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Ärztekammer

Beschluss der 74. Gesundheitsministerkonferenz (GMK) am 21./22. Juni 2001 in Bremen:
Initiativprogramm zur Förderung der allgemeinmedizinischen Versorgung
- Antrag Schleswig-Holstein -

Die Konferenz der für das Gesundheitswesen zuständigen Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren der Länder bekräftigt, dass der Hausarzt der Zukunft der Arzt für Allgemeinmedizin ist.
Die GMK hält daher nach wie vor die Umsetzung des Initiativprogramms zur Förderung der allgemeinmedizinischen Versorgung für dringend geboten.
Sie nimmt befriedigt zur Kenntnis, dass die Weiterbildungszeit zwischenzeitlich auf fünf Jahre verlängert worden ist und Vereinbarungen zwischen den Spitzenverbänden der Krankenkassen, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Deutschen Krankenhausgesellschaft abgeschlossen sind.
Die GMK beobachtet jedoch mit Sorge, dass die Umsetzung des Initiativprogramms bei der Besetzung der Weiterbildungsstellen im stationären Bereich sich als schwierig erweist.
Daher bittet die GMK die Spitzenverbände der Krankenkassen und die Deutsche Krankenhaus-gesellschaft, auch die Reha-Kliniken in die Vereinbarung über die Förderung der Weiterbildung in Allgemeinmedizin einzubeziehen, soweit es nach dem ärztlichen Weiterbildungsrecht möglich ist.
Die für das Gesundheitswesen zuständigen Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren der Länder bitten die Krankenhausgesellschaften darauf hinzuwirken, dass an geeigneten Krankenhäusern Rotationsstellen für die Weiterbildung in Allgemeinmedizin eingerichtet werden. Die Besetzung dieser Stellen könnte durch die Ärztekammern koordiniert werden.

Schleswig-Holsteinisches

Ärzteblatt 8/ 2001

S. 55