Interaktionen
und Wirkmechanismen ausgewählter Psychopharmaka
Bibliographische Angaben: Frank König und Wolfgang Kaschka, 2.
Auflage, Stuttgart 2003 Thieme, 192 Seiten, 14 Abbildungen, 24,95
EUR, ISBN 3-13-105452-2 |
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Die Veröffentlichung
im Taschenbuchformat enthält insgesamt neun Beiträge, fünf
von diesen beschäftigen sich mit Interaktionen, die sich bei der
gleichzeitigen Einnahme von Arzneimitteln zur Behandlung von Depressionen
(Trizyklika, Hemmstoffe der Monoaminoxydase und solcher der Wiederaufnahme
von Serotonin, sowie Lithium) ergeben können. Jeweils ein Beitrag
ist Designer-Rauschmitteln, dem Rezeptorprofil von Neuroleptika,
den kardiovaskulären Nebenwirkungen von Psychopharmaka und der Therapie
mit Kombinationen unterschiedlicher Antidepressiva gewidmet.
Es handelt sich um eine Zusammenstellung der schriftlichen Form von Beiträgen
zu einem Symposium, von denen jene fünf, die sich mit Interaktionen
beschäftigen, eine inhaltliche Zusammenstellung rechtfertigen. Alle
Beiträge informieren über zahlreiche Details und sind mit Hinweisen
auf weiterführende Literatur versehen. Es ist hervorzuheben, dass
in den Beiträgen zu Wechselwirkungen auch solche Arzneimittelkonstellationen
angesprochen werden, bei denen das Risiko verstärkender oder abschwächender
Interaktionen ausgeschlossen werden kann.
Es wäre hilfreich gewesen, wenn für die Beiträge zu Interaktionen
eine einheitliche Struktur und einheitliche Bewertungskategorien (z. B.
!!!: Interaktionsrisiko hoch - gleichzeitige Anwendungen vermeiden, !:
Interaktionsrisiko gegeben - Dosisanpassung erforderlich, +/- Interaktion
theoretisch möglich - klinische Relevanz fraglich, ok: Interaktionsrisiko
ausgeschlossen) angewandt worden wären.
Der Titel des Werkes ist irreführend, da Wirkmechanismen
allenfalls in einem Beitrag erörtert werden (wenn man die Darstellung
von Rezeptorprofilen als einen Beitrag zum Wirkmechanismus akzeptiert).
Tatsächlich liegen die Wirkmechanismen der Psychopharmaka ganz im
Dunklen und so erwartet der Leser bei dem Titel Wirkmechanismen
zumindest eine Darstellung der Hypothesen zu solchen. Das Taschenbuch
kann den Ärzten empfohlen werden, die sich mit der Frage von Interaktionen
speziell bei Antidepressiva interesssieren.
Rezensent: Prof. Dr. Albrecht Ziegler, Richterstr. 18
a, 24159 Kiel
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Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 05/2004
S. 88
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