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Tätigkeitsbericht
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Akademie
für medizinische Fort- und Weiterbildung Die fünf bestbesuchten
Akademie-Veranstaltungen waren: Die Akademiestatistik
zeigt die Situation des Jahres. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Teilnehmerzahl
in Bad Segeberg um etwa 800. Bei Veranstaltungen außerhalb stieg
sie dagegen um etwa 400. Kummer bereiten uns aber die 20 Veranstaltungen,
die abgesagt werden mussten, weil sich nicht genügend Teilnehmer
hierfür gemeldet hatten. Wir kalkulieren die Kosten für eine
Veranstaltung recht genau und können dann einschätzen, wie viele
Teilnehmer für eine Kostendeckung nötig sind. Ist diese Größe
nicht etwa zwei Wochen vor der Veranstaltung erreicht, müssen wir
leider absagen! Deswegen wieder die herzliche Bitte an alle Kolleginnen
und Kollegen, sich frühzeitig (schriftlich, E-Mail, telefonisch)
anzumelden. Ein großer Erfolg
war unsere Jahresveranstaltung mit 117 Besuchern. Das Konzept der interdisziplinären
Veranstaltung wollen wir auch im Jahre 2004 fortsetzen und hoffen auf
das Interesse der Ärzteschaft. Nach dem Statut sind
der Akademie noch das Institut für Psychotherapie und das Hausärzteseminar
angegliedert. Die Organisation der jeweiligen Veranstaltungen und die
Haushaltsführung obliegen der Akademie. Neben den regelmäßigen
Vorstandssitzungen des Akademievorstandes führen wir Moderatorensitzungen
für Allgemeinmedizin und Qualitätsmanagement durch und haben
eine Arbeitsgruppe Palliativmedizin gebildet. In diesen Arbeitsgruppen
werden die Fortbildungsthemen festgesetzt und neue Konzepte erarbeitet. Die Akademie ist auch
die Geschäftsstelle der Fördergesellschaft und des Förderkreises
Qualitätssicherung. Neben der Mitgliederverwaltung und der allgemeinen
Geschäftsführung für beide Gremien organisieren und führen
wir eine Veranstaltung pro Jahr durch. Auch wenn dieses eine ganz erhebliche
Mehrarbeit für die Mitarbeiter der Akademie bedeutet, begrüßen
wir diese enge Zusammenarbeit, da wir hierdurch neue Anregungen für
eigene Kurse bekommen und in der Fördergesellschaft eine Institution
haben, die unsere Arbeit seit 25 Jahren finanziell unterstützt. Der Akademieleiter,
seine Vorstandskollegen und die hauptamtliche Leiterin nehmen an den Sitzungen
des Finanzausschusses und Seminarausschusses/medizinische Fachberufe teil. Damit wir auch den
Kontakt zu den anderen Bundesländern und deren Akademien halten,
nimmt die Akademieleitung an den regelmäßigen Sitzungen des
Senates für ärztliche Fortbildung sowie an den Kursleitertreffen
für Allgemeinmedizin und Qualitätsmanagement im Hause der Bundesärztekammer
teil. Die ehren- und hauptamtlichen
Leiter der Akademien in der nördlichen Hälfte Deutschlands treffen
sich regelmäßig zu Sitzungen des Nordverbundes, um Erfahrungen
auszutauschen und neue Konzepte gemeinsam zu beraten. Auch dieses ist
für uns eine wertvolle Erfahrung, da sie uns hilft, Entwicklungen
und besonders nachgefragte Themen rechtzeitig zu erfahren und in unserer
Organisation einzubauen. Die Kammerversammlung
hat in ihrer letzten Sitzung im Jahre 2003 dem Erweiterungsbau in der
Esmarchstraße zugestimmt. Der Vorstand der Akademie freut sich auf
die Möglichkeit, in etwa einem Jahr in neuen, modernen Räumen
die Akademiearbeit fortsetzen zu können. Die Ärztekammer wird
wegen der Fortbildungsverpflichtung der Kassenärzte in Kooperation
mit der Kassenärztlichen Vereinigung die Basis für ein breites
Fortbildungsangebot in Bad Segeberg schaffen und die Akademie wird dieses
mit eigenen Ideen ergänzen und durchführen. Edmund-Christiani-Seminar Ausschuss Überbetriebliche
Ausbildung Sitzung: 26.08.2003
Überbetriebliche
und erweiterte überbetriebliche Ausbildung
Bildungsveranstaltungen
des ECS
Prüfungsvorbereitungswochen
für auszubildende Arzthelfer(innen) Vorbereitung auf
die externe Prüfung zur Arzthelferin Wiedereingliederung
für Arzthelfer(innen) Umschulung zur
Arzthelferin Am 1. April 2003 wurde
eine neue Maßnahme mit 23 Teilnehmerinnen begonnen, die im Januar
2005 ihre Abschlussprüfung im Rahmen der Winterprüfung ablegen
werden. Eingebunden in die
Umschulungsmaßnahme ist ein 11-monatiges Praktikum, welches in einer
Arztpraxis absolviert wird. Strahlenschutzkurse
für medizinisches Assistenzpersonal Erst nach erfolgreicher
Teilnahme an einem 120-Stunden-Kursus ist medizinisches Assistenzpersonal
berechtigt, im Röntgenbereich tätig zu sein.
Fortbildungsveranstaltungen
des ECS
Praxismanagerin
und Arztfachhelferinnen Das Modellprojekt
wurde im Berichtszeitraum 2003 erfolgreich fortgesetzt. Teilnehmerinnen einer solchen Bildungsmaßnahme sollen eine berufliche Qualifikation erwerben, die sie befähigt, die betriebswirtschaftlichen Ziele in den zu vermutenden zukünftigen größeren Organisationseinheiten der ambulanten medizinischen Versorgung in enger Abstimmung und im Auftrage der Praxisinhaber mitzubestimmen und realisieren zu helfen sowie eigenverantwortlich Führungs- und Managementaufgaben erfüllen zu können. Das Curriculum mit
insgesamt 640 Stunden beinhaltet sechs Module, die jeweils mit einer schriftlichen
Prüfung abgeschlossen werden: Insgesamt umfasst
der Kurs 800 Stunden und erstreckt sich über rund 32 Wochenendtermine
(Freitagnachmittag bis Sonntag) und neun Monate. 160 Stunden entfallen
auf ein Praktikum mit einer Abschlussarbeit. Das Praktikum kann sinnvollerweise
auch in der eigenen Praxis absolviert werden, besonders wenn
dies eine größere Gemeinschaftspraxis oder Netzpraxis ist. Die Prüfungsordnung
wurde nach Beschlussfassung durch den Berufsbildungsausschuss und nach
Verabschiedung durch die Kammerversammlung am 27.03.2002 vom Ministerium
für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz Schleswig-Holstein
am 08.07.2002 genehmigt und im Amtsblatt für Schleswig-Holstein veröffentlicht.
Die Teilnehmerinnen des 2. Modelllehrgangs haben nach Beendigung der 6 Module mit insgesamt 640 Stunden im Juni 2003 in der 2. Hälfte ein 160-stündiges Praktikum absolviert und ihre Abschlussarbeiten als Hausarbeit geschrieben, die von den zuständigen Dozenten bewertet wurden. Am Ende stand eine
mündliche Prüfung im Januar 2004, die nach erfolgreichem Bestehen
alle 25 Teilnehmerinnen nunmehr zum Führen der Bezeichnung Praxismanagerin
berechtigt. Nach Beendigung des
Modellprojektes wird ab April 2004 die Weiterbildung zur Praxismanagerin
als berufsbegleitende Seminarreihe angeboten. Aufgrund der großen
Nachfrage stehen bereits die Termine für eine weitere Seminarreihe
ab September 2004 fest und auch die ersten Anmeldungen für einen
nächsten Kurs sind schon eingegangen. Die Weiterbildung
zur Arztfachhelferin ist seit Anfang der Achtzigerjahre eine begehrte
Maßnahme für Arzthelferinnen, die sich vor allem mit der zusätzlichen
Qualifikation im organisatorischen und verwaltungstechnischen Bereich
in der Arztpraxis beschäftigt. Die Weiterbildung umfasst 300 Pflicht-Unterrichtsstunden,
die in neun Blöcken an Wochenenden bzw. auch innerhalb von Wochenveranstaltungen
angeboten werden. Die Arzthelferinnen können sich zur schriftlichen
und mündlichen Prüfung anmelden, sobald sie an allen neun Weiterbildungsblöcken
des Pflichtteils teilgenommen haben. Die im August 2003
begonnene 24. Seminarreihe der Weiterbildung zur Arztfachhelferin wurde
nach den bundeseinheitlichen Richtlinien gestaltet. Mit den 24 Teilnehmerinnen
aus dieser Seminarreihe werden voraussichtlich insgesamt 496 Arzthelferinnen
den Arztfachhelferinnenbrief der Ärztekammer Schleswig-Holstein erhalten
haben. Kommunikationsseminare
mit der Lufthansa Fortbildungsveranstaltungen
für Mitarbeiter(innen) von Ärztinnen und Ärzten 190 Teilnehmer(innen)
haben an den Fachzertifikat-Kursen (Impfberatung, Notfallmedizin, Praxismanagement,
Ernährungsberatung, Gesundheitsberatung und Ambulantes Operieren,
EKG) teilgenommen. Internat Lohmühle Das Edmund-Christiani-Seminar mit seinen überbetrieblichen Fortbildungsmöglichkeiten erfreut sich auch weiterhin eines großen überregionalen Interesses. Seminarteilnehmer(innen) des Edmund-Christiani-Seminars, die über 100 Bahnkilometer von Bad Segeberg entfernt wohnen, dürfen bei freien Bettenkapazitäten an Wochenenden kostengünstig im Internat übernachten. Damit soll ein zusätzlicher Anreiz zur Teilnahme an den ECS-Fortbildungsveranstaltungen geschaffen werden. Ombudsmann/-frauverein
e. V. Die drei Patienten-Ombudsleute
wurden im Berichtszeitraum in insgesamt 1 091 Fällen in Anspruch
genommen. Sie berichteten, dass Krankenkassen auf die Möglichkeit,
die Ombudsleute einzuschalten, verweisen. Auch sei die soziale Not, z.
B. bei Rentnern, spürbarer geworden. Der Bedarf an geduldigen
Zuhörern sei ebenfalls gestiegen, da augenscheinlich Ärzte
und Pflegekräfte sich immer weniger Zeit für die Patienten zum
Zuhören nehmen können. Durch den Personalwechsel
bedingt, sind die Zuständigkeit der Bereiche wie folgt neu geschnitten
worden: Hedi Gebhardt: Nordfriesland,
Flensburg, Schleswig-Flensburg, Dithmarschen, Steinburg Schließlich ist das Projekt MedFindex Anfang April online gegangen. Es bündelt alle Informationen und Angebote in Schleswig-Holstein und stellt eine hervorragende Möglichkeit dar, sich im Internet schnell und einfach zu informieren. Deutsches
IVF-Register Das Deutsche IVF-Register
sammelt die Daten zu den in Deutschland durchgeführten reproduktionsmedizinischen
Behandlungen und wertet diese aus. Seit 1997 liegt die Geschäftsführung
des Registers bei der Ärztekammer Schleswig-Holstein. Diese übernimmt
im Bereich Reproduktionsmedizin zugleich auch die Quali- tätssicherung
für alle anderen Ärztekammern, d. h. sie erstellt für die
Ärztekammern Auswertungen über die Ergebnisse der im jeweiligen
Kammerbereich ansässigen Zentren. Ein Schwerpunkt der
Arbeit von Vorstand, Kuratorium und Geschäftsstelle lag auch in 2003
in den Vorbereitungen für die Erstellung einer neuen Erfassungssoftware
für die teilnehmenden Zentren. Diese soll den Zentren u. a. bessere
Möglichkeiten zum Auswerten ihrer Daten geben. Neue Plausibilitäten
werden sicherere Daten gewährleisten, auch ein Online-Export an die
Registerstelle soll ermöglicht werden. Die Software wird von der
EDV-Abteilung der Ärztekammer Schleswig-Holstein programmiert. Die
Installation der neuen Programme in den Zentren wird in 2004 erfolgen.
Auch in 2003 wurden die Daten, die die reproduktionsmedizinischen Zentren
regelmäßig auf Datenträgern an das Register liefern, wieder
statistisch ausgewertet. Im letzten Quartal, als alle Daten für das
Vorjahr vorlagen, wurden diese für das Jahrbuch 2002 aufgearbeitet.
Die Statistische Auswertung der Daten, die graphische Gestaltung und der
komplette Satz des Heftes erfolgten in der Geschäftsstelle bei der
Ärztekammer. Das Jahrbuch 2002
wurde im November auf der IVF-Jahrestagung in Lübeck vorgestellt.
Es zeichnet sich durch eine nochmals gewachsene Datenmenge und einige
neue Auswertungen aus. Die Zahl der teilnehmenden Zentren ist um fünf
auf 113 gestiegen, die Zahl der plausibel und vollständig gemeldeten
Zyklen stieg sogar um 18 Prozent auf 87 044 Zyklen. Der Anteil der prospektiv
erfassten Zyklen ist hingegen unerfreulicherweise gesunken auf 84,4 Prozent.
Bei 52 814 behandelten Frauen (mit plausibler Altersangabe) ergibt sich
ein Durchschnitt von 1,67 Zyklen pro Frau. Erfreulicherweise konnte für
2002 die niedrigste Drillingsrate seit Bestehen des Registers dokumentiert
werden, im Gegensatz zu 2001 wurden aber auch einmal Vierlinge gemeldet.
Eine Besonderheit in der Geschichte des Registers stellt der Abfall der
Schwangerschaftsraten dar. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken
(Klin. SS/ET bei IVF = 26,8 Prozent, ICSI = 27,08 Prozent, Kryo = 16,51
Prozent). Da viele mögliche Ursachen für dieses Absinken durch
statistische Überprüfungen ausgeschlossen werden konnten (Altersstruktur
der Frauen, Medikation etc.), deutet sich an, dass dieses Phänomen
möglicherweise mit einer wesentlichen Zunahme der Behandlungszahlen
im jeweiligen Einzelzentrum korreliert sein könnte. Es gilt zu überlegen,
ob eine Zunahme des Behandlungsvolumens bei unveränderter Infrastruktur
der Zentren dabei eine Rolle spielt. Das D.I.R. gewinnt
durch seine beständigen Auswertungen immer mehr Anerkennung im europäischen
Ausland. So bekam das Deutsche IVF-Register Ende November Besuch von seinem
britischem Pendant. Zwei leitende Mitarbeiter des IT-Bereiches der HFEA
(Human Fertilisation and Embryology Authority) informierten sich ausführlich
über die Entwicklung des Deutschen IVF-Registers, die Struktur der
Datenerfassung und -auswertung und die Auswertungen und Behandlungsergebnisse
in den letzten Jahren. Die HFEA ist entgegen
dem D.I.R. eine behördliche Einrichtung mit 20 institutionellen Mitarbeitern
und etlichen Comittees, Inspectors etc., die auch
die Lizensierung der Zentren vornehmen sowie vor-Ort-Besuche im Rahmen
der Qualitätssicherung durchführen. Allerdings ist die HFEA
bezüglich der Datenerfassung und -verarbeitung bislang noch wenig
entwickelt. In 2004 soll von der bisherigen Erfassung in Papierform auf
eine Online-EDV-Erfassung umgestiegen werden. Es zeigten sich etliche Unterschiede zum deutschen System, so ist in England die Eizellspende erlaubt ebenso wie die Einlagerung von Embryonen und im gewissen Rahmen die Forschung an Embryonen.
Versorgungseinrichtung Das
Geschäftsjahr 2003 schloss ab mit einer Bilanzsumme in Höhe
von 1 510,0 Millionen EUR einem Zuwachs von 9,5 Prozent. Dieser wurde
nahezu vollständig in die Deckungsrückstellung eingestellt.
Die Deckungsrückstellung beträgt 1 507,4 Millionen EUR. Die
Kapitalanlagen erreichten einen Wert von 1 462,9 Millionen EUR und sind
um 9,1 Prozent gewachsen. In diesem Bereich wurden Vermögenserträge
in Höhe von 80,8 Millionen EUR erwirtschaftet (Vorjahr: 78,2 Millionen
EUR, somit Anstieg um 3,3 Prozent). Die
nach den Rechnungslegungsvorschriften zu ermittelnde Durchschnittsverzinsung
ergab zum 31.12.2003 den Wert von 5,76 Prozent (Vorjahr: 6,34 Prozent). An
Versorgungsabgaben wurde ein Betrag in Höhe von 92,2 Millionen EUR
(Vorjahr: 81,3 Millionen EUR, entsprechend einer Steigerung um 13,4 Prozent)
eingenommen. Die
Aufwendungen werden in erster Linie durch die Versorgungsleistungen mit
39,9 Millionen EUR bestimmt, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr
um 10,8 Prozent entspricht. Der
Verwaltungsaufwand verharrt bei einer niedrigen Quote, im Kalenderjahr
2003 bei 1,0 Prozent (Vorjahr: 1,0 Prozent). Der Versorgungseinrichtung gehörten zum 31.12.2003 11 774 Mitglieder an (Vorjahr: 11 409, +3,2 Prozent). Die Anzahl der Anwartschaften entwickelte sich von 10 556 auf 10 651, was einem Zuwachs um 0,9 Prozent entspricht. Die Anzahl der Versorgungsempfänger belief sich auf insgesamt 1 123 (Vorjahr: 988, somit Anstieg um 13,7 Prozent), davon 147 Empfänger von Ruhegeld bei Berufsunfähigkeit (Vorjahr: 135, Zuwachs um 8,9 Prozent) und 976 Empfänger von Ruhegeld bei Alter (Vorjahr: 853, entsprechend einem Anstieg um 14,4). Die Anzahl der Witwen- und Witwergelder stieg von 660 zum Ende des vorausgegangenen Jahres um 1,4 Prozent auf 669 zum 31.12.2003. Im Bereich der Leistungen für Kinder war gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von 19,0 Prozent zu verzeichnen, von 474 auf 564 Fälle. |
Schleswig-Holsteinisches S. 35 - 42 |
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