005 jedoch keiner. Diese Abweichung liegt durchaus im Bereich
der zu erwartenden Schwankungsbreite zwischen den Jahren.
 |
|
| Abb.
2: Inzidenz der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) nach Bundesländern,
IfSG-Daten, Deutschland 2004 und 2005 (n = 172) |
|
Angaben zur speziellen
Diagnose
Bei 85 von 91 CJK-Fällen wurden 2005 Angaben zur speziellen Diagnose
gemacht, in allen Fällen handelte es sich um die sporadische Form
der CJK. Bei den verbleibenden sechs Fällen konnte die spezielle
Diagnose entweder nicht ermittelt werden oder sie wurde nicht erhoben.
Die iatrogene Form der CJK wurde im Jahr 2005 auf dem Meldeweg nicht registriert.
Alters- und Geschlechtsverteilung
Der Hauptanteil der Erkrankungsfälle kam wie in den Vorjahren aus
den Altersgruppen der über 60-Jährigen (79 Prozent). Dies erklärt
sich dadurch, dass die sporadische Form der CJK - die 2005 ausschließlich
übermittelte CJK-Form -vorwiegend in diesen Altersgruppen beobachtet
wird. Erkrankungsfälle aus der Altersgruppe der 65- bis 69-Jährigen
waren im Jahr 2005 etwas häufiger als im Vorjahr (21 gegenüber
13 Fällen).
Im Jahr 2005 wurden insgesamt fünf CJK-Erkrankungen bei Personen
unter 50 Jahren an das RKI übermittelt. Ebenso wurden durch das Nationale
Referenzzentrum fünf Erkrankungen in dieser Altersgruppe erfasst.
Im Gegensatz zum Vorjahr war keiner der an das RKI übermittelten
Fälle jünger als 40 Jahre (2004: zwei Erkrankungsfälle),
dem NRZ wurde 2005 eine erkrankte Person unter 40 Jahren bekannt. CJK
bei Personen unter 30 Jahren wurde 2005 weder an das Robert Koch-Institut
übermittelt noch durch das Nationale Referenzzentrum erfasst. Erwähnenswert
ist dies im Zusammenhang mit der Beobachtung, dass sich die vCJK vorwiegend
bei Personen unter 30 Jahren manifestiert. Abbildung 3 gibt die Altersverteilung
der CJK-Fälle in den genannten Jahren wieder.
 |
| Abb.
3: Übermittelte Erkrankungen an Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK)
nach Altersgruppen, IfSG-Daten, Deutschland, 2004 und 2005 (n = 172) |
 |
|
| Abb.
4: Übermittelte Erkrankungen an Creutzfeldt-Jakob-Krankheit nach
Geschlecht im Zeitraum von 2001 bis 2005, IfSG-Daten, Deutschland |
|
Insgesamt 52 der im
Jahr 2005 an das RKI übermittelten CJK-Fälle waren weiblichen
und 39 männlichen Geschlechts. Seit 2001 ist ein zunehmender Anteil
der von einer CJK-Betroffenen weiblich. Er stieg von 46 Prozent im Jahr
2001 auf 57 Prozent im Jahr 2005. Abbildung 4 zeigt die Geschlechtsverteilung
aller übermittelten CJK-Fälle seit 2001.
Art der Diagnosesicherung
Im Jahr 2005 wurden etwa zwei Drittel der Erkrankungsfälle als klinisch
diagnostiziert übermittelt, ein weiteres Drittel als klinisch-neuropathologisch
bestätigt. Damit fiel der Anteil der Fälle mit der Kategorie
klinisch-neuropathologisch bestätigte Erkrankung von
zuletzt 47 Prozent im Jahr 2004 auf 32 Prozent in 2005. Hierbei ist jedoch
zu berücksichtigen, dass sich aufgrund der z. T. erheblichen Zeitverzögerung
bei nachgemeldeten Sektionsergebnissen die Zahlen für klinisch-neuropathologisch
bestätigte Erkrankungen für das Jahr 2005 noch nach oben
korrigieren werden (Tab. 1).
| |
 |
| |
Tab.
1: Übermittelte Erkrankungen an Creutzfeldt-Jakob-Krankheit nach
Falldefinitionskategorien, IfSG-Daten, Deutschland, 2004 und 2005 |
Klinische Befunde
Die Gesundheitsämter erheben und übermitteln im Rahmen der Surveillance
der CJK bestimmte klinische Befunde bzw. Kriterien, die der klinischen
Validierung der Diagnose dienen. Die Verteilung der im Jahr 2005 übermittelten
klinischen Befunde unterschied sich nur unwesentlich von der im Vorjahr:
fortschreitende Demenz, der labordiagnostische Nachweis des 14-3-3-Liquorproteins
(welcher zu den klinischen Falldefinitions-Kriterien zählt) und Myoklonien
waren die am häufigsten übermittelten Symptome in beiden Jahren
(Abb. 5).
 |
| Abb.
5: Übermittelte klinische Symptome bei Creutzfeldt-Jakob-Fällen,
IfSG-Daten, Deutschland, 2004 und 2005 (n = 172) |
Angaben zur stationären
Behandlung und Überlebenszeit
Der Anteil der stationär behandelten Erkrankungsfälle stieg
im Vergleich zu 2004 von 67 Prozent auf 82 Prozent in 2005 an. Der hohe
Anteil an Hospitalisierungen erklärt sich dadurch, dass die CJK eine
schwer verlaufende, progrediente Erkrankung mit im Verlauf zunehmender
Pflegebedürftigkeit ist.
Die mittlere Überlebenszeit für Erkrankungsfälle mit sporadischer
CJK - errechnet aus dem Zeitraum von Erkrankungsbeginn bis Tod - betrug
im Jahr 2005 im Mediän vier Monate (25 Prozent Perzentile zwei Monate,
75 Prozent Perzentile 10,5 Monate, Spannbreite 0-35 Monate).
Todesfälle
Im Jahr 2005 wurden bis zum Stichpunkt der Datenabfrage (04.10.2006) insgesamt
53/91 (58 Prozent) der übermittelten CJK-Erkrankten als gestorben
gemeldet. Im Jahr 2004 waren es 60/81 (74 Prozent). Es ist davon auszugehen,
dass die Daten hierzu aus dem Jahr 2005 zum Zeitpunkt des Jahresberichts
noch unvollständig sind, da die Erkrankung zunehmend schon zu Lebzeiten
der Betroffenen gemeldet wird und Katamnesen fehlen können. Außerdem
ist wahrscheinlich, dass vielen meldenden Ärzten nicht bewusst ist,
dass der Tod eines bereits an CJK erkrankten Patienten einer Nachmeldung
beim zuständigen Gesundheitsamt bedarf.
Die aus den im Jahr 2005 übermittelten Fällen ableitbare Mortalität
beträgt 0,06 Todesfälle pro 100.000 Einwohner pro Jahr. Die
vom Nationalen Referenzzentrum für CJK am Prionenforschungszentrum
in Göttingen veröffentlichten Daten zur Mortalität für
die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit im gleichen Jahr sind mit 0,12 Todesfällen
pro 100.000 Einwohner doppelt so hoch. Diese Differenz lässt sich
durch die zeitlich verzögerte Nachübermittlung von CJK-Todesfällen
einerseits sowie durch fehlende Meldung des Todes bei bereits gemeldeten
CJK-Erkrankungen andererseits erklären.
Neuropathologische Diagnosesicherung und Nachweismethoden
 |
|
| Abb.
6: Nachweismethoden bei verstorbenen CJK-Fällen mit neuropathologischer
Diagnosesicherung als Anteil aller Nennungen (Mehrfachnennungen möglich)
zu Nachweismethoden, IfSG-Daten, Deutschland, 2004 (n = 53) und 2005
(n = 53) |
|
Eine neuropathologische
Diagnosesicherung im Anschluss an eine Sektion wurde im Jahr 2005 bei
37 von 53 (70 Prozent) der Verstorbenen (Vorjahr: 60 Prozent) übermittelt.
Über das Ergebnis der Sektion wurden zum Stichtag der Datenabfrage
bisher 68 Prozent der Gesundheitsämter informiert, hierbei ist jedoch
mit einem noch zunehmenden Anteil im weiteren zeitlichen Verlauf zu rechnen.
Eine Reihe immunhistochemischer Nachweisverfahren wird zur Validierung
der postmortalen CJK-Diagnose herangezogen. Die am häufigsten genannten
Methoden waren im Jahr 2005 der Nachweis durch Histologie bzw. Immunhistopathologie,
der Nachweis des pathologischen Prionproteins und der Nachweis ausgeprägter
Prionprotein (PrP)-Ablagerungen mit floriden Plaques (Abb. 6).
Zusammenfassende
Beurteilung
Wie auch in den Vorjahren
ist in Deutschland im Jahr 2005 kein Fall der Varianten Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung
(vCJK) an das RKI oder das NRZ übermittelt worden. Bei den übermittelten
CJK-Fällen handelt es sich weiterhin ausschließlich um die
sporadische Form der CJK, die sich mehrheitlich in den Altersgruppen der
über 60-Jährigen manifestiert.
|
Spezialdiagnostik
und Beratung:
Nationales Referenzzentrum für die Surveillance Transnissibler
Spongiformer Enzephalopathien
- an der Neurologischen Klinik des Universitäts-klinikums Göttingen,
Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen, Tel. 0551/396636, Fax
0551/ 397020, E-Mail epicjd@med.uni-goettingen.de, Internet www.cjd-goettingen.de,
Leitung: Prof. Dr. Inga Zerr, Untersuchung von Verdachtsfällen
vor Ort, diagnostische und differenzialdiagnostische Zu-satzuntersuchungen,
Liquordiagnostik, Katam-nesen und Therapiestudien.
- am Zentrum für Neuropathologie und Prionfor-schung (ZNP)
der LMU München, Feodor-Lynen-Str. 23, 81377 München,
Tel. 089/ 218078000, Fax 089/218078037, Internet www.neuropathologie-lmu-muenchen.de/inp,
Leitung: Prof. Dr. Hans A. Kretzschmar, Neuro-pathologische, biochemische
und genetische Diagnostik, Erregertypisierung im Tierversuch
|
Fortschreitende Demenz,
Nachweis des 14-3-3-Liquorproteins und Myoklonien sind im Jahr 2005 wie
in den Vorjahren die am häufigsten übermittelten klinischen
Kriterien. Die Anzahl übermittelter CJK-Fälle erreichte mit
91 Fällen in diesem Jahr zwar einen Höchststand seit Einführung
der Meldepflicht im Jahr 1994; allerdings erlauben die bisher zur Verfügung
stehenden Daten noch keine direkte Trendaussage. Dies hat im Wesentlichen
zwei Gründe. Zum einen stehen nach erstmaliger Erfassung von Erkrankungen
mittels einheitlicher Falldefinition seit Einführung des IfSG ab
dem Jahr 2001 lediglich die Daten von fünf Jahren für eine vergleichende
Beurteilung zur Verfügung. Zum anderen hat innerhalb der ersten Jahre
nach Einführung des IfSG die Datenqualität und -validität
bei allen Übermittlungskategorien deutlich zugenommen und sich in
den folgenden Jahren weiter stabilisiert. Systembedingte Verzerrungen
aus den Anfangsjahren des IfSG beeinflussen aber möglicherweise zum
jetzigen Zeitpunkt eine umfassende Trendbetrachtung aller bisher übermittelten
Fälle.
Seit dem Jahr 2000 ist eine Zunahme des Anteils weiblicher CJK-Patienten
in den Meldedaten und auch bei den auf freiwilliger Basis an das NRZ gemeldeten
Erkrankungsfällen in Deutschland zu beobachten. Eine Beurteilung
zu diesem möglichen Trend kann aber derzeit noch nicht vorgenommen
werden. Im Vergleich zum Vorjahr sind im Jahr 2005 sowohl die Anteile
hospitalisierter Patienten wie auch der Anteil neuropathologisch gesicherter
Fälle unter den Verstorbenen etwas angestiegen. Im weiteren zeitlichen
Verlauf dürften sich die Angaben zur neuropathologischen Diagnosesicherung
bei den im Jahr 2005 an CJK verstorbenen Patienten noch etwas nach oben
korrigieren. Nach wie vor zeigt sich jedoch im Vergleich mit den Mortalitätsziffern
des NRZ das Problem der Untererfassung der CJK-spezifischen Mortalität
durch die gemäß IfSG erhobenen Angaben zu Todesfällen.
Die Mitarbeiter der Gesundheitsämter werden daher an dieser Stelle
gebeten, diese Daten auch künftig möglichst vollständig
zu ermitteln, um so einen noch genaueren Aufschluss über die Situation
bei der CJK in Deutschland zu erhalten.
Mit freundlicher Nachdruckgenehmigung Epidemiologisches Bulletin, Nr.
42/2006.
Beitrag des Fachgebiets 32 der Abteilung für Infektionsepidemiologie
des Robert Koch-Instituts. Er wurde maßgeblich erarbeitet von Dr.
Karl Schenkel, der auch als Ansprechpartner zur Verfügung steht (E-Mail
SchenkelK@rki.de).
Dank gilt Prof. Dr. Inga Zerr, NRZ fürTSE-Surveillance in Göttingen,
für die Überlassung wichtiger Daten und Anregungen zu diesem
Manuskript. Dank gilt zudem allen Mitarbeitern der Gesundheitsämter
und Landesstellen sowie der Kliniken und Institute, die durch Daten und
Befunde zur Surveillance der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beigetragen haben.
Literatur
- Boelle PY, Cesbron
CJ, Valleron AJ: Epidemiologiocal evidence for higher susceptibilitytovCJD
in theyoung. BMC Infectious Diseases 200414 (26)
- Llewelyn CA, et
al.: Possible transmission of variant Creutzfeldt-jakob disease by blood
transfusion. Lancet 2004; 363 (9407): 417-421
- New case of transfusion-associated
vCJD in the United Kingdom. Euro-surveillance weekly 2006; n (2)
- Variante Creutzfeldt-Jakob-Krankheit.
Stellungnahme des Arbeitskreises Blut des Bundesministeriums für
Gesundheit und Soziale Sicherung. Bundesgesundheitsbl - Gesundheitsforsch
- Gesundheitsschutz 2005; 48:1082-1090
- RKI: Creutzfeldt-Jakob-Krankheit
in den Jahren 2003 und 2004. Epid Bull 2005; 44: 405-408
- WHO: http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fsi8o/en/
|

Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 2/2007
S. 53-58
|