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Schleswig-Holstein
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psychischer Erkrankungen Mehr Bedeutung für Arbeitszufriedenheit Eine bundesweit beobachtete Entwicklung macht auch vor Schleswig-Holstein nicht halt: Trotz insgesamt sinkender Krankenstände steigt die Zahl der psychischen Erkrankungen kontinuierlich. Die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) in Schleswig-Holstein appelliert an die Arbeitgeber, neben der Prävention in ihren Betrieben auch der Arbeitszufriedenheit große Bedeutung beizumessen.
Zunächst die
erfreuliche Botschaft aus dem neuesten DAK-Gesundheitsreport, den die
Kasse am 3. Mai in Kiel vorstellte: Der Krankenstand in den Betrieben
und Verwaltungen sank im vergangenen Jahr um neun Prozent. Und: Die Aufgeschlossenheit
der Arbeitgeber gegenüber der Gesundheitsförderung ist hoch,
besonders in den Betrieben des Gesundheitswesens. Dort besteht allerdings
auch Handlungsbedarf - zusammen mit der öffentlichen Verwaltung ist
in dieser Branche der höchste Krankenstand zu verzeichnen. Judith
Berger vom Berliner Institut für Gesundheits- und Sozialforschung
(IGES), die die Daten für die DAK erhebt, hat für beide Branchen
Begründungen. In der öffentlichen Verwaltung sind überproportional
viele Menschen mit Behinderungen beschäftigt - was den Krankenstand
erhöht. Das Vorurteil, dass in öffentlichen Verwaltungen eher
blau gemacht wird, mochte Berger nicht teilen. Im Gesundheitswesen
führt sie den Krankenstand u. a. auf die zugleich hohe körperliche
wie seelische Belastung zurück, gepaart oft mit einer geringen Arbeitszufriedenheit.
Deren Auswirkungen auf die Gesundheit wird nach Meinung von Walter Olgemöller
in vielen Betrieben noch unterschätzt. Der richtige Umgangston
und Entscheidungsspielräume für Mitarbeiter wirken sich positiv
aus, riet der DAK-Vorsitzende im Norden. Zufrieden zeigte er sich
besonders mit den Bemühungen größerer Betriebe um die
Gesundheitsförderung.
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Schleswig-Holsteinisches
S. 33/34 |
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