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Neue
Hotline für Reisende
Das Bernhard-Nocht-Institut
für Tropenkrankheiten (BNI) hat in Zusammenarbeit mit dem Deutschen
Reisebüro/Reiseveranstalterverband DRV eine neue Hotline Gesundes
Reisen eingerichtet. Hier sind tagesaktuelle reisemedizinische Informationen
abrufbar, zum Beispiel zur Malariaprophylaxe in der Dominikanischen Republik.
Spezielle medizinische Fragen wie auch die persönliche Reiseberatung
können per Telefon erledigt werden. Die Hotline unter Tel. 0900/1234-999
ist von Montag bis Freitag von 8:00 bis 20:00 Uhr und am Samstag von 10:00
bis 18:00 Uhr besetzt. Gebühr 1,80 Euro pro Minute. Günstiger
für Informationen ist der Online-Service www.gesundes-reisen.de.
Die Web-Adresse des BNI lautet www.bni-hamburg.de. (hk)
Buchtipp:
Wie viel Medizin verträgt der Mensch?
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Der etwas provozierende
Titel sollte nicht abschrecken, denn Norbert Schmackes neues Buch ist
mehr als eine Abrechnung mit den Mängeln unseres Gesundheitssystems,
mehr als Ärztekritik. Sie enthält viele diskussionswürdige
Informationen und Argumente zu Punkten wie: Vernachlässigung der
Allgemeinmedizin, überschätzte Hochleistungsdiagnostik, Lipidsenker
oder gesunder Lebensstil?, der Arzt als Patient, Chance Fehlermanagement,
nur Lippenbekenntnisse in der Präventionsdebatte?, Warum Abschied
von Bismarck (GKV-System)?
Sicher ist das Buch sehr kritisch angelegt - verständlich, kommt
der Autor doch aus dem Public-Health-Bereich (Öffentlicher Gesundheitsdienst
und Lehre an der Uni Bremen), mehrere Jahre in der AOK-Bundesgeschäftsstelle,
jetzt als unabhängiges Mitglied im Gemeinsamen Bundesausschuss. Er
nimmt vor allem die seiner Meinung nach überzogenen Heilungsversprechen
der Medizin aufs Korn, eine Medikalisierung und Pathologisierung des Alltags.
Er fordert mehr wissenschaftliche Evidenz, mehr Transparenz und Kommunikation,
bevor umstrittene Therapien wie HRT (Hormontherapie) oder Roboterchirurgie
in großem Umfang praktiziert werden. Dabei könnte es sein,
dass der Autor mitunter etwas übers Ziel hinausschießt: Evidenzbasierung
ist kein ausnahmsloses Dogma für eine menschliche Medizin, wie Bundesärztekammer-Präsident
Prof. Dr. Hoppe gerade nachlesenswert im Deutschen Ärzteblatt dargelegt
hat (DÄ 14/2005, S. C 747 ff.).
Prof. Dr. Norbert Schmacke: Wie viel Medizin verträgt der Mensch?
KomPart Verlag, Bonn/Bad Homburg 2005, 204 Seiten, ISBN 3-9806621-8-7,
11,80 Euro, Bestellung Fax 0228/84900-20, plus 2,90 Euro Versandkosten.
(hk)
Neues
Merkblatt für niedergelassene Ärzte
Arbeitsrechtliche Abmahnung
in der Praxis
Manchmal geht es nicht anders: Das Verhalten von Praxismitarbeitern
verstößt gegen arbeitsrechtliche Vereinbarungen und stört
den Betriebsfrieden in der Arztpraxis. Dann ist die arbeitsrechtliche
Abmahnung ein Mittel, mit dem auf das Fehlverhalten des Mitarbeiters reagiert
werden muss.
Dabei ist es für den Arzt als Arbeitgeber wichtig, dass er eine Abmahnung
rechtssicher und formal richtig ausspricht. Dazu hat der NAV-Virchow-Bund,
Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, ein sechsseitiges
Merkblatt herausgegeben. Darin sind exemplarische Beispiele für Abmahnungsgründe
sowie Musterschreiben für Abmahnungen enthalten. Das Merkblatt ist
für Mitglieder kostenlos erhältlich. Nichtmitglieder zahlen
zwei Euro. NAV-Virchow-Bund, Postfach 10 26 61, 50466 Köln, Tel.
0221/ 973005-0, Fax 0221/7391239. (NAV-Virchow-Bund)
Forschungszentrum
Borstel 2004
Das angesehene Forschungszentrum Borstel im Kreis
Segeberg konnte seine Position als überregional bedeutendes Leibniz-Zentrum
für Medizin und Biowissenschaften weiter festigen, wie der Jahresbericht
2004 ausweist. Die Konzentration auf Infektion, Allergie und Tumorbiologie
in der Pneumologie habe sich als zukunftstragende Ausrichtung des
Zentrums bewährt, schreibt das Direktorium. Es besteht aus
drei Direktoren, dem geschäftsführenden Direktor Prof. Dr. Peter
Zabel, zugleich Ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik Borstel
und der Medizinischen Klinik III des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Campus Lübeck. Daneben Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. h. c. Ernst Theodor
Rietschel, Direktor der Abteilung für Immunchemie und Biologische
Mikrobiologie sowie Prof. Dr. Dr. rer. nat. Silvia Bulfone-Paus, Direktorin
der Abteilung Immunologie und Zellbiologie.
Kennzeichnend für Borstel seien die Kombination von Grundlagen- und
klinischer Forschung, die Vernetzung der Forschungsaktivitäten mit
umliegenden Universitäten und schleswig-holsteinischen Clustern wie
der Medizintechnik/Beatmung in Lübeck sowie nicht zuletzt der Borsteler
Geist der engagierten Mitarbeiterschaft. Diese Faktoren ermöglichen
offenbar, den Herausforderungen durch DRGs, Klinikfusion und Zentrumsbildung
erfolgreich zu begegnen.
Das Forschungszentrum Borstel hat einen Haushalt von 15 Millionen Euro,
beachtliche Drittmittel von fast fünf Millionen Euro und beschäftigt
ca. 300 Mitarbeiter. (hk)
Klimatherapie
für dermatologisch/allergologische Patienten
Mit Überraschung war in der Fachwelt die Information
über die Schließung mehrerer dermatologischer Kliniken im Hochgebirge
aufgenommen worden. Viele Möglichkeiten der Klimatherapie (akut-stationär
oder rehabilitativ) sind so für die Patienten mit Psoriasis, Neurodermitis
und anderen chronischen Erkrankungen verschlossen.
Alternativen für die Klimatherapie finden sich im Bereich der Nordseeinseln.
In der Klinik für Dermatologie und Allergologie der Asklepios Nordseeklinik
Westerland auf Sylt können Patienten sowohl akut-stationär eingewiesen,
als auch im Rahmen der stationären Rehabilitation behandelt werden.
Dabei wird stets eine Kombination von klinisch konventioneller Therapie
verbunden mit relevanten Schulungselementen und dem Einsatz von klimatischen
Schon-(Allergenarmut) und Reizfaktoren (aktinischer Wirkungskomplex) genauso
eingesetzt, wie beispielsweise eine relevante Ergänzung in der Diagnostik
(im Allergie- und Funktionslabor sowie in den interdisziplinären
Einrichtungen bis hin zum Computertomographen). Die interdisziplinäre
Behandlung ist durch das Vorhandensein der wichtigsten extracutanen Fachgebiete
(Innere Medizin, Chirurgie, Anästhesie usw.) und medizinergänzenden
Fachbereichen (Krankengymnastik, Ergotherapie, Psychologie, Diätberatung
usw.) ganzheitlich möglich.
Auch akut-stationäre Patienten mit Neurodermitis und Psoriasis können
klinisch ausbehandelt und psycho-edukativ abgeschlossen werden, weil die
Asklepios Nordseeklinik in der Lage ist, akut eingewiesene Patienten bei
Bedarf als Eilt-Heilverfahren im Reha-Bereich abschließend überzuleiten.
Dr. Norbert Buhles, Chefarzt der Klinik für Dermatologie & Allergologie
der Asklepios Nordseeklinik Westerland, Norderstr. 81, 25980 Westerland,
Tel. 04651/581500, Fax 04651/841509, E-Mail n.buhles@ asklepios.com, Patientenaufnahme:
Tel. 04651/ 841053, Fax 04651/841059. (Asklepios Nordseeklinik Westerland)
Zeckenstiche
Mit
der schönen Jahreszeit werden auch wieder die Zecken aktiv. Bei Temperaturen
über 7° C häufen sich Zeckenstiche.
Zecken, oft auch Holzböcke genannt, leben in Wäldern, Parks
oder entsprechend bewachsenden Gärten. Sie bevorzugen lichten Baumbestand
mit üppigem Unterholzbewuchs. Dort sitzen sie in höchstens 1,50
m Höhe an Gräsern, Farnen oder Zweigen. Kommt ein Mensch oder
Tier vorbei, werden sie abgestreift, klammern sich fest und suchen eine
geeignete Stelle am Körper.
Wie sich Patienten vor Zeckenstichen schützen, welche Gebiete gefährdet
sind und was sie tun können, wenn sie eine Zecke an sich entdecken,
ist auf der Internetseite www.lv-gesundheit-sh.de oder in dem Flyer Über
die Gesundheitsgefahren durch Zeckenstiche der kostenlos bei der
Landesvereinigung angefordert werden kann.
Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V. Schleswig-Holstein,
Flämische Straße 6-10, 24103 Kiel, Tel. 0431/94294, Fax 0431/94871,
lv.gesundheit@t-online.de, www.lv-gesundheit-sh.de. (LVGF)
Küchenmeister
neuer Zahnärztekammerpräsident
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| Hans-Peter
Küchenmeister, Präsident der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein
(Foto: SH) |
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21 Jahre im Kammervorstand,
zwölf Jahre Vize-Präsident - und am 16. April zum Präsidenten
der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein gewählt: Mit Hans-Peter
Küchenmeister hoben die 49 Kammerdelegierten den wohl erfahrendsten
Standespolitiker an die Spitze der knapp 3 000 Zahnärzte(innen) zwischen
Nord- und Ostsee. Zugleich nahmen sie mit standing ovations Abschied von
Dr. Tycho Jürgensen. Der Flensburger hatte nach acht Jahren an der
Kammerspitze im Norden auf eine erneute Kandidatur verzichtet.
Der 60-jährige Küchenmeister erhielt von der Kammerversammlung
seine komplette Wunschmannschaft an die Seite gestellt. Neuer Vizepräsident
ist das bisherige Vorstandsmitglied Dr. Michael Brandt (47) aus Kiel,
der auch künftig für die Bereiche Fortbildung und Prophylaxe
verantwortlich ist. Brandt hat in diesen Bereichen große Erfolge
aufzuweisen. So hat er etwa der Fortbildungsveranstaltung in Westerland
zu neuem Glanz verholfen und den inzwischen in weiten Teilen Deutschlands
bekannten zahnärztlichen Kinderpass mit entwickelt.
Den auf drei Personen reduzierten Kreis der Beisitzer bilden Dr. K. Ulrich
Rubehn (56) aus Elmshorn für den Bereich Gebührenrecht und Gutachterfragen,
Dr. Kai Voss (49) aus Kirchbarkau für Praxisführung und Dr.
Gerald Hartmann (54) aus Ratzeburg für den Bereich Praxispersonal.
Das große Plus dieser Mannschaft: Alle Vorstandsmitglieder sind
in ihren Ressorts bestens eingearbeitet, jeder von ihnen verfügt
über Erfahrungen aus mindesten zwei Legislaturperioden im Vorstand.
Küchenmeister selbst kümmert sich schon seit Jahrzehnten um
die Öffentlichkeitsarbeit, zu der u. a. die erfolgreiche Initiative
Berufspolitische Bildung (IBB) oder der regelmäßige parlamentarische
Abend zählen.
Großen Respekt zollte die Versammlung dem scheidenden Präsidenten
Dr. Tycho Jürgensen. Küchenmeister würdigte seinem langjährigen
Weggefährten als Vollblut-Standespolitiker, dem es immer
um die Sache, nie um persönliche Profilierung gegangen
sei. Der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Vereinigung, Dr. Peter
Kriett, bezeichnete Jürgensen als politischen Zahnarzt
und sagte: Konsequente Kollegen wie ihn trifft man selten.
(Ruff/Zahnärztekammer)
Kompetenznetze
in der Medizin
Rund
20 medizinische Forschungsnetze gibt es inzwischen in Deutschland. Beim
kürzlichen Internistenkongress wurde eine Übersicht des Bundesforschungsministeriums
verteilt, die eine erhebliche Aufbauarbeit in den letzten Jahren erkennen
lässt. So gibt es für viele wichtige Forschungsgebiete ein Netzwerk
deutscher Zentren, die wiederum mit ausländischen Zentren verbunden
sind. Sprecher eines Netzes ist jeweils der Direktor einer hierbei führenden
Universitätsklinik. Beispiele: Darmerkrankungen (CED) mit Kiel (Prof.
Fölsch), Schlaganfall (Charité), M. Parkinson (Marburg), Demenzen
(Mannheim), Depression (München), Schizophrenie (Düsseldorf),
Vorhofflimmern (Münster), Maligne Lymphome (Köln), HIV/ AIDS
(Bochum), Hepatitis (Hannover), Pneumonie (Ulm), Sepsis (Jena). Die Kompetenznetze
und die Koordinierungsstellen für klinische Studien an den Uni-Kliniken
haben sich in der Telematikplattform für Medizinische Forschungsnetze
(TMF e. V.) zusammengeschlossen. TMF-Vorstandsvorsitzender ist ebenfalls
Prof. Fölsch. Die neue Geschäftsstelle ist in 10117 Berlin,
Neustädtische Kirchstr. 6. Info: www.kompetenznetze-medizin.de. (hk)
Lübeck
initiiert bundesweites Projekt für Leberchirurgie
Prof. Dr. Bruch, Direktor
der Klinik für Chirurgie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Campus Lübeck, stellte als Initiator das Projekt Fusion
von 23 Partnern in Lübeck vor. Fusion steht für Future Environment
for Gentle Liver Surgery Using Image-Guides Planning and Intra-Operative
Navigation und verfolgt das Ziel einer individuellen, sehr präzisen,
schonenden Weichgewebe-Chirurgie zunächst vor allem beim Leberzellkarzinom,
die mit Computertomographieunterstützung und modernsten Operationsmethoden
später auch bei Lunge, Nieren, Bauchspeicheldrüsen oder Gefäßen
angewendet werden könnte. Fusion bringt sieben führende Zentren
für Tumortherapie und Transplantationen zusammen (Berlin, Düsseldorf,
Essen, Hamburg, Krefeld, Kiel und Lübeck) sowie weitere Partner aus
Wissenschaft und Industrie. Das dreijährige Projekt hat eine Fördersumme
von 15 Millionen Euro. Projektmanager ist Dr. Raimund Mildner vom Innovationscampus
Lübeck. (hk)
Herstellungserlaubnis
für therapeutische Impfstoffe
Das Landesamt für
Gesundheit und Arbeitssicherheit hat der UniVaccin GmbH in Itzehoe die
Erlaubnis zur Herstellung therapeutischer Impfstoffe (autogene Vaccine)
nach § 13 Arzneimittelgesetz erteilt. Als derzeit einziges Labor
in Schleswig-Holstein kann UniVaccin damit eine Behandlungsalternative
zur antibiotischen Therapie chronisch-rezidivierender bakterieller Infektionen
anbieten.
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rechts:
Der Impfstoff in entsprechenden Ampullen; links: Bakterienkulturen
auf Nährmedium
(Fotos UniVaccin GmbH) |
Die antibiotische
Therapie bakterieller Infektionen ist eine der häufigsten Behandlungsformen
in der Medizin. Trotz der hohen Erfolgsquote der Behandlung gibt es aber
auch immer wieder Patienten, denen die Antibiotikagabe nicht hilft und
die unter chronisch rezidivierenden Infektionen leiden. Darüber hinaus
nehmen Unverträglichkeitserscheinungen und bakterielle Resistenzentwicklungen
immer mehr zu. In solchen Fällen bietet die therapeutische Impfung
mit individuell hergestellten Vaccinen (autogene Vaccine) die derzeit
größte Chance auf einen Behandlungserfolg.
Wie bei jeder mikrobiologischen Untersuchung werden zunächst die
Bakterien einer vom Patienten entstammenden Probe angezüchtet und
identifiziert. Danach folgt die Impfstoffherstellung durch Vermehrung
und schonende Inaktivierung der Keime. Der Impfstoff enthält als
einziger weltweit keinerlei chemische Konservierungsstoffe. Nach einer
Sterilitätskontrolle wird der Impfstoff in Form von acht Ampullen
mit unterschiedlicher Antigenkonzentration verschickt und kann dann vom
behandelnden Arzt appliziert werden.
Im Gegensatz zu unspezifischen Immunmodulatoren sind autogene Vaccine
sowohl patientenspezifisch als auch erregerspezifisch und stimulieren
auf diese Weise gezielt das Immunsystem des Patienten, was zu einer meist
dauerhaften Immunität gegenüber den entsprechenden Erregern
mit deutlicher Besserung der Beschwerden bis hin zu Ausheilung führt.
Mit der Erteilung der Herstellungserlaubnis für therapeutische Impfstoffe
an die UniVaccin GmbH steht diese Therapieoption jetzt jeder Ärztin
und jedem Arzt zur Verfügung. (Dr. Robert Laudahn)
Wie
viel Blödsinn verträgt der Arzt?
Mit dieser Frage hat die Zeitschrift Health & Sales - Das
Journal für den Außendienst im Gesundheitswesen - in der Ausgabe
3/2005 eine Ärztebefragung wiedergegeben. Zwei Zitate: Ein sehr
häufiger und blöder Satz, der mir erzählt wird, lautet: Machen
Sie doch Ihre eigenen Erfahrungen. Ich kann doch nicht mit meinen
Patienten einen Doppelblindversuch starten! (Ein Allgemeinarzt aus
Wiesbaden) - Oder: Wenn jemand etwas anbietet, als wäre es eine
Wunderwaffe, zum Beispiel ein glyzerinhaltiges Mundwasser oder ein anderes
nicht verschreibungspflichtiges Präparat, dann sage ich, dass das kein
Mensch braucht. Es reicht, dass die Patienten auf den Arm genommen werden.
(HNO-Arzt, Wiesbaden). (hk)
Impfkampagne
der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V.
Die Impfkampagne
Schleswig-Holstein des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Familie,
Jugend und Senioren läuft seit 1999 erfolgreich. Im September 2005
veranstalten die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung
(LVGF) und das Ministerium vier Fachtagungen für Ärztinnen und
Ärzte, Arzthelferinnen und andere medizinische Fachberufe. Ganz besonders
sind auch Praxisteams willkommen. Es geht um das Thema:
Unterschätzte Gefahren - Influenza, Pneumokokken, Varizellen
Geplantes Programm jeweils Mittwochnachmittag, 15:00-18:00 Uhr:
- Begrüßung
und Eröffnung
- Einführung:
Impferfolge in Schleswig-Holstein
- Influenza - warum
sind Schutzimpfungen heute besonders wichtig?
- Pause
- Pneumokokken -
wer soll geimpft werden?
- Varizellen - was
gibt es Neues?
Diskussion im Anschluss
an jedes Einzelthema, Ausstellung.
Geplante Veranstaltungsorte:
07.09.2005 in Kiel, Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie,
Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein
14.09.2005 in Bad Segeberg, Ärztekammer Schleswig-Holstein
21.09.2005 in Heide, Westküstenklinikum
28.09.2005 in Flensburg, Diakonissenkrankenhaus
Weitere Informationen und Anmeldung bei der Landesvereinigung für
Gesundheitsförderung Schleswig-Holstein e. V., Flämische Str.
6-10, 24103 Kiel, Tel. 0431/94294, Fax 0431/94871,
E-Mail lv.gesundheit@t-online.de, Internet www.lv-gesundheit.de. (LVGF)
Bekanntgabe der
Einschulungsdaten und Berufsschultage
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Berufsschule
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Unterstufe
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Mittelstufe
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Oberstufe
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Bad
Oldesloe
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Einschulung
am
Mo., 08.08.05
Unterstufe
Mo. + Di.
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1.
Schultag
11.08.05
alle Mittelstufen
Do.
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1.
Schultag
10.08.05
alle Oberstufen
Mi.
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Bad
Segeberg
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Einschulung
am
Mo., 08.08.05
alle Unterstufen
Di. + Do.
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alle
Mittelstufen
Mo.
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alle
Oberstufen
Mi.
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Flensburg
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Einschulung
am
Mi., 10.08.05
Blockwoche vom
10.08.-17.08.05
AHa08 Mo. + Mi.,
AHb08 Di. + Mi.
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AHa07
Di.
AHb07 Fr.
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AHa06
Do.
AHb06 Fr.
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Heide
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alle
Unterstufen
Mo. + Fr.
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alle Mittelstufen
Do.
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alle
Oberstufen
Mi.
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Itzehoe
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Einschulung
am
Mi., 10.08.05
alle Unterstufen
Mi. + Do.
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alle
Mittelstufen
Di.
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alle
Oberstufen
Fr.
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Kiel
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Mo.
+ Mi.
Di. + Do.
Mi. + Fr.
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M2/3
Mo.
M1 Fr.
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O1/O2
Do.
O3/O4 Di.
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Lübeck
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Einschulung
am
09./10.08.05
AU 1 Di. + Mi.
AU 2 Mi. + Fr.
AU 3 Mi. + Do.
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AM
1 Mo.
AM 2 Do.
AM 3 Fr.
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AO
1 Mo.
AO 2 Do.
AO 3 Di.
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Mölln
|
Einschulung
am
Di., 09.08.05
alle Unterstufen
Mo. + Mi.
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alle
Mittelstufen
Di. oder Do.
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alle
Oberstufen
Di. oder Do.
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Neumünster
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Einschulung
am
Mo., 08.08.05
Blockwoche vom
08.08.-12.08.05
anschließend: jeweils Do. + Fr.
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alle
Mittelstufen
Di., erster Schultag nach d. Ferien am 09.08.05
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alle
Oberstufen
Mi., erster Schultag nach d. Ferien am 10.08.05
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Neustadt
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Einschulung
am
Mo., 08.08.05
alle Unterstufen
Mo. + Do.
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alle
Mittelstufen
Mi.
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alle
Oberstufen
Di.
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Niebüll
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Einschulung
am
Di., 09.08.2005
alle Unterstufen
Di. + Mi.
|
alle
Mittelstufen
Do.
|
alle
Oberstufen
Mi.
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|
Pinneberg
|
alle
Unterstufen
Mo. + Fr.
|
alle
Mittelstufen
Di.
|
alle
Oberstufen
Mi.
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Rendsburg
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Einschulung
am
Di., 09.08.05
AH05a Mo. + Mi.
AH05b Di. + Mi.
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AH04
Fr.
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AH03a
Di.
AH03b Do.
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30.
Interdisziplinäres Forum der Bundesärztekammer
Themen des nächsten
30. Interdisziplinären Forums der Bundesärztekammer Fortschritt
und Fortbildung in der Medizin vom 12. bis 14. Januar 2006 in Berlin
werden sein:
- Naturheilverfahren
- Grenzen und Möglichkeiten
- Akne: Krankheit
und Leiden nicht nur in der Pubertät
- Inkontinenz: Ursachen,
Therapieoptionen, soziale Auswirkungen
- Die Akutbehandlung
des apoplektischen Insults und des Myokardinfarkts
- Interdisziplinäre
Behandlung des Mammakarzinoms
- Arzneimitteltherapie
- Therapie von Infektionskrankheiten
Das 30. Interdisziplinäre
Forum wird vom 12.-14. Januar 2006 im Tagungszentrum der Katholischen
Akademie (Hannoversche Str. 5 b, 10115 Berlin) stattfinden. (Bundesärztekammer)
Norddeutsche
Hausärzte tagten in Lüneburg
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| Tagungsgebäude
Seminaris (Foto: hk) |
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Der 21. Seminarkongress
Norddeutscher Hausärzte - stets in Lüneburg - konnte mit über
1 200 Teilnehmern einschließlich Arzthelferinnen eine Rekordbeteiligung
verzeichnen. Nur um die Zeit der deutschen Wiedervereinigung herum war
der Andrang noch stärker. Veranstalter waren die Landesverbände
Niedersachsen (Vorsitzender Dr. Jarmatz), Braunschweig und Schleswig-Holstein
(Dr. Breyer) des Deutschen Hausärzteverbandes, der Bundesverband
Hausärztlicher Internisten Landesverband Niedersachsen und die Deutsche
Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM). Unter den 38 Seminaren
von Adipositas bis EBM 2000plus gab es wie stets
auch neue oder neu aufgelegte Themen wie z. B. Anti-Aging und Endokrinologie.
Einige Kurse waren überbucht, so Chirurgie mit 60 Anmeldungen (da
chirurgische Leistungen nunmehr besser bewertet werden). Aus Schleswig-Holstein
kamen eine ganze Reihe von Teilnehmern und einige Referenten (Sven-Peter
Augustin, Facharzt für Anästhesiologie in Schacht-Audorf; Dr.
Hannelore Wächtler, Fachärztin für Allgemeinmedizin in
Eutin). Kontakt für 2006: Tel. 0511/3802430. (hk)
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Andreas
Gill (Foto: ms) |
Neuer
Kammermitarbeiter
Andreas Gill (27)
hat als neuer Ärztekammer-Mitarbeiter am 1. April 2005 seine Arbeit
in der EDV-Abteilung begonnen. Er hat vorher als Softwareentwickler für
ein Patientenverwaltungsprogramm in einer Ahrensböker Firma gearbeitet.
Jetzt wird er bei der Ärztekammer im Bereich der Softwareentwicklung
für die hausinternen Programme zuständig sein. Gill ersetzt
die Stelle des im letzten Jahr ausgeschiedenen Alexander Seifert. (SH)
Buchtipp:
Prävention (Prof. Beske)
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Prof.
Dr. Fritz Beske
(Foto: dav) |
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Im April erschien
der jüngste Band (Nr. 103) der Schriftenreihe des Fritz-Beske-Instituts:
Prävention - ein anderes Konzept. Wie bereits an anderer
Stelle kurz vorberichtet, räumt der führende Gesundheitspolitik-Berater
mit verbreiteten Illusionen bei unseren Gesundheitspolitikern auf, insbesondere
mit der, es könne mit mehr Prävention (nach dem Präventionsgesetz)
im System Geld gespart werden. Beim Einzelnen ja, auch bei einer Patientengruppe
wie den Diabetikern, nicht nachweisbar jedoch im System, da längere
Lebenszeit höhere anderweitige Krankheitskosten verursachen könne.
Beske fordert mehr Prävention und mehr Mittel dafür, aber durch
die etablierten Institutionen und Fachgruppen wie die Bundesvereinigung
für Gesundheit, die Landesvereinigungen für Gesundheitsförderung,
den öffentlichen Gesundheitsdienst oder die Ärzteschaft generell.
Die Stärkung des Vorhandenen erscheint aussichtsreicher, als
neue Institutionen zu schaffen. Im ärztlichen Bereich plädiert
Beske für eine bessere Impfpolitik und die Sicherstellung des Kinder-
und Jugendärztlichen Dienstes durch das Gesundheitsamt in allen Schulen.
Zur Finanzierung sollten die Alkohol- und die Tabaksteuer heraufgesetzt
werden. Fazit: Es ist eine gigantische (und niemals ganz erreichbare)
Aufgabe, in unserer Gesellschaft eine Präventionskultur zu entwickeln
...
ISBN 3-88312-293-9, ca. 80 Seiten, zehn Euro plus Versandkosten, Tel.
0431/80060-11. (hk)
Bauchfell-Dialyse
im nephrologischen Zentrum in Lübeck
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links:
Prof. Dr. Peter M. Rob
rechts: Prof. Rob mit Dialyse-Schwester und PD-Patientin (Fotos:
hk)
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Viel zu wenig praktiziert
werde die vorteilhafte Peritoneal-Dialyse (PD, Bauchfell-Dialyse) im Vergleich
zur gängigen Blutwäsche (Hämodialyse, HD), erläuterte
Prof. Dr. Peter M. Rob, niedergelassen im nephrologischen Zentrum am Sana-Klinikum
Lübeck bei einem Presseseminar der Aktion Meditech in Hamburg. In
Deutschland seien zurzeit rund 58 000 Menschen auf eine Nierenersatztherapie
angewiesen - in Schleswig-Holstein entsprechend um 1 500 Patienten. Sinnvoll
sei vielfach eine Stufenfolge der drei Formen der Ersatztherapie: Bauchfell-Dialyse
weitgehend in Eigenregie, später bei Bedarf Hämodialyse meist
dreimal wöchentlich in einer Praxis, als letzte Möglichkeit
die Transplantation einer Spenderniere.
Die Bauchfell-Dialyse kann der Patient eigenständig oder mit Unterstützung
zu Hause, am Arbeitsplatz oder sogar unterwegs durchführen. Die komfortabelste
Möglichkeit sei die Dialyse im Schlaf mit einem elektronischen Steuergerät,
sagte Prof. Rob. Die Ergebnisqualität entspreche der Hämodialyse:
Ein früher oft befürchtetes Peritonitis-Risiko sei bei korrekter
hygienischer Ein- und Ausleitung der Dialyseflüssigkeit sehr gering.
Die Bauchfelldialyse koste insgesamt ohne Nachteile für die Patienten
nur rund 3 000 gegenüber an die 6 000 Euro monatlich, erbringe aber
für den Arzt mehr Honorar. So sei unverständlich, dass in Deutschland
nur fünf Prozent aller in Frage kommenden Patienten mit PD behandelt
würden, in anderen westlichen Ländern dagegen etwa 13 Prozent,
in Großbritannien sogar 30 Prozent. Eine Erklärung könnte
fehlende Erfahrung der Ärzte sein: Im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein,
Campus Lübeck, seien früher etwa zehn Patienten mit PD betreut
worden, heute kaum einer mehr. (hk)
Dräger-Konzern
mit Dräger Medical auf gutem Kurs
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v.
l. n. r.: Finanzvorstand Sulzer, Medical-Vorstand Dr. Reim, Theo
und Stefan Dräger (Foto: hk)
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Die Turbulenzen um
die Standortfrage Lübeck sind vorbei, eingeleitete Rationalisierungsprozesse
greifen: Das für den Gesundheitssektor Schleswig-Holstein bedeutendste
Wirtschaftsunternehmen ist trotz Gegenwind gut vorangekommen,
so Vorstandsvorsitzender Theo Dräger (67) bei seiner letzten Bilanzpressekonferenz
am 28. April in Lübeck - sein Neffe Stefan Dräger (42) wird
ab 1. Juli das Steuer übernehmen. Damit wird die Familie Dräger
(die auch etwa die Hälfte der Aktien hält) das erfolgreiche
Unternehmen in fünfter Generation führen. Der Weltumsatz stieg
um fast sieben Prozent auf über 1,5 Milliarden Euro und der größere
Teilkonzern (neben Dräger Safety) Dräger Medical übersprang
erstmals die Eine-Milliarde-Marke. Dräger werde weiter eines der
forschungsintensivsten Unternehmen und der Qualitätsführer der
globalen Branche bleiben.
Dräger Medical (Vorstand Dr. Wolfgang Reim) hat eine amerikanische
Firma übernommen, um den Bereich Perinatal Care (etwa Inkubatoren,
Beatmung für Frühgeborene) auszubauen. Starke Erträge im
Ausland seien erforderlich, um die Einbußen auf dem deutschen Markt
zu kompensieren. In Bezug auf die großen Medizintrends wie Fallpauschalen
sei Dräger Medical sehr gut aufgestellt. In Lübeck
laufe jetzt die Planung für ein neues Produktionszentrum von Dräger
Medical für 50-70 Millionen Euro, das 2008 bezogen werden soll. (hk)
Gesundheitsmesse
Schleswig-Holstein 2005
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| UK
S-H Stand in Neumünster (Foto: hk) |
Nach der erfolgreichen
Premiere im Vorjahr zeigte auch die zweite Gesundheitsmesse
in den Neumünsteraner Holstenhallen ein vielfältiges Spektrum
der Gesundheitsaktivitäten des Landes. Viele der über 130 Aussteller
und zahlreiche Fachvorträge von ärztlicher Seite (besonders
vom Ärztenetz und vom Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster)
befassten sich mit dem Messeschwerpunkt Prävention. Besonders aktiv
war auch die Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände Schleswig-Holstein.
Erstmals vertreten war das fusionierte UK S-H (s. Foto), dessen Ziel es
laut Standortpapier der (letzten) Landesregierung sein soll sich
bundesweit am Gesundheitsmarkt zu positionieren, in der Aufzählung
vor exzellenter Forschung und Lehre und vor bestmöglicher
Krankenversorgung. Eine Akzentverschiebung? (hk)
Brennpunkte
in der Psychiatrie
Rund 1 000 Teilnehmer
aus Norddeutschland, aber auch weit darüber hinaus, zumal aus Polen,
reisten zum 9. Forum Rehabilitation - Brennpunkte in der Psychiatrie -
nach Hamburg an. Aus Schleswig-Holstein kamen mindestens drei Referenten
(Dr. Matthias Heißler, Geesthacht; Prof. Fritz Hohagen, Lübeck;
Dr. Eberhard Wilke, Malente). Neben der durchgängigen Tendenz der
Ökonomisierung und Einsparung waren dies die Hauptthemen: Wie lässt
sich die Wirkung einer Psychotherapie beweisen? Welche neuen Entwicklungen
gibt es in der Versorgung von psychisch kranken Menschen? Können
neue Therapien wie die Familientherapie nach skandinavischem Vorbild,
kann die bedürfnisorientierte Behandlung bei Psychosen wie der Schizophrenie
helfen?
Da schwerwiegende psychische Erkrankungen, so Prof. Dr. Rainer Thomasius
(Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf), häufiger auch auf
Drogenkonsum in der Jugend zurückführbar seien, müsse dem
zunehmenden juvenilen Drogenkonsum wirksam begegnet werden. Handlungsbedarf
sahen Experten aber auch bei erwachsenen Psychiatriepatienten, die aus
wirtschaftlichen Gründen früher aus dem Krankenhaus entlassen
und später wieder aufgenommen werden müssten (Drehtürpsychiatrie).
Dagegen sei weniger statt mehr angezeigt bei der Traumatherapie
nach Katastrophen, die nicht automatisch jeder sofort brauche, sondern
eher der, der auch nach einigen Wochen noch mit eigenen Bewältigungsmechanismen
nicht weiter komme.
Besonderes Interesse fand auch die Erörterung der Wandlung des Faches
zu einer biopsychosozialen Wissenschaft, wobei das Gegeneinander
des psychodynamischen und des vordringenden neurobiologischen Ansatzes
zu einem Miteinander werde (Dr. Heißler). (hk)
Initiativprogramm
zur Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin
Umsetzungskonzept
Schleswig-Holstein
Die Entwicklung
für das Bundesland Schleswig-Holstein ist außerordentlich erfreulich.
Bei einem Stellenkontingent von 142 gab es im abgelaufenen Jahr 2004 insgesamt
124 registrierte Maßnahmen, mithin also eine Auslastung des Kontingentes
von 87,3 Prozent. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 72,1 Prozent.
Darüber hinaus ist Schleswig-Holstein - was die Umsetzung des Initiativprogramms
anbelangt - das erfolgreichste der elf alten Bundesländer. Eine höhere
Umsetzungsquote liegt nur noch in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt
und Thüringen vor, wo die Allgemeinmedizin traditionell ohnehin schon
immer einen höheren Stellenwert besaß. (Verband der Krankenhausdirektoren
Deutschlands e. V.)
Burkhart
Bromm 70 Jahre
 |
|
| Dr.
Bromm (Foto: Privat) |
|
Am 30. Juni 2005 wird
Prof. Dr. Dr. rer. nat. Burkhart Bromm 70 Jahre alt. Geboren in Wilhelmshaven,
studierte er später in den Fächern Medizin und Physik in Tübingen,
Hamburg, Marburg und Kiel. 1965 promovierte er in Kiel im Fach Physik
zum Dr. rer. nat. Zehn Jahre später in Marburg im Fach Medizin zum
Dr. med. Seine Approbation erhielt er von der Ärztekammer Schleswig-Holstein,
machte seinen Facharzt für Physiologie bei der Ärztekammer Hamburg.
Weitere Stationen seines Lebens:
1969 Habilitation für Physiologie in Kiel;
1973 Berufung zum Professor (H3) an die Ruhr Universität Bochum;
1974 Berufung zum ord. Professor (H4) an die Universität Hamburg;
seit 1977 Geschäftsführender Direktor des Physiologischen Instituts;
1992-2000 Mitglied Senat und Concil Universität Hamburg;
1997-1999 Präsidium Deutsche Physiologische Gesellschaft (DPG);
1998 Präsident der DPG;
Träger des Deutschen Schmerzpreises 1998;
Ehrenmitglied der Deutschen Schmerzgesellschaft;
Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie.
Forschungsgebiete:
Afferente Systeme, höhere Hirnfunktion, Kognition, insbesondere Schmerz,
Schmerzmessung.
Ca. 450 Veröffentlichungen und mehrere Bücher und Buchartikel.
Mittlerweile hat Burkhart Bromm seinen Wohnsitz wieder in Kiel, wo seine
berufliche Laufbahn begonnen hat. (SL)
Norddeutsches
Seminar für Strahlenschutz in der Christian-Albrechts-Universität
zu Kiel Strahlenschutzkurse im II1. und IV. Quartal 2005
| Kurs |
Termin |
Gebühren |
| Infokurs
Röntgendiagnostik |
22.08.,
17.10. |
EUR
50 |
| Blockkurs
Grund- u. Spezialkurs |
23.08.-26.08.
18.10.-21.10. |
EUR
330 |
| Grund-
u. Spezialkurs können auch einzeln belegt werden |
| |
(jeweils
drei Tage) |
EUR
250 |
| Spezialkurs
- Nuklearmedizin |
26.10.-28.10. |
EUR
500 |
| Spezialkurs
- Teletherapie |
12.09.-14.09. |
EUR
600 |
| Spezialkurs
- Brachytherapie |
15.09.-16.09. |
EUR
400 |
| Grundkurs
Labormedizin |
05.09.-09.09. |
EUR
600 |
| |
05.12.-09.12. |
EUR
600 |
| Spezialkurs
Labormedizin |
09.09.-10.09. |
EUR
200 |
| Kurs
für Op-Personal |
21.09.-23.09. |
EUR
250 |
| Aktual.
d. Fachk. nach RöV oder StrlSchV |
24.09.
|
EUR
80 |
| Aktual.
d. Fachk. nach RöV und StrlSchV |
24.09.
|
EUR
100 |
|
Grund- u. Spezialkurse Röntgendiagnostik in Schleswig-Holstein,
Hamburg und Niedersachsen als Bildungsurlaub anerkannt. Anmeldung,
Beratung und Infos zu Fortbildungspunkten: Norddeutsches Seminar
für Strahlenschutz, Olshausenstr. 40, 24098 Kiel, Tel. 0431/880-2800,
Fax -1375,
E-Mail strahlenschutz-seminar@email.uni-kiel.de, Internet www.strahlenschutzkurse.com
(Norddeutsches Seminar für Strahlenschutzkurse)
|
Psychotherapeuten
mit Berufsordnung
Die Kammerversammlung
der Psychotherapeutenkammer Schleswig-Holstein beschloss in ihrer Sitzung
am 26. April 2005 eine Berufsordnung. Damit hat sich die im Jahre
2002 gegründete und somit jüngste Heilberufekammer Schleswig-Holsteins
nunmehr eine zeitgemäße Berufsordnung gegeben, die die Qualität
der Berufsausübung auf einem hohen Standard gewährleisten soll,
aber auch die Möglichkeit bietet, bei Verstößen nach dem
Berufsrecht gegen Berufsangehörige vorzugehen, so Dr. Oswald
Rogner, Präsident der Psychotherapeutenkammer Schleswig-Holstein.
Außerdem erstellte die Kammerversammlung eine Vorschlagsliste zur
Berufung der ehrenamtlichen Richter und Richterinnen des Berufsgerichts
und des Berufsgerichtshofs.
Der Psychotherapeutenkammer gehören rund 1 000 Psychologische Psychotherapeuten(innen)
und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten(innen) an. Psychotherapeutenkammer
Schleswig-Holstein, Walkerdamm 17, 24103 Kiel, Tel. 0431/ 661199-0, Fax
0431/661199-5, Internet www.pksh.de, E-Mail info@pksh.de. (Psychotherapeutenkammer
Schleswig-Holstein)
Zwangsgeld
gegen Kassenärztliche Vereinigung
Wohl bislang einmalig in Deutschland droht ein Gericht einer Körperschaft
des öffentlichen Rechts ein Zwangsgeld an. Hintergrund: Die Kassenärztliche
Vereinigung Schleswig-Holstein weigert sich standhaft, Forderungen aus einem
rechtskräftigen Urteil nachzukommen.
Bereits vor zwei Jahren, im Mai 2003, hatte das Schleswig-Holsteinische
Landessozialgericht die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein
verurteilt, die Honorare der Kinder- und Jugendpsychiater neu festzusetzen.
Bis heute rührt sie sich nicht. Auf öffentlichen Druck war sie
lediglich bereit, befristet für die Dauer von vier Quartalen ab 2004
eine Anpassung vorzunehmen. Um das Urteil scherte sie sich nicht.
Es ist für uns völlig unverständlich, dass eine Institution,
die wesentliche Dinge für die Allgemeinheit regelt, sich einer Situation
aussetzt, in die sonst nur besonders uneinsichtige oder nachlässige
Bürger kommen, so Dr. Wolfgang Burr, Kläger im Musterprozess
des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendpsychiater. Die Angelegenheit
wurde jetzt schon über vier Jahre verschleppt. Wir können nur
hoffen, dass durch diese Peinlichkeit endlich Vernunft einkehrt. (Kathrin
van Heek)
Akupunktur-Studie
vorgelegt oder nicht vorgelegt?
Nach rund vier Jahren nähern sich die Modellvorhaben der gesetzlichen
Krankenversicherung zur Akupunktur ihrem Abschluss. Zur Erinnerung: Große
und kleine Kassen wollten die Akupunktur als attraktive, möglicherweise
kostensparende Leistung im Kassenwettbewerb anbieten, wurden aber vom Bundesaufsichtsamt
zurückgepfiffen und mussten ihre Wunschtherapie erst einmal auf den
wissenschaftlichen Prüfstand stellen. Als erste legte nun die Techniker
Krankenkasse und einige ihrem Vorhaben beigetretene kleinere Betriebskrankenkassen,
die Handels- und die Innungskrankenkasse Hamburg, einige Ergebnisse aus
dem Schlussbericht des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und
Gesundheitsökonomie der Charité (Direktor Prof. Dr. Stefan Willich)
vor. Der vollständige Bericht (über 1 000 Seiten) oder wenigstens
die komplette Zusammenfassung wurde auch der Fachpresse bisher vorenthalten(!).
Anfragen an das Institut und an die Techniker Krankenkasse blieben bis Redaktionsschluss
ohne inhaltliches Echo. Zunächst will der Auftraggeber noch intern
prüfen, dann soll der Gemeinsame Bundesausschuss über die beantragte
Kassenleistung befinden.
Daher hier nur einige vorläufige Daten. In die drei Teilstudien wurden
über 313 000 Patienten bei über 10 000 Ärzten in Deutschland
eingeschlossen, darunter fast zwei Drittel Frauen, meist um die 50 Jahre.
Eine wirksame und nachhaltige (über sechs Monate) Behandlung zeigte
sich danach bei Patienten mit allergischer Rhinitis (90 Prozent der Patienten),
Halswirbelsäulen-Schmerzen 88 Prozent, Dysmenorrhoe 85 Prozent, Arthrose-Schmerzen
85 Prozent, Asthma 82 Prozent, Lendenwirbelsäulen-Schmerzen 75 Prozent
und Kopfschmerzen 73 Prozent.
Schlussfolgerungen des Instituts: Akupunktur ist in der Routineversorgung
wirksam und steigert die Lebensqualität nachhaltig. Nebenwirkungen
waren selten und nie lebensbedrohlich. Zusätzliche Akupunkturbehandlung
ist zwar teuer (rund 360 Euro im Durchschnitt), aber kosteneffektiv.
Bis auf weiteres bleiben Fragen offen, etwa: Wieso werden die eher negativ
bewerteten Zwischenergebnisse (Wirkung ja, aber egal wo genadelt wird) heruntergespielt?
(hk)
Teilnehmer
für Ethikstudie gesucht
Die Frage nach den ethischen Grenzen menschlichen Handelns ist sehr alt.
Doch gerade in unserer Zeit der wachsenden Möglichkeiten und der rapiden
Entwicklungen rückt die Diskussion ethischer Probleme verstärkt
in das Zentrum des Interesses. Dürfen wir alles tun und lassen, was
wir tun und lassen können?
Das Entstehen ethischer Entscheidungen, vor allem in den Bereichen der Medizin
und der Wirtschaft, wird derzeit in einer Forschungsstudie vom Arbeitsbereich
Sozialpsychologie an der Universität Hamburg durchgeführt.
Hierfür werden noch dringend Teilnehmer gesucht, die selbst im medizinischen
Bereich beruflich tätig sind.
Die Online-Studie ist über folgenden Link zu erreichen: http://unipark.de/uc/hh_uni_psych_inst_MW/30f4/
Außer wissenschaftlichen werden keinerlei kommerzielle oder sonstige
Ziele verfolgt. Die Teilnahme nimmt nur wenige Minuten Zeit in Anspruch.
Sämtliche Angaben werden selbstverständlich streng vertraulich
behandelt und anonym ausgewertet. (University of Hamburg/Departement of
Psychology)
Schleswig-Holsteinische
Cluster-Initiative für ganz Norddeutschland?
Um den mittelständisch geprägten, als solchen derzeit gesundheitspolitisch
bedrohten Pharmastandort Norddeutschland zu stärken, hat der Bundesverband
der Pharmazeutischen Industrie (BPI), Landesverband Nord, die Bildung eines
Pharmaforums Norddeutschland unter Beteiligung der vier Landesregierungen
(ohne Mecklenburg-Vorpommern) vorgeschlagen. Bei der Vorlage der Wirtschaftszahlen
2004 sagte der Landesverbandsvorsitzende Rechtsanwalt Norbert Klapszus von
der Geschäftsleitung der Firma G. Pohl-Boskamp in Hohenlockstedt, die
Herausnahme der nicht verschreibungspflichtigen Präparate aus der Erstattung
der gesetzlichen Krankenversicherung habe große Einbrüche verursacht.
Allein in Schleswig-Holstein habe die Industrie dank dem Export den Gesamtumsatz
leicht steigern können, allerdings bei rückläufiger Beschäftigung
(minus neun Prozent auf 6 600). Info: BPI Nord, Tel. 0511/98490-27. (hk)
Jagella
im Ruhestand, von Oertzen Nachfolger
Johanniter-Krankenhaus Geesthacht
 |
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(v.
l. n. r.) Dr. Karlheinz Schoppmeier, Ärztlicher Direktor, Dr.
Peter Jagella, der Nachfolger Dr. Klaus von Oertzen, Geschäftsführer
Christian Madsen (Foto: RIESS medien) |
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Anfang Mai fand im Johanniter-Krankenhaus
Geesthacht um 14:30 Uhr eine Feierstunde zur Verabschiedung von Dr. Peter
Jagella, Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe,
statt. Am 1. Mai 2005 trat er nach 22 Jahren erfolgreicher Arbeit für
das Krankenhaus in den Ruhestand. Er genießt ein hohes Ansehen in
der Bevölkerung und in Fachkreisen. Nach einem offiziellen Teil mit
Würdigung des beruflichen Werdeganges und Glückwünschen für
die Zukunft feierten ca. 250 geladene Gäste und Mitarbeiter in persönlicher
Atmosphäre den Abschied vom Arzt und Menschen Peter Jagella. In seiner
Ära kamen im Johanniter-Krankenhaus Geesthacht fast 13 500 Babys zur
Welt. Seine Nachfolge tritt Dr. Klaus von Oertzen an, der Stellvertreter
von Dr. Jagella und leitender Oberarzt der Abteilung ist. (Johanniter-Krankenhaus
Geesthacht)
BQS
reagiert auf Intransparenz-Kritik
Die Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) hat von den
Vertragspartnern der Integrierten Verträge nach heftiger Kritik (vgl.
Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 4/2005, Seite 7) grünes Licht
bekommen und veröffentlicht seit dem 21. April einige Daten. Mit Stand
31. März ergibt sich: Gemeldet wurden (freiwillig) 643 Verträge
mit 2,1 Millionen Versicherten und einem gesamten Vergütungsvolumen
von 237 bis 255 Millionen Euro je nach Zählweise. Die meisten Verträge
werden aus Baden-Württemberg gemeldet, allerdings mit relativ geringen
Versichertenzahlen. Hohe Versichertenzahlen ergeben sich besonders beim
Hausärztevertrag der Barmer Ersatzkasse. Die Zahlen für Schleswig-Holstein
waren bis Redaktionsschluss nicht zu erfahren. (hk)
Auf
dem Weg zur evidenzbasierten Rehabilitation
Die medizinische Rehabilitation, gerade auch in Schleswig-Holstein stark
vertreten, steht erst am Anfang eines langen Weges hin zu einer
Evidenzbasierung - so schlussfolgerte Tagungsleiter PD Dr. jur. Felix Welti
vom Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik in Europa der Universität
Kiel am Ende des Kolloquiums Der rechtliche Rahmen der evidenzbasierten
Rehabilitation am 25. April im Hause der gastgebenden Landesversicherungsanstalt
Schleswig-Holstein in Lübeck. In der aktuellen Reha-Praxis spielt die
evidenzbasierte Medizin (EbM) offenbar noch keine große Rolle: In
der Diskussion der rund 80 Teilnehmer vorwiegend aus Norddeutschland hieß
es, EbM beträfe derzeit nur 15 Prozent der Rehabilitanden. Prof. Dr.
Eike Hoberg, Leitender Arzt des Klinikums Holsteinische Schweiz und anderer
Reha-Einrichtungen in Kiel und Hamburg, hob die grundsätzliche Bedeutung
von EbM hervor, da sie neben der wissenschaftlichen auch die klinische Erfahrung
für den Einzelfall nutzbar machen könne. Die Hilfestellung durch
Leitlinien hänge allerdings stark von der Qualität der Leitlinien
und von der Qualität der zur Verfügung stehenden Erkenntnisse
zu exakt der Problematik der konkreten Patienten ab.
Auch Prof. Dr. Hans-Konrad Selbmann von der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der
Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften), Universität Tübingen,
Prof. Dr. Wilfried Jäckel, Freiburg, und Prof. Dr. jur. Robert Francke,
Universität Bremen, unterstrichen die vom Grad der Evidenzbasierung
abhängige medizinische und auch rechtlich relevante Qualität von
Leitlinien. Doch die Probleme der Thematik wurden nur angesprochen, keineswegs
einer Lösung nähergebracht, so die Begriffsverwirrung Leitlinie-Standards
(Prof. Raspe, Lübeck), die Bedrohung der ärztlichen
Alleinkompetenz in der Rehabilitation oder die entscheidende Frage (eines
Reha-Experten aus Düsseldorf): Wir haben immer noch Riesenschwierigkeiten
festzustellen, welche Bedeutung eine bestimmte Reha-Maßnahme in bestimmten
Fällen wirklich hat. (hk)
Vorsitzende
von DGAI und BDA gewählt
Auf der Mitgliederversammlung
der Landesverbände Schleswig-Holstein von DGAI (Deutsche Gesellschaft
für Anästhesiologie und Intensivmedizin e. V.) und BDA (Berufsverband
deutscher Anästhesisten e. V.) am 11. Mai 2005 wurden die Vorsitzenden
und Stellvertreter der DGAI und BDA gewählt.
DGAI: Vorsitzender Prof. Dr. Jens Scholz, Direktor der Klinik für Anästhesiologie
und Operative Intensivmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Campus Kiel, Schwanenweg 21, 24105 Kiel, Tel. 0431/5972970, Fax 0431/5972230,
E-Mail scholz@anaesthesie.uni-kiel.de
1. Stellvertreter: Prof. Dr. Peter Schmucker, Lübeck
2. Stellvertreter: Priv-Doz. Dr. Ulf Linstedt, Flensburg
BDA: Vorsitzender Dr. Tilmann von Spiegel, Chefarzt der Anästhesie-Abteilung,
Westküstenklinikum Heide, Esmarchstr. 50, 25746 Heide, Tel. 0481/ 7852100,
Fax 0481/7851349, E-Mail tspiegel@wkk-hei.de
1. Stellvertreter: Andreas Rinck, Kiel
2. Stellvertreter: Dr. Kay-Ulrich Langenheim, Munkbrarup.
(Prof. Dr. Jens Scholz)
Marburger
Bund und Freie Selbstverwaltung Sieger
Kammerwahlen 2005 in Nordrhein
 |
|
Prof. Dr. Jörg-Dietrich
Hoppe
(Foto: rat) |
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Marburger Bund und Freie
Selbstverwaltung sind auch in der Wahlperiode 2005/2009 klar die stärksten
Gruppierungen in der Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein. Bei
den Wahlen kam der Marburger Bund, der seit 1993 mit Prof. Dr. Jörg-Dietrich
Hoppe den Präsidenten stellt, auf 45 Sitze. Die Freie Selbstverwaltung,
berufspolitische Heimat des ebenfalls seit zwölf Jahren amtierenden
Vizepräsidenten Dr. Arnold Schüller, kam auf 30 Sitze. Als drittstärkste
Gruppierung gingen mit 14 Sitzen erneut die Listen Unabhängiger Ärzte
(AULA) aus der Wahl hervor.
Keine der übrigen Gruppierungen erreicht aus eigener Kraft die Mindest-Fraktionsstärke
von sieben Mitgliedern. Die Hausärzte für Nordrhein
kamen auf sechs Sitze. Fünf Sitze errangen die Gruppierung Sprechende
Mediziner, die liste-junge-aerzte.de erhält vier
Sitze. Die übrigen elf Gruppierungen erhielten zusammen 17 der insgesamt
212 Sitze in der Kammerversammlung.
Die Wahlbeteiligung ging leicht zurück. Sie lag im Wahlkreis Regierungsbezirk
Düsseldorf bei 46,5 Prozent (2001: 47,8 Prozent) und im Wahlkreis Regierungsbezirk
Köln bei 49,2 Prozent (2001: 50,5 Prozent).
Die konstituierende Kammerversammlung wird am 18. Juni in Düsseldorf
den Präsidenten, den Vizepräsidenten und die 16 Beisitzer im Vorstand
wählen. (Ärztekammer Nordrhein)
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Prof. Dr. Dr.
h. c. Enno Christophers (Foto: Klinik) |
Karl-Herxheimer-Medaille
für Prof. Christophers
Prof.
Dr. Dr. h. c. Enno Christophers, emeritierter Professor für Dermatologie
der Hautklinik am Campus Kiel des Universitätsklinikums Kiel, wurde
während der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen
Gesellschaft in Dresden die Karl-Herxheimer-Medaille verliehen.
Es handelt sich hierbei um die höchste Auszeichnung, die unsere
Fachgesellschaft vergibt, so Prof. Thomas Schwarz, jetziger Direktor
der Klinik, damit würdigt sie das Lebenswerk von Prof. Christophers,
der sich um die Dermatologie besonders verdient gemacht hat. (Dr.
Anja Aldenhoff-Zöllner)
Leserbrief
von Dr. Hans-Joachim Zielinski zum Artikel Die Patientenversorgung
darf kein Flickenteppich werden, SHÄ 4/2005, S. 34 ff.
 |
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| Dr.
Zielinski (Foto: Privat) |
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Wir
sind zu fein und zu vornehm, sagt Kollege Bartmann im Zusammenhang
mit der Diskussion Ärzte-Politik. Was soll das bedeuten?
Soll die Ärzteschaft in der Diskussion mit Politikern ausfallend
werden? Mit Schimpfworten um sich werfen? Auf den Tisch urinieren? Vor
die Verhandlungstür göbeln?
Nein, das alles ist es nicht, was uns über die letzten Jahrzehnte
immer tiefer in den Schlamassel getrieben hat. Es geht nicht um fein
oder vornehm. Es ist die jahrzehntelange Unfähigkeit
unserer Funktionäre, besonders deren Politikunfähigkeit sowie
deren Erkenntnisunfähigkeit eines strukturellen Dilemmas durch die
Körperschaften öffentlichen Rechts, die uns das Desaster beschert
hat. Wer sich kommod mit entsprechender Alimentation als Spitzenfunktionär
in einem System eingerichtet hat, wird einen Teufel tun, seine eigenen
pekuniären Grundfesten zu erschüttern. Und wir Ärzte, oft
die Einser-Abiturienten dieser Nation, sind willfährige Trotteltiere,
die selbst jetzt, als der Gesetzgeber uns die Möglichkeit gab, neue
Wege zu beschreiten, immer noch die alten Seilschaften per Akklamation
im Amt bestätigten. Man muss es schon so sagen: Wir haben es nicht
anders verdient!
Dr. Hans-Joachim Zielinski, Kiefernweg 6 a, 25980 Westerland/Sylt
Leserbrief
von Dr. Franz-Joseph Bartmann zum Leserbrief von Dr. Zielinski, SHÄ
5/2005, S. 13
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| Dr.
Bartmann (Foto: rat) |
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Sehr
geehrter Herr Kollege Zielinski,
hätten Sie nicht nur diese, sondern auch die Seiten drei der vorherigen
Ausgaben des Schleswig-Holsteinischen Ärzteblattes gelesen, hätte
Ihr Leserbrief eigentlich differenzierter ausfallen müssen.
In der Tat ist die Ärztekammer zum Teil eine Art Behörde, die
hoheitliche Aufgaben des Staates in Selbstverwaltung übertragen bekommen
hat. Die Aufgabenteilung, der Dualismus zwischen Staat und öffentlichen
Körperschaften eröffnet der politischen Administration nur Handlungsoptionen
bei etwaigen Verletzungen von Rechtsvorschriften seitens der Ärztekammern.
Es gibt also keinen vorauseilenden, sondern äußerstenfalls
nacheilenden Gehorsam, nämlich dann, wenn wir gezwungen sind, gesetzliche
Vorgaben umzusetzen.
Außerdem würde es mich wirklich interessieren, wo Sie sich
persönlich durch die Ärztekammer drangsaliert sehen. Üblicherweise
bestehen die persönlichen Kontakte zwischen Ärztekammern und
ihren Mitgliedern in der Nutzung qualifizierter Fortbildung, der Anerkennung
von strukturierter Weiterbildung, berufsrechtlichen Angelegenheiten, mitunter
der Arzthelferinnenausbildung, seltener Schlichtungen und nicht zuletzt
eine Altersversorgung für Ärzte, die mit ihren Leistungen ihresgleichen
sucht.
Die Übernahme der Bearbeitung der nach Vertragsarztrecht (§
95 d SGB V) für Vertragsärzte vorgeschriebenen Fortbildungsnachweise
ist eine Servicemaßnahme Ihrer Kammer zur möglichst unbürokratischen
Vermeidung ansonsten fälliger schwerwiegender Sanktionen, die nicht
von der Ärztekammer kommen und von ihr auch nie gewollt waren.
Dr. Franz-Joseph Bartmann, Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein,
Bismarckallee 8-12, 23795 Bad Segeberg
 |
|
| Dr.
Scherf (Foto: ÄKHH) |
|
Leserbrief
von Dr. Hanno Scherf zur homöopathischen Kasuistik des Schleswig-Holsteinischen
Ärzteblatte
Voltaire schrieb,
man solle den Kranken so lange geistreich unterhalten, bis der von selbst
gesundet. An diesen Satz erinnerte mich das homöopathische
Epos, die homöopathische Kasuistik, nur benutzt diese lateinisch
benannte Kügelchen für die mal eintretende Spontanheilung und
Suggestion. Zum Wer heilt hat recht gehört heute auch
in der Zeit der Evidence basierten Medizin auch die Offenlegung
der privat gesellten homöopathischen Rechnung im Vergleich zu dem
Betrag, den der EBM plus in diesem Fall ausgelöst hätte. Ein
Schelm, wer Böses dabei denkt.
Dr. Hanno Scherf, Ärztekammer Hamburg, Humboldtstr. 56, 22083
Hamburg
Leserbrief
von Harald Lucius zum Leserbrief von Werner Loosen, SHÄ 5/2005, S.
13 f.
 |
|
| Dr.
Lucius (Foto: Privat) |
|
Gerade in der zurzeit
schwierigen Situation der Schmerztherapeuten in Schleswig-Holstein ist es
sicher nicht hilfreich, wenn die Redaktion des Schleswig-Holsteinischen
Ärzteblattes Werner Loosen weiter (!!) gestattet, eindeutig falsche
Behauptungen zu wiederholen und sich auf diese Weise zu positionieren, ohne
dass diese Dinge von Seiten der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein
und der Ärztekammer Schleswig-Holstein richtig gestellt werden. Haben
Kassenärztliche Vereinigung und Ärztekammer ihn so schlecht informiert??
Oder hat er das am Ende wer weiß woher. Ich habe erhebliche Zweifel
an seiner Darstellung des Sachverhaltes, egal auf wen er sich
bezieht!!
Dr. Harald Lucius, Fachklinik Schleswig, Am Damm 1, 24837 Schleswig |

Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 6/2005
S. 6-11
|