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Abschlussprüfung
für Arzthelferinnen 2005
| Datum |
Berufsschule |
|
Mo.
13.06.
|
Neumünster
O1/Bad Oldesloe O1 |
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| Di.
14.06. |
Niebüll
O1/Pinneberg O2 |
|
| Mi.
15.06. |
Pinneberg
O1/Pinneberg O3 |
|
| Do.
16.06. |
Neustadt
O1/Itzehoe O1 |
|
| Fr.
17.06. |
Kiel
O1/O4 |
|
| Sa.
18.06. |
Kiel
O2/O3 |
|
| Mo.
20.06. |
Lübeck
O2/O3 |
|
| Di.
21.06. |
Lübeck
O1/Mölln O1 |
|
| Mi.
22.06. |
Flensburg
O1/O2 |
|
| Do.
23.06. |
Rendsburg
O1/O2 |
|
| Fr.
24.06. |
Heide
O1/Wiederholer |
|
Die Ärztekammer
Schleswig-Holstein hat folgende Prüfungstermine für die Arzthelferinnen-Abschlussprüfung
2005 festgelegt (s. Tabelle).
Schriftliche Prüfung:
04.05.2005
Praktische/mündliche Prüfung:
13.-24.06.2005
Anmeldeschluss ist
der 15. April 2005. Die praktisch-mündliche Prüfung findet in
Bad Segeberg statt. Die Anmeldeunterlagen erhalten die Auszubildenden
über die Berufsschulen oder im Internet unter www.aeksh.de, im Bereich
Arzthelferinnen, Verträge/ Formulare. (Ga)
Leitfaden
Krebs
Ein Wegweiser - nicht nur für Betroffene
Die
Landesvereinigung für Gesundheitsförderung (LVGF) hat den bewährten
Leitfaden Krebs überarbeitet und in der 5. Auflage herausgegeben.
Er ist seit kurzem kostenfrei in der Geschäftsstelle zu beziehen.
Der 100-seitige Wegweiser bietet umfassende Informationen
zu Themen wie Mit Krebs leben, Nachsorge und Rehabilitation,
Selbsthilfe und psychosoziale Betreuung. Zudem beinhaltet die Broschüre
Hinweise zum Sozialrecht und Beschreibungen von Einrichtungen, die aktuelles
Wissen und zuverlässige Daten über die Krankheit Krebs sammeln
oder auswerten, um damit Betroffenen auf unterschiedliche Weise zu helfen.
Sehr umfangreich ist der Adressteil. Hier finden Betroffene und Interessierte
wichtige Anschriften einer Vielzahl von Einrichtungen und Kontaktpersonen,
z. B. von psychosozialen Beratungsstellen in Schleswig-Holstein, Kontaktstellen
im Selbsthilfebereich, Adressen von Angeboten für Familien mit krebskranken
Kindern oder Angeboten für ausländische Mitbürgerinnen
und Mitbürger und vieles mehr.
Nicht nur Betroffene, sondern auch Angehörige, Freunde, Interessierte
und Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit Krebskranken zu tun
haben, können sich mithilfe des Leitfadens einen schnellen Überblick
über entsprechende Angebote der Institutionen und Selbsthilfegruppen
vor Ort verschaffen. Zudem erhalten sie vielfältige Hinweise zur
Umgehensweise mit einer Krebserkrankung und der veränderten Lebenssituation.
Der Leitfaden Krebs kann durch die Kooperation mit dem Ministerium
für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Schleswig-Holstein
und der Ärztekammer Schleswig-Holstein kostenlos abgegeben werden.
Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V. in Schleswig-Holstein,
Ansprechpartnerin Dr. Elfi Rudolph, Flämische Straße 6-10,
24103 Kiel, Tel. 0431/94294, Fax 0431/94871,
E-Mail lv.gesundheit@t-online.de, Internet www.lv-gesundheit-sh.de. (LVGF)

Wachstumslokomotive
Gesundheitsmarkt?
 |
|
| Lothar
Obst (Foto: hk) |
|
In
der anspruchsvollen Vortragsreihe des Krankenhauses Reinbek St. Adolf-Stift
referierte am 16. März der Zukunftsforscher Leo A. Nefiodow zu seinem
Standardthema Der sechste Kondratieff - Gesundheit als Wachstumslokomotive
des 21. Jahrhunderts. Es klang plausibel, was der kaufmännische
Direktor Lothar Obst einleitend sagte: Der Gesundheitssektor war und ist
(noch? wie lange?) ein Jobmotor, und besonders die Krankenhäuser
bilden einen volkswirtschaftlich wichtigen Bestandteil der Beschäftigung,
und ihnen werden immer wieder zum Teil gute Zukunftschancen vorhergesagt.
Aber Informatiker Nefiodow, offenbar weder studierter Ökonom noch
auf moderne Wachstumstheorie spezialisiert, geht als gern gehörter
Wanderprediger viel weiter. Für ihn ist Gesundheitswirtschaft nicht
ein, sondern der entscheidende Faktor so wie früher die Dampfmaschine
oder das Auto, der für einen langen Zeitraum von rund 50 Jahren einen
ganzen Wachstumszyklus trägt. Die angeführte überaus schematische
Sinuskurve immer gleicher Auf- und Abbewegungen seit 1800 sollte misstrauisch
machen. Ist gerade die heutige Wirklichkeit tatsächlich so regelmäßig
wie die Jahreszeiten oder der Biorhythmus? Beides ist nicht mehr
so sicher. Eher das Unberechenbare, das Chaotische sei für heutige
Märkte kennzeichnend - so auch Trendforscher wie Prof. Wippermann
(Hamburg) und ernsthafte Chaostheoretiker wie der Endophysiker Prof. Dr.
Otto E. Rössler (am 21. Oktober 2004 im Hamburger Literaturhaus).
Nefiodow bleibt leider weitgehend nachprüfbare, falsifizierbare Belege
schuldig. Um Gesundheit wichtiger zu machen, packt er von
der Biotechnologie, Umwelttechnik bis zur Religion alles Mögliche
hinein. Sind nicht aber diese und andere Komplexe wie Informationstechnologie
(wieso Auslaufmodell?), Energiewirtschaft mit Wasserstofftechnik,
kurz die 3. industrielle Revolution und viele neue Dienstleistungen
selbst entscheidende Wachstumsmärkte? Aber Nefiodow legt alte amerikanische
statt neuer deutscher Zahlen vor, er schwört auf Hildegard-Medizin
statt Evidence-based Medicine, er ist in der gesundheitspolitischen Diskussion
nicht up to date (patientenbezogene Kostenanalyse) ... Kurz, interessante
Einzelaspekte etwa zur ganzheitlichen Medizin, aber viel Futter für
wohlfeiles Wunschdenken.
Wissenschaft sollte ausgehen von der Erkenntnis der starken Neigung
der Menschen zur Selbst- und Fremdtäuschung (unter anderem
sinngemäß Karl Popper). Ergo: Gesundheit ist wichtig, aber
lasst uns auf dem Teppich bleiben. (hk)

Rote
Liste 2005
Das
Arzneimittelverzeichnis Rote Liste wird in Buchform wie in elektronischen
Versionen einzeln oder günstig kombiniert seit März ausgeliefert.
Die Druckversion ist mit 2 138 Seiten die bisher umfangreichste. Sie enthält
fast 9 000 Präparateinträge von nahezu 500 Unternehmen, gegliedert
nach 88 Indikations- und Wirkstoffgruppen. Die Apothekenverkaufspreise
haben den Stand 1. Januar 2005 (sind also leider schon jetzt nicht mehr
alle gültig). Hilfreich ist die Angabe der Festbeträge zum preislichen
Vergleich. Information: www.ecv.de, Preis 72 Euro plus Versand, Editio
Cantor Verlag, Fax 07525/940-180 oder -147. (hk)
Alle
Informationen aus einer Hand
Neue Telematikwebsite der KBV
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat eine eigene Website
zum Thema Telematik eingerichtet. Vom Datenschutz über den Heilberufeausweis
bis zur Lösungsarchitektur findet sich dort alles, was für die
künftigen Nutzer der neuen Technologie - Leistungserbringer wie Patienten
- von Interesse ist.
Neben den aktuellen Pressemitteilungen und Hintergrundinformationen kann
auf dieser Seite auch der KBV Kurier Telematik heruntergeladen werden.
Die Seite ist über den Link www.kbv.de/telematik.htm direkt zu erreichen
oder über die Homepage der KBV www.kbv.de unter Fachbesucher.
Dort einfach das Bild der elektronischen Gesundheitskarte anklicken, schon
wird die Seite aufgerufen. (KBV)
Sonderprogramm
EQJ Einstiegsqualifizierungsmaßnahme für Jugendliche
Die Ärztekammer Schleswig-Holstein beteiligt sich
nach Beschluss des Vorstandes vom 19. Januar 2005 an dem von der Bundesregierung
beschlossenen Sonderprogramm EQJ Einstiegsqualifizierung Jugendlicher
vom 28. Juli 2004. Die Maßnahme erstreckt sich auf höchstens
zwölf Monate. Die Ausbildungsbewerber mit aus individuellen Gründen
eingeschränkten Vermittlungsperspektiven, die auch nach den bundesweiten
Nachvermittlungsaktionen keinen Ausbildungsplatz haben und Jugendliche,
die noch nicht in vollem Maße über die erforderliche Ausbildungsfähigkeit
verfügen, sollen in dieser Zeit für die Berufe Arzthelferin
und Operationstechnische Angestellte Fertigkeiten und Kenntnisse erwerben,
die erforderlich sind, das Qualifizierungsziel zu erreichen. Auf Empfehlung
des Berufsbildungsausschusses und Beschluss des Vorstandes erfolgt im
Rahmen einer Qualitätsmaßnahme ein zweiwöchiges ergänzendes
Praktikum im Edmund-Christiani-Seminar. Die Kosten hierfür trägt
der Arbeitgeber. Bis zu sechs Monate können auf eine folgende Ausbildung
in den o. g. Berufen angerechnet werden. (Br)
|
Gesundheitspolitische
Veranstaltung im Rahmen der Kieler Woche 2005
Am Vorabend der Kieler Woche 2005 findet eine
Podiumsveranstaltung statt zum Thema
15 Monate - und was dann?
Vorstellungen für eine Gesundheitsreform nach der Bundestagswahl
2006
am Freitag, 17. Juni 2005, 17:00 Uhr
Hotel Steigenberger Conti Hansa, Schlossgarten 7, 24103 Kiel
Tel. 0431/5115-0, Fax 0431/5115-444
Das GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) und die Neuordnung der Finanzierung
der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) mit Bürgerversicherung,
Kopfprämie oder Kapitaldeckung sind Gegenstand der gesundheitspolitischen
Diskussion. Entschieden wird in 15 Monaten mit der Bundestagswahl
im September 2006.
Diese gesundheitspolitische Veranstaltung vermittelt einen Eindruck
davon, was die Bevölkerung nach der Bundestagswahl zu erwarten
hat.
Podiumsteilnehmer:
Dr. Hans Jürgen Ahrens
Vorsitzender des Vorstands des AOK-Bundesverbandes
Dr. Rainer Hess
Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses
Dr. Andreas Köhler
Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung
Dr. Herbert Rebscher
Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Angestellten Krankenkasse
Frau Gudrun Schaich-Walch, MdB
Stellv. Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundesfraktion für den
Bereich Gesundheit, Soziale Ordnung und Petitionen
Andreas Storm, MdB
Sozialpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Moderation Prof. Dr. Fritz Beske, MPH
Eingeladen sind Angehörige aller Berufe des Gesundheitswesens
sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger.
Das Auditorium wird nach einer ersten Gesprächsrunde im Podium
in die Diskussion einbezogen.
Der
Besuch der Veranstaltung ist kostenlos
(IGSF)
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Gleiche
Qualitätsvoraussetzungen vereinbart
Ambulantes Operieren: Neuer Vertrag ab 1. April
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Ab
dem 1. April gelten beim ambulanten Operieren im stationären Sektor
die gleichen Qualitätsvoraussetzungen wie im ambulanten Bereich.
Dies hat heute der Vorsitzende des Vorstands der Kassenärztlichen
Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Köhler, in Berlin erklärt.
Am vergangenen Freitag hatte das Bundesschiedsamt in Berlin in der Sache
entschieden.
Krankenhäuser müssen nun genauso wie niedergelassene Ärzte
Mindestmengen erbringen, um eine Leistung weiterhin abrechnen zu dürfen.
Dazu zwei Beispiele: Wer im Rahmen einer ambulanten Operation Koloskopien
machen will, muss nachweisen, dass er pro Jahr 200 Darmspiegelungen vornimmt.
Wer interventionelle Kardiologie betreibt, muss auf 150 entsprechende
Eingriffe kommen, erläuterte Köhler weiter. Er zeigte
sich mit dem vom Bundesschiedsamt festgesetzten Vertrag zufrieden: Wir
haben endlich gleiche Voraussetzungen beim ambulanten Operieren. Damit
liegt nun die Qualitätslatte im Krankenhaus und bei den Niedergelassenen
gleich hoch.
Den Vertrag nach Paragraph 115 b Abs. 1 des Fünften Sozialbuchs,
Ambulantes Operieren und stationsersetzende Eingriffe im Krankenhaus
hat die KBV ins Internet eingestellt. Die Adresse lautet: www.kbv.de/publikationen/730.htm.
(KBV)
Elektronische
Patientenbegleiter im Kommen
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Auf
der CEBIT im März in Hannover wurden zahlreiche Neuerungen mit Gesundheitsbezug
vorgestellt. Darunter auch telemedizinische Systeme, die vermutlich bald
auch in Schleswig-Holstein Anwendung finden könnten. So zum Beispiel
der digitale Patientenbegleiter digi.Dou für die medizinische Nachsorge
übergewichtiger Kinder und Erwachsener. Das Fraunhofer-Institut für
Software- und Systemtechnik ISST in Dortmund hat Software und klinische
Servicestation zunächst zur Projektreife entwickelt. Ziel ist, nach
einem stationären Aufenthalt den telefonischen oder ähnlichen
Fern-Kontakt zu den Patienten zu halten, ihnen auf Anfrage Informationen
zum Beispiel zu Ernährungstipps und Einkaufsmöglichkeiten zu
liefern, sie an erprobte Essgewohnheiten zu erinnern, und (interaktiv)
ihre Rückmeldungen aufzunehmen. Es wird nur klappen, wenn wir
den Handynutzern am anderen Ende mit spielerischen Elementen auch Spaß
bereiten, sagte Dr. Kerstin Heuwinkel vom ISST. (hk)
Schrittmacher-Kontrolle
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| |
PD
Dr. Herbert Nägele
(Foto: Privat) |
Zwischen technischer
Funktionsfähigkeit und Ergebnisqualität beim Patienten besteht
ein erheblicher Unterschied, wie sich am Beispiel von Herzschrittmachern
zeigte. Eine Arbeitsgruppe um Dr. Mirko Junge vom Institut für Rechtsmedizin
des Universitätskrankenhauses Hamburg-Eppendorf (UKE), erhielt jetzt
für eine Studie den mit 2 500 Euro dotierten Hugo-von-Ziemssen-Posterpreis
der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie. Beteiligt war der damalige
UKE-Mitarbeiter PD Dr. Herbert Nägele, jetzt leitender Oberarzt der
Medizinischen Klinik des Krankenhauses Reinbek.
Die Arbeitsgruppe hatte 1 100 Herzschrittmacher postmortal überprüft.
Es zeigte sich, dass die Geräte zwar in aller Regel technisch einwandfrei
waren, aber häufig zu alte Batterien und nicht mehr die richtige Frequenzeinstellung
hatten. Dabei waren die Patienten um so schlechter versorgt, je älter
sie waren.
Auf Anfrage sagte PD Dr. Nägele, auch er habe kein einfaches Rezept,
um die unbefriedigende Situation rasch zu verbessern. In seiner Klinik versuche
er, alle behandelten Patienten adäquat nachzuversorgen, soweit dies
möglich sei. Eine telemedizinische Kontrolle mit Biotronic-Geräten
sei dabei behilflich. Allerdings erschienen Patienten, zumal ältere,
nicht immer in der Ambulanz. Er sei auf die Überweisungen von niedergelassenen
Kardiologen angewiesen, seitdem er keine Ermächtigung der Kassenärztlichen
Vereinigung mehr für die ambulante Nachsorge besitze. Ein Schnittstellenproblem?
(hk)
Neuer Untersuchungsführer für
die Heilberufe
Nachdem Jutta Isermeyer, Richterin
am Amtsgericht Kiel, aus persönlichen Gründen als Untersuchungsführerin
zum 31. März 2005 aus dem Amt ausgeschieden ist, hat das Sozialministerium
Staatsanwalt Dr. Martin Soyka aus Kiel als dritten Untersuchungsführer
benannt. (III)
Hüft-
und Kniesymposium und Weiterbildung zum Technischen Sterilisationsassistenten
In
der Lubinus Akademie findet in der Zeit vom 10. bis 12. Juni 2005 das
erste Kieler Hüft- und Kniesymposium statt, in dem Trends und Kontroversen
in der Endoprothetik des Hüft- und Kniegelenkes behandelt werden.
Deutsche und ausländische Referenten werden die Aspekte der primären
als auch der Revisionsendoprothetik im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen
und Probleme im Bereich der Prothetik der großen Gelenke aber auch
durch Grundsatzreferate beleuchten.
Weiterhin wird die Weiterbildung zum Sterilisationsassistenten angeboten.
Es handelt sich um die Fachkundelehrgänge I und II zum Technischen
Sterilisationsassistenten (staatlich geprüft). Die Fortbildung unterstützt
die Vermittlung der Sachkunde gemäß RKI-Richtlinien Abschnitt
C2.2 und Din 58946 T 6/2000. Die erfolgreiche Absolvierung der abschließenden
Prüfung gemäß den Richtlinien der Deutschen Sterilgutversorgung
e. V. berechtigt den Teilnehmer zur Tätigkeitsbezeichnung Technischer
Sterilisationsassistent.
Nähere Informationen zu beiden Themenbereichen erhalten Sie von der
Lubinus Akademie, Tel. 0431/388-291, oder im Internet unter www.lubinus-klinik.de/gruppe/info_center_termine.shtml.
(Lubinus Clinicum)

Planungsübersicht
überbetriebliche Ausbildung 2005/06
| Woche |
Berufsschule |
Klasse |
| 23.05.-27.05.05 |
Heide |
O1* |
| 30.05.-03.06.05 |
Pinneberg |
O1+O2* |
| 06.06.-10.06.05 |
Bad
Oldesloe/Niebüll |
O1/O1* |
| 08.08.-12.08.05 |
Neumünster/Rendsburg |
O1/O1+O2 |
| 15.08.-19.08.05 |
Pinneberg/Itzehoe |
O3/O1 |
| 22.08.-26.08.05 |
Flensburg |
O1+O2 |
| 29.08.-02.09.05 |
Kiel |
O2+O3 |
| 05.09.-09.09.05 |
Kiel |
O1+O4 |
| 12.09.-16.09.05 |
Lübeck/Ostholstein |
O2+O1 |
| 19.09.-23.09.05 |
Lübeck |
O1/O3 |
| 17.10.-21.10.05 |
Mölln/Bad
Segeberg |
O1/O1 |
| 24.10.-28.10.05 |
Lübeck |
M2+M3 |
| 31.10.-04.11.05 |
Lübeck/Mölln |
M1/M1 |
| 07.11.-11.11.05 |
Kiel |
M2+M3 |
| 14.11.-18.11.05 |
Kiel/Neumünster |
M1/M1 |
| 21.11.-25.11.05 |
Bad
Oldesloe/Neustadt |
M1/M1 |
| 28.11.-02.12.05 |
Rendsburg |
M1+M2 |
| 05.12.-09.12.05 |
Heide/Itzehoe |
M1/M1 |
| 12.12.-16.12.05 |
Pinneberg |
M1+M2 |
| 19.12.-23.12.05 |
Niebüll/Bad
Segeberg |
M1/M1 |
| 09.01.-13.01.06 |
Flensburg |
M1/M2 |
* Die gekennzeichneten
Berufsschulklassen sind zum Zeitpunkt der Teilnahme (Mai/Juni 2005) an
der überbetrieblichen Ausbildung noch Mittelstufe! (Ju)
DRG-Landesbasisfallwert vereinbart
Die Krankenhausgesellschaft und die Krankenkassenverbände
des Landes haben sich nach langwierigen Verhandlungen am 6. April auf
einen landesweiten Basisfallwert geeinigt. Im Falle des Scheiterns war
für den 7. April schon ein Schiedsspruch erwartet worden. Der Wert
wurde für 2005 mit Kappung auf rund 2 650 Euro (so die Krankenhausgesellschaft
KGSH) festgesetzt, nach Angaben der Kassen auf 2 619,63 Euro für
den durchschnittlichen Fallwert.
Der Verband der Angestellten-Krankenkassen e. V./ Arbeiter-Ersatzkassen-Verband
e. V. (VdAK/AEV) zeigte sich in Kiel zufrieden:
An diesem bundesweit ersten Ergebnis werden sich die anderen Länder
orientieren müssen.
Für unsere Versicherten konnten wir einen vorteilhaften Wert erreichen,
der es uns ermöglicht, die ständig steigenden Krankenhauskosten
in den Griff zu bekommen.
Die KGSH meldete auf Befragen eine gedämpfte Reaktion: Wir
sind angesichts unserer niedrigen Krankenhauskosten nicht überrascht,
aber kein Mitgliedskrankenhaus kann damit zufrieden sein. Wir hoffen auf
Nachbesserungen spätestens mit einer bundesweiten DRG-Regelung,
sagte Geschäftsführer Bernd Krämer.
Laut Verband der Krankenhausdirektoren (VKD) werde der Basisfallwert besonders
von den großen Häusern der Schwerpunkt- und Maximalversorgung
mit ihrer aufwändigeren Infrastruktur als viel zu niedrig empfunden,
während die kleineren Häuser eher über zu niedrige Budgets
zu klagen hätten. Die Krankenhäuser hofften, in Verhandlungen
mit den Kassen im Einzelfall notwendige Anpassungen zu erreichen: Schließlich
haben wir unsere speziellen, kostenintensiven Einrichtungen auch bei weitgehender
Eigenfinanzierung stets im Konsens mit Kostenträgern und Land aufgebaut,
sagte VKD-Vorsitzender und Reinbeker Krankenhausdirektor Lothar Obst.
(hk)
Präventionsgesetz
in Vorbereitung
Nach langem Hin und Her soll ein Kernstück der
Gesundheitsreform, das Präventionsgesetz, voraussichtlich Ende April
den Bundestag passieren und im Mai (27.5.?) die Zustimmung des Bundesrates
erhalten. Für viele Medien überraschend hatte der Bundesrat
jedoch am 18. März eine Überregulierung kritisiert.
Nicht so überraschend allerdings für Beobachter, die bei der
ersten Lesung am 18. Februar im Bundestag dabei waren. Bereits im Oktober
hatten sich Bund und Länder auf Eckpunkte geeinigt, so die drei Ebenen
der Prävention, die Bundesebene mit der Stiftung Prävention
und Gesundheitsförderung, die Länderebene und die der Sozialversicherungen.
Kritik hagelte es bislang von verschiedenen Seiten. Vor allem die Kassen
bemängelten, dass lediglich Mittel umverteilt würden und sie
als Finanziers weniger zu sagen hätten. Trotz des Umfangs (Entwurf
mit Begründung 146 Seiten) reichten die Regelungen nicht aus, ein
eher kurativ ausgerichtetes Gesundheitssystem in Richtung Prävention
umzusteuern. Aus der Wissenschaft kritisierte Prof. Dr. Fritz Beske (Kiel),
drei Webfehler: Prävention könne keine vierte
Säule neben Kuration, Reha und Pflege sein, sondern sei immanenter
Bestandteil allen ärztlichen Handelns. Prävention sei sehr wichtig
und nützlich, aber primäres Ziel sei nicht, Zahl und Dauer chronischer
Erkrankungen zu vermeiden - und schon gar nicht dadurch Kosten zu sparen
(Niedersächsisches Ärzteblatt 8/2004). Und aus der Ärzteschaft
kam manche Kritik dahin gehend, Prävention sei ein klassisches Feld
ärztlichen Handels, nicht nur bei Früherkennung, Vorsorgeuntersuchungen
und Impfungen. Überdies sei das Finanzvolumen zu gering und eher
ein neuer Verschiebebahnhof zu erkennen. Bemerkenswert, dass
einer der Auslöser der Gesetzesinitiative, der Gesprächskreis
Arbeit und Soziales der Friedrich-Ebert-Stiftung, offenbar ohne durchgreifenden
Erfolg auch auf derlei hingewiesen hatte.
Der Gesetzentwurf kann unter www.die-gesundheitsreform.de nachgelesen
werden. (hk)
Weiterhin
drei Rettungshubschrauber im Land
Der in Itzehoe stationierte Rettungshubschrauber der
DRF Deutschen Rettungsflugwacht e. V., Filderstadt, wurde am 1. April
nach Niebüll verlegt. Vorangegangen war die Einigung des Landkreises
Nordfriesland mit dem dänischen Amt Südtondern zur Schaffung
eines grenzüberschreitenden Bezirks der Luftrettung. Im nordwestlichen
Schleswig-Holstein wird damit die Rettungsqualität erhöht: Sylt
und andere Inseln sind in wenigen Flugminuten erreichbar (Föhr z.
B. in sieben Minuten). Der Standort des Hubschraubers ist auf dem Gelände
des Krankenhauses Niebüll, und die Räume des Luftrettungszentrums
werden bis zu einem Neubau im ehemaligen Schwesternheim untergebracht.
Damit behält Schleswig-Holstein entgegen ursprünglichen Sparintentionen
der Krankenkassen drei Standorte von Rettungshubschraubern (Rendsburg,
Eutin, Niebüll), abgesehen von den beiden Hamburger Rettungshubschraubern,
die auch für das südliche Holstein aktiv sind. (hk)
UKE
und Pinneberger Kliniken betreiben Linksherzkatheter-Messplatz
Die Kliniken des Kreises Pinneberg
betreiben seit März 2005 gemeinsam mit dem Universitätsklinikum
Hamburg-Eppendorf (UKE) einen Linksherzkatheter-Messplatz im Klinikum
Pinneberg.
Dr. Jan-Ove Faust, Geschäftsführer Medizin und Pflege der Kliniken
des Kreises: Die Kooperation unserer Krankenhäuser mit dem
UKE steigert die Qualität der medizinischen Versorgung erheblich.
Der Landkreis Pinneberg hat 300 000 Einwohner. Diese können in Pinneberg
diagnostisch und therapeutisch ohne Zeitverlust umfassend versorgt werden.
Der Messplatz im Klinikum Pinneberg ist an sieben Tagen in der Woche rund
um die Uhr in Bereitschaft. Für die Einrichtung war ein Kostenaufwand
von mehr als einer Million Euro notwendig. Die Bauzeit betrug nur zwei
Monate. PD Dr. Thomas Hofmann, neuer Chefarzt der Abteilung Innere Medizin/Kardiologie
der Pinneberger Kliniken, rechnet mit über 850 Behandlungen im Jahr
an dem Messplatz.
Folgende Patienten können im Herzkatheterlabor in Pinneberg untersucht
werden:
- zugewiesene
Patienten von niedergelassenen Ärzten
- stationäre
Patienten im Klinikum Pinneberg, Elmshorn und Wedel
- Notfallpatienten
mit akutem Koronarsyndrom
Anmeldungen
für den Messplatz bitte unter der Tel. 04101/217900. (SH)
111.
Internistenkongress mit großer Beteiligung, auch aus dem Norden
 |
|
| DGIM-Vorsitzender
Prof. Dr. Manfred Weber (Foto: hk) |
|
Mehr
Teilnehmer als im Vorjahr und über 8 000 schon am zweiten Tag, das
hatte beim 111. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin
in Wiesbaden nicht jeder erwartet. Der Internist mit umfassender Weiterbildung
sei keinesfalls ein Auslaufmodell, wie manche ihn gern sähen, sagte
DGIM-Vorsitzender Prof. Dr. Manfred Weber (Köln) gegenüber dem
Schleswig-Holsteinischen Ärzteblatt. Gerade für die wachsende
Zahl älterer Patienten mit mehreren Erkrankungen sei der Allround-Internist
von großer Wichtigkeit, der auch durch die Palette hoch kompetenter
Subspezialisten wie Kardiologen oder Gastroenterologen nicht ersetzt werden
könne.
Weber hatte den Vorsitz von Prof. Fölsch (Kiel) übernommen,
der als erster Stellvertreter fungierte. Außerdem waren eine ganze
Reihe von schleswig-holsteinischen Teilnehmern in Wiesbaden - laut alphabetischer
Referentenliste Dr. Detlef Braunscheid (Großhansdorf), Prof. Klaus
Dahlhoff (UK S-H, Campus Lübeck), Prof. Enno Christophers (UK S-H,
Campus Kiel), Prof. Helmut F. Erbesdobler (Kiel), Prof. Horst Lorenz Fehm
(Lübeck), Prof. Angela Gause (Elmshorn) und viele mehr.
Besondere
Schwerpunkte des Kongresses waren die (therapeutisch und gesundheitsökonomisch
bedeutsame) Frühdiagnostik, die langfristige Progression chronischer
Erkrankungen und das Eindringen der Informationstechnik in die Medizin.
Durch die letztere Entwicklung und durch die Gesundheitsreformgesetzgebung
werde die individuelle Arzt-Patienten-Beziehung erheblich belastet, mahnte
Prof. Weber im Eröffnungsvortrag:
Unser Stand ist in erster Linie dem individuellen Patienten gegenüber
verpflichtet. Der kranke Mensch darf nicht zur ökonomischen Fallgröße
werden! (hk)
Prioritätensetzung
nicht ohne Ärzte!
Ärzte kommen nicht umhin, sich mit der Frage der
Rangordnung bestimmter Behandlungsmöglichkeiten zu befassen. Die
Verknappung der Mittel zwingt zur Auswahl, was zuerst, was später
oder vielleicht gar nicht gemacht werden kann. Wer aber soll Prioritäten
setzen und wie? Darüber referierte ein ausgewiesener Fachmann auf
diesem Gebiet, PD Dr. Georg Marckmann, Vertreter des Institutsleiters
Prof. Dr. Dr. phil. Urban Wiesing vom Institut für Ethik und Geschichte
der Medizin, Universität Tübingen, der zugleich Vorsitzender
der Zentralen Ethikkommission der Bundesärztekammer ist. Das Thema
beim 78. Sozialmedizinischen Kolloquium in der Landesversicherungsanstalt
Schleswig-Holstein in Lübeck hieß: Prioritätensetzung
im Gesundheitswesen: Methoden und Ethik im internationalen Vergleich.
Marckmann kam zu dem Ergebnis, dass es für das Problem der Priorisierung
keine einfache Lösung gebe. Die ethisch vorzugswürdige explizite
Leistungssteuerung sei praktisch am schwersten durchsetzbar. Umgekehrt
seien implizite Methoden wie Zuzahlungen oder finanzielle Anreize eher
ethisch problematisch, aber wohl wegen des schnellen Kostendämpfungseffekts
unumgänglich. Als realistische Strategie biete sich damit eine pluralistische
Kombination ex- und impliziter Steuerungen an. Zum Aspekt der Pluralität
fügte der Referent die Priorität des allgemeinen Zugangs hinzu:
Ein Gesundheitssystem sei gerechter, das allen Bürgern einen Zugang
zur Basisversorgung (Definition?) gewähre als nur einem Teil der
Bevölkerung unbeschränkten Zugang zur Maximalmedizin. Im Unterschied
zu rein marktwirtschaftlichen Systemen erscheine die gesetzliche
Krankenversicherung in Deutschland besonders bewahrenswert.
Explizite Priorisierung etwa mit Leitlinien hätten die meisten Länder
mit Priorisierungssystemen gewählt, so Neuseeland, dann Norwegen,
Schweden, Niederlande und Großbritannien. Da der Nutzen einer medizinischen
Maßnahme wesentlich von der jeweiligen Indikation abhänge,
sollten Indikationen und nicht einzelne Leistungen priorisiert werden.
Zur Schaffung entsprechender nationaler Leitlinien käme das neue
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen
infrage, entsprechende Ausstattung vorausgesetzt.
Priorisierung müsse ein permanenter Prozess auf unterschiedlichen
Ebenen sein, in Politik, Gesellschaft und Wissenschaft. Medizinische Experten
seien unabdingbar: Zum einen sollen die Vorgaben hinsichtlich des
Nutzens und der Kosten evidenzbasiert sein und zum anderen müssen
sie von der Ärzteschaft in der Praxis umgesetzt werden. Aber
nach welchen Kriterien sollten Prioritäten gesetzt werden? Aus dem
internationalen Vergleich rekonstruierte Marckmann die drei wichtigsten
(in dieser Reihenfolge), die kombiniert werden sollten: medizinischer
Bedarf (Schweregrad der Erkrankung, Dringlichkeit der Behandlung); Wirksamkeit/Nutzen
der Behandlung; Kosteneffizienz.
Zudem müssten Prioritäten in einem fairen Prozess gesetzt werden,
der durch Kriterien wie diese gekennzeichnet sei: Transparenz, Gleichbehandlung
der Patienten, demokratische Legitimität der verteilenden Institutionen,
nachvollziehbare Begründung oder Widerspruchsmöglichkeit. (hk)
Klima
und Gesundheit
Der außergewöhnlich heiße Sommer 2003 hat in Deutschland
mehr Todesopfer gefordert als deutsche Opfer bei der Tsunami-Katastrophe
zu beklagen sind, sagte der führende deutsche Klimaforscher
Prof. Dr. Hartmut Graßl (65), Direktor am Max-Planck-Institut für
Meteorologie in Hamburg, anlässlich seines Abschiedskolloquiums am
1. April. Die Zahl unserer Flutopfer einschließlich der Vermissten
wird bekanntlich auf etwa 500 beziffert. Angesichts des inzwischen wissenschaftlich
bewiesenen Einflusses des Menschen auf das Weltklima forderte Graßl
als Resümee seiner 40-jährigen Wissenschaftlerlaufbahn, Klimaschutz
endlich ernsthaft zu betreiben. Informationen: www.zmaw.org. (hk)
Als
Arzt/Ärztin arbeiten und leben in Schweden
Die öffentliche
"Gesundheitsversorgung (Primärvården) Hälsingland"
ist zuständig für die familienärztliche Betreuung der 140
000 Einwohner der Teilprovinz Hälsingland und beschäftigt in
14 Kliniken ca. 850 Mitarbeiter, davon 72 Allgemeinärzte(innen) und
15 Ärzte(innen) in Fachausbildung. Im Laufe des Jahres 2004 haben
bereits fünf deutsche Ärzte und Ärztinnen innerhalb Hälsingland
eine feste Anstellung erhalten.
Die Primärvården
Hälsingland (200 km nördlich von Stockholm) in Schweden sucht
laufend Ärzte/innen im Fachgebiet Allgemeinmedizin. Informationsveranstaltung
am 1. Juni 2005, 16:00 Uhr, Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein, Hans-Detlev-Prien-Straße
10, 24106 Kiel, Anmeldungen an Regina Hinrichs, Tel. 0431/3016-158 oder
E-Mail regina.hinrichs@wak-sh.de.
Leserbrief
von Dr. Hans-Joachim Zielinski zur Seite 3, SHÄ 3/2005
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Dr.
Zielinski
(Foto: Privat) |
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Ich habs gut!
Ich habe vom Baum der Erkenntnis naschen dürfen! Jahrzehnte lang
fragte ich mich, wofür eine Ärztekammer - eine selbstverwaltete
- eigentlich gut sei (mit Ausnahme für jene, die sie alimentiert)!
Ständig stieg der Grad der Drangsale höher und höher! Und
mit ihr die Personalausstattung! Ein Zusammenhang gar? Verdächtig
kam mir vor, dass der Staat in seinem Eifer, alles reglementieren
zu wollen, nicht Hand an sie legte! Für mich lag der Schluss nahe:
Diese Behörde, diese Körperschaft öffentlichen Rechts ist
so perfekt willfährig, dass der Staat sich insgeheim
ins Fäustchen lacht über die einfältigen Mediziner mit
ihrem voraus(h)eilenden Gehorsam! Doch nun kam mein Ärzteblatt. Und
in stiller Bewunderung verneige ich mich vor dem Präsidenten und
der Hauptgeschäftsführerin, die da schrieben: Bisher sind
auch kaum Fälle bekannt geworden, in denen im akuten Krankheitsfall
sich die Bewunderer dieser Modelle nach Dänemark, England, Niederlande
oder gar (igitt, Anmerkung des Verfassers) Portugal und Griechenland
ausfliegen ließen ... Darum Ärztekammern!
Da haben wirs: Die Ärztekammer ist für die Patienten da!
Und ich Volltrottel dachte immer, die hätte etwas mit mir zu tun.
Nun fällt es mir noch viel leichter, die Abschaffung als Befreiung
zu empfinden!
Dr. Hans-Joachim Zielinski, Kiefernweg 6 a, 25980 Westerland/Sylt
Leserbrief
von Dr. Lutz Dadaniak zum Artikel Unruhe bei Urologen, SHÄ
3/2005, S. 34
Die Eigenwerbung für die persönlichen herausragenden Fähigkeiten
von Herrn Kollegen Bertermann in allen Ehren, jedoch gibt es durchaus
Leitlinien, bei welchem Tumortyp der Prostata die von ihm favorisierte
Behandlung eingesetzt werden sollte und bei welchem nicht. Leider ist
die SEED-Brachytherapie nur für ein begrenztes Krankengut sinnvoll
und angezeigt, in vielen Fällen nicht identisch wirksam wie die Radikaloperation.
Siehe hierzu die entsprechenden Aussagen der Deutschen Gesellschaft für
Urlologie, sowie anderer Fachorganisationen. Ich bitte, in Zukunft auf
derartige Eigenwerbungen doch zu verzichten oder sich zuvor fachlich zu
informieren.
Dr. Lutz Dadaniak, Dreiecksplatz 5, 24105 Kiel
Leserbrief
von Werner Loosen zum Leserbrief von Albert Dix-Bästelein, SHÄ
3/2005, S. 13
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Werner
Loosen
(Foto: Privat) |
Dass jemand hämisch
oder herablassend auf die Versorgung von Schmerzpatienten in Schleswig-Holstein
herabschaue, habe ich nicht geschrieben. Allerdings habe ich geschrieben,
dass ich mich in meinem Bericht - Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt
12/2004 - auf ein Pressegespräch bezogen habe, zu dem der Präsident
des Verbandes Deutscher Ärzte für Algesiologie, Dr. Dietrich
Jungck, eingeladen hatte; in diesem Gespräch war es, wie Sie nachlesen
können, um die insgesamt unzureichende Versorgung von Schmerzpatienten
in Deutschland gegangen. Darüber hinaus habe ich in Schleswig-Holstein
recherchiert und die Auskunft der Kassenärztlichen Vereinigung wiedergegeben:
... in Schleswig-Holstein haben 30 Ärzte die Zusatzbezeichnung
Spezielle Schmerztherapie, eine ausgesprochene Schmerzpraxis
gibt es nach Auskunft der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung
im nördlichsten Bundesland nicht ... - zumindest steht es so
in meiner Ausgabe des Schleswig-Holsteinischen Ärzteblattes. Vor
diesen Angaben ist erwähnt, dass es in Deutschland rund 900 000 Patienten
mit problematischen chronischen Schmerzkrankheiten gibt, für deren
Versorgung es zwischen 3 500 und 4 000 schmerztherapeutische Einrichtungen
gebe. Tatsächlich aber gebe es nur 450, davon zwölf in Hamburg.
Eine solche Praxis gibt es nach Auskunft Ihrer Kassenärztlichen Vereinigung
in Schleswig-Holstein nicht, was nicht bedeutet, dass es in Ihrem Bundesland
überhaupt keine Versorgung von Schmerzpatienten gibt - immerhin hatte
ich berichtet, dass es in Schleswig-Holstein 30 Ärzte mit der erwähnten
Zusatzbezeichnung gibt, siehe oben.
Werner Loosen, Faassweg 8, 20249 Hamburg
Leserbrief
von Gisela Staack zum Artikel Muss Hamburger Untersuchungsstelle schließen?,
SHÄ 2/2005, S. 59 f.
Die Erstversorgung von Gewaltopfern ist ärztliche Grundversorgung.
Dazu gehört auch die rechtsmedizinische Dokumentation. Sie hat einen
wichtigen Platz in der seelischen Wundversorgung und beugt posttraumatischen
Krankheitsbildern vor. Gewalt ist eine sehr häufige Krankheitsursache,
Retraumatisierungen durch Ärzte und Organe der Rechtspflege sind keine
Ausnahme. Die Hilflosigkeit der Helfer wird deutlich bei der häufigen
Unbrauchbarkeit ärztlicher Bescheinigungen. Die Folgen kommen teuer
zu stehen, - wie viele Depressionen und Belastungsstörungen haben ihren
Ursprung in Gewalt, Vergewaltigung und Missbrauch!
Die Ausgrenzung der Opferhilfe aus dem ambulanten Gesundheitssystem, aus
der Finanzierung der Kassenärztlichen Vereinigungen ist beschämend.
Gisela Staack, Ärztin, Gesundheitsamt Stormarn, Reimer-Hansen-Straße,
23843 Bad Oldesloe
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Dr.
Walter
(Foto: Privat) |
Leserbrief
von Dr. Friedrich Walter zum Artikel Glosse: Wie ich es sehe ...,
SHÄ 4/2005, S. 42 ff.
Der Beitrag des Kollegen Peter Rüppell im Schleswig-Holsteinischen
Ärzteblatt 4/2005 war hervorragend. Ich vermute, seine Absicht war
primär, die komplexe Totalität gesamt-gesellschaftlicher Systembezüge
in heterogener Partizipierung maximal evident zu machen. Dies ist ihm
voll und ganz gelungen.
Dr. Friedrich Walter, Bahnhofstr. 44, 24601 Wankendorf
Leserbrief
von Dr. Jan Ulmer zum Artikel Focus veröffentlichte Ärzteliste,
SHÄ 1/2005, S. 11
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Dr.
Ulmer
(Foto: Privat) |
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Mit Interesse habe
ich den Leserbrief vom Kollegen Dr. Stefan Olbrich im Schleswig-Holsteinischen
Ärzteblatt 3/2005 gelesen, da ich selbst das gleiche erlebt habe.
Etwa im Jahr 2000 oder 2001 erhielt ich einen Anruf angeblich vom Focus.
Auch mir wurde erklärt, dass ich als besonders qualifizierter Arzt
für plastische Chirurgie ausgesucht worden sei, um in die Liste der
besten Ärzte im Focus aufgenommen zu werden. Es sollte ein Gespräch
in der Praxis stattfinden, um die Einzelheiten der Präsentation abzusprechen.
Nach kurzer Zeit konnte ich jedoch bereits am Telefon des Pudels Kern
erfahren, dass nämlich etwa 6 000 DM (wenn ich mich richtig erinnere)
zu zahlen wären. Da ich mein Desinteresse an derartiger Praxis klarstellte,
wurde dieses Projekt nicht weiter verfolgt. Leider, denn dadurch habe
ich natürlich keine Dokumente, die dieses Verfahren juristisch nutzbar
machen. Vielleicht finden sich ja auf diesem Wege noch andere Kollegen,
evtl. mit nutzbarem Material, um diese Praktiken öffentlich bloßstellen
zu können.
Dr. Jan Ulmer, Apenrader Str. 2, 24939 Flensburg
Stellungnahme
von Dr. Elisabeth Breindl zum Leserbrief von Dr. Andreas Krueger zur Bewertung
von Fortbildungen, SHÄ 4/2005, S. 11
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Dr.
Breindl
(Foto: Opp) |
Dr. Krüger spricht
hier ein Problem des föderalen Systems an, das auch uns auf dem Magen
liegt.
Die Ärztekammern regeln auf Landesebene ihre Angelegenheiten. In
bundesweiten Arbeitskreisen und Ständigen Konferenzen bei der Bundesärztekammer
sprechen sie verbindlich ein einheitliches Vorgehen ab. Dieses ist auch
bei der Bewertung von Fortbildungen geschehen. Äußeres Zeichen
hierfür ist die vom Deutschen Ärztetag verabschiedete Fortbildungssatzung.
Diese sieht einheitlich einen Punkt pro Übungseinheit bei der online-Fortbildung
vor. Da sich an diese Vorgaben einige Ärztekammern bzw. Akademien
nicht gehalten haben, hat es schon eine Erhöhung auf max. zwei Punkte
bei über 70 Prozent richtigen Antworten gegeben. Hierfür bedarf
es jedoch einer Änderung unseres Fortbildungsstatuts, da wir als
Verwaltung nicht willkürlich Punkte festlegen können, sondern
an die Vorgaben der von unseren Gremien verabschiedeten Regelungen gebunden
sind. Nach wie vor sind wir bemüht, durch aktive Mitarbeit in den
zuständigen Gremien auf Bundesebene eine möglichst einheitliche
Handhabung zu erreichen.
Dr. Elisabeth Breindl, Ärztliche Geschäftsführerin der
Ärztekammer Schleswig-Holstein, Bismarckallee 8-12, 23795 Bad Segeberg
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Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 05/2005
S. 6-14
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