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Tätigkeitsbericht
Tätigkeitsbericht 2003
des Vorstandes der Ärztekammer Schleswig-Holstein
Bearbeitung: Marion David, Tanja Mohr

Teil II

Qualitätssicherung

Eine 1996 abgeschlossene Vereinbarung zwischen der Krankenhausgesellschaft und der Ärztekammer regelt, dass die Projektgeschäftsstelle bei der Krankenhausgesellschaft für die technisch-organisatorische Durchführung der Qualitätssicherungsmaßnahmen zuständig ist. Die Ärztliche Qualitätsstelle bei der Ärztekammer nimmt die Aufgaben der Ärztlichen Qualitätssicherung und die Betreuung der Fachausschüsse wahr.

Die externen Qualitätssicherungsmaßnahmen nach § 137 SGB V werden seit Januar 2001 durch den Folgevertrag über die Verfahrensgrundsätze für die Qualitätssicherung in der stationären Versorgung geregelt, wobei die Ärztekammer neben der Krankenhausgesellschaft und den Krankenkassenverbänden als gleichwertiger Vertragspartner fungiert.

Im Jahr 2003 wurden die Qualitätssicherungsmaßnahmen in der Neonatologie und in der Inneren Medizin wie in den Jahren zuvor von der Ärztlichen Qualitätsstelle bei der Ärztekammer durchgeführt. Die Perinatalerhebung wurde ab 2002 von der Projektgeschäftsstelle bei der Krankenhausgesellschaft übernommen.

Die von den Krankenhäusern erhobenen Daten wurden überwiegend mit eigenen Programmen der Ärztekammer ausgewertet. Für die beteiligten Krankenhäuser werden jeweils Klinikstatistiken, Gesamtstatistiken sowie Profile erstellt.

Der Lenkungsausschuss koordiniert die externen Qualitätssicherungsmaßnahmen und entscheidet auf der Grundlage der von den Fachausschüssen aufbereiteten Ergebnisse und Vorschläge über erforderliche Maßnahmen und Empfehlungen. Die Beteiligung an den vom Lenkungsausschuss beschlossenen externen Qualitätssicherungsmaßnahmen ist für die Krankenhäuser verbindlich.

Die Fachausschüsse erhalten die Auswertungen der in den Krankenhäusern erfassten Daten ihres Gebietes und beurteilen diese aus ärztlich-fachlicher Sicht. Sie entscheiden, ob und welche Maßnahmen bei Auffälligkeiten zu ergreifen sind und zu welchen Fragestellungen Sonderauswertungen anzufertigen sind.

Die Facharbeitsgemeinschaften, die sich aus Kollegen und Kolleginnen aller an den Qualitätssicherungsmaßnahmen des jeweiligen Fachgebietes beteiligten Abteilungen zusammensetzen, diskutieren die von den Fachausschüssen vorbereiteten Ergebnisse der Qualitätssicherung und die festgestellten Auffälligkeiten.

Das abgestufte Verfahren zur Einführung der Qualitätssicherung bei Sonderentgelten und Fallpauschalen wurde im Jahr 2003 fortgesetzt.

Für das Jahr 2003 gingen bis zum Februar 2004 32 000 Datensätze bei der Projektgeschäftsstelle der Krankenhausgesellschaft ein.

Mitglieder des Lenkungsausschusses
Dr. Franz-Joseph Bartmann/Flensburg (Vorsitz), Wiebke Hargens/Ratzeburg, Dr. Walter Pries/Neumünster, Bernhard Ziegler/Itzehoe, Bernd Krämer/ Kiel, Kurt Bendixen/Kiel, Christiane Krackow/Hamburg, Wolfgang Bewersdorf/Lübeck, Michael Marx/ Kiel, Dr. Gerd Buss/Lübeck, Dr. Holger Bebensee/ Eutin, Ludger Buitmann/Kiel, Dr. Karl-Werner Ratschko/Bad Segeberg, von der Geschäftsstelle: Cornelia Ubert

Stellvertretende Mitglieder
Ilse Cordts/Lübeck, Iris Jahnke/Lübeck, Ulrike Petersen/Kiel, Dr. Jürgen Mau/Kiel, Jürgen Weißer/ Kiel, Karin Benjamin/Hamburg, Dieter Gutowski/ Lübeck, Udo Böckler/Kiel, Prof. Dr. Jürgen Fritze/ Köln, Dr. Holger Andresen/Bosau, Cornelia Ubert/ Rendswühren


Fachausschuss Augenheilkunde
Prof. Dr. Horst Laqua/Lübeck, Prof. Dr. Detlef Uthoff/Kiel, PD Dr. Karl Friedrich Manthey/Bordesholm, Prof. Dr. Rainer Rochels/Kiel, Dr. Martin
Wüstenberg/Rendsburg, von der Geschäftsstelle: Cornelia Ubert, Gabriele Kautz-Clasen


Fachausschuss Herz- und Gefäßchirurgie
Dr. Bernd Glücklich/Rendsburg, Dr. Malte Grabener/Malente, Prof. Dr. Dieter Regensburger/ Kiel, Dr. Heinz Jürgen Schröder/Husum, PD Dr.
Elke Muhl/Lübeck, Dr. Hans-Peter Künkel/Malente, PD Dr. Dimitrios Psathakis/Geesthacht, von der Geschäftsstelle: Cornelia Ubert, Gabriele Kautz-Clasen


Fachausschuss Neurochirurgie
Prof. Dr. Hans Arnold/Lübeck, Prof. Dr. Maximilian Mehdorn/Kiel, Dr. Hartmut Wiegand/Heide, Prof. Dr. Jörg-Ulrich Krainick/Kiel, Dr. Henning Schmidt/ Flensburg, Dr. Heike Voss/Neumünster, von der Geschäftsstelle: Cornelia Ubert, Gabriele Kautz-Clasen


Fachausschuss Orthopädie
Prof. Dr. Jörg Haasters/Damp, Dr. Martin Russlies/ Lübeck, Prof. Dr. Wolfgang Rüther/Bad Bramstedt, PD Dr. Hans-Wolfram Ulrich/Kiel, PD Dr. Pavel Dufek/Neustadt, Dr. Siegfried Schwörer/Kiel von der Geschäftsstelle: Cornelia Ubert, Gabriele Kautz-Clasen


Fachausschuss Urologie
Dr. Manfred Graf von Harrach/Neumünster, Prof. Dr. Dieter Jocham/Lübeck, Prof. Dr. Ulrich Seppelt/ Flensburg, Prof. Dr. Michael Stöckle/Kiel, Dr. Heinz-Jürgen Ulrich/Lübeck, Dr. Christoph Fischer/ Itzehoe, Dr. Hans-Günter Wasmund/Beschendorf, von der Geschäftsstelle: Cornelia Ubert, Gabriele Kautz-Clasen

Chirurgie
Fachausschuss Chirurgie

Der Fachausschuss Chirurgie befasste sich mit den Jahresauswertungen 2000 und 2001 für die Module 12/1 „Cholezystektomie“, 12/2 „Appendektomie“, 12/3 „Hernien-Operationen“ und 17/1 „Schenkelhalsfraktur“.
In der Sitzung wurden die von den Mitgliedern des Fachausschusses Chirurgie erarbeiteten Exposés zu den Auswertungen der o. g. Module in Form von graphischen Darstellungen als Power-Point-Datei vorgestellt und diskutiert. Die Ergebnisse wurden in der darauffolgenden Sitzung der Facharbeitsgemeinschaft am 05.03.2003 als Diskussionsgrundlage vorgestellt.

Bei der Durchsicht der Erhebungsdaten für das Modul 12/2 „Appendektomie“ sind insgesamt drei Kliniken aufgefallen, die deutlich vom Durchschnitt aller übrigen Kliniken in Schleswig-Holstein abweichen. Es handelte sich dabei um die Vollständigkeit der histologischen Präparateuntersuchungen, die in allen drei Kliniken laut Datenlage in nur 60 Prozent veranlasst worden sind. Anzustreben ist eine 100-prozentige Untersuchungsfrequenz. Die Kliniken wurden schriftlich um Stellungnahme gebeten. Die Stellungnahmen ergaben, dass in diesen Fällen ein Erfassungsfehler vorlag.

Beim Modul 12/1 „Cholezystektomie“ waren fast alle Daten konstant; lediglich die Reinterventionsrate scheint tendenziell abzunehmen; auch bei den Gallengangs- und Gefäßverletzungen ist eine diskrete Abnahme zu verzeichnen.

Bei dem Modul 12/2 sind die Zahlen auch annähernd konstant geblieben. Auffällig erscheint der starke Anstieg der laparoskopischen OP-Methode (von 1998 13 Prozent auf 2001 37 Prozent). Die Wundheilungsstörungen sind rückläufig. Dies kann daran liegen, dass häufiger eine Antibiotikaprophylaxe gegeben wird. Es wird für sinnvoll gehalten, die Antibiotikaprophylaxe in Schleswig-Holstein in die Auswertungen mit hineinzunehmen (Zustimmung der FAG).

Bei dem Modul 12/3 „Hernien“ sind die Zahlen auch fast konstant geblieben. Die Rate an spezifischen Komplikationen und thromboembolischen Komplikationen ist mit 0,1 Prozent erfreulich gering.
Den Kliniken wurden die Auswertungen als CD-ROM zur Verfügung gestellt.

Weiterhin wurde in der Sitzung der Facharbeitsgemeinschaft nochmals der erhebliche Dokumentationsaufwand angesprochen. Auch bezüglich der Erfassungssoftware gibt es noch große Probleme, da nicht immer eine Kompatibilität der Schnittstellen vorliegt.

Sitzung: 01.02. und 05.03.2003
Sitzung der Facharbeitsgem.: 05.03.2003

Mitglieder des Fachausschusses Chirurgie
Dr. Franz-Joseph Bartmann/Flensburg (Vorsitz), PD Dr. Erhart Bauer/Kiel, PD Dr. Heinz-Jürgen Egbers/ Kiel, Dr. Peter Gade/Lübeck, Dr. Helmut Wolgast/ Itzehoe, Dr. Jochen Thies/Kiel, von der Geschäftsstelle: Cornelia Ubert, Gabriele Kautz-Clasen

Gynäkologie
Fachausschuss Gynäkologie

Der Fachausschuss Gynäkologie hat sich mit der Jahresauswertung 2001 (Basisauswertung und Krankenhausvergleich für das Modul 15/1 „Operative Gynäkologie“) befasst. Da bei der Diagnose „Hysterektomien“ bisher keine Auffälligkeiten aufgetreten sind, hat sich der Fachausschuss intensiver mit der Diagnose „Mammakarzinom“ auseinandergesetzt.

Hierzu wurde von der EDV-Abteilung der Ärztekammer ein Profil erarbeitet, das in der Sitzung den Fachausschussmitgliedern vorgestellt und erläutert wurde. Der Fachausschuss hat in der Sitzung festgelegt, welche qualitätsrelevanten Parameter in dieser Form spezieller ausgewertet werden sollen.

Bei der Durchsicht der Basisauswertungen „Operative Gynäkologie“ fiel eine Thromboseprophylaxe von 86,1 Prozent auf. Diese Rate erscheint zu niedrig. Hingegen ist die perioperative Antibiotikaprophylaxe mit 51,6 Prozent relativ hoch.

Weiterhin fiel die sehr hohe Rate von Revisionseingriffen an den Harnwegsorganen nach Ersteingriff in derselben Einrichtung mit 13,5 Prozent auf. Es wird vermutet, dass es sich um Definitionsprobleme handelt. Auch auf Bundesebene wurde festgestellt, dass Definitionsprobleme vorliegen. Genaue Definitionen werden von den Fachgruppen auf Bundesebene erarbeitet.

Auffällige Abweichungen der einzelnen Kliniken vom Landesdurchschnitt wurden nicht festgestellt.

Es wurde jedoch deutlich, dass die den Kliniken zur Verfügung stehende Erfassungssoftware nicht zufrieden stellend ist. Es wurde der erhebliche Dokumentationsaufwand angesprochen.

Sitzung: 19.06.2003

Mitglieder des Fachausschusses Gynäkologie
Dr. Lutz Wettwer/Preetz, Dr. Rudolf Austermann/ Eutin, Dr. Jürgen Mau/Kiel, Dr. Lars Nissen/Schleswig, Dr. Gerd Buss/Lübeck, Dr. Klaus Nebelin/Lübeck, von der Geschäftsstelle: Cornelia Ubert, Gabriele Kautz-Clasen

Neonatologie
Fachausschuss Neonatologie

Die Neonatologie gehört bislang noch nicht zu den nach § 137 SGB V vorgeschriebenen Qualitätssicherungsmaßnahmen, sondern wird auf Initiative der Ärztekammer und den beteiligten Abteilungen durchgeführt.

Der Fachausschuss Neonatologie hat die Ergebnisse der Neonatalerhebung 2001 und 2002 besprochen. Zusätzlich wurde eine Auswertung der letzten sechs Jahre vorgestellt. Es fällt ein Anstieg der Mehrlingsschwangerschaften auf. In den Auswertungen ist ein Rückgang der Fallzahlen zu verzeichnen, dies begründen die Mitglieder mit der Einführung der DRGs. Es steht noch nicht fest, ab wann die Neonatalerhebung unter Regie der Bundesebene laufen wird.

Sitzung: 18.06.2003

Facharbeitsgemeinschaft Neonatologie
Die Facharbeitsgemeinschaft Neonatologie hat im Jahre 2003 nicht getagt.

Mitglieder des Fachausschusses Neonatologie
Dr. Heinz Schröder/Kiel (Vorsitz), Prof. Dr. Helmut Paust/Itzehoe, Dr. Fritz Wigger/Heide, PD Dr. Christiane Seitz/Neumünster, Dr. Martina Kohl/Lübeck, von der Geschäftsstelle: Cornelia Ubert, Manja Ahrens

Perinatologie
Fachausschuss Perinatologie

Der Fachausschuss Perinatologie hat die Jahresübersicht 1989 bis 2001 bewertet. Die Anzahl der erfassten Fälle ist deutlich zurückgegangen. Es wird ein Anstieg der Mehrlingsschwangerschaften festgestellt. Die älteste Gebärende war 49 und die jüngste elf Jahre alt.

Die erste Ultraschalluntersuchung wird jetzt schon in der 10. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Die durchschnittliche Anzahl der Ultraschalluntersuchungen liegt bei vier.

Wie bereits in den vergangenen Jahren wird die Zahl der primären Sectiones diskutiert.

Es soll eine Einzelfallanalyse der Frühgeborenen unter der 23. Woche durchgeführt werden.

Sitzung: 17.06.2003

Facharbeitsgemeinschaft Perinatologie
Die Facharbeitsgemeinschaft Perinatologie hat im Jahre 2003 nicht getagt.

Mitglieder des Fachausschusses Perinatologie
PD Dr. Ralf Ackermann/Flensburg (Vorsitz), PD Dr. Dietrich Weisner/Kiel, Dr. Karl-Ludwig Hilpert/Itzehoe, Dr. Peter Klöpfer/Eckernförde, Dr. Rüdiger Moll/Bad Segeberg, von der Geschäftsstelle: Cornelia Ubert, Manja Ahrens

Innere Medizin
Fachausschuss Innere Medizin
Der Fachausschuss Innere Medizin hat sich mit der Änderung bzw. Aktualisierung des Erfassungsbogens für die externen Qualitätssicherungsmaßnahmen in der Inneren Medizin befasst. Der Fachausschuss hat beschlossen, mit dem neuen Erfassungsbogen sowohl die Therapie der instabilen Angina pectoris, des ST-Hebungs-Infarktes als auch des Nicht-ST-Hebungs-Infarktes zu erfassen. Es sollte mit dem neuen Erfassungsbogen möglich sein, zu differenzieren, ob es sich um eine Primäraufnahme oder um eine Übernahme zur Intervention handelt.

Weiterhin soll der derzeitige Erfassungsbogen so umkonzipiert werden, dass nicht nur die Hospitalphase, sondern auch die ambulante Nachbehandlungsphase der Patienten durch den niedergelassenen Hausarzt, Kardiologen oder Allgemeinmediziner erfasst werden kann, um auswerten zu können, was aus den Patienten nach der stationären Behandlungsphase „geworden ist“.

Es wurde hierzu ein Rundschreiben an die 25 Mitglieder des Berufsverbandes der niedergelassenen Kardiologen verschickt und um Vorschläge zur Erfassung der „Therapie der koronaren Herzkrankheit in der poststationären Phase“ gebeten. Weiterhin wurde die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie um Stellungnahme zu dem o. g. Sachverhalt gebeten. Es gingen zahlreiche Antworten und Empfehlungen ein, welche Parameter sinnvollerweise erfasst werden sollten.

Weiterhin wird es für sinnvoll gehalten, in dem Bogen abzufragen, ob eine Teilnahme an Aufklärungsprogrammen, wie z. B. „Herz intakt“ stattgefunden hat.

Der neu entwickelte Erfassungsbogen soll in der im Frühjahr 2004 geplanten Sitzung vorgestellt werden.
Mit der Jahresauswertung 2002 wird sich der Fachausschuss in der Ende Februar/Anfang März 2004 geplanten Sitzung befassen. Aufgrund der ab März 2002 geänderten Erfassung hat sich die Erfassung und Auswertung verzögert (Aufnahme der primären Katheterintervention, Troponintest).

Sitzung: 26.02. und 19.06.2003

Mitglieder des Fachausschusses Innere Medizin
Prof. Dr. Hartmut Nolte/Pinneberg (Vorsitz), Dr. Manfred Berger/Schleswig, Prof. Dr. Klaus-Peter Bethge/Neumünster, Prof. Dr. Rüdiger Simon/Kiel, Prof. Dr. Michael Kentsch/Itzehoe, Dr. Wilko Schoormans/Schleswig, Prof. Dr. Wolfgang Huhmann/Bad Segeberg, Dr. Joachim Schick/ Lübeck, von der Geschäftsstelle: Cornelia Ubert, Gabriele Kautz-Clasen

Fachkunde Strahlenschutz für Ärztinnen/Ärzte
Auf Vorschlag des Sozialministeriums hatte der Vorstand der Ärztekammer Schleswig-Holstein 1995 beschlossen, als zusätzliche Voraussetzung für den Erwerb der Fachkunde für Ärzte nach der Röntgenverordnung ein Fachgespräch durchzuführen. 2003 wurden 90 Fachgespräche durchgeführt, von denen 85 erfolgreich absolviert wurden. Ebenfalls wurden 36 Erweiterungen ohne Fachgespräch erteilt.

Mitglieder des Ausschusses Fachkunde Strahlenschutz
Dr. Ulrike Kändler/Reinbek, Dr. Klaus Scherer/ Reinbek, Dr. Heike Lorch/Lübeck, Dr. Christiane Kagel/Lübeck, Dr. Beate Stöckelhuber/Lübeck, Prof. Dr. Hans-Björn Gehl/Lübeck, Dr. Wolfram Höche/ Lübeck, Dr. Andreas Küllmer/Bad Malente-Gremsmühlen, Dr. Werner Lotz/Bad Oldesloe, Dr. Norbert Marienhoff/Ratzeburg, Dr. Heinz Otto Roggensack/ Bad Bramstedt, Dr. Gert Sötje/Kiel, PD Dr. Michael Reuter/Kiel, Dr. Volker Greve/Schleswig, Dr. Walter Müller/Schleswig, Dr. Hans-Martin Hensler/Flensburg, Dr. Kamel Moubayed/Flensburg, Dr. Hartmut Berg/Itzehoe, Dr. Christoph Hardung/Kiel, Dr. Yvonne Baron/Kiel

Ärztliche Stelle

Die Ärztliche Stelle arbeitet auf der Basis der Neufassung der Röntgenverordnung vom 30. März 2003 sowie der gemeinsam mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Schleswig-Holstein, der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein und der Ärztekammer Schleswig-Holstein geschlossenen Vereinbarung über die Einrichtung der Ärztlichen Stelle. Es sind in sieben Sitzungen insgesamt 313 Röntgenröhren überwiegend aus Krankenhäusern (für Vertragsärzte ist die Ärztliche Stelle der Kassenärztlichen Vereinigung zuständig) hinsichtlich der Qualität der ärztlichen Röntgenuntersuchungen überprüft worden, hiervon 31 neu in Betrieb genommene Röntgenröhren zum ersten Mal, 35 zum zweiten Mal, 30 zum dritten Mal, 14 zum vierten Mal, 18 zum fünften Mal, 42 zum sechsten Mal, 38 zum siebten Mal, 54 zum achten Mal, 45 zum neunten Mal und bereits sechs zum zehnten Mal.

Es wurden Röhren aus 42 Krankenhäusern, einer Privatpraxis, einer Berufsgenossenschaft, sechs Rehabilitationskliniken, zwei Therapiezentren, zwei arbeitsmedizinischen Zentren und einem Institut anhand von Patientenaufnahmen und der Konstanzprüfung überprüft.

Aufgrund von Beanstandungen wurden bei vierzehn Röhren vorzeitig erneut Patientenaufnahmen angefordert. Es konnte festgestellt werden, dass sich in diesen Fällen bis auf fünf Ausnahmen die Qualität der Patientenaufnahmen verbessert hat. In diesen fünf Fällen wurden die Strahlenschutzbeauftragten und die leitenden medizinisch-technischen Röntgenassistentinnen (MTRA) zu einem kollegialen Gespräch eingeladen. In zwei Fällen hat sich bei der darauf folgenden vorzeitigen Überprüfung die Qualität der Aufnahmen wesentlich verbessert und war nicht mehr zu beanstanden. Von den 313 überprüften Röntgenröhren wurde die Qualität der eingereichten Patientenaufnahmen in insgesamt 19 Fällen beanstandet.

Häufig vorkommende Beanstandungen:

- fehlende bzw. nicht objektgerechte Einblendung
- falsche Zentrierung
- unzureichende Durchbelichtung
- keine Angaben der variablen Daten (§ 28 RöV)
- Benutzung verschmutzter Folien
- inadäquate Durchführung der Magen-Darm-Diag- nostik
- Wahl falscher Film-Folien-Kombinationen


Sitzungen: 22.01., 04.03., 16.04., 11.06., 20.08., 22.10. und 03.12.2003

Mitglieder der Ärztlichen Stelle
Dr. Wolfram Höche/Lübeck (Vorsitz), Dr. Albrecht Harland/Mölln, Dr. Norbert Marienhoff/Ratzeburg, Dr. Kamel Moubayed/Flensburg, von der Geschäftsstelle: Cornelia Ubert, Elke Naujok, Gabriele Kautz-Clasen


Stellvertretende Mitglieder der Ärztlichen Stelle
Dr. Walter Müller/Schleswig, Dr. Hans-Joachim Böttcher/Bad Segeberg, Dr. Christoph Werner/Neumünster, Dr. Mark-Michael Barbey/Ratzeburg, Walter Bisping/Neumünster, PD Dr. Ingrid Schreer/Kiel

Qualitätssicherung betriebsärztlicher Tätigkeit
Die Mitglieder der Steuerungsgruppe haben im Berichtsjahr 2003 nicht getagt.

Ansprechpartner der regionalen Qualitätszirkel

Region Kiel und Umgebung
- Dr. Eyke Bettinghausen/Kiel
- Dr. Joachim Krüger/Kiel

Region Lübeck und Umgebung
- Dr. Jürgen Jancik/Kiel
- Marianne Schauer/Lübeck
- Dr. Manfred Heppner/Lübeck

Region Rendsburg und Umgebung
- Dr. Thomas Nauert/Kiel
- Wolfgang Peinecke/Rendsburg

Region Stormarn
- Dr. Peter Egler/Reinbek
- Prof. Dr. Richard Kessel/Lübeck

Region Unterelbe
- Detlef Glomm/Meldorf
- Dr. Günter Voigt/St. Margarethen

Mitglieder der Steuerungsgruppe
Dr. Eyke Bettinghausen/Kiel, Dr. Peter Egler/Reinbek, Detlef Glomm/Meldorf, Dr. Manfred Heppner/ Lübeck, Dr. Jürgen Jancik/Kiel, Prof. Dr. Richard Kessel/Lübeck, Dr. Joachim Krüger/Kiel, Dr. Thomas Nauert/Kiel, Wolfgang Peinecke/Rendsburg, Marianne Schauer/Lübeck, Dr. Günter Voigt/St. Margarethen, von der Geschäftsstelle: Cornelia Ubert, Antje Gosch

Betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung von Arztpraxen (BuS-Modell)

Die im Jahr 2002 gegründete fachkundige Stelle zur betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung von Arztpraxen, die im Zu-sammenhang mit dem von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege entwickelten Leitlinienkonzept geschaffen wurde, hat im Jahr 2003 eine umfangreiche Tätigkeit aufgenommen und durchgeführt. Hierzu gehörten unter anderem die Erstellung des Praxisleitfadens, der die Grundlage für die Schulung der in den Praxen Verantwortlichen darstellen wird. Es wurden die ärztlichen und sicherheitstechnischen Multiplikatoren aus zahlreichen Bewerbungen ausgewählt, die zukünftig die Schulungen durchführen sollen. Letztere sollen den in den Praxen Verantwortlichen ausreichend Kenntnisse über betriebsärztliche und sicherheitstechnische Problematiken näher bringen, damit diese eigenverantwortlich dieses Thema in ihrer eigenen Praxis umsetzen können. Zusätzlich erarbeiteten die Mitglieder der fachkundigen Stelle die hierfür erforderlichen Unterrichtsfolien. Auch wurde die Problematik der begleitenden Evaluation ausführlich diskutiert. Zusätzlich wurden weitere Teilnehmer am BuS-Modell geworben, entsprechende Informationen erteilt und auf Nachfrage Begehungen durchgeführt.

Sitzungen: 14.01., 12.02., 21.02., 07.03., 01.04., 25./26.04., 10.06., 08.07., 05.09., 23.09. und 09.12.2003

Mitglieder der Fachkundigen Stelle
Dr. Günter Voigt/St. Magareten (Vorsitz), Marianne Schauer/Lübeck, Detlef Glomm/Meldorf, Prof. Dr. Dr. Richard Kessel/Lübeck, Dr. Peter Egler/Reinbek, Dr. Thomas Nauert/Kiel (mit beratender Stimme), von der Geschäftsstelle: Dr. Elisabeth Breindl, Antje Gosch

Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 09/2004

S. 38 - 43