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Premiere
im DRK-Bildungszentrum Ratzeburg
Zertifikate für 20 neue Praxisanleiter(innen)
Die Stimmung war feierlich und die 20 Akteure wirkten sichtbar stolz in
der Cafeteria des DRK-Krankenhauses Mölln-Ratzburg: Als die Kursleiterinnen
Gerda Brüggemann und Monika Schwatke ihnen nach bestandener schriftlicher
Prüfung die Zertifikate für einen erfolgreichen Abschluss zum
Praxisanleiter/ zur Praxisanleiterin aushändigten, konnte sich das
DRK-Bildungszentrum Ratzburg auch ein wenig selbst feiern, war damit doch
der erste Kurs mit dieser Weiterbildung zum Abschluss gekommen.
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| Das
Ziel ist erreicht: 20 neue Praxisanleiter(innen) und ihre Lehrkräfte
freuen sich (Foto: DRK-Bildungszentrum Ratzeburg) |
Durch neue Bundesgesetze
wird in der Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege die praktische Ausbildung
auf den Stationen und in den Seniorenheimen gezielt verstärkt und
professionalisiert. Die Anleitung der Auszubildenden erfolgt künftig
gezielt über Praxisanleiter(innen), die eine entsprechende Ausbildung
vorweisen müssen. Bislang konnten sich Interessierte nur in der näheren
Umgebung wie in Lübeck, Neumünster und Hamburg weiterbilden,
künftig wird dies auch im DRK-Bildungszentrum in Ratzeburg möglich
sein.
Seit Mitte Februar kamen die Teilnehmer(innen) pro Monat drei Tage zusammen,
um sich in handlungsorientierter Didaktik, Pflegewissenschaft, Kommunikation,
Sozialpsychologie und Gesetzes- und Berufskunde weiterzubilden. Alle waren
sich hinterher einig: Diese Weiterbildung wird künftig maßgeblich
zur Qualitätsverbesserung in den unterschiedlichen Einrichtungen
beitragen. (DRK-Krankenhaus Ratzeburg-Mölln)
Krebsepidemiologie
Ansteigende Hautkrebsinzidenz
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PD Dr. Alexander
Katalinic
(Foto: SH) |
Weniger solare und
künstliche UV-Strahlungsexposition heißt das präventivmedizinische
Gebot, um die ansteigende Hautkrebsinzidenz (also nicht etwa rasant
= knapp darüber hinwegstreichend, flache Kurve) einzudämmen.
Jährlich erkrankten in Deutschland etwa 100 000 Menschen an weißem
und etwa 14 000 an schwarzem Hautkrebs, berichtete PD Dr. Alexander Katalinic
beim Kongress Krebs und Strahlung in Hamburg. Katalinic ist
seit dem 01.01.2005 Direktor des Instituts für Krebsepidemiologie
an der Universität zu Lübeck und Vorsitzender der Gesellschaft
der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID). Schleswig-Holstein
weise gegenüber den Bundeszahlen keine Abweichungen auf. Ein evtl.
früheres Nord-Süd-Gefälle wegen unterschiedlicher Hellhäutigkeit
sei nicht mehr festzustellen.
Bei ionisierenden
Strahlen würden die Wirkungen auf Gehirntumoren, Lungenkrebs und
besonders Leukämien und Lymphome diskutiert. Die immer wieder bei
einem einzigen neuen Fall hochkommenden Befürchtungen in der Elbmarsch
rund um das Kernkraftwerk Geesthacht-Krümmel zeigten die Schwierigkeiten
einer gebietsbezogenen Epidemiologie bei geringen absoluten Zahlen.
Die Konferenz wurde veranstaltet vom Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit und maßgeblich begleitet von der
Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e. V. - mit
ihrem neuen Büro in der Hamburger Hafencity, Magdeburger Str. 17,
Tel. 040/32527285 -, deren Initiator Prof. Breitbart (Buxtehude, ehemals
Universitätsklinikum Eppendorf) in Schleswig-Holstein nicht unbekannt
ist. (hk)
Kostenlos
zu erhalten:
Neues Buch: Rauchen oder Gesundheit
Dem
Rauchen verdanken wir ca. 90 Prozent aller Bronchialcarzinome, ca. 30 Prozent
aller Krebskrankheiten ca. 90 Prozent aller Fälle von chronisch-obstruktiver
Lungenerkrankung, einen großen Prozentsatz aller Herzinfarkte und
drüber hinaus viele
weitere schwerwiegende kardiovaskuläre Krankheiten.
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Da sich in Deutschland immer noch zu wenige Mediziner mit der Tabakepidemie
auseinander setzen, verwundert es nicht, dass hinsichtlich wirksamer Maßnahmen
zum Nichtraucherschutz Deutschland mittlerweile zu den Schlusslichtern in
Europa gehört.
Zur Thematik des Nikotinmissbrauchs, der Gesundheitsschäden des Rauchens
und der medizinischen Raucherentwöhnung ist jetzt das Buch Rauchen
oder Gesundheit erschienen. In dem Buch sind sieben aktuelle wissenschaftliche
Arbeiten zusammengestellt, die sich mit dem Ausmaß der Gesundheitsschäden
durch die Tabakepidemie, der Raucherentwöhnung und wirksamen Maßnahmen
zur Tabakkontrolle befassen.
Der Autor, Prof. Dr. Klaus-Dieter Kolenda, seit 1988 Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft
Herz und Kreislauf in Schleswig-Holstein e. V., hat Anfang 2005 die bundesweite
Ärzte-Initiative Raucherhilfe
e. V. (AIR) mitbegründet und ist zum stellvertretenden Vorsitzenden
gewählt worden. Seitdem bietet er regelmäßig Vorlesungen
an der Universität Kiel zu dem Thema Gesundheitsschäden
des Rauchens an. Für die Landesarbeitsgemeinschaft Herz und Kreislauf
in Schleswig-Holstein e. V. führt er zweimal jährlich von der
Ärztekammer Schleswig-Holstein anerkannte Fortbildungsveranstaltungen
in Form von Kompakt-Kursen zur Vermittlung von Kenntnissen zur Raucherentwöhnung
durch.
Das Buch kann von der Landesarbeitsgemeinschaft Herz und Kreislauf in Schleswig-Holstein
e. V. als Mitherausgeberin kostenlos von interessierten Medizinern unter
folgender Adresse abgefordert werden: Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Herz
und Kreislauf in Schleswig-Holstein e. V., Winterbeker Weg 49, 24114 Kiel,
Tel. 0431/6486290, Fax 0431/6486297, E-Mail laghk-sh@gmx.de. (Heidemarie
Berke, LAG)
Prof.
Nolte wieder gewählt
Am 24. November 2006 wurde Prof. Dr. Hartmut Nolte, Pinneberg, auf der Delegiertenversammlung
des Verbandes der leitenden Krankenhausärzte Deutschlands e. V. zum
Vizepräsidenten wieder gewählt. Als weiteren Vizepräsidenten
wählte die Versammlung PD Dr. Michael A. Weber, Dachau.
Ebenfalls als Präsident des Bundesverbandes wurde Dr. Hans-Fred Weiser,
Rotenburg (Wümme), bestätigt. (Prof. Hartmut Nolte)
Wissenschaftspreis
des Deutschen Ärztinnenbundes
Anlässlich des 30. Wissenschaftlichen Kongresses, der vom 20.-23.09.2007
in Regensburg stattfinden wird, verleiht der Deutsche Ärztinnenbund
den Wissenschaftspreis. Der Preis wird jungen Ärztinnen aus Klinik
und Wissenschaft verliehen, die sich mit geschlechtersensiblen Themen beschäftigt
haben. Der Wert der Arbeit soll einer Habilitationsschrift bzw. Publikation
nach internationalen peer review Kriterien entsprechen.
Die Bewerbungen mit Lebenslauf und Publikationsliste sind elektronisch zu
senden an: gsdaeb@aerztinnenbund.de.
Die Arbeit soll in dreifacher Ausführung an Prof. Dr. Marianne Schrader,
UK S-H, Campus Lübeck, Klinik für Plastische Chirurgie, Ratzeburger
Allee 160, 23538 Lübeck, gesendet werden. Abgabetermin ist der 15.05.2007.
Der Preis ist mit 4 000 Euro dotiert. (Prof. Marianne Schrader)
Dr. Jan-Peter
Braun ist neuer ärztlicher Direktor der Diako
Idealbesetzung in schwierigen Zeiten
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| Stabübergabe
vom alten zum neuen ärztlichen Direktor: Dr. Jan-Peter Braun
(li.) und Dr. Ulrich Schroeder (Foto: Diako) |
Uns lag daran,
dass unser neuer ärztlicher Direktor gleichermaßen medizinische
Erfahrung und Leitungserfahrung mitbringt und sich in der Gesundheitspolitik
gut auskennt, erklärt Pastor Frank Schlicht, Vorstandsvorsitzender
der Ev.-Luth. Diakonissenanstalt zu Flensburg. Der Neue, Dr. Jan-Peter Braun,
war zuletzt leitender Oberarzt für Anästhesie an der Berliner
Charité. Zugleich war er als Projektleiter - im Zuge der Fusion dreier
Universitätskliniken - verantwortlich für die Intensivmedizin
und die Etablierung so genannter klinischer Behandlungspfade. Dabei ging
es etwa darum, den gesamten Ablauf der standardisierten Behandlung bis hin
zur Nachsorge zu optimieren. Es war eine große Genugtuung für
mich, ein großes Krankenhaus mit 3 500 Betten so mitzuorganisieren,
dass es funktioniert, blickt Braun zurück.
Und warum jetzt Flensburg? Die Kliniken der Diako sind auf sehr hohem
medizinischen Niveau. Spitzenmedizin bei den schwerer werdenden Rahmenbedingungen
mitzuorganisieren ist eine große Herausforderung, der ich mich gern
stelle, antwortet der 40-Jährige. Und dann ist da noch die private
Komponente: Auf Föhr und in Heide aufgewachsen, in Kiel studiert und
das Praktische Jahr an der Diako absolviert, zog es ihn zurück nach
Schleswig-Holstein. Nach seiner Facharztausbildung in Stade war er zehn
Jahre an der Berliner Charité und hat zuletzt noch seine Habilitation
eingereicht.
Vorgänger Dr. Ulrich Schroeder hält seinen Nachfolger für
eine Idealbesetzung, auch im Hinblick auf seine Sozialkompetenz -
die ist bei den vielen Mitspielern gefragt. In die Zeit von Dr. Schroeder
als ärztlicher Direktor (seit 1998) fiel die kontinuierliche interne
Umstrukturierung der Diako wie die Stationsreorganisation, die Einrichtung
der Privatstationen, der Aufbau des OP-Managements sowie diverse Um- und
Erweiterungsbauten des Krankenhauses. Er ist zudem Initiator für ein
grenzübergreifendes Versorgungsnetzwerk mit einer engen Zusammenarbeit
zwischen Diako und niedergelassenen Ärzten. Auch der medizinische Klinikverbund
mit dem Malteser St. Franziskus-Hospital trägt seine Handschrift. Die
norwegische Patientenbrücke, die Kooperation mit dem Krankenhaus in
Westerland und die Entwicklung telemedizinischer Konzepte bis in den gesamten
Ostseeraum, nennt Dr. Schroeder als weitere Meilensteine seiner Amtszeit.
Über Jahre hat sich Schroeder zudem für die Einführung der
elektronischen Gesundheitskarte eingesetzt. Für sein Engagement
erhielt er vom Bundespräsidenten 2005 das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Schroeder ist die nächsten zwei Jahre weiter für die Diako tätig
- nun wieder als Chefarzt der Radiologie, eine der größten im
Lande. (Ole Michel, Diako Flensburg)
Herzgruppenärzte
gesucht
Die Landesarbeitsgemeinschaft Herz und Kreislauf in Schleswig-Holstein e.
V. sucht für die Betreuung von Herzgruppen dringend Ärzte(innen),
die sich regelmäßig und/oder als Vertretung für die Übungsstunden
zur Verfügung stellen. Die Mitarbeit in einer Herzgruppe ermöglicht
nicht nur eine eigene sportliche Betätigung, sondern gleichzeitig auch
einen sehr intensiven Kontakt zu den Patienten. In der Regel zahlen die
Träger der Herzgruppe eine Aufwandsentschädigung, interessant
ist natürlich auch die Anrechnung dieser Tätigkeit für die
Zusatzbezeichnung Sportmedizin.
Akuter Bedarf besteht zurzeit in der Herzgruppe des Postsportvereins Flensburg,
Übungszeit jeden Donnerstag 19:00-20:00 Uhr. Der Postsportverein zahlt
eine Aufwandsentschädigung von 30 Euro pro Abend. Interessierte Ärzte(innen)
(insbesondere nicht oder nicht mehr berufstätige) wenden sich bitte
an: Dieter Koschner, Tel. 04639/7248, oder an die LAG Herz und Kreislauf
in Schleswig-Holstein e. V., Winterbeker Weg 49, 24114 Kiel, Tel./Fax 0431/
6486-290/-297, Internet www.herzgruppen-sh.de,
E-Mail laghk-sh@gmx.de, Geschäftszeiten Mo.-Mi. 10:00-13:00 Uhr und
Do. 16:00-19:00 Uhr. (LAG Herz und Kreislauf in Schleswig-Holstein e. V.)
Erste
Impfung gegen Krebs
TK übernimmt die Kosten
Die Techniker Krankenkasse (TK) übernimmt als erste gesetzliche Krankenversicherung
ab sofort die Kosten für die Impfung für Mädchen und Frauen
ab dem Alter von elf bis zum vollendeten 18. Lebensjahr. In Schleswig
Holstein leben rund 224 000 Mädchen und Frauen in dieser Altersgruppe,
davon sind 27 000 bei der TK versichert.
Jedes Jahr erkranken in Schleswig-Holstein über 180 Frauen an Gebärmutterhalskrebs,
bundesweit über 6 500. Für jede dritte verläuft die Krankheit
tödlich. Gebärmutterhalskrebs steht in Schleswig-Holstein an
elfter Stelle der Krebstodesursachen für Frauen. Das müsste
nicht sein, denn Gebärmutterhalskrebs zählt zu den wenigen Krebsarten,
deren Ursache man heute kennt. Er entsteht durch eine Infektion mit so
genannten Humanen Papilloma Viren (HPV). Dieser HPV-Infektion kann mit
einer Impfung vorgebeugt werden. (TK)
Herzzentrum
Nordsee
Nordfriesland bekommt ein eigenes Herzzentrum
Seit dem 4. Januar 2007 verfügt Nordfriesland über ein eigenes
Herzzentrum: das Herzzentrum Nordsee. An diesem Tag nahm ein
Team aus Ärzten und Schwestern in der Klinik Husum des Klinikums
Nordfriesland die Tätigkeit auf.
Besonders wichtig war dem Klinikum Nordfriesland, dass ein Partner neben
einer europaweiten Reputation auch Erfahrungen in dem gemeinsamen Betrieb
eines Herzzentrums hat. Da das universitäre Herzzentrum des Universitätsklinikums
Eppendorf bereits mit einer Klinik in Pinneberg ein ähnliches Kooperationsmodell
betreibt, ist das Hamburger Zentrum der ideale Partner für die Husumer
Klinik. Die Facharztpraxis für Kardiologie von Antje Rack und Dr.
Gerd Geffert, die bereits seit Jahren ihren Standort auf dem Klinikgelände
hat, ist ein weiterer wichtiger Partner. (Klinikum Nordfriesland)
Reform
für Versicherte - aber die wollen sie nicht
Gesundheitsreform nicht auf dem Wunschzettel
Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung scheint der Gesundheitsreform
kritisch gegenüberzustehen: So glaubt ein Großteil der Befragten,
dass Krankenkassenbeiträge und Zuzahlungen steigen werden, Leistungsumfang
und Qualität medizinischer Leistungen hingegen nicht. (Quelle: Janssen-Cilag
[Zukunftsarbeit], 08.12.2006)
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DFG-Förderung
Monoklonale Antikörper
Die Klinik für Nieren- und Hochdruckkrankheiten des UK S-H, Campus
Kiel, erhält für die kommenden drei Jahre Fördergelder
der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Höhe von
250 000 Euro. Das geförderte Projekt beschäftigt sich mit der
Herstellung und funktionellen Testung so genannter rekombinanter IgA-Antikörper,
um deren immuntherapeutisches Potenzial zu ermitteln.
Die Immuntherapie mit monoklonalen Antikörpern bietet heute eine
nebenwirkungsarme Möglichkeit, sehr gezielt in die Entstehung unterschiedlicher
Krankheiten einzugreifen. Bisher sind alle therapeutisch zugelassenen
Antikörper vom Typ Immunglobulin G. Im Körper werden jedoch
mengenmäßig mehr Antikörper vom Typ Immunglobulin A produziert.
Dabei nimmt man an, dass die normale Funktion dieser speziellen Antikörper
vor allem dem Immunschutz im Magen-Darm-Trakt und Lunge dient. Diese Antikörper
können nämlich dort aktiv vom Körper ausgeschüttet
werden. Bisher ist jedoch nur wenig untersucht, welche Funktion diese
Immunglobuline im menschlichen Körper haben.
Eine Arbeitsgruppe des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein unter
der Leitung von Dr. Michael Dechant und Prof. Dr. Thomas Valerius wird
zukünftig spezielle Antikörper vom Typ Immunglobulin A herstellen
und deren Funktionsweise untersuchen. Dabei werden sie sich beispielsweise
mit der Funktion dieser Antikörper bei der Therapie von Tumoren befassen.
Enge Kooperationen bestehen dabei zu den Arbeitsgruppen von Prof. Jan
van de Winkel (Genmab und University Medical Center, Utrecht, Niederlande)
und Prof. Martin Glennie (University Southampton, England). (Dr. Anja
Aldenhoff-Zöllner)
Buchtipps:
Tuberkulose/Notfallmedizin uptodate/AVR 2006/F. Beske: Neubestimmung des
Leistungskatalogs
Das Robert Koch-Institut hat in seiner Broschürenreihe Gesundheitsberichterstattung
des Bundes (gemeinsam mit dem Statistischen Bundesamt) zuletzt als
Heft 35 Tuberkulose herausgebracht. Weltweit - vor
allem in armen Ländern - erkranken täglich 20 000 Menschen (!),
5 000 davon sterben täglich, so der Bericht. Resistenzen der auslösenden
Bakterienstämme erschwerten die an sich gut behandelbare Krankheit:
Auch in Deutschland besteht weiterhin Handlungsbedarf, um die Tuberkulose
erfolgreich zu bekämpfen und einen Wiederanstieg in den nächsten
Jahren zu verhindern.
ISBN 978-3-89606-168-3, 33 Seiten, Tel. 030/18-754-3400.
Notfallmedizin up2date heißt seit Oktober 2006
die neue, viermal im Jahr erscheinende Fachzeitschrift im Thieme-Verlag
Stuttgart. Sie hat einen redaktionellen Schwerpunkt in Schleswig-Holstein:
Verantwortlicher Schriftleiter ist Prof. Dr. Jens Scholz, UK S-H (Kiel),
Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin. Weitere
Herausgeber sind unter anderen Prof. Dr. Volker Dörges (ebenfalls
Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, UK
S-H, Kiel) und Prof. Dr. Andreas Seekamp (UK S-H, Kiel), Klinik für
Unfallchirurgie. Die Zeitschrift hat die Rubriken: allgemeine Prinzipien
der Notfallmedizin, Reanimation, Spezielle Notfallmedizin, Großschadensereignisse,
Rettungsdienst und Forschungsergebnisse für die Praxis. Sie erscheint
besonders für Fort- und Weiterbildung geeignet: Jeder Beitrag ist
CME-zertifiziert und bereits zum Abheften gelocht, Fragebogen sind beigefügt,
mit jedem Heft sind 15 Punkte zu sammeln. Preis 124,00 Euro, Ermäßigungen.
Info: www.thieme.de.
Der Arzneiverordnungsreport (AVR) 2006, herausgegeben von Prof. Dr.
Ulrich Schwabe (Uni Heidelberg) und Dr. Dieter Paffrath (Kiel/Köln),
Springer Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 3-540-34369-5, 36,95 Euro, ist
der Presse bereits Mitte Oktober vorgestellt worden. Es ist bereits die
x-te Auflage des von der Industrie häufig angefeindeten und vor Gericht
gezogenen Standardwerks mit vielen Hinweisen auf eine rationale, wirtschaftliche
Arzneimittel-Therapie. Insgesamt, so die Autoren, hätten in 2005
von den 25,4 Milliarden Euro Arzneimittel-Ausgaben 3,5 Milliarden eingespart
werden können - durch Substitution teurer Analogpräparate (Schwerpunkt
2006), durch Verordnung preiswerter Generika und durch Verzicht auf umstrittene
Arzneimittel. Unter den über 20 Autoren ist Prof. Müller-Oerlinghausen,
ausscheidender Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft,
mit Beiträgen über Psychopharmaka und Hypnotika/Sedativa. (hk)
Für Sie gelesen: Europäische
Vorbilder für
Gesundheitsreform?
Kein Gesundheitssystem eines Staates der Europäischen Union
beweist die Überlegenheit von Steuerfinanzierung, staatlichen Fonds
oder Einheitskassen. Vielmehr sind Wartelisten ihr prägendes Element.
Wir können somit im Ausland lernen, wie man es nicht machen sollte.
Zitat (sinngemäß minimal verändert) aus: Wettbewerb und
Solidarität im europäischen Gesundheitsmarkt, Hg. Norbert Klusen
et al., Nomos Verlag Dezember 2006, Seiten 5. (hk)
TBNET
wählt neuen Vorsitzenden
PD Dr. Christoph Lange, Leiter der Klinischen Infektiologie am Forschungszentrum
Borstel, wurde im November 2006 zum Vorsitzenden des Europäischen
Tuberkulosenetzwerks TBNET gewählt. (Dr. Lange)
Nordic
Walking
Unter Anleitung von Nordic Walking Basic Instructor Iris Fischer
aus der Physikalischen Therapie der Sana Klinik Oldenburg bietet die Sana
Klinik Oldenburg in diesem Winter einen Fortgeschrittenen-Kurs für
Nordic Walking an.
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| Nordic Walking
an der Sana Klinik Oldenburg (Foto: Sana Klinik) |
Kursbeginn ist im
Januar. Treffpunkt ist die Physikalische Therapie (Bäderabteilung)
in der Klinik Oldenburg, Mühlenkamp 4. Die Gebühren für
den Kurs betragen 36 Euro. Stöcke können gegen eine geringe
Gebühr ausgeliehen werden. Der Kurs beinhaltet zwölf Einheiten
mit jeweils 90 Minuten.
Anfänger-Kurse werden ab April 2007 jeweils montags (15:00-16:30)
und dienstags (10:00-11:30 Uhr) angeboten. Auf einem Informationsabend
können sich Interessierte informieren. Frau Fischer und Frau Hahn
aus der Physikalischen Therapie der Sana Klinik Oldenburg stehen unter
Tel. 04361/513172 für Fragen zur Verfügung. (Dr. Barbara Knüppel)
Leserbrief
von Dr. Andreas Krueger zum außerordentlichen Deutschen Ärztetag
in Berlin und dem Artikel ... wir finden uns nur zur Hälfte
wieder und nicht zu 50 Prozent!, SHÄ 11/2006, S. 50 ff. im
Vergleich zum NDR-Interview mit Bundesärztekammer (BÄK)-Präsident
Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe vom 24.10.2006
Im Zusammenhang mit dem außerordentlichen Ärztetag hat der
BÄK-Präsident Hoppe ein erstaunliches NDR-Interview gegeben,
dass mir fast die Schuhe auszog. Zitat anbei:
NDR Info:
Ministerin Schmidt plant, so wie ich das verstehe,
das Geld besser zwischen wohlhabenden Fachärzten und unterbezahlten
Hausärzten, zum Beispiel auf dem Land, zu verteilen. Unterstützen
Sie das?
Hoppe: Dass es eine gerechte Honorierung für die schwere hausärztliche
Tätigkeit geben muss, ist korrekt. Das ist aber schon seit einigen
Jahren der Fall und die Hausärztinnen und die Hausärzte beschweren
sich eigentlich gar nicht mehr.
Wo lebt der denn? Abgesehen davon, dass der BÄK-Präsident kein
gewählter Vertreter der Vertragsärzte oder gar der Hausärzte
ist, sind seine Ausführungen schlicht falsch und kontraproduktiv.
Und statt solche ärgerlichen Sätze von sich zu geben, hätte
er wenigstens darauf hinweisen sollen, dass uns Vertragsärzten immer
mehr Geld entzogen wird. Oder sind die bei uns Vertragsärzten dank
Hartz IV fehlenden 470 Millionen Euro Peanuts?
Über die extrem unterschiedlichen, von den Kassen an die Kassenärztliche
Vereinigung überwiesenen Pauschalen muss endlich ein Wort verloren
werden, denn die Billigkassen sind eben auch dort regelhaft schrecklich
billig. Durch die bald einsetzende Kündigungswelle bei
höheren Beiträgen der einzelnen Kasse werden sich spiralenartig
- eine Kasse ist immer teurer und der Wechsel lohnt scheinbar immer -
zunehmend geringere Überweisungen auf die Landarztkonten ergeben.
Dazu steigende Kosten durch allerlei neue Steuern und tolle kostenträchtige
Verpflichtungen, die vor allem Einzelpraxen hart treffen, bei gleichzeitigem
Wellnessangebot auf Kassenkosten für die Patienten, das alles kennt
der Pathologe ja wahrscheinlich auch nicht. Fazit: Wir fühlen uns
deutlich unter 50 Prozent vertreten. Wenn für uns Landärzte
derart entmutigende Töne von der Führung kommen,
kann man sagen: Wer solche Freunde hat, braucht wenigstens keine Feinde.
Dr. Andreas Krueger, Gartenstraße 2, 25379 Herzhorn
Leserbrief
von Dr. Johannes Jongen zum Leserbrief von Dr. Thormann (S. 13) und zum
Beitrag des Städtischen Krankenhauses (S. 17), SHÄ 12/2006
In vorweihnachtlicher Stimmung nahm ich das Schleswig-Holsteinische Ärzteblatt
12/2006 zur Hand. Auf S. 13 las ich den kritischen Brief von Dr. Thormann
über das Interview mit Dr. Ventzke. Den Unmut des Kollegen Thormann
konnte ich sehr gut nachvollziehen, insbesondere als ich dann auf Seite
17 kam: Hier steht auf einer ganzen Seite ein Bericht der
Pressesprecherin des Städtischen MVZ Kiel GmbH. Wie es zu der Überschrift
kam, kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt einen neuen Direktor des Institutes
für Pathologie des Städtischen Krankenhauses Kiel, der gleichzeitig
ärztlicher Leiter des Städtischen MVZ Kiel GmbH ist. Da es sich
beim MVZ um eine 100-prozentige Tochter des Städtischen Krankenhauses
handelt, ist der neue Direktor/Leiter in beiden Fällen Dr. Ventzke
unterstellt. Dr. Ventzke ist nicht der medizinische, sondern der kaufmännische
Geschäftsführer des Städtischen Krankenhauses. Dr. Ventzke
hat sowohl schriftlich als auch telefonisch sehr aggressiv bei den Zuweisern
des ermächtigten früheren Direktors des pathologischen Institutes
Werbung gemacht für das von Dr. Ventzke gegründete
MVZ. Die gastroenterologischen Kollegen haben sich geweigert mit diesem
MVZ zusammenzuarbeiten. Wir haben bis zum Ausscheiden gerne mit dem Vorgänger
von Dr. Ebsen zusammengearbeitet. Ab dem 01.08.2006 gibt es zwei gut versierte
niedergelassene Pathologen, mit denen wir einwandfrei zusammenarbeiten.
Wir würden es begrüßen, wenn das Schleswig-Holsteinische
Ärzteblatt diesen Kollegen auch die Möglichkeit geben könnte
darzustellen, welche Fähigkeiten und Erfahrung sie haben. Generell
wäre es sinnvoll, wenn neu niedergelassene Kollegen sich so darstellen/profilieren
können, wie es jetzt für Dr. Ebsen getan wurde.
Dr. Johannes Jongen, Proktologische Praxis Kiel, Beselerallee 67, 24105
Kiel
Leserbrief von Dr. Jörn Pankow zum Thema elektronische
Gesundheitskarte
Die Einführungskosten der elektronischen Gesundheitskarte
werden auf 1,4 Milliarden Euro veranschlagt.
Dieser Satz ist Originalton der Bundesgesundheitsministerin, der man wie
so oft nicht trauen darf. Die Kosten-Nutzen-Analyse der Treibergesellschaft
gematik, und die weiß es absolut besser als Ulla Schmidt, ist so katastrophal
ausgefallen, das sie nicht veröffentlicht werden sollte. Die Analyse
kommt zu dem Schluss, dass die eGK nicht wie Ulla behauptet 1,4, mindestens
3,9, möglicherweise sogar sieben Milliarden Euro kosten wird. Die 585
Millionen Euro für die Anschaffung der neuen Karte für alle 82
Millionen Versicherten sind in dieser Summe noch nicht enthalten. Auch der
von Ulla Schmidt blauäugig versprochene Spareffekt nach fünf Jahren
ist eine Luftnummer. Dem etwa 4,4 Milliarden Euro Nutzen stehen 2,5 Milliarden
Euro Kosten gegenüber - so die vorsichtige Schätzung der gematik.
Lediglich die Krankenkassen werden um ca. 2,2 Milliarden Euro entlastet.
Die großen Verlierer sind eindeutig die Ärzte. Bundesweit lehnen
über 95 Prozent der Ärzte die Karte ab, u. a. weil die Investitionen
bis zu 10 000 Euro pro Praxis kosten werden. Die Gutachter kommen auf eine
Gesamtbelastung von fast 1,9 Milliarden Euro für die Ärzte, denen
ein Nutzen von mickrigen 500 Euro gegenübersteht, d. h. für die
Ärzte ein Nettoverlust von 1,4 Milliarden Euro - für die Apotheker
von 702 Millionen Euro. Nach der Veröffentlichung der Betreiberstudie
lehnen die Landsärztekammern Nordrhein, Hessen und Bremen die elektronische
Karte ab. Sie werden sicher nicht die letzten sein. Geradezu lächerlich
ist ein Ministerinnenhinweis auf angeblichen Bürokratieabbau durch
das elektronische Rezept. Eine seriöse Untersuchung hat
gezeigt, dass der Arzt bisher zwei Sekunden für die Unterschrift benötigt,
für die elektronische Signatur - u. a. ist dabei die Eingabe eines
sechsstelligen PIN notwendig - mindestens 24 Sekunden dauert, entsprechen
27 Stunden im Monat in einer Praxis mit
1 600 Patienten. Geradezu lächerlich, wenn in dem Artikel vom Massentest
gesprochen wird, an dem unglücklicherweise auch Flensburg teilnimmt.
Von den ca. 82 Millionen Patienten sind es mickrige 10-100 000. Experten
schätzen, dass es bis 2010 dauern wird, bis alle Versicherten die neue
Karte haben werden. Nicht nur Ärzten, Zahnärzten, psychologischen
Psychotherapeuten, Apothekern, sondern alle Berufe, die mit der Patientenkartei
abrechnen, u. a. Logopäden, Krankengymnasten, sind alle zum Teil sensiblen
Daten über die eGK zugänglich. Dieses bedeutet der absolut gläserne
Patient. Datenschützer haben größte Bedenken. Wünschenswert
wäre, diesen Spuk so früh wie möglich zu beenden.
Dr. Jörn Pankow, Große Straße 36, 24937 Flensburg
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Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 1/2007
S. 2, 6-11
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