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Ein Chirurgenleben
an der Diako
Nach über 33 Jahren geht Chefarzt Dr. Friedrich
Wrede
Ole Michel
Noch einmal quälen für den Chef -
unter diesem Motto und mit dem Hinweis, Qualität komme von Qual,
setzte sich das Team Wrede im diesjährigen Ostsee-Triathlon
extremen Belastungen aus. Für Dr. Ulrich Schroeder war das nur einer
von vielen Hinweisen auf die breite Sympathie und hohe Anerkennung, die
Dr. Friedrich Wrede bei seinen Mitarbeitern genoss. Schroeder, selbst
lange Jahre ärztlicher Direktor der Diako und heute Chefarzt der
Radiologie, erinnerte bei der Verabschiedung von Dr. Wrede an dessen mehr
als 33-jährige Tätigkeit im Diakonissenkrankenhaus, die vom
Assistenzarzt bis zum Chefarzt reichte. Mit ihm geht der erste unfallchirurgische
Chef der Diako, der aus kleinen Anfängen eine überregional respektable
Klinik entwickelt hat - und übergibt ein ,Traumazentrum des Nordens,
erklärte Dr. Schroeder. Die Unfallchirurgen rund um Dr. Thorsten
Lange, der die Nachfolge von Dr. Wrede antritt, behandeln heute aber nicht
nur Patienten, die Verletzungen aller Schweregrade erlitten haben, sondern
auch die Spätfolgen von Unfällen und verschleißbedingte
Erkrankungen.
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Bei seiner Verabschiedung:
Dr. Friedrich Wrede
(Foto: Ole Michel)
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Nach seinem
Studium in Hamburg und Würzburg trat Dr. Wrede 1973 in die Diako
ein. Schon als Oberarzt habe er sich seit 1978 ein überregionales
Renommee als breit ausgebildeter Chirurg und exzellenter Operateur erworben
und zielstrebig das Fach der Unfallchirurgie ausgebaut, sagte Schroeder.
In seiner zwölfjährigen Tätigkeit als Chefarzt habe der
gebürtige Hamburger (Jahrgang 1943) viele neue Herausforderungen
angepackt und seine Mitarbeiter zu einem dynamischen Team zusammengeschweißt.
Unzählige Arbeitsgruppen, Projekte und Baumaßnahmen der Diako
trügen seine Handschrift. Schroeder: Er war ein Chef, dessen
hoher Qualitätsanspruch ihn dazu verleitete, vieles selbst operieren
zu wollen, insbesondere Hüften, weil mit seinem guten Namen das Renommee
der Klinik verbunden war.
Eine besondere Herausforderung sei die Kooperation mit dem Franziskus-Hospital:
Die Unfallchirurgie bewältige seit Jahresanfang nicht nur die überregionale
Traumatologie, sondern verkrafte einen Zukunftsschritt, den die
meisten deutschen Krankenhäuser erst noch vor sich haben - nämlich
das Zusammenwachsen von Unfallchirurgie und Orthopädie in einer Klinik,
so Schroeder. Dies sei eine Herkulesaufgabe, die der Diako künftig
aber einen Wettbewerbsvorteil verschaffen werde, sagte Schroeder.
Dr. Detlev Petersen, kommissarischer ärztlicher Direktor der Diako,
bezeichnete Wrede als Urgestein der Diakonissenanstalt. In
dessen Zeit an der Diako seien rund 60 000 Patienten in der Unfallchirurgie
operiert worden, was mehr als zwei Dritteln der Einwohner Flensburgs entspreche.
Dr. Wrede habe etwa durch den Aufbau des Traumazentrums deutliche Spuren
hinterlassen und die Diako positiv geprägt, sagte Rektor Frank Schlicht
während der Verabschiedung. Um ganz zum Schluss hinzuzufügen:
Auf Sie ist immer Verlass gewesen.
Ole Michel, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Diako Flensburg,
Knuthstraße 1, 24939 Flensburg
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Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 11/2006
S. 20
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