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Kammer-Info aktuell
Rezensionen |
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wunderschönen Monat Mai Landarzt Dr. Hartmut von Dernsdorff - Arzt ohne Grenzen
Bibliographische Angaben: Bodo Schnurrhahn, Ärztegenossenschaft Schleswig-Holstein, 2003, 1,20 - 2,00 Euro je nach Mengenabnahme |
Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 7/2003 S. 81, 86, 89 |
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Kritische Bewertung:
Das Büchlein zeigt, wie sich Bodo S. die Landarztwelt in zwei Jahren
vorstellt mit Gesundheitszentren, neuer bebilderter Krankenversicherungskarte
und Zuzahlungen in bestimmten Situationen. Das Privatleben des Dr. von
Dernsdorff kommt etwas zu kurz und ein Happyend wie auf dem Titelbild
wird nur in den letzten Sätzen angedeutet, aber Fortsetzung
folgt!
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Heilen verboten
- Töten erlaubt |
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Am 22.
April 2003 brachte der angesehene Bertelsmann Verlag mit einer Pressekonferenz
das Buch von Kurt G. Blüchel auf den Markt. Reißerisch der
Titel, noch reißerischer der Untertitel mit der Unterstellung der
organisierten Kriminalität. Wenn man im Klappentext liest, dass der
Autor jahrelang verdeckt ermittelt hat, so kann man eine sensationelle
Enthüllungsstory erwarten. Herr Blüchel muss sehr schlechte
Erfahrungen mit Ärzten gemacht haben, denn er schwingt über
400 Seiten eine dicke Keule rundum über alles, was mit Medizin und
Arztsein zu tun hat. Ärzte sind für ihn generell Dilettanten
und geldgierig. Nur auf Seite 180 fällt er einmal aus dem Rahmen
und spricht von zum Teil hochachtbaren Ärzten in der Bundesrepublik.
Wenn man als überzeugter Arzt (und auch einmal Funktionär) das
Buch liest, wird man zunehmend zornig: Man möchte sich mit aller
Gewalt nicht in die Ecke stellen lassen, in die der Autor die Ärzteschaft
stellt. Ärgerlich
wird man aber auch, da viele Dinge im Buch leider den Tatsachen entsprechen
und weitgehend gut recherchiert und belegt sind. Es ist einiges nicht
in Ordnung in unserem Gesundheitswesen. Sehr oft zitiert Blüchel
die Spitze des Eisberges. Interpretiert man dies so, dass
das Gros der Masse unter der (Wasser-)Oberfläche schwebt, so ist
letztendlich immer wieder die ganze Ärzteschaft gemeint. In seinem
Zorn lässt der Autor allerdings zeitweise eine Systematik vermissen.
So schlägt er in einem Kapitel sehr schnell den Bogen von der Tabakindustrie
über Tierversuche zu Viagra. Auch dem Leser traut der Autor nicht
viel zu: Er wiederholt sich oft - man hat langsam kapiert, worum es ihm
geht. Erstaunlich auch seine Meinung über den heute noch spürbaren
Einfluss des Dritten Reiches auf die zugegebenermaßen oft konservativen
Kollegen. Und die KVen sind seiner Ansicht nach 1931 auf Druck der damaligen
NSDAP etabliert worden, damit bereits vor der so genannten Machtübernahme
ein Kader bestünde. Der Rezensent glaubte immer an eine Notverordnung
des Kanzlers Brüning auf Druck des heutigen Hartmannbundes.
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| Herzinfarkt
und Schlaganfall Prophylaxe und Akuttherapie Bibliographische Angaben: Hans Christoph Diener und Eberhard von Hodenberg, Verlag: Georg Thieme Verlag Stuttgart New York, 2000, 22,95 Euro, ISBN 3131055219 |
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Kritische Bewertung:
Die ungewöhnliche Art der Darstellung überzeugt. Kritisch ist
jedoch anzumerken, dass als Maß für die Effektivität der
berücksichtigten Studien die relative Risikoreduktion (RRR) angeführt
wird, obwohl heute allgemeine akzeptiert ist, dass die RRR keine Aussage
über Effektivität einer Therapie erlaubt, sondern nur die absolute
Risikoreduktion (ARR) bzw. die number needed to treat (NNT).
Die von den Autoren gewählte Präsentation der Studien führt
in Auswertung der 4S-Studie zu dem erstaunlichen Ergebnis, dass alle Patienten
von einer cholesterinsenkenden Therapie mit Simvastatin profitieren (S.
167). Dabei ergibt sich bei korrekter Interpretation der Ergebnisse der
angeführten 4S-Studie, dass hinsichtlich des Endpunktes Gesamtsterblichkeit
die NNT (bezogen auf die mittlere Beobachtungsdauer von 5,5 Jahren) 30
beträgt und hinsichtlich des Endpunktes Kardiale Mortalität
28. Darüber hinaus muss kritisch angemerkt werden, dass im Rahmen
der Sekundärprävention des Herzinfarktes keine wissenschaftlichen
Daten über die Effektivität von Lebensstil-Veränderungen
wie Nikotinkarenz, koronarprotektive Ernährung, regelmäßige
körperliche Aktivität oder Abbau von chronischen Stressbelastungen
angeführt werden. |
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