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Rezensionen
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Kurze Inhaltsangabe:
In elf Kapiteln werden die verschiedenen Aspekte der interventionellen
Koronartherapie sorgfältig dargelegt, großzügig durch
zahlreiche Tabellen sowie aussagekräftige Abbildungen und Grafiken
unterstützt. Originalliteratur wird jeweils am Ende eines Kapitels
aufgeführt. Stärke des Buches ist die anschauliche Schilderung
des konkreten technischen Vorgehens in verschiedenen Situationen des Koronarkranken.
Die Fragen sind insgesamt klinikbezogen und prüfungsrelevant formuliert, knapp und präzise beantwortet und durch einen zusätzlichen kurzen Informationsteil erläutert. Diese Aufteilung vermittelt dem Leser einen schnellen Überblick über seinen Wissensstand und lässt unmittelbar Lücken oder noch Nachzubesserndes aufdecken. Die eingefügten Röntgenbilder illustrieren die gestellten Fragen sehr anschaulich und simulieren prüfungsrelevante Situationen, in denen der Kandidat ein Röntgenbild zur Interpretation erhält. Insgesamt besticht das Buch durch seinen systematischen und detaillierten Aufbau. Die Fragen sind durchweg klinikrelevant und somit prüfungsgerecht. Wie auch vom Herausgeber geplant, ersetzt das vorliegende Buch nicht das Studium eines Lehrbuches. Diesen Anspruch kann und soll das Fragenbuch auch nicht erfüllen. Es stellt vielmehr eine hervorragende Ergänzung zum allgemeinen Studium der Viszeralchirurgie dar, um das Gelernte abzufragen und um eigene Lücken und noch nicht ausreichend erarbeitete Bereiche auszubessern. Besonders herauszuheben ist, dass die inhaltliche Zielsetzung nicht auf eine oft langweilige Systematik begrenzt ist, sondern sich anhand des klinischen Fallbeispieles orientiert und den Leser packt, die interessant und häufig spannend gestellten Fragen zu beantworten. Zusammenfassend kann man sagen, dass mit dem vorliegenden Buch eine geglückte Fragensammlung entstanden ist, die eine perfekte Ergänzung zur Lehrmittelvermittlung der Viszeralchirurgie darstellt. Wer diese weit über 1 000 Fragen mit Verständnis beantworten kann, der besteht auch berechtigt die Prüfung zum Viszeralchirurgen. Zudem sei angemerkt, dass dieses Buch auch für Prüfer im Teilgebiet Viszeralchirurgie hilfreich sein kann. Es könnte so vermieden werden, dass allzu Spezielles oder gar Forschungsbereiche Gegenstand einer Viszeralchirurgen-Prüfung werden. Rezensent: Prof. Dr. Peter Dohrmann, Klinik für Allgemeine Chirurgie und Thoraxchirurgie des UK S-H, Campus Kiel, Arnold-Heller-Str. 7, 24105 Kiel
Die Autoren von Dermatosen aus drei Kontinenten haben jahrelang in Afrika und Asien dermatologisch gearbeitet und viel Erfahrung und Bildmaterial zusammengetragen. Auf dieser Grundlage ist ein Bildatlas entstanden, der synoptisch 100 dermatologische Krankheitsbilder jeweils bei weißen, gelben und schwarzen Patienten darstellt. Diese Synopsis macht das Buch so bemerkenswert. Die Zusammenschau entspricht den Anforderungen hiesiger täglicher Arbeit: Unter unseren Patienten finden sich - regional verschieden - etliche mit dunkler Haut, aber aus den verschiedensten Ländern stammend. Bei Untersuchung dieser Menschen erleben wir die Schwierigkeit, Befunde auf farbiger Haut richtig zu lesen und zu deuten, und hierzu brauchen wir Hilfe. Dem Untertitel des Bandes entsprechend stehen Bilder im Vordergrund, Angaben zur Ätiologie, Pathogenese und zur Therapie sind sehr knapp gehalten. Sicher zeigen manche der Abbildungen Maximalbefunde, die wir in Mitteleuropa (fast) nicht mehr antreffen, sondern unter armer Bevölkerung in Ländern mit unzureichender medizinischer Versorgung. Auffällig ist der hohe Anteil HIV-assoziierter Befunde. Nützlich sind die immer wieder eingestreuten Bemerkungen zu lokalen Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit, zu welchen Folgen traditionelle Heilmethoden oder unkritischer Gebrauch moderner Medikamente (v. a. Antibiotika und topische Kortikoide) führen können. Dies macht es leichter, ausländischen Patienten unsere Form der Medizin akzeptabel zu gestalten, auch eigene Misserfolge - aufgrund scheinbar fehlenden Verständnisses der Patienten für unsere Therapie - zu verstehen. Etwas problematisch für den Leser ist die alphabetische Sortierung der Fälle nach Diagnosen. Auf diese Weise finden sich beispielsweise Hauttumoren wie Melanom und Basalzellkarzinom an weit auseinander liegenden Seiten. Man muss eine Vorstellung der Diagnose haben um danach suchen zu können. Das kann für Nicht-Dermatologen schwierig sein. In Zeiten, in denen die Medizin sich immer feiner spezialisiert, verliert man bei Untersuchung der Details leicht den Blick auf das Ganze. Dieses Buch hilft, die Übersicht zu wahren. Es ist nützlich für unsere tägliche Arbeit mit dunkelhäutigen Patienten, deren Zahl zunimmt. Es ist unverzichtbar für alle, die sich auf medizinische Arbeit in Asien oder Afrika vorbereiten. Rezensent: PD Dr. Dr. Jürgen Kreusch, Bei der Wasserkunst 15, 23564 Lübeck
Vielen Kielern ist
Prof. Hermann Manzke kein Unbekannter. Von 1962 bis 1986 wirkte er an
der Kieler Universitätskinderklinik, zuletzt als leitender Oberarzt,
bevor er Chefarzt und Ärztlicher Direktor des Kinderkrankenhauses
Seehospiz auf Norderney wurde. Der Autor legt mit dem vorliegenden Buch
eine Biographie August Steffens vor, der 1851 in Stettin eine der ersten
Kinderkliniken schuf. Im 19. Jahrhundert der aufblühenden naturwissenschaftlichen
und experimentellen Medizin lautete eine Hauptfrage: Wie kann ich mich
als Spezialist in einer eigenen, aber noch nicht anerkannten Disziplin
frei entfalten? So entstand in dieser Zeit die Pädiatrie als eigenes
Fach, nachdem sie sich von der Inneren Medizin gelöst hatte. Steffen
gründete 1883 die Gesellschaft für Kinderheilkunde,
leitete am Stettiner Kinderspital Ferienkurse über Pädiatrie
und förderte durch eigene Publikationen die Entwicklung der Kinderheilkunde.
Heute sehen wir die Notwendigkeit der weiteren Spezialisierung unter Erhaltung
einer Allgemeinen Pädiatrie und Allgemeinen Inneren Medizin, weil
sonst Fragmentierung und Atomisierung drohen. Hermann Manzke bietet mit
seiner Biographie gleichzeitig eine interessante Kulturgeschichte des
19. Jahrhunderts und eine liebevolle Schilderung der ehemals deutschen
Stadt Stettin. Als Leserinnen und Leser stellt sich der Rezensent Kinderärzte,
Allgemeinärzte mit Neigung zur Pädiatrie und andere Ärzte
mit medizinhistorischen und allgemeingeschichtlichen Interessen vor. |
Schleswig-Holsteinisches S. 22, 31, 62, 72 |
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