|
Kammer-Info aktuell
Rezensionen |
|
|
Perioperative Medizin Bibliographische
Angaben: |
Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 6/ 2003 S. 60, 63, 73, 89 |
|
Inhaltsangabe:
Der Aufbau des Buches ist problemorientiert. Das Buch ist gegliedert
in fünf große Kapitel, die dem Anspruch des Buches gerecht
werden. Zum einen verschiedene Phasen des perioperativen Aufenthaltes
zum anderen in einer Übersicht spezifisch diagnostische und therapeutische
Maßnahmen und einen enzyklopädischen Abschnitt beinhalten.
Jedem Kapitel vorangestellt sind lesenswerte Aphorismen, mit gewolltem
und auch unschwer erkennbaren Bezug zu den im Folgenden abgehandelten
Inhalten. Innerhalb der einzelnen Kapitel werden anhand konkreter Problemstellungen
differenzialdiagnostische und therapeutische Erwägungen anhand vorangestellter
Stichwörter abgehandelt. Kritische Bewertung:
Das im Vorwort skizzierte Konzept des interdisziplinären Zugangs
wirkt überzeugend. Das Bemühen, diesem auch gerecht zu werden,
ist durchgehend erkennbar und weitestgehend auch als gelungen anzusehen.
Durch die jedem Unterabschnitt vorangestellte Problemsituation, häufig
auftretende Ereignisse aus dem banalen klinischen Alltag wird der Zugang
zu dem häufig sehr komplexen folgendem Sachteil erleichtert und aus
der Abstraktion eines reinen Grundwissens auf die Relevanzebene für
den klinischen Alltag angehoben. Dadurch entsteht ein Buch, das trotz
seines Umfanges sich auch zum Stöbern eignet und zur Wissensanfrischung
und -anhebung auch in Bereichen dient, für die man an sich die eigene
Kompetenz schon hergestellt hat und annimmt. Andererseits bietet es auch
konkrete Hilfestellung bei der Bewältigung konkreter Problemkonstellation.
Empfehlung: Insgesamt ist der Versuch einer interdisziplinären Darstellung der perioperativen Medizin als gelungen zu betrachten und einer sehr großen potenziellen Zielgruppe als Lektüre zu empfehlen. Besonders geeignet scheint es als Standardnachschlagewerk für die Präsenzbibliothek einschlägiger Einrichtungen und Bereiche innerhalb einer operativ tätigen Institution. Dem dort Tätigen erlaubt die sehr zeitnah komprimierte und fachübergreifende Darstellung eine rasche Orientierung ohne Zurhilfenahme weiterer Fachbücher oder Nachschlagewerke. Hierdurch wird der relativ hohe Anschaffungspreis mehr als kompensiert. Rezensent: Dr. Franz-Joseph Bartmann, Toosbüystr. 11, 24939 Flensburg
|
|
|
Cortisontherapie Bibliographische
Angaben: |
|
|
Kritische Bewertung: Keine, noch so abwegige Frage zur Therapie mit Corticoiden bleibt unbeantwortet. Graphisch ansprechend gestaltet, gut lesbar. Sowohl zur raschen Orientierung als auch zur gründlichen Recherche in gleicher Weise geeignet. Das Werk gehört zur Grundausstattung jeder allgemeinärztlichen oder internistischen Praxis. Empfehlung: Vielleicht haben Sie trotz Nullrunde noch was übrig oder Sie finden einen netten Sponsor für dieses Buch? Rezensent: Dr. Volker von Kügelgen, Schönberger Str. 72 - 74, 24148 Kiel
|
|
|
Augenheilkunde CD-ROM: Kompendium für Klinik und Praxis Bibliographische
Angaben: |
|
|
Kritische Bewertung: Die Anwendung ist an jedem Windows-PC auch für Computer-Laien sehr einfach zu handhaben. Ein Einsatz für die gängigen Lehrbücher der Augenheilkunde stellt sie sicher nicht dar, ist aber sehr gut auch als Anschauungsmaterial für das Gespräch mit dem Patienten geeignet. Rezensent: Dr. Bernhard Bambas, Kurhausstr. 14, 23795 Bad Segeberg
|
|
|
Ein praktischer Leitfaden für Ärzte/Therapeuten Bibliographische
Angaben: |
|
|
Inhaltsangabe: Die Autorin bespricht vor allem Themen, die aus einer psychotherapeutischen Praxis stammen könnten. Entsprechende Kapitel heißen Psyche, Unterbewusstsein, Sprachgebrauch in der Psychotherapie, Denkblockaden, Gefahren der Psychotherapie, Selbsterfahrung, Angst, Depression, Sucht, Zwang, Suizidalität und Traumatherapie. Das Literaturverzeichnis nennt vier Bücher: den Duden, das klinische Wörterbuch von Pschyrembel und zwei Werke von Lauster. Kritische Bewertung: Nicht alle Ansichten werden begründet, z. B. die Behauptung, zur Diagnose einer Depression und zur Feststellung ihres Schweregrades sei u. a. Ergotherapie nötig. Das depressive Syndrom wird vor allem als seelische Reaktion dargesellt, nicht als mögliche Krankheit, die auch biologische Ursachen hat. Werden wirklich Menschen meistens durch andere in eine Psychose getrieben? Stempelt man durch eine solche Spekulation nicht Familienangehörige zu Sündenböcken ab? Sonstiges: Es werden viele Hypothesen zur Psychogenese, z. B. zur Entstehung der Anorexia nervosa und Bulimie angeboten. Dabei hätte der Rezensent von der Autorin als Fachärztin für Anästhesiologie gern erfahren, wie in ihrem eigenen Fachbereich die naturwissenschaftlich-technische durch eine Patienten zentrierte Medizin zu ergänzen wäre. Empfehlung: Wer sich nicht vor der Subjektivität der Ansichten und der Textinterpunktion abhalten lässt, mag angeregt werden, über Grund- und Grenzfragen der Medizin nachzudenken. Rezensent: Prof. Dr. Karlheinz Engelhardt, Jägerallee 7, 24159 Kiel |
|