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Grundlagen
der Pharmakoepidemiologie und Pharmakoökonomie
Bibliographische
Angaben:
Eva Susanne Dietrich,
GOVI-Verlag Pharmazeutischer Verlag GmbH, Eschborn
2002, 203 Seiten, 24 Euro, ISBN 3-7741-0915-X
Inhaltsangabe:
Im ersten Teil werden epidemiologische Methoden zur Erfassung erwünschter
und unerwünschter Effekte einer breiten Arzneimittelanwendung in
definierten Bevölkerungsgruppen beschrieben. Dabei wird besonderer
Wert auf die Studienformen sowie auf die Planung und Durchführung
von pharmakoepidemiologischen Studien gelegt. Der zweite Teil beschäftigt
sich mit der Pharmakoökonomie, wo der Verbrauch an Ressourcen der
Verbesserung des Gesundheitsstatus einer Population gegenüber gestellt
wird. Nach Darlegung der Bedeutung der Pharmakoökonomie für
Gesundheitspolitik, Wirtschaft, Pharmazie und Medizin wird auch hier
besonders auf die Planung und Durchführung pharmakoökonomischer
Studien eingegangen.
Kritische Bewertung:
Im Zeitalter der Evidence Based Medicine werden hier in komprimierter
Form epidemiologische und ökonomische Methoden in der Pharmakologie
dargestellt. Dieses wird unterstützt durch 33 übersichtlich
gestaltete Abbildungen und 41 Tabellen. Besonders hervorheben möchte
ich die 45 Beispiele, anhand derer die theoretischen Ausführungen
praktisch verständlich dem Leser vermittelt werden.
Sonstiges:
Positiv ist im Anhang der Verweis auf weiterführende Literatur
und ein umfangreiches Glossar, das dem Rezensenten beim Lesen der Fachbegriffe
wirklich hilfreich zur Seite gestanden hat.
Empfehlung: Auch
wenn es mir in der Medizin immer kalt den Rücken herunterläuft,
wenn allzu viel über Ökonomie gesprochen wird, so ist das
hier vorgestellte Buch hilfreich, methodische Ansätze der Pharmakoepidemiologie
und -ökonomie kennen zu lernen. Viele Begriffe der Evidence Based
Medicine werden hier anschaulich dem Leser näher gebracht, insbesondere
wenn es sich um einen Einsteiger in diese Thematik handelt. Aus diesem
Grunde habe ich dieses Buch gerne und mit Spannung von der ersten bis
zur letzten Seite gelesen.
Rezensent: Dr.
Henrik Herrmann, Medizinische Klinik, Westküstenklinikum Heide,
Esmarchstr. 50, 25746 Heide

Chemotherapien
in der Gynäkologischen Onkologie
Bibliographische
Angaben:
J. Sehouli, W. Lichtenegger,
Akademos Wissenschaftsverlag, Hamburg
2002, 176 Seiten, 18 Euro, ISBN 3-934410-40-5
Kommentar: Bei
dem hier vorliegenden Buch aus dem Akademos-Wissenschaftsverlag handelt
es sich um eine kurzgefasste Darstellung, der auf der diesjährigen
ASCO-Tagung vorgestellten Studien zu den Themen Mamma-Carcinom,
Ovarialcarzinom, Zervixcarcinom und Endometriumcarcinom. Die wichtigsten
Arbeiten zu diesen Themenkomplexen, die auf dem weltgrößten
Krebskongress, dem Treffen der American Society of Clinical Oncology
vorgestellt worden sind, wurden hier von namhaften Experten ausgewählt
und im Hinblick auf die aktuellen Therapiestandards diskutiert. Dementsprechend
stellt das Buch ein wahres Füllhorn an Informationen dar. Es ermöglicht
einen schnellen und präzisen Überblick zum aktuellen Stand
der klinischen Forschung. Auf der anderen Seite zeigt aber die Vielzahl
der therapeutischen Studienansätze auch, wie viele Fragen noch
offen sind. Wer ein Handbuch zur direkten Umsetzung in der klinischen
Therapiesituation erwartet, wird vielleicht enttäuscht sein. Es
ist zu begrüßen, dass die aktuelle Ausgabe des Kompendiums
um die Themenbereiche Lebensqualität und Komplementärtherapeutika
erweitert worden ist, um deren Wichtigkeit zu betonen.
Rezensent:
Prof. Dr. Ricardo Felberbaum, Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe,
UKSH, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck

Leitfaden
zur Pflegeversicherung
Bibliographische
Angaben:
Günther Schwarz,
" Leitfaden zur Pflegeversicherung", Schriftenreihe der Deutschen
Alzheimer Gesellschaft e. V.,
4. überarb. Auflage 2002, 171 Seiten, div. Tabellen, 4,50 EUR, ISSN
1432-7090
Kurze Inhaltsangabe:
Antragstellung auf Leistungsgewährung an Hirnleistungserkrankte
(Demenzerkrankte) nach dem Pflegeversicherungsgesetz (Sozialgesetzbuch
XI) und den Pflegebedürftigkeitsrichtlinien. Anleitung für
die Einstufungen in die Pflegestufen 1 - 3 (mit musterhaften Beispielen),
Begutachtungswesen durch den Medizinischen Dienst mit Auszügen
aus den Begutachtungsrichtlinien, Leistungen der Pflegeversicherung.
Kritische Bewertung:
Die Broschüre richtet sich an Betroffene, Angehörige und Pflegekräfte.
Sie liefert eine übersichtliche, leicht verständliche Darstellung
der Vorgehensweise bei Antragstellung und Widerspruchserhebung, bietet
praktische Beispiele für ärztliche Atteste, Pflegetagebücher
und Widerspruchsbegründungen.
Sonstiges:
Adressen regionaler Alzheimergesellschaften
Empfehlung:
Sehr empfehlenswert für Allgemeinärzte und hausärztliche
Internisten, da die Broschüre dem Hausarzt hervorragende Argumentationshilfen
bei unterschiedlichen Bewertungen der Pflegebedürftigkeit zu denen
des Medizinischen Dienstes bietet.
Rezensent:
Prof. Dr. Diedrich Dieckhoff, Lindenstr. 56 a, 23558 Lübeck
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