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Personalia

Prof. Dr. Volker Tronnier neuer Leiter

Seit Anfang Mai 2005 leitet Prof. Dr. Volker Tronnier die Neurochirurgische Universitätsklinik am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck.

Der 46-Jährige hat in Antwerpen, Wien und Würzburg studiert. Seine neurochirurgische Ausbildung hat er zunächst als Stabsarzt, später Oberstabsarzt am Bundeswehrkrankenhaus Ulm begonnen, bevor er 1988 an die neurochirurgische Klinik der Ruprecht-Karls-Universität nach Heidelberg wechselte. 1990-1991 folgte ein 18-monatiger Aufenthalt an der University of California, Irvine, als Research Fellow und Clinical Instructor. Nach seiner Rückkehr nach Heidelberg legte er 1993 die Facharztprüfung ab und habilitierte sich 1994 mit dem Thema: „Zentrale Schmerzsyndrome: neurophysiologische Grundlagen und Möglichkeiten der Elektrostimulation“. Seit 1995 war er Oberarzt und Leiter der Sektion „Stereotaxie und funktionelle Neurochirurgie“. Vor seiner Berufung nach Lübeck war er zuletzt leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor in Heidelberg.

Seine klinischen Hauptarbeitsgebiete sind die Neuroonkologie, das heißt die operative Entfernung von Hirntumoren und zwar mithilfe minimal-invasiver Techniken, funktioneller und intraoperativer Bildgebung zur Maximierung des Resektionsausmaßes unter Schonung relevanter Hirnstrukturen. Ferner die neurovaskuläre Chirurgie sowie die funktionelle Chirurgie, also die Behandlung chronischer Schmerzen und Bewegungsstörungen.

Prof. Dr. Volker Tronnier
(Foto: Pressestelle UK S-H)

Die wissenschaftlichen Schwerpunkte sind die Erforschung der Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Gesichtsschmerzen, die bildliche Darstellung der Schmerzverarbeitung im Gehirn, die Therapie neurodegenerativer Erkrankungen mit adulten Stammzellen, sowie die intraoperative Magnetresonanzbildgebung und der intraoperative Ultraschall. Er ist Mitglied verschiedener nationaler und internationaler Gremien zur Qualitätssicherung und Leitlinienentwicklung, Erstautor von über 100 wissenschaftlichen Publikationen und Mitglied in nationalen und internationalen wissenschaftlichen Gesellschaften.

Er plant eine intensive Kopplung seiner Klinik mit anderen neurowissen-schaftlichen Instituten und Kliniken auf dem Campus Lübeck und Kiel zur gemeinsamen interdisziplinären klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit sowie eine enge Forschungstätigkeit auf dem Gebiet der Biotechnologie mit universitären und industriellen Partnern. In der studentischen Lehre möchte er seine Schwerpunkte auf problem- und symptomorientiertes Lernen am Krankenbett und im Rahmen interdisziplinärer Vorlesungsreihen setzen. (Dr. Anja Aldenhoff-Zöllner)


Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 07/2005

S. 16