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Tätigkeitsbericht
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Kammerversammlung Termine: 12.02., 09.04.,
27.08. und 26.11.2003 Den Auftakt bildete
im Februar die außerplanmäßig einberufene Ärzteversammlung
der Mitglieder von Kammerversammlung der Ärztekammer und Abgeordnetenversammlung
der Kassenärztlichen Vereinigung vor dem Hintergrund des außerordentlichen
Deutschen Ärztetages am 18.02.2003 in Berlin zur anstehenden Gesundheitsreform
2003. Ärztekammer und Kassenärztliche Vereinigung stellten vor
den Mitgliedern beider Gremien sowie zahlreich erschienen Gästen
ihre Grundsatzpositionen dar, die Vorsitzenden des Hartmannbundes, des
Marburger Bundes, des Berufsverbandes der Allgemeinärzte, der Gemeinschaft
Fachärztlicher Berufsverbände und des NAV-Virchow-Bundes gaben
Statements aus der Sicht ihrer Verbände ab, ein Vertreter des Vorstandes
der Ärztekammer stellte die Situation der Universität dar. Die
Diskussion gestaltete sich als offener Gedankenaustausch. Seitens der Kassenärztlichen
Vereinigung wurde eine Resolution vorgelegt, die Kammerversammlung formulierte
eine Beschlussvorlage für den Deutschen Ärztetag. Dabei wurde
deutlich, dass die Ärzteschaft in Schleswig-Holstein geschlossen
dieselben Anliegen verfolgt, wie z. B. die Aufrechthaltung des Vertrauens
in die ärztliche Integrität als elementare Voraussetzung für
eine intakte Arzt-Patienten-Beziehung (Einhaltung der Schweigepflicht
und des Datenschutzes, freie Arztwahl sowie die auch von wirtschaftlichen
Erwägungen unabhängige ärztliche Entscheidung) aber auch
die Ausgestaltung der Tätigkeit von Ärztinnen und Ärzten
im stationären und ambulanten Bereich, um wieder verstärkt junge
Ärztinnen und Ärzte an den erlernten ärztlichen Beruf zu
binden. Kritisch betrachtet wurde das Vorhaben einer regelmäßigen
Rezertifizierung der Ärztinnen und Ärzte. Im Anschluss an die
Ärzteversammlung tagte die Kammerversammlung. Einziger Tagesordnungspunkt
war der Ergänzungsbau Esmarchstraße. Das Vorhaben war bereits
anlässlich der Kammerversammlung am 27.11.2002 ausführlich vorgestellt
und beraten, die Entscheidung jedoch vertagt worden. In der Zwischenzeit
war über das Schleswig-Holsteinische Ärzteblatt eine umfassende
Information aller Ärztinnen und Ärzte erfolgt und seitens des
Architekten eine neue Kostenschätzung vorgenommen worden. Nach kontroverser
Diskussion um die Frage der Notwendigkeit und des Raumbedarfs unter Berücksichtigung
der derzeitigen wirtschaftlichen Situation der Ärzte - allgegenwärtig
das Stichwort: Nullrunde - fand das Bauvorhaben mit 27 Ja-
und 27 Nein-Stimmen zwar keine Mehrheit, in der anschließenden Abstimmung
sprach sich die Kammerversammlung dann aber mit 36 zu 16 Stimmen deutlich
für die Fortsetzung der Planungen aus. Traditionell begann
die Kammerversammlung am 09.04.2003 nach den Formalien mit dem Bericht
des Präsidenten, in dem dieser wie gewohnt die aktuellen Probleme
im Gesundheitswesen aufgriff und kommentierte. Der Bericht wird regelmäßig
im Schleswig-Holsteinischen Ärzteblatt abgedruckt. Ebenfalls schon
Tradition der Frühjahrs-Kammerversammlung waren die Vorstellung des
Tätigkeitsberichts durch Dr. Karl-Werner Ratschko und die Finanzangelegenheiten
mit den Erfolgsrechnungen von Ärztekammer, Akademie für medizinische
Fort- und Weiterbildung und Edmund-Christiani-Seminar. Mit einem Plus
schlossen Ärztekammer und Akademie ab, wobei die nicht verbrauchten
Etatmittel der Ärztekammer in Höhe von 138 239,22 EUR, die der
Akademie in Höhe von 50 934,34 EUR jeweils der Betriebsmittelrücklage
zugeführt werden sollen. Das Edmund-Christiani-Seminar schloss mit
einem Minus von 28 364,16 EUR ab, das der Betriebsmittelrücklage
des Edmund-Christiani-Seminars entnommen werden soll. Im Gesamthaushalt
stehen den Gesamterträgen von 8 953 425,40 EUR Gesamtaufwendungen
von 8 792 615,89 EUR gegenüber, sodass sich insgesamt nicht verbrauchte
Etatmittel von 160 809,51 EUR ergeben. Die Kammerversammlung stimmte den
Einzelhaushalten wie auch dem Gesamthaushalt zu und erteilte dem Vorstand
vorbehaltlich des uneingeschränkten Prüfvermerks durch den Revisionsverband
Entlastung für das Haushaltsjahr 2002. Einstimmig stimmte
die Kammerversammlung dem Erwerb eines Grundstücks hinter der Lohmühle
zu, mit dem zum einen eine Verbesserung der Grundstückssituation
erreicht werden soll, mit dem zum anderen aber auch eine Steigerung des
Wiederverkaufswerts der Immobilie verbunden ist. Einer der Höhepunkte
der Kammerversammlung am 27.08.2003 war die Darstellung der Fort- und
Weiterbildungsmöglichkeiten anhand von Simulationsmodellen, die Prof.
Dr. Wolfgang Heinrichs, Klinik für Anästhesiologie der Johannes
Gutenberg Universität Mainz, eindrucksvoll aufzeigte. Dabei wurden
die Vorteile beim Einsatz der Simulationsmodelle einhellig bestätigt,
der Kostenfaktor wie auch Detailfragen zur Verankerung und Umsetzung entsprechender
Fort- oder Weiterbildungseinheiten als noch diskussionsbedürftig
gesehen. Dr. Birger Hendriks,
Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes
Schleswig-Holstein, erläuterte, nicht zuletzt vor dem Hintergrund
der Fusion der Uniklinika, die Situation des Hochschulklinikums Schleswig-Holstein.
Seitens der Kammerversammlung, insbesondere auch des Hochschulausschusses,
wurden Befürchtungen - Einschränkungen in der ärztlichen
Versorgung der Patienten und sich ausweitender Ärztemangel - geäußert.
Das Erfordernis von Einsparungen wurde zwar gesehen, die Diskrepanz zur
gleichzeitig erwarteten Steigerung der Qualität konnte jedoch auch
in der Diskussion nicht ausgeräumt werden. Weitere Tagesordnungspunkte
waren die Übersicht über den aktuellen Planungsstand des Bauvorhabens
in der Esmarchstraße und die Erarbeitung einer Zielbestimmung für
die Ärztekammer Schleswig-Holstein. Letzteres sollte zentrales Anliegen
der Ärztekammer werden und die Ergebnisse in den kommenden Sitzungen
dargestellt werden. Gebildet wurden die folgenden vier Arbeitsgruppen,
die am 24. und 25. Oktober 2003 erstmals zusammenkamen: 1. Die Kammer als
Trägerin hoheitlicher Aufgaben. Eine erste positive
Bilanz konnte Dr. Cordelia Andreßen bereits in der November-Sitzung
ziehen. Die weitere detaillierte Darstellung ist für das Jahr 2004
vorgesehen. Ein schwieriges Kapitel
stellte Dr. Hans-Herbert Köhler der Kammerversammlung vor, als es
um die Verwendung des Haushaltsüberschusses ging. Es galt, auf Anraten
des Revisionsverbandes den Beschluss der letzten Kammerversammlung insoweit
zu revidieren als nach steuerrechtlichen Maßgaben die Rückstellungen
der Ärztekammer Schleswig-Holstein im Fonds Altersteilzeit aufgrund
der Entwicklungen in diesem Bereich aufzustocken waren. Dieser Vorlage
stimmte die Kammerversammlung mit einer Gegenstimme zu. Die Kammerversammlung
endete mit stehenden Ovationen zur Verabschiedung Dr. Ratschkos, der noch
einmal auf die Entwicklung der Ärztekammer in den letzten 25 Jahren,
einige aus seiner Sicht besonders bemerkenswerte Ereignisse und die Zusammenarbeit
mit einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Ärztekammer sowie
Kolleginnen und Kollegen der Ärztekammergremien einging. Sodann standen die
Änderung der Satzung Versorgungseinrichtung der Ärztekammer
zur Anpassung des Leistungsniveaus des Ruhegeldes bei Berufsunfähigkeit
und die Finanzangelegenheiten mit dem Beschluss der Änderungen von
Beitrags- und Gebührensatzung sowie der Haushaltsvoranschläge
für Ärztekammer, Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung
und Edmund-Christiani-Seminar und des Gesamthaushalts auf der Tagesordnung.
Der Kammerbeitrag soll auch weiterhin unverändert mit 0,6 Prozent
der Einkünfte aus ärztlicher Tätigkeit erhoben werden,
geändert wurde allerdings der jährlich festzusetzende abzugsfähige
Pauschalbetrag für die Krankenversicherung. Der Gesamthaushaltsplan
2004 hat ein Volumen von 8
180 200,00 EUR in Einnahmen und Ausgaben und liegt damit um 3,3 Prozent
bzw. 264 500,00 EUR über dem des Jahres 2003. Wie auch in den Vorjahren
stand in der letzten Sitzung des Jahres die Wahl der Delegierten zum Deutschen
Ärztetag an. Auf diesem werden nunmehr Dr. Holger Andresen, Dr. Wilken
Boie, Dr. Norbert Jaeger und Dr. Jürgen Schultze die Ärztekammer
gemeinsam mit den Vertretern des Vorstandes vertreten. Kein Konsens konnte
in der Frage des bundeseinheitlichen Fortbildungszertifikates gefunden
werden. Nach kontroverser Diskussion und einem Antrag zur Geschäftsordnung
wurde dieser Punkt mit der Bitte um Wiedervorlage zur Klärung an
den Vorstand zurückgegeben. Abschließend
berichtete Dr. Hans-Herbert Köhler über seine vor dem Sozialgericht
in Kiel erhobene Feststellungsklage gegen das mit der Einführung
der Praxisgebühr verbundene Inkassoverfahren. Einstimmig sprach ihm
die Kammerversammlung hierfür ihre Zustimmung aus. Zusammenfassend konnten
eine Reihe wichtiger Belange abgeschlossen und neue Projekte, wie die
Zielbestimmung der Ärztekammer, angeschoben werden. Vorstand Mitglieder des
Vorstandes (ab dem 12.09.2001) Präsident: Dr.
Franz-Joseph Bartmann/ Flensburg Dr. Hannelore Machnik/Lübeck
(Vizepräsidentin) 2003 fanden statt:
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Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 08/2004 S. 32 - 35 |
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