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Nachrichten in Kürze

Ärztliche Leitlinientreue mäßig?

Ergänzend zu dem Beitrag im vorletzten Heft „Leitlinien oder Leidlinien?“ (SHÄ 12/2003, S. 33 ff.) sei das Ergebnis einer Metaanalyse in- und ausländischer Studien über die „Ärztliche Compliance mit Leitlinien“ mitgeteilt: Es wird bestätigt, dass (bisher) bei vielen Ärzten Vorbehalte gegenüber der Anwendung von Behandlungsleitlinien bestehen - obwohl Leitlinien und die evidenzbasierte Medizin nicht grundsätzlich abgelehnt werden.

Die Analyse mit dem Untertitel „Ein Überblick vor dem Hintergrund der Einführung von Disease-Management-Programmen“ ist im Dezember in der Thieme-Zeitschrift „Gesundheitsökonomie und Qualitätsmanagement“ H. 6, S. 363 - 375, von (u. a.) Medizinern der Universität Magdeburg vorgelegt worden. Die Autoren Hasenbein, Wallesch und Räbiger sehen Probleme der praktischen Realisierung als entscheidend an: einmal die unzureichende Berücksichtigung des wirklichen ärztlichen Entscheidens in Leitlinien, zum anderen Unzulänglichkeiten bei der Verbreitung im niedergelassenen Bereich. Dagegen finden sich in der Untersuchung eine Reihe von Gestaltungsvorschlägen. (hk)

Schleswig-Holsteinisches

Ärzteblatt 02/2004

S. 8