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Medizin und Wissenschaft
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Auswertung
der anonymen ärztlichen Bescheinigungen nach KitaVO Über die Einführung der Ärztlichen Bescheinigung seit dem Jahre 2000, ihre Bedeutung (Information der Kindertagesstätten) und die Auswertung des Impfstatus bei Aufnahme von Kindern in Kindertagesstätten wurde zuletzt in Heft 11/2003 des Schleswig-Holsteinischen Ärzteblattes berichtet.
Die Einsenderate
der einzelnen Kreise ...
Kindergarten (ein
bis fünf Jahre): Die geringen Unterschiede
der Impfschutzraten (Tab. 3) beim Vergleich dieser Kindergarten-Gruppe
mit der Gesamtgruppe Kindertageseinrichtung (Aufnahme vier
Monate bis fünfzehn Jahre und vier Monate) haben sich - wie schon
im Vorjahr erkennbar - fast völlig ausgeglichen: Die nachwachsenden
jüngeren Kindergartenkinder sind nunmehr bereits in diesem Alter
im selben Maße geschützt wie sonst der Anteil der älteren
in der Gesamtgruppe. Bei denen lagen noch vor zwei Jahren die etwas höheren
Raten der zweiten MMR-Impfung (Masern, Mumps und Röteln )vor (damals
erst ab Einschulungstermin erhalten).
Die Impfrate gegen Röteln liegt nur noch um 0,9 Prozent niedriger gegenüber MM (3,3 Prozent im Jahr 2000). Die Zweit-Impfung
(Abb. 1 und 3) gegen die Kombination MMR wurde erst seit drei Jahren von
der STIKO auf den früheren Zeitpunkt des zweiten Lebensjahres vorgezogen
(STIKO-Empfehlung Januar 2000). Für die Zweit-Impfung bei Aufnahme
in den Kindergarten gegen Masern allein ist die Rate jetzt 60,8 Prozent
(im Vorjahr 44,1 Prozent) (somit erneut eine deutliche Zunahme um fast
17 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr und eine Vervierfachung seit
der Einführung der Ärztlichen Bescheinigung im Jahr
2000)*. Am deutlichsten zeigen sich die Unterschiede im Bereich der niedergelassenen
Ärzteschaft bei der Durchführung dieser Wiederholungsimpfung:
In den Landkreisen und kreisfreien Städten findet sich bei Aufnahme
in die Kindertagesstätte eine regionale Spannweite für die zweite
Masern-Impfung von 53 Prozent bis 79 Prozent (vor vier Jahren fünf
Prozent bis 38 Prozent)!
9- bis 11-Jährige
(4. Schulklassen, n = 1 645) haben in 2003 bei der Zweit-Impfung eine
Rate von 78 Prozent erreicht 2. Dieser Wert dürfte
bei der bisherigen Entwicklung in zwei Jahren bereits bei Aufnahme in
den Kindergarten erreicht sein. Das Ziel ist auch hier das Überschreiten
der 90 Prozent-Marke.
Impfschutz gegen
Diphtherie, Tetanus, Polio, Pertussis und Hib (Tab. 3 und 4) Zusammenfassung
über den vierten Jahrgang: Danksagung an das
Ministerium für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes
Schleswig-Holstein/Kiel,
Firma Chiron-Behring Marburg, Marita Harder/Kinder- und Jugendärztlicher
Dienst im Gesundheitsamt Flensburg und Holger Harder/Jarplund-Weding.
Literatur bei den
Verfassern Korrespondenz, Dr. Sabine Rasche, Gesundheitsamt, Norderstr. 58-60, 24939 Flensburg |
Schleswig-Holsteinisches
S. 74 - 77 |