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Bundesverdienstmedaille
für Lübecker Ärztin
Für Engagement ausgezeichnet
Peter Schlesiger
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Bernard und Horst-Dieter Fischer |
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Für ihr Engagement
in der Betreuung von Krebskranken und in der Hospizarbeit wurde Sibylle
Bernard am 17. Februar 2005 durch Staatssekretär Horst-Dieter Fischer
im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz in
Kiel die Bundesverdienstmedaille überreicht.
Sibylle Bernard hat 1977 die Psychosoziale Beratungsstelle zur Krebsnachsorge
beim Caritasverband Lübeck e. V. mit initiiert und ist seitdem dort
als beratende Ärztin tätig.
Hier und bei Haus- oder Krankenhausbesuchen erfahren Menschen, die an
Krebs erkrankt sind, Beratung in sozialen Fragen, erleben Begleitung in
Form von Gesprächen und haben die Möglichkeit, an einer der
Gesprächsgruppen oder an Gymnastik, Yoga oder Kunsttherapie teilzunehmen.
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Dr.
Dorothea Gropp, Monika Roggenkamp, Regina Pabst, Sibylle Bernard,
Peter Schlesiger, Horst-Dieter Fischer (v. l. n. r.)
(Fotos: Caritasverband) |
1992 war sie Mitbegründerin
der Lübecker Hospizbewegung, deren 1. Vorsitzende sie seit 2000 ist.
Der Schwerpunkt des Vereins liegt in der Ausbildung von ehrenamtlichen
Hospizhelferinnen und deren Einsatz im ambulanten und stationären
Bereich.
Im Hauptamt ist Sybille Bernard seit vielen Jahren an der Dorothea-Schlözer-Schule
in Lübeck in der Ausbildung von Arzthelferinnen tätig. In diesem
Zusammenhang ist auch ihre Tätigkeit im Prüfungsausschuss bei
den Arzthelferinnenprüfungen der Ärztekammer zu nennen.
Sybille Bernard verband den Dank für die Verdienstmedaille mit einem
Appell an die Landesregierung: Das Angebot einer qualifizierten
psychosozialen Krebsnachsorge ist für Betroffene und ihre Angehörigen
sehr wichtig. Mit der zunehmenden Überalterung unserer Gesellschaft
und dem langen Altsein werden Krebserkrankungen prozentual zunehmen. Die
Fortschritte in der medizinischen Behandlung lassen selbst schwere Erkrankungen
zu lange Zeit chronisch verlaufenden Erkrankungen werden. Dementsprechend
nehmen die soziale und seelische Not zu, eigentlich ein Anlass, alles
daranzusetzen, diese Arbeit noch auszubauen.
Leider jedoch ist es so, dass die Landesmittel für die psychosoziale
Krebsnachsorge in diesem Jahr auf 50 Prozent reduziert wurden und dann
ganz auslaufen sollen. Die Arbeit des Caritasverbandes ist damit extrem
gefährdet. Bei allen geplanten Programmen für das Management
chronischer Erkrankungen muss unbedingt an die psychosoziale Versorgung
von Krebspatienten gedacht werden. Kompetente Versorgung kann nicht von
Spendengeldern abhängig gemacht werden, sondern muss im medizinischen
und sozialen Netz fest verankert werden.
Peter Schlesiger, Caritasverband Lübeck e. V., Psychosoziale Beratungstelle
zur Krebsnachsorge, Fegefeuer 2, 23552 Lübeck
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Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 05/2005
S. 19
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