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Kammer-Info
aktuell 12 / 2001
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| Otto-Roth-Preis
2001 verliehen Am 29. Oktober erhielt im Hoghehus in Lübeck Dr. rer. nat. Eva-Maria Wolber aus der Hand von Konsul Dr. Dietrich Schulz, dem Vorsitzenden der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Medizinischen Universität zu Lübeck, den diesjährigen mit 5 000 DM dotierten Otto-Roth-Preis. Dr. Wolber erhielt den Preis für ihre Dissertation Steuerung der menschlichen Thrombopoietin-Genexpression, die sie am Institut für Physiologie der MUL angefertigt hat. Ihr Doktorvater war Prof. Dr. Wolfgang Jelkmann. Im November 1996, als Eva-Maria Wolber mit ihren Untersuchungen begann, waren die Mechanismen der Steuerung der Thrombopoietin-Genexpression beim Menschen noch unbekannt. Heute weiß man, dass der Blutplättchenmangel bei Lebererkrankungen zumindest teilweise auf einer eingeschränkten Thrombopoietin-Genexpression beruht. Erste klinische Versuche haben gezeigt, dass die Thrombopoietin-Therapie bei Tumorpatienten, die eine Chemotherapie erhalten, den Blutplättchenmangel lindert. Bislang ist ein entsprechendes Präparat jedoch noch nicht zugelassen. Dr. Wolber erhielt in diesem Jahr für ihre außerordentliche Dissertation auch den Doktoranten-Förderpreis der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie. (hps) |
Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 12/ 2001 S. 56 / 57 |