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Diagnostik und
Therapie der Epilepsie
EEG-Graphoelemente, Pharmakotherapie, Differenzialdiagnose
Karl-Martin Fischer
In der vorliegenden
Arbeit sollen wesentliche Graphoelemente des Elektroenzephalogramms bei
Epilepsien dargestellt und in ihrer diagnostischen Aussagekraft eingeordnet
werden. Zudem wird auf die grundsätzlichen therapeutischen Richtlinien
eingegangen unter Einfügung der Neuen Antiepileptika
und schließlich neben der Klassifikation der Epilepsien auch die
Differenzialdiagnose gegenüber nicht epileptischen anfallsartigen
Erkrankungen aufgezeigt.
Der unschätzbare Wert des Elektroenzephalogramms in der Diagnostik
der Anfallskrankheiten liegt vor allem darin, dass im Falle einer Epilepsie
sehr häufig im anfallsfreien Intervall spezifisch epileptische Potenziale
registriert werden können (1). Diese spezifische
Aktivität zeigt sich in Form von spikes (Krampfspitzen), spikes and
waves (Krampfwellen), spikes and wave-Varianten (slow-spikes and waves,
sharp-slow-waves) und sharp waves (steilen Wellen) (2),
wie in Abbildung 1 - Typen epileptischer EEG-Aktivität - dargestellt.
| Abb.
1: Epilepsie spezifische Graphoelemente im Elektroenzephalogramm
(EEG) |
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| spikes (Krampfspitzen) |
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| spikes and waves
(Krampfwellen) |
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| slow-spikes and
waves (spikes and wave-Varianten) |
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| sharp
waves (steile Wellen) |
Ein einzelnes EEG
zeigt bei etwa 40 - 50 % der Patienten mit Epilepsie epileptiforme Aktivität.
Bei wiederholten Untersuchungen und Schlaf-EEG-Ableitungen steigt die
Zahl auf 70 - 80 % an (3).
Die typische epileptische Aktivität ist allerdings auch bei 0,5 -
4 % Probanden zu finden, die keine klinischen Anfälle zeigen und
niemals eine Epilepsie entwickeln (4) und bei 25
% sicheren Epilepsien der Erwachsenen zeigen sich dahingegen völlig
normale Hirnstrombilder (1).
Die Prävalenz von Epilepsien beträgt weltweit etwa 1 % der Bevölkerung
ohne wesentliche ethnische und regionale Unterschiede. Mit einer jährlichen
Inzidenz von bis zu 50/100 000 gehören die Epilepsien damit zu den
häufigsten neurologischen Krankheiten, wobei die meisten Patienten
vor dem 20. Lebensjahr erkranken (4).
Das normale
Ruhe EEG ist übrigens während des Lebenslaufes von der Jugend
bis ins Greisenalter fast ausschließlich genetisch festgelegt (5).
Eine Darstellung eines regelrechten EEG mit regelmäßigem 10/sec.-alpha-Rhythmus
zeigt Abbildung 2.
Die Therapie der Epilepsie richtet sich nach der exakten diagnostischen
Zuordnung der Krankheitser-
scheinungen, der Klassifikation (4):
| Abb.
2: EEG mit regelmäßigem 10/sec.-alpha-Rhythmus, 35
Jahre, gesund |
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Dabei kommt dem EEG
eine besondere Rolle zu.
Insbesondere ist es das Auftreten von spike-wave Komplexen in ihrer klassichen
Ausprägung als bilateral-synchrone 3/sec.-Formation, die eine idiopathische
Epilepsie sehr nahe legt. In der Regel sind dann weitergehende Untersuchungen
wie die CCT oder auch MRT des Kopfes - auch bei einem Beginn der Erkrankung
jenseits des 25. Lebensjahres - unergiebig.
Die idiopathische generalisierte Epilepsie ist nahezu ausschließlich
genetisch bedingt. In diesen Fällen hat sich Valproat als das Mittel
der ersten Wahl herausgestellt, worunter etwa 90 % der Kranken anfallsfrei
werden (6).
Der typische Befund im EEG wird in der Abbildung 3 - generalisierter Paroxysmus
von 3 - 4/ sec. spike-wave Komplexen - wiedergegeben.
Im Weiteren ist die Gruppe der fokalen Epilepsien zu nennen. Hierbei sind
die Initialsymptome auf eine gesteigerte Aktivität in einem umschriebenen
Hirnbezirk zurückzuführen. Das EEG zeigt im typischen Fall eine
herdförmige Störung in Form von Spitzen, steilen Ausbrüchen
und/oder langsamen Wellen, wie in Abbildung 4 dargestellt - Epileptogener
Focus frontal-präzentral links mit häufigen spikes.
Diese beiden Gruppen der epileptischen Syndrome mit einerseits den idiopathischen
generalisierten Epilepsien, bei denen keine sichtbare morphologische Veränderung
erkennbar ist, und andererseits den Epilepsien fokalen Ursprungs, bei
denen eine bestimme Pathologie auffindbar ist und die daher auch als symptomatische
Epilepsie bezeichnet werden, sind primär zu unterscheiden wegen des
unterschiedlichen weiteren diagnostischen Vorgehens, der Prognose und
der Therapie (4).
Die Ursachen
der symptomatischen Erkrankungen reichen von geburtsbedingten Sauerstoffmangel-
zuständen, frühkindlichen Hirnschäden und späteren
Schädel-Hirnverletzungen bis zu metabolischen, vaskulären, entzündlichen
oder auch raumfordernden Prozessen, um nur einige aufzuzählen.
Bei den symptomatischen,
fokalen Epilepsien ist als Mittel der ersten Wahl Carbamazepin (Tegretal,
Timonil) und Valproat therapeutisch wirksam (Ergenyl, Orfiril etc).
Phenytoin (Phenhydan, Zentropil) und Pheno-barbital/Primidon (Maliasin,
Mylepsinum) sind zur Therapie generalisierter tonisch-klonischer Anfälle,
die fokal oder unbestimmt beginnen, sowie fokaler Anfälle ebenso
wirksam wie Carbamazepin (6). Nach Abwägen
von Stärken und Schwächen fallen die Barbiturate jedoch eher
heraus wegen sedativer Nebenwirkungen (7).
| Abb.
3: Generalisierte Paroxysmus von 3 - 4/sec. spike-wave Komplexen,
55 Jahre, idiopathische Epilepsie, unter Valproat anfallsfrei |
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Bei gleicher Wirksamkeit
wird meist Phenytoin wegen der Nebenwirkung mit Gingivahyperplasie und
des exponentiellen Anstiegs der Plasmakonzentration ab mittleren Dosierungen
ebenfalls nicht präferiert, bei anderen Autoren steht es in der Therapie
direkt hinter Carbamazepin an zweiter Stelle (4).
Neben den älteren Antiepileptika der ersten Wahl, also Carbamazepin,
Valproinsäure, Phenobarbital/
Primidon und Phenytoin, die alle in ihrer Wirkstärke ähnlich
sind aber unterschiedliche Nebenwirkungen haben und unter anderem bis
auf Valproat enzyminduzuierend sind und besonders bei älteren Menschen
eine Osteoporose verstärken können, gibt es seit dem ersten
Auftreten eines so genannten neuen Antiepileptikums in Form von Vigabatrin
1992 (Sabril R) inzwischen sieben weitere neue Präparate.
Alle diese Präparate sind ausschließlich zur Zusatzbehandlung
bei fokalen Epilepsien zugelassen, Lamotrigin, Gabapentin, Topiramat und
Oxcarbazepin auch zur Monotherapie bei fokalen Epilepsien, Topiramat auch
für primär generalisierte Epilepsien.
Für diese neuen Präparate ist nachgewiesen, dass sie Plazebo
signifikant überlegen sind und das für die entsprechende Therapiezulassung
der Nachweis erbracht wurde, dass sie im Vergleich zu den alten Antiepileptika
keine Wirksamkeitsnachteile in der Monotherapie haben (8).
Für Vigabatrin hat sich jedoch gezeigt, dass es in 30 % zu irreversiblen
Gesichtsfelddefekten kommen kann (8).
Bei Lamotrigin kommt es gelegentlich zu dermatologischen Störwirkungen
mit allergischem Exanthem. Auch Ataxie und Schwindel kommen vor. Es hat
bei idiopathischen generalisierten Epilepsien eine sehr gute Wirksamkeit.
Es scheint in der Monotherapie eine ähnlich gute Wirkung wie Carbamazepin
oder Phenytoin zu haben (4).
Gabapentin hat eine mäßige Wirksamkeit und muss wegen kurzer
Halbwertzeit 3-mal gegeben werden bei guter Verträglichkeit.
Felbamat hat seltene, dann aber lebensbedrohliche idiosynkratische Störwirkungen
(apalstische Anämie, Leberversagen) bei hoher Wirksamkeit (8).
Tiagabin ist mäßig wirksam und gut verträglich.
Topiramat ist hoch wirksam, kann aber zum Teil erhebliche kongnitive Störwirkungen
haben, die sich nach Dosisreduktion zurückbilden. Es kann zu Gewichtsverlust
kommen (9).
Oxcarbazepin ist ebenfalls hochwirksam. Es kann häufiger als bei
Carbamazepin zu Hyponatriämie kommen. Zudem auch Interaktionen mit
hormoneller Kontrazeption. Zudem gibt es Carbamazepin-ähnliche neurotoxische
Symptome (Müdigkeit, Ataxie) (9). Auch Leukopenie
kommt vor. Die Nebenwirkungen sollen insgesamt jedoch milder als bei Carbamazepin
sein (4).
Levetiracetam ist ebenfalls hochwirksam. Es ist gut verträglich.
Es kommen jedoch auch Müdigkeit, Apathie und Schwindel vor (9).
Die Möglichkeit schwerwiegender idiosynkratischer Effekte ist jedoch
bei der Kürze der Zulassung noch nicht völlig auszuschließen
(8).
| Abb.
4: Epileptogener Focus frontal-präzentral links mit spikes,
61 Jahre, Zustand nach Meningeom-Operation frontal-präzentral
links, unter Carbamazepin anfallsfrei |
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Insbesondere Lamotrigen,
Oxcarbazin, Levetiracetam und Gabapentin gehören mittlerweile zum
Standardrepertoire der medikamentösen Epilepsietherapie und haben
teilweise zu einer deutlich verbesserten Lebensqualität der Erkrankten
geführt. Nach der klinischen Erfahrung liegt der Vorteil einer Monotherapie
mit Lamotrigen (Lamictal) und Gabapentin (Neurontin) in der Therapie fokaler
Epilepsien eher in der guten Veträglichkeit als in einer höheren
antivkonvulsiven Potenz (10).
Die Kosten sind allerdings dramatisch angestiegen. So kostet die Erhaltungsdosis
mit 200 mg Lamotrigen täglich 4,86 €. Die Tageskosten einer
Therapie mit Gabapentin (Neurontin) liegen mit 1 600 mg bei 4,53 €,
mit Levetiracetam bei 2 x 1 000 mg sogar 8,02 € gegenüber 1
500 mg Valproat mit 1,09 € oder gar 300 mg Phenytoin mit 0,19 €.
Das Oxcarbazepin ist mit 3,99 € für 1 800 mg/ Tag zwar deutlich
günstiger, gegenüber dem Carbamazepin mit 1,25 € für
1 200 mg Tagesdosis immer noch mehr als dreimal so teuer.
Differenzialtherapie:
Das Lesen der Tabelle
3 erscheint auf den ersten Blick unübersichtlich. Es lohnt sich jedoch
sehr, sich die einzelnen Angaben genau anzusehen mit der gleichzeitigen
Vorstellung des entsprechenden Anfallstypes um großen Gewinn bezüglich
der derzeitigen Therapieeinstellungen daraus ziehen zu können.
Zum Abschluss dieser
Arbeit sei noch einmal die diagnostische Bedeutung des EEG hervorgehoben,
wenn man bedenkt, welche nicht epileptischen Anfallssyndrome als Differenzialdiagnose
von epileptischen Anfällen abzugrenzen sind.
Dabei seien besonders genannt: Drop attacks, Synkopen, psychogene Anfälle,
Hyperventilationstetanie, in der Differenzialdiagnose zu Grand mal Anfällen.
Migräne mit Aura, transiente ischämische Attacke, Hemispasmus
facialis, fokaler Myoklonus in der Differenzialdiagnose zu einfach fokalen
Anfällen.
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I Partielle
Anfälle (Anfälle fokalen Ursprungs)
A.
Einfache partielle Anfälle (Bewusstsein nicht gestört)
- Mit
motorischen Symptomen (inkl. Jackson-Anfälle)
- Mit
somatosensorischen oder spezifisch-sensorischen Symptomen
(visuelle oder akustische Halluzinationen, Parästhesien)
- Mit
autonomen Symptomen (Erbrechen, Übelkeit, Blässe,
Schwitzen, Erröten)
- Mit
psychischen Symptomen (kognitive und affektive Symptome)
B.
Komplexe partielle Anfälle (mit Störungen des
Bewusstseins, z. B. bei temporalem Ursprung)
- Beginn
als einfach partieller Anfall, gefolgt von einer Störung
des Bewusstseins
- Mit
einer Bewusstseinsstörung zu Beginn
C.
Partielle Anfälle, die sich sekundär zu generalisierten
Anfällen, z. B. tonisch-klonischen Anfällen (Grand-mal)
entwickeln
- Einfach
partielle Anfälle, die in generalisierte Anfälle
übergehen
- Komplex
partielle Anfälle, die in generalisierte Anfälle
übergehen
II
Generalisierte Anfälle
A.
Absencen
- Typische
Absencen
- Atypische
Absencen
B.
Myoklonische Anfälle
C. Klonische Anfälle
D. Tonische Anfälle
E. Tonisch-klonische Anfälle (primärer Grand-mal)
F. Atonische Anfälle (astatische Anfälle)
III
Unklassifizierbare epileptische Anfälle
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| Tab.1:
Internationale Klassifikation epileptischer Anfälle der
Liga gegen Epilepsie (4) |
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| Wirkstoff |
Präparat |
Zulassungsjahr |
| Vigabatrin |
Sabril |
1992 |
| Lamotrigin
|
Lamictal
|
1993 |
| Gabapentin
|
Neurontin
|
1995 |
| Felbamat
|
Taloxa
|
1995 |
| Tiagabin
|
Gabirtril
|
1997 |
| Topiramat
|
Topamax |
1998 |
| Oxcarbazepin |
Trileptal,Timox
|
2000 |
| Levetiracetam
|
Keppra
|
2000 |
| Tab.
2: Neue Antiepileptika nach dem Jahr der Zulassun (8) |
|
Zur weiteren
Auswahl der Antiepileptika, die sich nach der Klassifikation
des Anfallstypes richtet bzw. nach dem Anfallssyndrom, bietet
sich folgende Tabelle an:
Anfall
und An-
fallssyndrom |
Bevorzugt |
Bei
Versagen |
| I.
Fokale Epilepsien |
Einfache
oder
komplexe fokale
Anfälle oder se-
kundär generali-
sierend
|
CBZ,
OXC, GBP, LTG |
LTG,
GBP, LEV, CLB, TGB, PHT, PHB, VGB, TPM |
Nicht
als
fokal oder gene-
ralisiert zu
klassifizierende
Anfälle |
VPA |
CBZ,
LTG, LEV, CLB, TPM |
| II.
Generalisierte Epilepsien |
| A
symptomatisch: |
1.
Absencen
|
VPA,
ev. ESM |
LTG,
CLB |
2.
Myoklonische
Anfälle |
VPA |
LTG,
CLB, PHB |
| 3.
Photosensible Anfälle |
VPA |
LTG,
CLB |
4.
Aufwach-
Grand-Mal |
VPA |
LTG,
TPM, PHB |
| B
symptomatisch: |
|
1. West-Syndrom |
VGB,
VPA, ACTH |
CLB |
| 2.
Lennox-Gastaut-Syndrom |
VPA
|
LTG,
CLB, FBM, TPM |
Legende:
VPA-Valproat, CBZ-Carbamazepin, OXC-Oxcarbazepin, LTG-Lamotrigin,
LEV-Levetiracetam, PHB-Phenobarbital/ Primidon, PHT-Phenytoin,
TGB-Tiagabin, TPM-Topiramat, VGB-Vigabatrin, CLB-Clobazam,
ESM-Ethosuximid, ACTH-Kortikotropin, FBM-Felbamat, GBP-Gabapentin |
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| Tab.
3: Auswahl der Antiepileptika (6) |
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Schlafwandeln, Migräne,
Panikattacken in der Differenzialdiagnose zu komplex fokalen Anfälle.
Tics, Tagträume, psychogene Anfälle oder auch Narkolepsie in
der Differenzialdiagnose zu Absencen.
Hydrocephalus, Parkinson-Syndrom, periphere Verstibularisschäden,
vertebrobasiläre Insuffizienz in der Differenzialdiagnose zur Astatischen
Epilepsie.
Sicherlich wird das Elektroenzephalogramm längst nicht bei allen
Formen eigentlich epileptischer Ursachen eindeutige Ergebnisse liefern,
wie dies schon eingangs erwähnt wurde. Die großen und wichtigen
diagnostischen Möglichkeiten dieser einfachen, kostengünstigen
und nicht belastenden Untersuchung sollten jedoch immer wieder in Erwägung
gezogen werden.
Literatur
beim Verfasser
Dr. Karl-Martin Fischer, Facharzt für Nervenheilkunde, Friedrichstraße
5, 25746 Heide
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Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt
4 / 2003
S. 56 - 61
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