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Bad Segeberg

Segeberger Kliniken GmbH
Rybakowski neuer Chefarzt der Gynäkologie
Sylvia Hajduk

 
In den Räumen der neuen Gynäkologie: Dr. Rybakowski mit Mia auf dem Arm, geb. am 10. April 2005  

Er kommt von der Universitätsfrauenklinik aus Hamburg und ist 41 Jahre alt. Nach einer groß angelegten Suche und vielen Bewerbungen ist Dr. Christian Rybakowski seit dem 1. März neuer Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe der Segeberger Kliniken. „Mich hat die Aufgabe gereizt, mir etwas eigenes aufzubauen. Der Landarztgedanke war sehr persönlich“, sagte Dr. Rybakowski voller Freude auf seinen neuen Posten.

Die Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe war ehemals unter Dr. Rüdiger Moll als Chefarzt sehr gut angesehen. Danach hatte sie in der Übergangszeit einen Nachfolger für Dr. Moll, der nach einem halben Jahr das Krankenhaus wieder verließ und dann, ziemlich ungewöhnlich, war sie eine Art Zweigstelle der Lübecker Uni-Frauenklinik. Eine Übergangszeit, die für die Segeberger Abteilung nicht immer ganz einfach war. Marlies Borchert, einzige Gesellschafterin und Geschäftsführerin der Segeberger Kliniken: „Wir hoffen aber weiterhin auf eine Zusammenarbeit mit Lübeck, denn diese war aus medizinischer Sicht sehr gut.“ Rybakowski möchte die Behandlungskontinuität in Segeberg wieder herstellen.

 
  Dr. Christian Rybakowski, Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe, Marlies Borchert, Geschäftsführerin der Segeberger Kliniken GmbH (Fotos: SH)

Borchert weiter: „Endlich ist ein neuer Chef da. Die Frauen sind froh, dass sie einen durchgehenden Ansprechpartner haben. Und Niedergelassene sind auch froh, dass die stationäre Versorgung wieder durch einen am Ort anwesenden Chefarzt erfolgt.“ Rybakowski selbst findet: „Ein kleines Haus bedeutet eine familiäre Situation. Es ist für mich sehr anspruchsvoll, dass ich mich um alles kümmern darf.“ Insgesamt befinden sich im Segeberger Krankenhaus 214 Planbetten, davon 25 Betten in der Gynäkologie und Geburtshilfe. Im Team des neuen Chefs befinden sich 40 Mitarbeiter, darunter Krankenschwestern, Hebammen und Kinderkrankenschwestern.

Die Arbeitsschwerpunkte des gebürtigen Hamburgers werden die Urogynäkologie - hier kann die Diagnostik durch besondere Messungen vorgenommen werden -, natürlich gynäkologische Operationen wie z. B. die vaginale Hysterektomie und die Pränataldiagnostik sein. In der Pränataldiagnostik sollen jedoch speziellere Verfahren großen Zentren vorbehalten bleiben.

Rybakowski möchte sich besonders auch für das Stillen einsetzen. In der Schwangerschaft soll die Beratung zum Thema Stillen eine wichtige Rolle spielen. Dazu werden zwei Lactationsberaterinnen in der Klinik in Bad Segeberg arbeiten. Rybakowski strebt ein „baby friendly hospital“ an. Er wünscht sich, dass: „Bad Segeberg in Zukunft noch babyfreundlicher wird.“ Jeder Mitarbeiter soll eine Fortbildung von mindestens 18 Stunden zum Thema Stillen absolvieren, die in regelmäßigen Abständen wiederholt werden soll. Christian Rybakowski ist sich sicher: „Durch Stillen haben wir weniger adipöse Kinder und diese haben bessere Abwehrkräfte. Außerdem ist die Mutter-Kind-Beziehung viel stärker entwickelt.“

Zurzeit wird die Abteilung der Gynäkologie und Geburtshilfe ausgebaut und modernisiert. Ein freundliches und helles Ambiente soll dafür sorgen, dass sich Mutter und Kind wohl fühlen.
Dr. Rybakowski ist bereits nach Bad Segeberg umgezogen, seine Frau und seine drei Kinder werden nach dem Schuljahr folgen.

Sylvia Hajduk, Ärztekammer Schleswig-Holstein, Bismarckallee 8-12, 23795 Bad Segeberg


Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 06/2005

S. 26/27