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Rezensionen

Prüfungsbuch für Arzthelferinnen

Bibliographische Angaben: Helmut Nuding, Ute Schätzle, Margit Wagner, 9. überarbeitete Auflage, Holland & Josenhans Verlag, ISBN 3-7782-5830-3, broschiert, 576 Seiten, 22,90 Euro


Schriftliche und mündliche Abschlussprüfung - ein wichtiger und oft mit viel Aufregung versehener Abschnitt im Berufsleben der Auszubildenden. Der Buchmarkt präsentiert der Kandidatin eine Vielzahl von Literatur, die bei entsprechendem Studium dabei hilft, die Aufregung durch eine fundierte Vorbereitung zu meistern und damit bessere Ergebnisse zu erzielen. Das „Prüfungsbuch für Arzthelferinnen“ bietet der Arzthelferin in einem sehr kompakten Format die Möglichkeit, gelernte Inhalte des gesamten Prüfungsbereichs von Medizin, über physikalische Grundlagen, Labor, Buchführung und Datenverarbeitung für die Zwischen- und Abschlussprüfung zu überprüfen. Die Fragen sind nicht programmiert formuliert und klar strukturiert. Mit seinen handlichen 12 mal 18 cm passt das Buch wirklich in jede Tasche und eignet sich so auch für einen fachlichen Blick „zwischendurch“ - die Zeit kann gut genutzt werden, indem die erworbenen Kompetenzen schnell gezielt überprüft werden. Auftretende Defizite bei den Lernenden können dann selbstkritisch nachbearbeitet werden.

Die interessierten Leser sollten jedoch die im Buch angebotenen Lösungen konsequent mit anderer Literatur vergleichen, da nicht alle Antworten fachlich korrekt sind. Einige Beispiele: Seite 172, Aufgabe Nummer 11 - die internationalen Leitlinien zur Reanimation wurden im Jahre 2000 geändert. Somit gibt es bei der Wiederbelebung keine Unterscheidung mehr zwischen Ein- und Zweihelfermethode. Dass das Prüfungsbuch aus dem Jahre 2004 die veralteten Richtlinien darstellt, kann sowohl für die Prüfung als auch bei einem tatsächlichen Notfall Konsequenzen nach sich ziehen. Gleiches gilt für den Schockindex (Seite 176, Aufgabe Nr. 13) - auch er hat im Rahmen der „Ersten Hilfe“ seine Bedeutung verloren und wird nicht mehr gelehrt. Den pH-Wert des Blutes auf genau 7.39 festzulegen (Seite 213, Aufgabe Nr. 6) erscheint zweifelhaft, da die Labore Toleranzbereiche angeben (z. B. 7.35-7.45).

Insgesamt ist also zusätzliches Engagement bei den Lesern gefordert, wenn sie das Prüfungsbuch in ihre Vorbereitung mit einbeziehen sollten.

Rezensent: Thomas Sörensen, Oberstudienrat, Zur Dithmarscher Schweiz 14, 25782 Welmbüttel


Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 11/2005

S. 78