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Schleswig-Holstein
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Zweijähriger
Verhandlungsmarathon Nach dem Chroniker-Programm für Diabetiker ist im vergangenen Monat das nächste Disease-Management-Programm (DMP) in Schleswig-Holstein gestartet. Am 30. Juni, einen Tag vor dem Start, stellten die Beteiligten das DMP Brustkrebs der Öffentlichkeit vor. Wir hoffen,
dass man aus den bürokratischen Ärgernissen des DMP Diabetes
gelernt hat und den Bürokratieaufwand bei diesem DMP gering halten
wird, sagte Ekkehard Becker von der Kassenärztlichen Vereinigung
Schleswig-Holstein auf der Pressekonferenz im Landeshaus. Immerhin rund
300 niedergelassene Ärzte beteiligen sich am DMP Brustkrebs, um die
Sektoren übergreifende Zusammenarbeit zu Gunsten der Patientinnen
zu verbessern. Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Dr. phil. Gitta
Trauernicht ist überzeugt, dass diese Verbesserungen auch tatsächlich
eintreten. Damit kommen wir von einer eher episodenhaften Versorgung
hin zu Behandlungsketten, sagte Trauernicht. Der nach ihrer Ansicht
Meilenstein im Kampf gegen die heimtückische Krankheit Brustkrebs
sieht vor, dass alle beteiligten Ärzte mindestens zweimal im Jahr
eine spezielle Fortbildung besuchen, dass neben der ambulanten Versorgung
auch der Reha-Bereich integriert wird und dass die verschiedenen Behandler
sich auf ein gemeinsames Konzept einigen bzw. gemeinsam mit der Patientin
entwickeln.
Der Weg zum DMP Brustkrebs
war allerdings mühsam. Bernd Krämer von der Krankenhausgesellschaft
Schleswig-Holstein erinnerte noch einmal an den vorausgegangenen zweijährigen
Verhandlungsmarathon, den die Beteiligten absolviert hatten, um die zahlreichen
Abstimmungsprobleme zwischen Kassen, Kliniken und niedergelassenen Ärzten
zu überwinden. |
Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 08/2004 S. 24 |