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Schleswig-Holstein

Porträt:
Dr. Elisabeth Breindl
Heinz-Peter Sonntag

Dr. Elisabeth Breindl (Foto: hps)

Es ist rund fünfzehn Jahre her, da sich die Öffentlichkeitsbeauftragten der Kammern und Kassenärztlichen Vereinigungen gemeinsam regelmäßig zu Konferenzen trafen. Für die Ärztekammer Schleswig-Holstein war dies Dr. Elisabeth Breindl, für die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein der Autor. So waren wir mehrmals im Jahr gemeinsam auf Reisen und hatten Zeit zum Klönen.

Elisabeth Breindl ist eine „Kieler Sprotte“ und als siebtes Kind in eine Kaufmannsfamilie geboren. Diese große Familie hat ihr, der allein erziehenden Mutter eines jetzt 21-jährigen Physikstudenten, auf den sie sehr stolz ist, immer Rückhalt gegeben.

Elisabeth Breindl hat ihre Ausbildung in zwei Berufen, nämlich zuerst als Dolmetscherin und Übersetzerin, dann als Medizinstudentin in Kiel absolviert. Während des Medizinstudiums hat sie in ihrem ersten Beruf gearbeitet und damit ihr Salär aufgebessert. Sie fährt auch jetzt noch in die Länder mit den entsprechenden Sprachen. Ein- bis zweimal im Jahr gehören dazu Ausflüge in die USA, wo sie einen älteren Bruder in Kalifornien und Freunde in Florida hat.

Abgesehen von einem kurzen Abstecher als PJlerin nach Eckernförde hat Dr. Breindl ihre medizinische Ausbildung in Kiel absolviert. Um sich ihrem damals noch kleinen Sohn genügend widmen zu können, suchte sie eine Halbtagsstelle, die sie an den Kieler Kliniken nicht fand. Heiligabend 1984 fand sie im Mitteilungsblatt der Ärztekammer Schleswig-Holstein eine entsprechende Anzeige und begann schon Ende Januar ihre Tätigkeit bei der Ärztekammer - vor knapp zwanzig Jahren. In dieser Zeit hat Dr. Breindl auch in der Mikrobiologie über Hospitalismuskeime promoviert.

1990 wurde Elisabeth Breindl - inzwischen vollamtlich - von der Kammerversammlung zur Ärztlichen Geschäftsführerin gewählt und wurde nach dem Ausscheiden von Horst Borchert auch Vertreterin des Hauptgeschäftsführers. Ihre wesentlichen Arbeitsgebiete sind heute die Fort- und Weiterbildung und alle medizinischen Fragestellungen. In ihrer Abteilung werden alle Fragen zur Weiterbildung, bis hin zur Zulassung zur Facharztprüfung und Organisation und Durchführung der mündlichen Prüfungen bearbeitet. Seit kurzem hat sie auch die Anerkennung von Fortbildungsveranstaltungen und die Punktevergabe für das Fortbildungszertifikat übernommen. Außerdem vertritt sie die Ärztekammer auch in verschiedenen Bundesausschüssen bzw. -gremien.

Um ihre Fähigkeit als Dolmetscherin lebendig zu halten, nimmt sie an entsprechenden Konversationskreisen teil. Und sie näht sich ihre eigene elegante Garderobe selbst (siehe Foto). Und dann ist da noch die Liebe zu schnellen Autos. Sprachs - und verließ mich in einem schicken schwarzen Alfa Romeo GTV.

Dr. Heinz-Peter Sonntag, Niobestr. 9, 23570 Lübeck-Travemünde


Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 11/2004

S. 17