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Sterilisatoren mit Prionen-Programm Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, BfArM, behandelt in einem Rundschreiben die Problematik der Wiederverwendung von Medizinprodukten. Hier liege, so das BfArM, eine Safety Notice der Medical Devices Agency, London, vor, die auf den kritischen Einsatz von Sterilisatoren mit Prionen-Programm hinweist. Diese so bezeichneten Sterilisationsverfahren erreichten allein keine hinreichende Sicherheit in Bezug auf die Vermeidung einer potenziell iatrogenen Prionenübertragung. Die Problematik der Wiederverwendung von Medizinprodukten unter dem Aspekt einer potenziellen vCJK-Übertragung sei im letzten Jahr vom Robert Koch-Institut und vom Wissenschaftlichen Beirat der Bundesärztekammer thematisiert und in einer Task Force vCJK ausführlich diskutiert worden. Das Ergebnis wird in einem Bericht dokumentiert, der im Bundesgesundheitsblatt (Heft 4/2002) veröffentlicht wurde und auch im Internet auf der Homepage des Robert Koch-Instituts (www.rki.de) abrufbar ist. Hier wird zur genannten Safety Notice übereinstimmend festgestellt, dass effektive Dekontaminationsverfahren der Sterilisation von zur Wiederverwendung vorgesehener Medizinprodukte vorausgehen müssen. Es wird ein abgestuftes Verfahren in Abhängigkeit von der Erkennbarkeit des Risikos einer iatrogenen Übertragung zur praktischen Umsetzung empfohlen. (V) |
Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 11 / 2002 S. 6 |