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Kassenärztliche
Vereinigung Hamburg Angefangen hat er in den 80er Jahren als Angestellter in der Abrechnungsabteilung - ab Januar ist er hauptamtlicher Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hamburg: Dieter Bollmann. Der 55-jährige Volkswirt wurde pünktlich zu seinem 25-jährigen Betriebsjubiläum zum KV-Vorsitzenden gewählt - damit steht er als einziger Nicht-Mediziner an der Spitze einer KV in Deutschland.
Mangelnden Einfluss
müssen Hamburgs Ärzte in ihrer Körperschaft trotzdem nicht
befürchten. Neu in der Runde ist einzig Allgemeinmediziner Klaus Schäfer als Sprecher des Beratenden Fachausschusses Hausärztliche Versorgung. Die beiden VV-Vorsitzenden Späth und Wesiack sowie die drei Fachausschuss-Vorsitzenden bilden gemeinsam den ärztlichen Beirat, der den zweiköpfigen Vorstand mit Bollmann und Plassmann berät. Die entscheiden zwar, stimmen sich aber eng mit diesem ärztlichen Beirat ab. Der wiederum wird sich schon durch die Mitwirkung Späths und Wesiacks an die Beschlüsse der VV halten. Die Vertreterversammlung ist zwar nach den gesetzlichen Vorgaben auf 30 Mitglieder verkleinert worden. Doch den Kontakt zur Basis werden VV und Vorstand durch regelmäßigen Informationsaustausch mit den 22 Kreisstellenvorsitzenden in der Hansestadt pflegen. Befürchtungen, dass im hauptamtlichen Vorstand künftig Entscheidungen am ärztlichen Interesse vorbei getroffen werden könnten, hält Bollmann schon wegen dieser in der Satzung geregelten Zusammenarbeit für abwegig. Zugleich gibt er zu bedenken, dass er als Angestellter der KV ohnehin nicht am Interesse der Ärzte vorbei agieren kann und will. Bei aller Kontinuität in der personellen Besetzung der Spitzenposten wird sich in der KV Hamburg dennoch einiges ändern. Die Verwaltung wird in vier Hauptbereiche (Finanzen und Verwaltung, Abrechnung, Sicherstellung und Versorgung sowie Verträge) untergliedert, von denen beide Vorstandsmitglieder künftig je zwei Bereiche verantworten. Von den bestehenden Abteilungen werden einige, wie etwa Buchhaltung oder Niederlassungsberatung, aufgelöst und in anderen Bereichen aufgehen. Außerdem kommen neue Einheiten hinzu, etwa für neue Versorgungsformen und Qualitätsmanagement. Unter dem Strich, hofft Bollmann, wird sich die KV für die Ärzte als Dienstleister weiter entwickeln. (di) |
Schleswig-Holsteinisches
S. 62 |
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