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Schleswig-Holstein
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| Krebsregister
Schleswig-Holstein Große Fortschritte Wie nunmehr schon fast eine Tradition, fand die Mitgliederversammlung des Instituts für Krebsepidemiologie auch in diesem Jahr wieder Ende April in der Aus- und Weiterbildungsstätte der Ärztekammer statt. Das Institut für Krebsepidemiologie e. V. ist als Registerstelle zusammen mit der bei der Ärztekammer angesiedelten Vertrauensstelle und der Landesregisterbehörde des Sozialminsteriums das Krebsregister Schleswig-Holstein. Entstanden sind alle drei Einrichtungen durch das Krebsregistergesetz Schleswig-Holstein aus dem Jahre 1997. Zweck des Vereins ist es, die Aufgaben der Registerstelle nach dem Krebsregistergesetz des Landes Schleswig-Holstein (LKRG) durchzuführen und Forschung auf dem Gebiet der Krebsepidemiologie zu betreiben. Der Verein arbeitet mit dem Institut für Sozialmedizin der Universität Lübeck zusammen.
In zwei Vorträgen von Dr. Katalinic und Dr. Carmen Bartel zum aktuellen Stand der Krebsregistrierung wurde eine Übersicht über die Entwicklung seit Januar 1997 gegeben. Ca. 300 000 Meldungen sind bisher eingegangen. Sie stammen aus Kliniken, Praxen (ca. 167 000), von den Pathologen (ca. 82 000), und aus ca. 48 500 Todesbescheinigungen. Patienten wurden insgesamt 143 605 mit 185 811 Tumoren gemeldet. Beim Modellprojekt Brustkrebs konnte eine Steigerung der Inzidenz um zehn Prozent verzeichnet werden. Am Modellprojekt Hautkrebs beteiligten sich landesweit insgesamt ca. 400 000 Patienten. Problematisch ist nach wie vor die Erfassung von Tumoren im Randgebiet um Hamburg. Hier soll versucht werden, die Ärzte noch mehr zu motivieren. Das Krebsregister Schleswig-Holstein kann auf eine erfolgreiche Aufbauarbeit zurückblicken, an der neben der Entschiedenheit des Gesetzgebers und dem festen Willen der Landesregierung, die mittlerweile gute Meldebereitschaft der schleswig-holsteinischen Ärztinnen und Ärzte, das Engagement der Verantwortlichen, hier nicht zuletzt auch neben dem schon erwähnten Karl-Erich Petersen, der als Direktor der Registerstelle ausgeschiedene Heiner Raspe und ganz besonders auch die ehemalige Sozialministerin Heide Moser zu nennen sind. (SH) |
Schleswig-Holsteinisches
S. 32/33 |
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