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Nachrichten in Kürze

Wirtschaft und Gesundheit

 

Die schleswig-holsteinische Wirtschaft hat ein deutliches Interesse an gesundheitlichen und gesundheitspolitischen Fragen. Das zeigte sich beim traditionellen Neujahrsempfang der IHK Lübeck, der für den südlichen Landesteil zuständigen Industrie- und Handelskammer (neben Kiel und Flensburg). Viermal ging es um Gesundheitsfragen in der bilanzierenden Rede des scheidenden Präses und jetzigen Vizepräses H. G. Rieckmann (Lübeck) mit dem Titel „Reformen für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung“.

Der Präses sprach sich für einschneidende Reformen auf der Anbieter- und Nachfrageseite des Gesundheitssektors aus, um langfristig drohende Versicherungsbeiträge von über 25 % zu vermeiden. Dazu gehörten Wahltarife mit Eigenbeteiligung, eine elektronische Patientenkarte und generell striktes Kostenmanagement: „Warum muss z. B. in Deutschland mehr geröntgt werden als in jedem anderen Land?“ Im wichtigen Bereich der Berufsbildung solle sich der Staat einmal exemplarisch zurückziehen und den Geltungsbereich des Berufsbildungsgesetzes auf die Pflegeberufe ausdehnen.


Als herausragendes Projekt in der Biomedizin (die von Wirtschaftsminister Dr. Rohwer in seinem Grußwort als Standortfaktor hervorgehoben wurde) wurde VIBE genannt, das Center für Virtual Biomedical Engineering, an dem Universität, Fachhochschule, Wirtschaftsförderung Lübeck und die IHK arbeiten. Dagegen sei eine Beteiligung an der in Hamburg geplanten norddeutschen Life-Science-Agentur „i-med“ wenig sinnvoll, da in Schleswig-Holstein die ttz (Technologie-Transfer-Zentrale) bereits erfolgreich arbeite. (hk)

Schleswig-Holsteinisches

Ärzteblatt 02/2004

S. 8 / 9