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Videoassistierte Thorakoskopie zur Behandlung
maligner Pleuraergüsse
Thorakoskopische Talkumpleurodese
und pleuroperitoneale Shuntanlage -
retrospektive Untersuchung von 180 Eingriffen
Peter Dohrmann, Arnd Steffen Böhle, Roland Kurdow, Ute Hansen
Zusammenfassung
Problemstellung: Maligne Pleuraergüsse bei Patienten mit fortgeschrittenem
Tumorleiden erfordern eine effektive und permanente Palliation mit einer
niedrigen verfahrensbedingten Morbidität und Letalität zur Verbesserung
der Lebensqualität.
Methoden: In einer retrospektiven Untersuchung wurden im Zeitraum
von 1997 bis 2000 die klinischen Ergebnisse von 180 videoassistierten
Thorakoskopien bei 165 Patienten mit malignen Pleuraergüssen evaluiert.
Bei 163 Patienten wurde eine thorakoskopische Talkumpleurodese durchgeführt.
Bei Fesselung der Lunge infolge einer Karzinose der visceralen Pleura
wurde ein pleuroperitonealer Shunt als Alternative zur Talkumpleurodese
bei 17 Patienten implantiert.
Ergebnisse: Durch die thorakoskopische Talkumpleurodese konnte
die Atemnot bei 91,5 % der Patienten erfolgreich palliiert werden. Die
mittlere postoperative Überlebenszeit betrug 6,7 Monate. Bei 8 Patienten
wurden postoperative Komplikationen beobachtet. Die postoperative Letalität
nach Pleurodese betrug 4,24 %. Bei 6 Patienten traten nach einem gemittelten
Intervall von 6 Monaten Rezidivpleuraergüsse auf.
82,3 % (n = 14) der Patienten, die durch Implantation eines pleuroperitonealen
Shunts versorgt wurden, berichteten über Besserung der Dyspnoe. Bei
3 Patienten trat keine Befundänderung auf. Die mittlere postoperative
Überlebenszeit war hier 4,2 Monate.
Schlussfolgerung: Die thorakoskopische Talkumpleurodese stellt
eine effektive Palliation maligner Pleuraergüsse bei Patienten mit
fortgeschrittenem Tumorleiden dar. Bei Patienten mit gefesselter Lunge
aufgrund einer Pleuracarzinose mit fehlender Expansionsfähigkeit
der Lunge nach Ergussdrainage stellt die Implantation eines pleuroperitonealen
Shunts eine effektive therapeutische Alternative dar.
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Tabelle 3: Rezidiverguss
innerhalb von 30 Tagen nach palliativer Therapie (1, 6, 7, 8, 10)
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in Prozent
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| Pleurapunktion |
98
|
| Thorakostomie |
85
|
| Tetracyclin intrapleural |
50
|
| Bleomycin intrapleural
|
35
|
| Quinacrin intrapleural |
20
|
| Talkumpuder intrapleural |
10
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Einleitung
Dyspnoe, Verlust der körperlichen Leistungsfähigkeit und wiederholte
Pleurapunktionen vermindern die Lebensqualität von Patienten mit
malignen Pleuraergüssen. Die mittlere Überlebenszeit von Patienten
mit malignen Pleuraergüssen beträgt zwischen 2,5 und 7 Monaten
in Abhängigkeit von dem zugrunde liegenden Tumorleiden (18). In Anbetracht
der begrenzten Lebenserwartung der betroffenen Patienten ist eine effektive
symptomatische Behandlung mit einer niedrigen Misserfolgsrate, einer geringen
therapiebedingten Morbidität und Letalität sowie einer kurzen
Hospitalisierung zu fordern.
Die Therapie der Wahl (9) stellt die Induktion einer Pleurodese dar. Die
alleinige Drainage der Pleurahöhle hat sich nicht als suffiziente
Behandlung von maligen Pleuraergüssen erwiesen (9), da bei 98 % der
Patienten innerhalb von 30 Tagen Ergussrezidive zu erwarten sind (Tab.
3).
Talkumpuder hat sich für die Induktion einer chemischen Pleurodese
im Vergleich zur Instillation von Antibiotika und Chemotherapeutika als
am effizientesten erwiesen.
Die konventionelle Pleurodese durch Instillation von Talkumpuder über
ein Thorakostoma wurde durch die videoassistierte thorakoskopische Operationstechnik
(VATS) modifiziert. VATS ermöglicht die optimale Präparation
der Pleurahöhle durch komplette Drainage auch von gekammerten und
organisierten Ergüssen unter Sicht und gewährleistet die homogene
Verteilung des Talkumpuders über die Pleuraoberfläche. Unter
Sicht können die Thoraxdrainagen ideal platziert werden. Erscheint
die Lunge intraoperativ infolge einer Pleurakarzinose gefesselt, erfolgt
alternativ zur Pleurodese die Implantation eines pleuroperitonealen Shunts
zur inneren Drainage der Pleurahöhle.
Wir berichten über eine retrospektive Analyse von 180 Thorakoskopien
bei 165 Patienten mit einem postoperativen Beobachtungszeitraum von bis
zu 4 Jahren.
Material und Methoden
Über einen Zeitraum von 48 Monaten (1997 bis 2000) wurden 92 (55,7
%) Frauen und 73
(44,3 %) Männer (35 bis 91 Jahre) videoassistiert thorakoskopisch
operiert. Die Grunderkrankungen waren vor allem Mamma-, Bronchial-, Ovarialkarzinome
und Pleuramesotheliome. Die Indikation zur videoassistierten Thorakoskopie
wurde bei Patienten mit cytopathologisch bestätigtem malignen Pleuraerguss
oder bei Patienten mit rezidivierenden Pleuraergüssen und einer zuvor
diagnostizierten malignen Erkrankung gestellt.
Der Nachweis eines Pleuraergusses erfolgte durch Röntgenaufnahmen
des Thorax oder thorakale Sonographie. Die Ergussflüssigkeit wurde
zytopathologisch und mikrobiologisch untersucht. Nach erfolgter Drainage
der Pleuraergüsse wurde röntgenologisch die Expansion der Lunge
und der Ausschluss eines Pneumothorax dokumentiert.
Bei ausreichender Lungenexpansion wurde die Indikation zur thorakoskopischen
Pleurodese gestellt. Diese erfolgte unter Allgemeinnarkose mit konventioneller
Ein-Lumen-Intubation. Patienten mit präoperativ diagnostiziertem
kardiopulmonal kritischem Zustand oder vorliegender stark septierter Pleurahöhle
erhielten eine Doppel-Lumen-Intubation, so dass eine kontinuierliche Ventilation
während der thorakoskopischen Präparation ermöglicht wurde.
Für die Thorakoskopie wurde ein Kamera Trokar auf Höhe des 5.
Interkostalraumes in der mittleren Axillarlinie und ein Trokar im 6. Interkostalraum,
vordere Axillarlinie, platziert. Nach Inspektion der Pleurahöhle,
Drainage von organisierten und gekammerten Ergussanteilen erfolgte die
Belüftung der Lunge unter thorakoskopischer Sicht. Bei gegebener
Expansionsfähigkeit der Lunge wurden unter Sicht 2 g Talkumpuder
in den Intrapleuralraum insuffliert und anschließend zwei Thoraxdrainagen
apikoventral und dorsobasal platziert.
Bei fehlender Annäherung der Pleurablätter infolge einer Fesselung
der Lunge erfolgte alternativ zur Talkumpleurodese die Anlage eines pleuroperitonealen
Shunts (2). Über den Trokarkanal wurde der Shunt im Recessus phrenicocos-talis
platziert. Das Pumpkissen des Shunts wurde nach subkutaner Tunnelung auf
Höhe der 10. Rippe, vordere Axillarlinie, eingebracht und das Drainageende
intraperitoneal implantiert.
Lagen bei Patienten beidseits maligne Pleuraergüsse vor (n = 12),
erfolgte die Pleurodese zweizeitig bilateral.
Die Beurteilung des Behandlungsergebnisses basierte auf klinischen und
radiologischen Kriterien (2,5). Patienten mit radiologisch nicht mehr
nachweisbarer interpleuraler Flüssigkeit wurden als exzellent eingestuft.
Patienten mit Residualflüssigkeit ohne Hinweis auf Progredienz wurden
aufgrund der klinischen Linderung der Dyspnoe als befriedigend beurteilt.
Patienten mit postoperativem Pleuraerguss wurden als unbefriedigend bewertet.
Alle durch eine Pleurodese therapierten Patienten wurden klinisch nachgesorgt.
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Tabelle 1: Durchgeführte
Eingriffe N %
|
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N
|
%
|
| unilaterale
Pleurodese |
148
|
82,22
|
| bilaterale
Pleurodese |
15
|
8,33
|
| Pleuroperitonealer
Shunt |
17
|
9,44
|
Ergebnisse
163 Talkumpleurodesen und 17 pleuroperitoneale Shuntimplantationen wurden
thorakoskopisch durchgeführt (Tab. 1). Die mittlere Operationsdauer
betrug 29 +/-12 Min. Kein Patient wurde postoperativ nachbeatmet. Die
postoperative Hospitalisierungsdauer betrug im Durchschnitt 10,7 +/- 1,3
Tage. 91,5 % der Patienten gaben postoperativ subjektiv eine deutliche
Linderung der Dyspnoe an. Bei 70,3 % (n = 116) wurde das Ergebnis der
Talkumpleurodese als exzellent bewertet, bei 21,2 % (n = 35) als befriedigend.
Bei 4,24 % (n = 7) beobachteten wir initial einen unbefriedigenden Effekt
(Tab. 2). Die postoperative Letalität der Pleurodesepatienten während
des stationären Aufenthaltes lag bei 4,24 % (n = 7).
| Tabelle 2:
Behandlungsergebnisse |
| Initiale Antwort |
N
|
%
|
| Exzellent |
116
|
70,3
|
| befriedigend |
35
|
21,2
|
| unbefriedigend |
7
|
4,24
|
7 Patienten in der Pleurodesegruppe
verstarben
postoperativ. Diese sind nicht in der Tabelle enthalten. (Exzellent:
keine Dyspnoe, kein röntgenologischer Ergussnachweis vor Entlassung
- befriedigend: keine Dyspnoe, Residualflüssigkeit im Recessus
Costodiaphragmaticus - unbefriedigend: Rezidiverguss mit konsekutiver
Ruhedyspnoe). |
Die mittlere postoperative Überlebensrate
nach Pleurodese betrug insgesamt 6,7 Monate
(+/- 2,1).
6 Patienten entwickelten Pleuraergussrezidive nach initial erfolgreich
durchgeführter Talkumpleurodese. Diese traten im Mittel 6 Monate
nach der Operation auf. Keiner der Patienten überlebte die Diagnose
von Rezidivergüssen länger als 8 Wochen.
In der Gruppe der Patienten (n = 17), welche durch Implantation eines
pleuroperitonealen Shunts versorgt wurden, wurde eine klinische Linderung
der Atemnot von 14 der 17 Patienten (82,3 %) angegeben. 8 Patienten beschrieben
eine wesentliche Erleichterung der Dyspnoe, 6 Patienten berichteten über
eine moderate Reduktion der Dyspnoe. Bei drei Patienten war keine klinische
Verbesserung zu beobachten. Die postoperative Letalität während
des Krankenhausaufenthaltes betrug hier 17,6 % (n = 3). Nach pleuroperitonealer
Shuntimplantation beobachteten wir bei 2 Patienten ein Weichteilemphysem
als Komplikation.
Der Nachsorgezeitraum variierte von 1 bis zu 22 Monaten. Die mittlere
postoperative Überlebenszeit war 4,2 (+/- 1,9) Monate. In 2 Fällen
kam es zum Auftreten von Shuntokklusionen, die eine operative Revision
erforderlich machten.
Diskussion
Atemnot, Reduktion der körperlichen Leistungsfähigkeit, wiederholte
Pleurapunktionen und Hospitalisierung bedingen eine erhebliche Verschlechterung
der Lebensqualität von Patienten mit malignen Pleuraergüssen.
Die suffiziente Palliation dieser Beschwerden erfordert
ein Verfahren mit einer niedrigen Versagerrate, niedriger verfahrensbedingter
Morbidität und kurzer Hospitalisation (2).
Therapie der Wahl ist die definitive Pleurodese (9). Die Induktion einer
Fibrose des Pleuraspal-
tes durch intrapleurale Applikation von Talkumpuder erscheint effektiver
als sklerosierende Therapeutika wie Tetracyclin (5) oder Bleomycin (7).
Im Gegensatz zu Talkumpuder werden Tetracycline und vergleichbare sklerosierende
Mittel transpleural resorbiert (5), mit der Folge unerwünschter systemischer
Nebenwirkungen. Talkumpuder ist effektiv für die Induktion einer
Fibrose des Pleuraspaltes. Der lokale Effekt ist infolge fehlender Resorption
dauerhaft, systemische Nebenwirkungen von Talkumpuder sind nicht beschrieben
(4).
Eine neue Methode zur Induktion von Adhäsionen des Pleuraspaltes
als Therapie von rezidivierenden Spontanpneumothoraxen stellen Laserpleurodesen
dar (17), welche aber bis zu diesem Zeitpunkt bei malignen Pleuraergüssen
noch nicht evaluiert sind.
Die Induktion eines Malignoms durch Talkum ist wiederholt Gegenstand von
Diskussionen. Dieses Risiko kann durch Gebrauch von asbestfreiem Talkum
minimiert werden. In Anbetracht der langen Latenzzeit zur Tumorinduktion
und der limitierten Lebenserwartung der Patienten scheint das Risiko vergleichsweise
irrelevant (2).
Die Induktion von restriktiven Ventilationsstörungen nach intrapleuraler
Talkumapplikation erscheint bei einer Dosis unter 4 g Talkum unwahrscheinlich.
Paul et al. (15) demonstrierten bereits 1951, dass die Induktion einer
Pleurodese nicht mit einer Verschlechterung der dynamischen Ventilationsparameter
vergesellschaftet ist. Dieses wurde 1988 von Lange et al. (11) bestätigt.
Weissberg und Ben-Zeeve (18) demonstrierten einen dosisabhängigen
Effekt von Talkumpuder. Exzessive intrapleurale Insufflation (> 4 g)
induzierte eine pleurale Sklerose mit konsekutiver restriktiver Ventilationsstörung.
Die videoassistierte Thorakoskopie ist grundsätzlich mit einer sehr
niedrigen verfahrensbedingten Morbidität und Letalität verbunden.
Die Letalität in unserer Studie erscheint mit 4,24 % vergleichsweise
hoch. Es muss hierbei aber die negative Selektion von polymorbiden Patienten
mit ausschließlich metastasierten Tumorerkrankungen in unserem Patientenkollektiv
berücksichtigt werden (14).
Da die postoperative Überlebensrate kein adäquates Kriterium
für die Evaluation dieser palliativen Therapie bei Patienten mit
einer limitierten Lebenserwartung darstellt, sollte auf die Effizienz
der klinischen Beschwerdebesserung fokussiert werden. In unserer Studie
berichteten 91,5 % der Patienten über eine deutliche Linderung der
Atemnot. Diese Ergebnisse stehen im Einklang mit Beobachtungen anderer,
die eine klinische Verbesserung bis zu 95 % beschrieben (12,13,16).
Im Falle eines initialen Misslingens der Pleurodese erschien dieses weniger
verfahrensbedingt, als mehr infolge des fortgeschrittenen Lokalbefundes.
Diese Hypothese lässt sich durch die Beobachtung einer durchschnittlichen
postoperativen Überlebensrate der Patienten mit initialem Misslingen
der Pleurodese von nur 8 Wochen unterstützen im Vergleich zu 7,78
Monaten postoperativer Überlebenszeit bei erfolgreich behandelten
Patienten. Demzufolge sollte die Pleurodese frühstmöglich durchgeführt
werden.
Im Nachuntersuchungszeitraum entwickelten 13 % der Patienten mit initial
erfolgreich durchgeführter Pleurodese erneute Pleuraergüsse
im Mittel nach 6,6 Monaten. Die Rezidive erscheinen bedingt durch die
Progression des Grundleidens, was durch die Beobachtung unterstützt
wird, dass nur ein Patient die Diagnose eines Rezidivergusses länger
als 6 Wochen überlebte. Trotzdem konnte bei diesen Patienten eine
Verbesserung der Lebensqualität für mindestens 2 Monate postoperativ
erreicht werden.
Im Gegensatz zu anderen Autoren (3) führen wir die Pleurodese grundsätzlich
in Intubationsnarkose durch. Im Gegensatz zur Thorakoskopie bei einseitigem
Pneumothorax bei spontan atmenden Patienten ist dadurch eine adäquate
Oxygenierung des Patienten gesichert.
Eine effektive Palliation für Patienten mit inkompletter Reexpansion
der Lunge nach Ergussdrainage bei vorliegender Pleurakarzinose ist die
Implantation eines pleuroperitonealen Shunts (16). Die Drainage des Pleuraergusses
in den Peritonealraum ermöglicht eine bestmögliche Ventilation
der gefesselten Lunge. Dystelektasen und Schleimretention mit konsekutiver
Pneumonie können so verhindert werden. Ein Risiko des pleuroperitonealen
Shunts liegt in der möglichen Translokation von Tumorzellen in die
Bauchhöhle mit der Gefahr einer peritonealen Aussaat. Da die Implantation
eines pleuroperitonealen Shunts eine symptomatische, palliative Behandlung
für Patienten mit einem fortgeschrittenen, inkurablen Tumorleiden
ist, bleibt die Frage einer möglichen peritonealen Aussaat unbeantwortet.
Diese stellt vermutlich keinen signifikanten Einfluss auf die Lebenserwartung
der Patienten dar.
Wir beobachteten zwei Shuntfunktionsstörungen (11,76 %). Diese niedrige
Fehlerrate ist wegen der geringen Fallzahl vermutlich nicht repräsentativ.
Andere Studien mit größeren Patientenkollektiven berichten
über höhere Shuntfehlerraten (16).
Zusammenfassend stellen das Verfahren der thorakoskopischen Talkumpleurodese
und die Implantation eines pleuroperitonealen Shunts effektive, sich ergänzende
palliative Methoden zur Behandlung maligner Pleuraergüsse dar. Je
früher die Pleurodese durchgeführt wird, kann eine umso effektivere
Palliation erreicht werden mit einer signifikanten Verbesserung der Lebensqualität
der Patienten. Der Zeitraum der Hospitalisation lässt sich durch
das Erreichen einer definitiven Palliation rechtfertigen, was den Patienten
zahlreiche Pleurapunktionen mit dem Risiko einer Infektion erspart.
Literatur bei den Verfassern.
Prof. Dr. Peter Dohrmann, Dr. Arnd Steffen Böhle, Dr. Roland Kurdow,
Dr. Ute Hansen, Universitätsklinikum Kiel, Klinik für Allgemeine
Chirurgie und Thoraxchirurgie,
Arnold-Heller-Str. 7, 4105 Kiel
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Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 10/ 2001
S. 27 - 31
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