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Nachrichten in Kürze

Abschlussprüfung für Arzthelferinnen 2005

Datum Berufsschule  
Mo. 13.06.
Neumünster O1/Bad Oldesloe O1  
Di. 14.06. Niebüll O1/Pinneberg O2  
Mi. 15.06. Pinneberg O1/Pinneberg O3  
Do. 16.06. Neustadt O1/Itzehoe O1  
Fr. 17.06. Kiel O1/O4  
Sa. 18.06. Kiel O2/O3  
Mo. 20.06. Lübeck O2/O3  
Di. 21.06. Lübeck O1/Mölln O1  
Mi. 22.06. Flensburg O1/O2  
Do. 23.06. Rendsburg O1/O2  
Fr. 24.06. Heide O1/Wiederholer  

Die Ärztekammer Schleswig-Holstein hat folgende Prüfungstermine für die Arzthelferinnen-Abschlussprüfung 2005 festgelegt (s. Tabelle).

Schriftliche Prüfung: 04.05.2005

Praktische/mündliche Prüfung:
13.-24.06.2005

Anmeldeschluss ist der 15. April 2005. Die praktisch-mündliche Prüfung findet in Bad Segeberg statt. Die Anmeldeunterlagen erhalten die Auszubildenden über die Berufsschulen oder im Internet unter www.aeksh.de, im Bereich Arzthelferinnen, Verträge/ Formulare. (Ga)

 


Leitfaden Krebs
Ein Wegweiser - nicht nur für Betroffene

 

Die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung (LVGF) hat den bewährten „Leitfaden Krebs“ überarbeitet und in der 5. Auflage herausgegeben. Er ist seit kurzem kostenfrei in der Geschäftsstelle zu beziehen.

Der 100-seitige Wegweiser bietet umfassende Informationen zu Themen wie „Mit Krebs leben“, Nachsorge und Rehabilitation, Selbsthilfe und psychosoziale Betreuung. Zudem beinhaltet die Broschüre Hinweise zum Sozialrecht und Beschreibungen von Einrichtungen, die aktuelles Wissen und zuverlässige Daten über die Krankheit Krebs sammeln oder auswerten, um damit Betroffenen auf unterschiedliche Weise zu helfen.

Sehr umfangreich ist der Adressteil. Hier finden Betroffene und Interessierte wichtige Anschriften einer Vielzahl von Einrichtungen und Kontaktpersonen, z. B. von psychosozialen Beratungsstellen in Schleswig-Holstein, Kontaktstellen im Selbsthilfebereich, Adressen von Angeboten für Familien mit krebskranken Kindern oder Angeboten für ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger und vieles mehr.
Nicht nur Betroffene, sondern auch Angehörige, Freunde, Interessierte und Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit Krebskranken zu tun haben, können sich mithilfe des Leitfadens einen schnellen Überblick über entsprechende Angebote der Institutionen und Selbsthilfegruppen vor Ort verschaffen. Zudem erhalten sie vielfältige Hinweise zur Umgehensweise mit einer Krebserkrankung und der veränderten Lebenssituation.

Der „Leitfaden Krebs“ kann durch die Kooperation mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Schleswig-Holstein und der Ärztekammer Schleswig-Holstein kostenlos abgegeben werden.

Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V. in Schleswig-Holstein, Ansprechpartnerin Dr. Elfi Rudolph, Flämische Straße 6-10, 24103 Kiel, Tel. 0431/94294, Fax 0431/94871,
E-Mail lv.gesundheit@t-online.de, Internet www.lv-gesundheit-sh.de. (LVGF)



„Wachstumslokomotive Gesundheitsmarkt“?

 
Lothar Obst (Foto: hk)  

In der anspruchsvollen Vortragsreihe des Krankenhauses Reinbek St. Adolf-Stift referierte am 16. März der Zukunftsforscher Leo A. Nefiodow zu seinem Standardthema „Der sechste Kondratieff - Gesundheit als Wachstumslokomotive des 21. Jahrhunderts“. Es klang plausibel, was der kaufmännische Direktor Lothar Obst einleitend sagte: Der Gesundheitssektor war und ist (noch? wie lange?) ein Jobmotor, und besonders die Krankenhäuser bilden einen volkswirtschaftlich wichtigen Bestandteil der Beschäftigung, und ihnen werden immer wieder zum Teil gute Zukunftschancen vorhergesagt. Aber Informatiker Nefiodow, offenbar weder studierter Ökonom noch auf moderne Wachstumstheorie spezialisiert, geht als gern gehörter Wanderprediger viel weiter. Für ihn ist Gesundheitswirtschaft nicht ein, sondern der entscheidende Faktor so wie früher die Dampfmaschine oder das Auto, der für einen langen Zeitraum von rund 50 Jahren einen ganzen Wachstumszyklus trägt. Die angeführte überaus schematische Sinuskurve immer gleicher Auf- und Abbewegungen seit 1800 sollte misstrauisch machen. Ist gerade die heutige Wirklichkeit tatsächlich so „regelmäßig wie die Jahreszeiten oder der Biorhythmus“? Beides ist nicht mehr so sicher. Eher das Unberechenbare, das Chaotische sei für heutige Märkte kennzeichnend - so auch Trendforscher wie Prof. Wippermann (Hamburg) und ernsthafte Chaostheoretiker wie der Endophysiker Prof. Dr. Otto E. Rössler (am 21. Oktober 2004 im Hamburger Literaturhaus).

Nefiodow bleibt leider weitgehend nachprüfbare, falsifizierbare Belege schuldig. Um „Gesundheit“ wichtiger zu machen, packt er von der Biotechnologie, Umwelttechnik bis zur Religion alles Mögliche hinein. Sind nicht aber diese und andere Komplexe wie Informationstechnologie (wieso „Auslaufmodell“?), Energiewirtschaft mit Wasserstofftechnik, kurz die „3. industrielle Revolution“ und viele neue Dienstleistungen selbst entscheidende Wachstumsmärkte? Aber Nefiodow legt alte amerikanische statt neuer deutscher Zahlen vor, er schwört auf Hildegard-Medizin statt Evidence-based Medicine, er ist in der gesundheitspolitischen Diskussion nicht up to date (patientenbezogene Kostenanalyse) ... Kurz, interessante Einzelaspekte etwa zur ganzheitlichen Medizin, aber viel Futter für wohlfeiles Wunschdenken.

„Wissenschaft sollte ausgehen von der Erkenntnis der starken Neigung der Menschen zur Selbst- und Fremdtäuschung“ (unter anderem sinngemäß Karl Popper). Ergo: Gesundheit ist wichtig, aber lasst uns auf dem Teppich bleiben. (hk)



Rote Liste 2005

Das Arzneimittelverzeichnis Rote Liste wird in Buchform wie in elektronischen Versionen einzeln oder günstig kombiniert seit März ausgeliefert. Die Druckversion ist mit 2 138 Seiten die bisher umfangreichste. Sie enthält fast 9 000 Präparateinträge von nahezu 500 Unternehmen, gegliedert nach 88 Indikations- und Wirkstoffgruppen. Die Apothekenverkaufspreise haben den Stand 1. Januar 2005 (sind also leider schon jetzt nicht mehr alle gültig). Hilfreich ist die Angabe der Festbeträge zum preislichen Vergleich. Information: www.ecv.de, Preis 72 Euro plus Versand, Editio Cantor Verlag, Fax 07525/940-180 oder -147. (hk)


Alle Informationen aus einer Hand
Neue Telematikwebsite der KBV


Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat eine eigene Website zum Thema Telematik eingerichtet. Vom Datenschutz über den Heilberufeausweis bis zur Lösungsarchitektur findet sich dort alles, was für die künftigen Nutzer der neuen Technologie - Leistungserbringer wie Patienten - von Interesse ist.

Neben den aktuellen Pressemitteilungen und Hintergrundinformationen kann auf dieser Seite auch der KBV Kurier Telematik heruntergeladen werden. Die Seite ist über den Link www.kbv.de/telematik.htm direkt zu erreichen oder über die Homepage der KBV www.kbv.de unter „Fachbesucher“. Dort einfach das Bild der elektronischen Gesundheitskarte anklicken, schon wird die Seite aufgerufen. (KBV)


Sonderprogramm EQJ „Einstiegsqualifizierungsmaßnahme für Jugendliche“

Die Ärztekammer Schleswig-Holstein beteiligt sich nach Beschluss des Vorstandes vom 19. Januar 2005 an dem von der Bundesregierung beschlossenen Sonderprogramm EQJ „Einstiegsqualifizierung Jugendlicher“ vom 28. Juli 2004. Die Maßnahme erstreckt sich auf höchstens zwölf Monate. Die Ausbildungsbewerber mit aus individuellen Gründen eingeschränkten Vermittlungsperspektiven, die auch nach den bundesweiten Nachvermittlungsaktionen keinen Ausbildungsplatz haben und Jugendliche, die noch nicht in vollem Maße über die erforderliche Ausbildungsfähigkeit verfügen, sollen in dieser Zeit für die Berufe Arzthelferin und Operationstechnische Angestellte Fertigkeiten und Kenntnisse erwerben, die erforderlich sind, das Qualifizierungsziel zu erreichen. Auf Empfehlung des Berufsbildungsausschusses und Beschluss des Vorstandes erfolgt im Rahmen einer Qualitätsmaßnahme ein zweiwöchiges ergänzendes Praktikum im Edmund-Christiani-Seminar. Die Kosten hierfür trägt der Arbeitgeber. Bis zu sechs Monate können auf eine folgende Ausbildung in den o. g. Berufen angerechnet werden. (Br)


Gesundheitspolitische Veranstaltung im Rahmen der Kieler Woche 2005

Am Vorabend der Kieler Woche 2005 findet eine Podiumsveranstaltung statt zum Thema

15 Monate - und was dann?

Vorstellungen für eine Gesundheitsreform nach der Bundestagswahl 2006
am Freitag, 17. Juni 2005, 17:00 Uhr


Hotel Steigenberger Conti Hansa, Schlossgarten 7, 24103 Kiel
Tel. 0431/5115-0, Fax 0431/5115-444

Das GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) und die Neuordnung der Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) mit Bürgerversicherung, Kopfprämie oder Kapitaldeckung sind Gegenstand der gesundheitspolitischen Diskussion. Entschieden wird in 15 Monaten mit der Bundestagswahl im September 2006.

Diese gesundheitspolitische Veranstaltung vermittelt einen Eindruck davon, was die Bevölkerung nach der Bundestagswahl zu erwarten hat.

Podiumsteilnehmer:

Dr. Hans Jürgen Ahrens
Vorsitzender des Vorstands des AOK-Bundesverbandes

Dr. Rainer Hess
Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses

Dr. Andreas Köhler
Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

Dr. Herbert Rebscher
Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Angestellten Krankenkasse

Frau Gudrun Schaich-Walch, MdB
Stellv. Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundesfraktion für den Bereich „Gesundheit, Soziale Ordnung und Petitionen“

Andreas Storm, MdB
Sozialpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Moderation Prof. Dr. Fritz Beske, MPH

Eingeladen sind Angehörige aller Berufe des Gesundheitswesens sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Das Auditorium wird nach einer ersten Gesprächsrunde im Podium in die Diskussion einbezogen.

Der Besuch der Veranstaltung ist kostenlos
(IGSF)


Gleiche Qualitätsvoraussetzungen vereinbart
Ambulantes Operieren: Neuer Vertrag ab 1. April


 
   

„Ab dem 1. April gelten beim ambulanten Operieren im stationären Sektor die gleichen Qualitätsvoraussetzungen wie im ambulanten Bereich.“ Dies hat heute der Vorsitzende des Vorstands der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Köhler, in Berlin erklärt. Am vergangenen Freitag hatte das Bundesschiedsamt in Berlin in der Sache entschieden.

„Krankenhäuser müssen nun genauso wie niedergelassene Ärzte Mindestmengen erbringen, um eine Leistung weiterhin abrechnen zu dürfen. Dazu zwei Beispiele: Wer im Rahmen einer ambulanten Operation Koloskopien machen will, muss nachweisen, dass er pro Jahr 200 Darmspiegelungen vornimmt. Wer interventionelle Kardiologie betreibt, muss auf 150 entsprechende Eingriffe kommen“, erläuterte Köhler weiter. Er zeigte sich mit dem vom Bundesschiedsamt festgesetzten Vertrag zufrieden: „Wir haben endlich gleiche Voraussetzungen beim ambulanten Operieren. Damit liegt nun die Qualitätslatte im Krankenhaus und bei den Niedergelassenen gleich hoch.“

Den Vertrag nach Paragraph 115 b Abs. 1 des Fünften Sozialbuchs, „Ambulantes Operieren und stationsersetzende Eingriffe im Krankenhaus“ hat die KBV ins Internet eingestellt. Die Adresse lautet: www.kbv.de/publikationen/730.htm. (KBV)


Elektronische Patientenbegleiter im Kommen

 

Auf der CEBIT im März in Hannover wurden zahlreiche Neuerungen mit Gesundheitsbezug vorgestellt. Darunter auch telemedizinische Systeme, die vermutlich bald auch in Schleswig-Holstein Anwendung finden könnten. So zum Beispiel der digitale Patientenbegleiter digi.Dou für die medizinische Nachsorge übergewichtiger Kinder und Erwachsener. Das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST in Dortmund hat Software und klinische Servicestation zunächst zur Projektreife entwickelt. Ziel ist, nach einem stationären Aufenthalt den telefonischen oder ähnlichen Fern-Kontakt zu den Patienten zu halten, ihnen auf Anfrage Informationen zum Beispiel zu Ernährungstipps und Einkaufsmöglichkeiten zu liefern, sie an erprobte Essgewohnheiten zu erinnern, und (interaktiv) ihre Rückmeldungen aufzunehmen. „Es wird nur klappen, wenn wir den Handynutzern am anderen Ende mit spielerischen Elementen auch Spaß bereiten“, sagte Dr. Kerstin Heuwinkel vom ISST. (hk)



Schrittmacher-Kontrolle

 
  PD Dr. Herbert Nägele
(Foto: Privat)
Zwischen technischer Funktionsfähigkeit und Ergebnisqualität beim Patienten besteht ein erheblicher Unterschied, wie sich am Beispiel von Herzschrittmachern zeigte. Eine Arbeitsgruppe um Dr. Mirko Junge vom Institut für Rechtsmedizin des Universitätskrankenhauses Hamburg-Eppendorf (UKE), erhielt jetzt für eine Studie den mit 2 500 Euro dotierten Hugo-von-Ziemssen-Posterpreis der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie. Beteiligt war der damalige UKE-Mitarbeiter PD Dr. Herbert Nägele, jetzt leitender Oberarzt der Medizinischen Klinik des Krankenhauses Reinbek.

Die Arbeitsgruppe hatte 1 100 Herzschrittmacher postmortal überprüft. Es zeigte sich, dass die Geräte zwar in aller Regel technisch einwandfrei waren, aber häufig zu alte Batterien und nicht mehr die richtige Frequenzeinstellung hatten. Dabei waren die Patienten um so schlechter versorgt, je älter sie waren.
Auf Anfrage sagte PD Dr. Nägele, auch er habe kein einfaches Rezept, um die unbefriedigende Situation rasch zu verbessern. In seiner Klinik versuche er, alle behandelten Patienten adäquat nachzuversorgen, soweit dies möglich sei. Eine telemedizinische Kontrolle mit Biotronic-Geräten sei dabei behilflich. Allerdings erschienen Patienten, zumal ältere, nicht immer in der Ambulanz. Er sei auf die Überweisungen von niedergelassenen Kardiologen angewiesen, seitdem er keine Ermächtigung der Kassenärztlichen Vereinigung mehr für die ambulante Nachsorge besitze. Ein Schnittstellenproblem? (hk)



Neuer Untersuchungsführer für die Heilberufe

Nachdem Jutta Isermeyer, Richterin am Amtsgericht Kiel, aus persönlichen Gründen als Untersuchungsführerin zum 31. März 2005 aus dem Amt ausgeschieden ist, hat das Sozialministerium Staatsanwalt Dr. Martin Soyka aus Kiel als dritten Untersuchungsführer benannt. (III)


Hüft- und Kniesymposium und Weiterbildung zum Technischen Sterilisationsassistenten

In der Lubinus Akademie findet in der Zeit vom 10. bis 12. Juni 2005 das erste Kieler Hüft- und Kniesymposium statt, in dem Trends und Kontroversen in der Endoprothetik des Hüft- und Kniegelenkes behandelt werden. Deutsche und ausländische Referenten werden die Aspekte der primären als auch der Revisionsendoprothetik im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen und Probleme im Bereich der Prothetik der großen Gelenke aber auch durch Grundsatzreferate beleuchten.

Weiterhin wird die Weiterbildung zum Sterilisationsassistenten angeboten. Es handelt sich um die Fachkundelehrgänge I und II zum Technischen Sterilisationsassistenten (staatlich geprüft). Die Fortbildung unterstützt die Vermittlung der Sachkunde gemäß RKI-Richtlinien Abschnitt C2.2 und Din 58946 T 6/2000. Die erfolgreiche Absolvierung der abschließenden Prüfung gemäß den Richtlinien der Deutschen Sterilgutversorgung e. V. berechtigt den Teilnehmer zur Tätigkeitsbezeichnung Technischer Sterilisationsassistent.

Nähere Informationen zu beiden Themenbereichen erhalten Sie von der Lubinus Akademie, Tel. 0431/388-291, oder im Internet unter www.lubinus-klinik.de/gruppe/info_center_termine.shtml. (Lubinus Clinicum)


Planungsübersicht überbetriebliche Ausbildung 2005/06

Woche Berufsschule Klasse
23.05.-27.05.05 Heide O1*
30.05.-03.06.05 Pinneberg O1+O2*
06.06.-10.06.05 Bad Oldesloe/Niebüll O1/O1*
08.08.-12.08.05 Neumünster/Rendsburg O1/O1+O2
15.08.-19.08.05 Pinneberg/Itzehoe O3/O1
22.08.-26.08.05 Flensburg O1+O2
29.08.-02.09.05 Kiel O2+O3
05.09.-09.09.05 Kiel O1+O4
12.09.-16.09.05 Lübeck/Ostholstein O2+O1
19.09.-23.09.05 Lübeck O1/O3
17.10.-21.10.05 Mölln/Bad Segeberg O1/O1
24.10.-28.10.05 Lübeck M2+M3
31.10.-04.11.05 Lübeck/Mölln M1/M1
07.11.-11.11.05 Kiel M2+M3
14.11.-18.11.05 Kiel/Neumünster M1/M1
21.11.-25.11.05 Bad Oldesloe/Neustadt M1/M1
28.11.-02.12.05 Rendsburg M1+M2
05.12.-09.12.05 Heide/Itzehoe M1/M1
12.12.-16.12.05 Pinneberg M1+M2
19.12.-23.12.05 Niebüll/Bad Segeberg M1/M1
09.01.-13.01.06 Flensburg M1/M2

* Die gekennzeichneten Berufsschulklassen sind zum Zeitpunkt der Teilnahme (Mai/Juni 2005) an der überbetrieblichen Ausbildung noch Mittelstufe! (Ju)



DRG-Landesbasisfallwert vereinbart

Die Krankenhausgesellschaft und die Krankenkassenverbände des Landes haben sich nach langwierigen Verhandlungen am 6. April auf einen landesweiten Basisfallwert geeinigt. Im Falle des Scheiterns war für den 7. April schon ein Schiedsspruch erwartet worden. Der Wert wurde für 2005 mit Kappung auf rund 2 650 Euro (so die Krankenhausgesellschaft KGSH) festgesetzt, nach Angaben der Kassen auf 2 619,63 Euro für den durchschnittlichen Fallwert.

Der Verband der Angestellten-Krankenkassen e. V./ Arbeiter-Ersatzkassen-Verband e. V. (VdAK/AEV) zeigte sich in Kiel zufrieden:

„An diesem bundesweit ersten Ergebnis werden sich die anderen Länder orientieren müssen.
Für unsere Versicherten konnten wir einen vorteilhaften Wert erreichen, der es uns ermöglicht, die ständig steigenden Krankenhauskosten in den Griff zu bekommen.“

Die KGSH meldete auf Befragen eine gedämpfte Reaktion: „Wir sind angesichts unserer niedrigen Krankenhauskosten nicht überrascht, aber kein Mitgliedskrankenhaus kann damit zufrieden sein. Wir hoffen auf Nachbesserungen spätestens mit einer bundesweiten DRG-Regelung“, sagte Geschäftsführer Bernd Krämer.

Laut Verband der Krankenhausdirektoren (VKD) werde der Basisfallwert besonders von den großen Häusern der Schwerpunkt- und Maximalversorgung mit ihrer aufwändigeren Infrastruktur als viel zu niedrig empfunden, während die kleineren Häuser eher über zu niedrige Budgets zu klagen hätten. Die Krankenhäuser hofften, in Verhandlungen mit den Kassen im Einzelfall notwendige Anpassungen zu erreichen: „Schließlich haben wir unsere speziellen, kostenintensiven Einrichtungen auch bei weitgehender Eigenfinanzierung stets im Konsens mit Kostenträgern und Land aufgebaut“, sagte VKD-Vorsitzender und Reinbeker Krankenhausdirektor Lothar Obst. (hk)


Präventionsgesetz in Vorbereitung

Nach langem Hin und Her soll ein Kernstück der Gesundheitsreform, das Präventionsgesetz, voraussichtlich Ende April den Bundestag passieren und im Mai (27.5.?) die Zustimmung des Bundesrates erhalten. Für viele Medien überraschend hatte der Bundesrat jedoch am 18. März eine „Überregulierung“ kritisiert. Nicht so überraschend allerdings für Beobachter, die bei der ersten Lesung am 18. Februar im Bundestag dabei waren. Bereits im Oktober hatten sich Bund und Länder auf Eckpunkte geeinigt, so die drei Ebenen der Prävention, die Bundesebene mit der Stiftung Prävention und Gesundheitsförderung, die Länderebene und die der Sozialversicherungen.

Kritik hagelte es bislang von verschiedenen Seiten. Vor allem die Kassen bemängelten, dass lediglich Mittel umverteilt würden und sie als Finanziers weniger zu sagen hätten. Trotz des Umfangs (Entwurf mit Begründung 146 Seiten) reichten die Regelungen nicht aus, ein eher kurativ ausgerichtetes Gesundheitssystem in Richtung Prävention umzusteuern. Aus der Wissenschaft kritisierte Prof. Dr. Fritz Beske (Kiel), drei „Webfehler“: Prävention könne keine „vierte Säule“ neben Kuration, Reha und Pflege sein, sondern sei immanenter Bestandteil allen ärztlichen Handelns. Prävention sei sehr wichtig und nützlich, aber primäres Ziel sei nicht, Zahl und Dauer chronischer Erkrankungen zu vermeiden - und schon gar nicht dadurch Kosten zu sparen (Niedersächsisches Ärzteblatt 8/2004). Und aus der Ärzteschaft kam manche Kritik dahin gehend, Prävention sei ein klassisches Feld ärztlichen Handels, nicht nur bei Früherkennung, Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen. Überdies sei das Finanzvolumen zu gering und eher ein neuer „Verschiebebahnhof“ zu erkennen. Bemerkenswert, dass einer der Auslöser der Gesetzesinitiative, der Gesprächskreis Arbeit und Soziales der Friedrich-Ebert-Stiftung, offenbar ohne durchgreifenden Erfolg auch auf derlei hingewiesen hatte.

Der Gesetzentwurf kann unter www.die-gesundheitsreform.de nachgelesen werden. (hk)


Weiterhin drei Rettungshubschrauber im Land

Der in Itzehoe stationierte Rettungshubschrauber der DRF Deutschen Rettungsflugwacht e. V., Filderstadt, wurde am 1. April nach Niebüll verlegt. Vorangegangen war die Einigung des Landkreises Nordfriesland mit dem dänischen Amt Südtondern zur Schaffung eines grenzüberschreitenden Bezirks der Luftrettung. Im nordwestlichen Schleswig-Holstein wird damit die Rettungsqualität erhöht: Sylt und andere Inseln sind in wenigen Flugminuten erreichbar (Föhr z. B. in sieben Minuten). Der Standort des Hubschraubers ist auf dem Gelände des Krankenhauses Niebüll, und die Räume des Luftrettungszentrums werden bis zu einem Neubau im ehemaligen Schwesternheim untergebracht.
Damit behält Schleswig-Holstein entgegen ursprünglichen Sparintentionen der Krankenkassen drei Standorte von Rettungshubschraubern (Rendsburg, Eutin, Niebüll), abgesehen von den beiden Hamburger Rettungshubschraubern, die auch für das südliche Holstein aktiv sind. (hk)


UKE und Pinneberger Kliniken betreiben Linksherzkatheter-Messplatz

Die Kliniken des Kreises Pinneberg betreiben seit März 2005 gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) einen Linksherzkatheter-Messplatz im Klinikum Pinneberg.
Dr. Jan-Ove Faust, Geschäftsführer Medizin und Pflege der Kliniken des Kreises: „Die Kooperation unserer Krankenhäuser mit dem UKE steigert die Qualität der medizinischen Versorgung erheblich.“
Der Landkreis Pinneberg hat 300 000 Einwohner. Diese können in Pinneberg diagnostisch und therapeutisch ohne Zeitverlust umfassend versorgt werden. Der Messplatz im Klinikum Pinneberg ist an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr in Bereitschaft. Für die Einrichtung war ein Kostenaufwand von mehr als einer Million Euro notwendig. Die Bauzeit betrug nur zwei Monate. PD Dr. Thomas Hofmann, neuer Chefarzt der Abteilung Innere Medizin/Kardiologie der Pinneberger Kliniken, rechnet mit über 850 Behandlungen im Jahr an dem Messplatz.

Folgende Patienten können im Herzkatheterlabor in Pinneberg untersucht werden:

  • zugewiesene Patienten von niedergelassenen Ärzten
  • stationäre Patienten im Klinikum Pinneberg, Elmshorn und Wedel
  • Notfallpatienten mit akutem Koronarsyndrom

Anmeldungen für den Messplatz bitte unter der Tel. 04101/217900. (SH)


111. Internistenkongress mit großer Beteiligung, auch aus dem Norden

 
DGIM-Vorsitzender Prof. Dr. Manfred Weber (Foto: hk)  

Mehr Teilnehmer als im Vorjahr und über 8 000 schon am zweiten Tag, das hatte beim 111. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Wiesbaden nicht jeder erwartet. Der Internist mit umfassender Weiterbildung sei keinesfalls ein Auslaufmodell, wie manche ihn gern sähen, sagte DGIM-Vorsitzender Prof. Dr. Manfred Weber (Köln) gegenüber dem Schleswig-Holsteinischen Ärzteblatt. Gerade für die wachsende Zahl älterer Patienten mit mehreren Erkrankungen sei der Allround-Internist von großer Wichtigkeit, der auch durch die Palette hoch kompetenter Subspezialisten wie Kardiologen oder Gastroenterologen nicht ersetzt werden könne.

Weber hatte den Vorsitz von Prof. Fölsch (Kiel) übernommen, der als erster Stellvertreter fungierte. Außerdem waren eine ganze Reihe von schleswig-holsteinischen Teilnehmern in Wiesbaden - laut alphabetischer Referentenliste Dr. Detlef Braunscheid (Großhansdorf), Prof. Klaus Dahlhoff (UK S-H, Campus Lübeck), Prof. Enno Christophers (UK S-H, Campus Kiel), Prof. Helmut F. Erbesdobler (Kiel), Prof. Horst Lorenz Fehm (Lübeck), Prof. Angela Gause (Elmshorn) und viele mehr.

Besondere Schwerpunkte des Kongresses waren die (therapeutisch und gesundheitsökonomisch bedeutsame) Frühdiagnostik, die langfristige Progression chronischer Erkrankungen und das Eindringen der Informationstechnik in die Medizin. Durch die letztere Entwicklung und durch die Gesundheitsreformgesetzgebung werde die individuelle Arzt-Patienten-Beziehung erheblich belastet, mahnte Prof. Weber im Eröffnungsvortrag:

„Unser Stand ist in erster Linie dem individuellen Patienten gegenüber verpflichtet. Der kranke Mensch darf nicht zur ökonomischen Fallgröße werden!“ (hk)


Prioritätensetzung nicht ohne Ärzte!

Ärzte kommen nicht umhin, sich mit der Frage der Rangordnung bestimmter Behandlungsmöglichkeiten zu befassen. Die Verknappung der Mittel zwingt zur Auswahl, was zuerst, was später oder vielleicht gar nicht gemacht werden kann. Wer aber soll Prioritäten setzen und wie? Darüber referierte ein ausgewiesener Fachmann auf diesem Gebiet, PD Dr. Georg Marckmann, Vertreter des Institutsleiters Prof. Dr. Dr. phil. Urban Wiesing vom Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Universität Tübingen, der zugleich Vorsitzender der Zentralen Ethikkommission der Bundesärztekammer ist. Das Thema beim 78. Sozialmedizinischen Kolloquium in der Landesversicherungsanstalt Schleswig-Holstein in Lübeck hieß: „Prioritätensetzung im Gesundheitswesen: Methoden und Ethik im internationalen Vergleich“.

Marckmann kam zu dem Ergebnis, dass es für das Problem der Priorisierung keine einfache Lösung gebe. Die ethisch vorzugswürdige explizite Leistungssteuerung sei praktisch am schwersten durchsetzbar. Umgekehrt seien implizite Methoden wie Zuzahlungen oder finanzielle Anreize eher ethisch problematisch, aber wohl wegen des schnellen Kostendämpfungseffekts unumgänglich. Als realistische Strategie biete sich damit eine pluralistische Kombination ex- und impliziter Steuerungen an. Zum Aspekt der Pluralität fügte der Referent die Priorität des allgemeinen Zugangs hinzu: Ein Gesundheitssystem sei gerechter, das allen Bürgern einen Zugang zur Basisversorgung (Definition?) gewähre als nur einem Teil der Bevölkerung unbeschränkten Zugang zur Maximalmedizin. Im Unterschied zu rein marktwirtschaftlichen Systemen erscheine „die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland besonders bewahrenswert“.

Explizite Priorisierung etwa mit Leitlinien hätten die meisten Länder mit Priorisierungssystemen gewählt, so Neuseeland, dann Norwegen, Schweden, Niederlande und Großbritannien. Da der Nutzen einer medizinischen Maßnahme wesentlich von der jeweiligen Indikation abhänge, sollten Indikationen und nicht einzelne Leistungen priorisiert werden. Zur Schaffung entsprechender nationaler Leitlinien käme das neue Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen infrage, entsprechende Ausstattung vorausgesetzt.

Priorisierung müsse ein permanenter Prozess auf unterschiedlichen Ebenen sein, in Politik, Gesellschaft und Wissenschaft. Medizinische Experten seien unabdingbar: „Zum einen sollen die Vorgaben hinsichtlich des Nutzens und der Kosten evidenzbasiert sein und zum anderen müssen sie von der Ärzteschaft in der Praxis umgesetzt werden.“ Aber nach welchen Kriterien sollten Prioritäten gesetzt werden? Aus dem internationalen Vergleich rekonstruierte Marckmann die drei wichtigsten (in dieser Reihenfolge), die kombiniert werden sollten: medizinischer Bedarf (Schweregrad der Erkrankung, Dringlichkeit der Behandlung); Wirksamkeit/Nutzen der Behandlung; Kosteneffizienz.

Zudem müssten Prioritäten in einem fairen Prozess gesetzt werden, der durch Kriterien wie diese gekennzeichnet sei: Transparenz, Gleichbehandlung der Patienten, demokratische Legitimität der verteilenden Institutionen, nachvollziehbare Begründung oder Widerspruchsmöglichkeit. (hk)


Klima und Gesundheit

„Der außergewöhnlich heiße Sommer 2003 hat in Deutschland mehr Todesopfer gefordert als deutsche Opfer bei der Tsunami-Katastrophe zu beklagen sind“, sagte der führende deutsche Klimaforscher Prof. Dr. Hartmut Graßl (65), Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg, anlässlich seines Abschiedskolloquiums am 1. April. Die Zahl unserer Flutopfer einschließlich der Vermissten wird bekanntlich auf etwa 500 beziffert. Angesichts des inzwischen wissenschaftlich bewiesenen Einflusses des Menschen auf das Weltklima forderte Graßl als Resümee seiner 40-jährigen Wissenschaftlerlaufbahn, Klimaschutz endlich ernsthaft zu betreiben. Informationen: www.zmaw.org. (hk)


Als Arzt/Ärztin arbeiten und leben in Schweden

Die öffentliche "Gesundheitsversorgung (Primärvården) Hälsingland" ist zuständig für die familienärztliche Betreuung der 140 000 Einwohner der Teilprovinz Hälsingland und beschäftigt in 14 Kliniken ca. 850 Mitarbeiter, davon 72 Allgemeinärzte(innen) und 15 Ärzte(innen) in Fachausbildung. Im Laufe des Jahres 2004 haben bereits fünf deutsche Ärzte und Ärztinnen innerhalb Hälsingland eine feste Anstellung erhalten.

Die Primärvården Hälsingland (200 km nördlich von Stockholm) in Schweden sucht laufend Ärzte/innen im Fachgebiet Allgemeinmedizin. Informationsveranstaltung am 1. Juni 2005, 16:00 Uhr, Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein, Hans-Detlev-Prien-Straße 10, 24106 Kiel, Anmeldungen an Regina Hinrichs, Tel. 0431/3016-158 oder E-Mail regina.hinrichs@wak-sh.de.


Leserbriefe

Leserbrief von Dr. Hans-Joachim Zielinski zur Seite 3, SHÄ 3/2005

 
Dr. Zielinski
(Foto: Privat)
 

Ich hab’s gut! Ich habe vom Baum der Erkenntnis naschen dürfen! Jahrzehnte lang fragte ich mich, wofür eine Ärztekammer - eine „selbstverwaltete“ - eigentlich gut sei (mit Ausnahme für jene, die sie alimentiert)! Ständig stieg der Grad der Drangsale höher und höher! Und mit ihr die Personalausstattung! Ein Zusammenhang gar? Verdächtig kam mir vor, dass „der Staat“ in seinem Eifer, alles reglementieren zu wollen, nicht Hand an sie legte! Für mich lag der Schluss nahe: Diese Behörde, diese Körperschaft öffentlichen Rechts ist so perfekt willfährig, dass „der Staat“ sich insgeheim ins Fäustchen lacht über die einfältigen Mediziner mit ihrem voraus(h)eilenden Gehorsam! Doch nun kam mein Ärzteblatt. Und in stiller Bewunderung verneige ich mich vor dem Präsidenten und der Hauptgeschäftsführerin, die da schrieben: „Bisher sind auch kaum Fälle bekannt geworden, in denen im akuten Krankheitsfall sich die Bewunderer dieser Modelle nach Dänemark, England, Niederlande oder gar“ (igitt, Anmerkung des Verfassers) „Portugal und Griechenland ausfliegen ließen ... Darum Ärztekammern!“

Da haben wir’s: Die Ärztekammer ist für die Patienten da! Und ich Volltrottel dachte immer, die hätte etwas mit mir zu tun. Nun fällt es mir noch viel leichter, die Abschaffung als Befreiung zu empfinden!

Dr. Hans-Joachim Zielinski, Kiefernweg 6 a, 25980 Westerland/Sylt


Leserbrief von Dr. Lutz Dadaniak zum Artikel „Unruhe bei Urologen“, SHÄ 3/2005, S. 34

Die Eigenwerbung für die persönlichen herausragenden Fähigkeiten von Herrn Kollegen Bertermann in allen Ehren, jedoch gibt es durchaus Leitlinien, bei welchem Tumortyp der Prostata die von ihm favorisierte Behandlung eingesetzt werden sollte und bei welchem nicht. Leider ist die SEED-Brachytherapie nur für ein begrenztes Krankengut sinnvoll und angezeigt, in vielen Fällen nicht identisch wirksam wie die Radikaloperation. Siehe hierzu die entsprechenden Aussagen der Deutschen Gesellschaft für Urlologie, sowie anderer Fachorganisationen. Ich bitte, in Zukunft auf derartige Eigenwerbungen doch zu verzichten oder sich zuvor fachlich zu informieren.

Dr. Lutz Dadaniak, Dreiecksplatz 5, 24105 Kiel


Leserbrief von Werner Loosen zum Leserbrief von Albert Dix-Bästelein, SHÄ 3/2005, S. 13
 
  Werner Loosen
(Foto: Privat)

Dass jemand hämisch oder herablassend auf die Versorgung von Schmerzpatienten in Schleswig-Holstein herabschaue, habe ich nicht geschrieben. Allerdings habe ich geschrieben, dass ich mich in meinem Bericht - Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 12/2004 - auf ein Pressegespräch bezogen habe, zu dem der Präsident des Verbandes Deutscher Ärzte für Algesiologie, Dr. Dietrich Jungck, eingeladen hatte; in diesem Gespräch war es, wie Sie nachlesen können, um die insgesamt unzureichende Versorgung von Schmerzpatienten in Deutschland gegangen. Darüber hinaus habe ich in Schleswig-Holstein recherchiert und die Auskunft der Kassenärztlichen Vereinigung wiedergegeben: „... in Schleswig-Holstein haben 30 Ärzte die Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“, eine ausgesprochene Schmerzpraxis gibt es nach Auskunft der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung im nördlichsten Bundesland nicht ...“ - zumindest steht es so in meiner Ausgabe des Schleswig-Holsteinischen Ärzteblattes. Vor diesen Angaben ist erwähnt, dass es in Deutschland rund 900 000 Patienten mit problematischen chronischen Schmerzkrankheiten gibt, für deren Versorgung es zwischen 3 500 und 4 000 schmerztherapeutische Einrichtungen gebe. Tatsächlich aber gebe es nur 450, davon zwölf in Hamburg. Eine solche Praxis gibt es nach Auskunft Ihrer Kassenärztlichen Vereinigung in Schleswig-Holstein nicht, was nicht bedeutet, dass es in Ihrem Bundesland überhaupt keine Versorgung von Schmerzpatienten gibt - immerhin hatte ich berichtet, dass es in Schleswig-Holstein 30 Ärzte mit der erwähnten Zusatzbezeichnung gibt, siehe oben.

Werner Loosen, Faassweg 8, 20249 Hamburg


Leserbrief von Gisela Staack zum Artikel „Muss Hamburger Untersuchungsstelle schließen?“, SHÄ 2/2005, S. 59 f.

Die Erstversorgung von Gewaltopfern ist ärztliche Grundversorgung. Dazu gehört auch die rechtsmedizinische Dokumentation. Sie hat einen wichtigen Platz in der seelischen Wundversorgung und beugt posttraumatischen Krankheitsbildern vor. Gewalt ist eine sehr häufige Krankheitsursache, Retraumatisierungen durch Ärzte und Organe der Rechtspflege sind keine Ausnahme. Die Hilflosigkeit der Helfer wird deutlich bei der häufigen Unbrauchbarkeit ärztlicher Bescheinigungen. Die Folgen kommen teuer zu stehen, - wie viele Depressionen und Belastungsstörungen haben ihren Ursprung in Gewalt, Vergewaltigung und Missbrauch!

Die Ausgrenzung der Opferhilfe aus dem ambulanten Gesundheitssystem, aus der Finanzierung der Kassenärztlichen Vereinigungen ist beschämend.

Gisela Staack, Ärztin, Gesundheitsamt Stormarn, Reimer-Hansen-Straße, 23843 Bad Oldesloe

 
  Dr. Walter
(Foto: Privat)


Leserbrief von Dr. Friedrich Walter zum Artikel „Glosse: Wie ich es sehe ...“, SHÄ 4/2005, S. 42 ff.

Der Beitrag des Kollegen Peter Rüppell im Schleswig-Holsteinischen Ärzteblatt 4/2005 war hervorragend. Ich vermute, seine Absicht war primär, die komplexe Totalität gesamt-gesellschaftlicher Systembezüge in heterogener Partizipierung maximal evident zu machen. Dies ist ihm voll und ganz gelungen.

Dr. Friedrich Walter, Bahnhofstr. 44, 24601 Wankendorf


Leserbrief von Dr. Jan Ulmer zum Artikel „Focus veröffentlichte Ärzteliste“, SHÄ 1/2005, S. 11

 
Dr. Ulmer
(Foto: Privat)
 

Mit Interesse habe ich den Leserbrief vom Kollegen Dr. Stefan Olbrich im Schleswig-Holsteinischen Ärzteblatt 3/2005 gelesen, da ich selbst das gleiche erlebt habe. Etwa im Jahr 2000 oder 2001 erhielt ich einen Anruf angeblich vom „Focus“. Auch mir wurde erklärt, dass ich als besonders qualifizierter Arzt für plastische Chirurgie ausgesucht worden sei, um in die Liste der besten Ärzte im Focus aufgenommen zu werden. Es sollte ein Gespräch in der Praxis stattfinden, um die Einzelheiten der Präsentation abzusprechen. Nach kurzer Zeit konnte ich jedoch bereits am Telefon des Pudels Kern erfahren, dass nämlich etwa 6 000 DM (wenn ich mich richtig erinnere) zu zahlen wären. Da ich mein Desinteresse an derartiger Praxis klarstellte, wurde dieses Projekt nicht weiter verfolgt. Leider, denn dadurch habe ich natürlich keine Dokumente, die dieses Verfahren juristisch nutzbar machen. Vielleicht finden sich ja auf diesem Wege noch andere Kollegen, evtl. mit nutzbarem Material, um diese Praktiken öffentlich bloßstellen zu können.

Dr. Jan Ulmer, Apenrader Str. 2, 24939 Flensburg


Stellungnahme von Dr. Elisabeth Breindl zum Leserbrief von Dr. Andreas Krueger zur Bewertung von Fortbildungen, SHÄ 4/2005, S. 11

 
  Dr. Breindl
(Foto: Opp)

Dr. Krüger spricht hier ein Problem des föderalen Systems an, das auch uns auf dem Magen liegt.

Die Ärztekammern regeln auf Landesebene ihre Angelegenheiten. In bundesweiten Arbeitskreisen und Ständigen Konferenzen bei der Bundesärztekammer sprechen sie verbindlich ein einheitliches Vorgehen ab. Dieses ist auch bei der Bewertung von Fortbildungen geschehen. Äußeres Zeichen hierfür ist die vom Deutschen Ärztetag verabschiedete Fortbildungssatzung.

Diese sieht einheitlich einen Punkt pro Übungseinheit bei der online-Fortbildung vor. Da sich an diese Vorgaben einige Ärztekammern bzw. Akademien nicht gehalten haben, hat es schon eine Erhöhung auf max. zwei Punkte bei über 70 Prozent richtigen Antworten gegeben. Hierfür bedarf es jedoch einer Änderung unseres Fortbildungsstatuts, da wir als Verwaltung nicht willkürlich Punkte festlegen können, sondern an die Vorgaben der von unseren Gremien verabschiedeten Regelungen gebunden sind. Nach wie vor sind wir bemüht, durch aktive Mitarbeit in den zuständigen Gremien auf Bundesebene eine möglichst einheitliche Handhabung zu erreichen.

Dr. Elisabeth Breindl, Ärztliche Geschäftsführerin der Ärztekammer Schleswig-Holstein, Bismarckallee 8-12, 23795 Bad Segeberg


Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 05/2005

S. 6-14