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Rezensionen
Die Arzthelferin - Abrechnen leicht gemacht
Bibliographische Angaben: Heidi Reimers, Dr. Karl-Werner Ratschko (Hrsg.), Schlütersche Verlag, Hannover, 2003, 120 Seiten, 12,90 EUR, ISBN 3-87706-866-9

Kurze Inhaltsangabe: Das Buch behandelt sehr gut verständlich an Fallbeispielen dargestellt EBM, GOÄ und KV GOÄ. Zum Vertiefen der Inhalte kann der Leser/die Leserin Prüfungsaufgaben lösen.
Bewertung: Layout und farbliche Gestaltung laden das Auge zum Lesen ein.
Empfehlung: Dieses Buch ist Pflichtlektüre für alle Auszubildenden und Wiedereinsteiger(innen). Aber auch „alte Hasen“ können ihre Kenntnisse und Fertigkeiten in Sachen Abrechnung festigen. Ein sehr empfehlenswertes Werk.


Die Arzthelferin - Die Formulare
Bibliographische Angaben: Susanne Cords, Dr. Karl-Werner Ratschko (Hrsg.), Schlütersche Verlag, Hannover, 2003, 136 Seiten, 15,90 EUR, ISBN 3-87706-867-7

Kurze Inhaltsangabe: Das Buch vermittelt sehr anschaulich das System der gesetzlichen Krankenversicherung und der dazugehörigen Formulare.
Bewertung: Abbildungen und Übungsaufgaben garantieren einen hohen Lernerfolg.
Empfehlung: Das Buch ist sehr gut geeignet für Auszubildende und Wiedereinsteiger(innen). Als Nachschlagewerk aber auch sehr geeignet für alle Berufsangehörigen. Sehr empfehlenswert. Beide Bücher sollten in jeder Praxis vorhanden sein.
Rezensentin: Karin Diehl, Trainerin und Beraterin im Gesundheitswesen, Lindenstr. 23, 35285 Gemünden/Wohra, oder Große Nelkenstr. 17, 60488 Frankfurt/M.


Kopfschmerzen
Bibliographische Angaben: Hans-Christoph Diener (Hrsg.) mit zahlreichen Mitarbeitern, Referenz-Reihe: Neurologie - Klinische Neurologie, Georg Thieme Verlag, 2003, 250 Seiten, 40 Abbildungen, 103 Tabellen 79,95 EUR, ISBN 3-13-135671-5

Kurze Inhaltsangabe: Fast erschöpfende Übersicht aller Erscheinungsformen und Syndrome des Kopfschmerzes, auch Raritäten (Hypnic Headache: 60 Fallberichte in der Weltliteratur). 34 Autoren aus allen Fachbereichen, in denen Kopfschmerzen eine Rolle spielen. Neben den idiopathischen und begleitenden Kopfschmerzformen finden altersstufen- (Kinder, alte Menschen) und ereignisbezogene (körperliche Anstrengung, Schwangerschaft) Kopfschmerzen eine ausführliche Darstellung. Medikamentöse Therapieformen werden mit psychologischen und verhaltenstherapeutischen Methoden verbunden.

Kritische Bewertung: Für die übliche Therapie von Migräneattacken erstaunlich hohe Dosierung der Acetylsalicylsäure in Höhe von 1 000 mg bei einmaliger oraler Gabe (S. 42, 46). Arzneimittel gelistet nur mit Originalnamen, keine Generic-Namen. In einer Neuauflage sollte hinter Stichwortverweisen die Seitennummer des Fundortes genannt werden.

Sonstiges: Schnelle und präzise Information über den gegenwärtigen Stand des Wissens, geeignete Therapiemodelle für Klinik und Praxis. Orientierung an den Leitlinien der Fachgesellschaften. Wirtschaftlichkeitskriterien bei der Gewichtung von diagnostischen und therapeutischen Optionen einbezogen. Sehr übersichtliche Textgliederung. Wichtige Aussagen auf farbigem Untergrund hervorgehoben.

Allen Ärzten und Zahnärzten in Klinik und Praxis - trotz des bemerkenswert hohen Preises - als Nachschlagewerk, aber auch zur schnellen Information sehr zu empfehlen.

Rezensent: Prof. Dr. Diedrich Dieckhoff, Lindenstr. 56 a, 23558 Lübeck

Kiwanis; Eine Reise von England in die Türkei
Bibliographische Angaben: Dagmar Tolksdorf, Dr. Jörn Werner Herold, Yachtsport-Verlag,
Dorsten 1999, ISBN 3-931941-05-1

Kiwanis, das bedeutet in diesem Fall nicht den bekannten Service-Club, sondern ein Schiff, wenngleich die Autoren den Möllner Club gleichsam zum Paten machten. „Kiwanis“ kommt aus dem indianischen und heißt soviel wie Entfaltung und Persönlichkeit. „Kiwanis“ ist ein Katamaran vom Typ Catalac 10, den die Autoren nach langem Suchen in Südengland fanden. Am Anfang stand ein Traum, den beide in zwei Urlauben auf einem Katamaran in einer Bucht nahe dem türkischen Kusadasi träumten: Hier auf dem Schiff zu leben!

Es blieb kein Traum: Dr. Herold, Katamaran-erfahrener Skipper, - man lernt die Autoren in einem Lebenslauf am Ende des Buches kennen - verkaufte seine gut gehende Allgemeinpraxis in Mölln und seine „Crew“ lernte Seemannschaft „by doing“.

Gut ausgerüstet und mit vielen guten Ratschlägen versorgt ging es unter Segel über den Ärmelkanal. In Le Havre wurde der Mast gelegt und etwa einen halben Monat und rund 200 Schleusen trennten sie vom Mittelmeer. Von den Flüssen und Kanälen: aus Frankreich pur!

Nun wieder unter Segeln entlang der Cote d’Azur, der Westküste Italiens nach Griechenland. Durch den Kanal von Korinth in die Aegis zum ersehnten Ziel Kusadasi.

In den locker geschriebenen 140 Seiten reist man - vor allem wenn man einige Gegenden selbst erfahren hat - mit. Locker, weil der Text durch Skizzen der Route, Fotographien, Briefe in die Heimat, Ratschläge für Nachahmer und letztlich sogar durch Kochrezepte unterbrochen wird wie auch durch bildende Betrachtungen. Im Anhang Daten über Schiff, Ausrüstung und nautisches Material.

Eine schöne Wochenendlektüre, die dem Rezensenten Sonne (trotz geschilderter Unwetter) in einen trüben Wintertag brachte.

Rezensent: Dr. Heinz-Peter Sonntag, Niobestr. 9, 23670 Lübeck-Travemünde

 

Schleswig-Holsteinisches

Ärzteblatt 04/2004

S. 9, 26, 78, 96