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Solidarität und Wettbewerb
in der Krankenversicherung?
Horst Kreussler
Unter dieser Themenfrage diskutierten in
Hamburg Spitzenvertreter der GKV (Gesetzliche Kranken-
versicherung), wie Prof. Dr. Norbert Klusen (als Gastgeber im Hause der
TK-Hauptverwaltung), Franz Knieps (Geschäftsführer Politik AOK-Bundesverband),
Dr. Robert Paquet (BKK-Bundesverband, Berlin), und der PKV (Private Krankenversicherung)
Dr. Christoph Uleer (Vorstand PKV-Verband) sowie MedWell AG-Vorstand Dr.
Lothar Krimmel (ehemals KBV).
Veranstalter war die Fachgruppe Gesundheitsökonomie des Bundesverbandes
deutscher Volks- und Betriebswirte (bdvb). Ihr Vorsitzender, Dr. Christoph
von Rothkirch, stellte sechs Fragen, die allerdings kaum konkret beantwortet
wurden:
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| Blick auf die
Fachgruppe Gesundheitsökonomie des Bundesverbandes deutscher
Volks- und Betriebswirte |
Dr. Lothar Krimmel
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Vom NDR: Bernd Seguin
(Fotos: hk)
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In der Diskussion bejahte auf GKV-Seite Dr.
Eckart Fiedler, Vorstandsvorsitzender der Barmer, den Wettbewerb in der
GKV als Ausdruck der Unterschiedlichkeit: Sonst hätten wir
eine Einheitsversicherung! Der Gesetzgeber müsse aber einen
brauchbaren Rahmen für einen funktionierenden Wettbewerb schaffen.
Die heutige Schieflage mit Begünstigung der Risikoselektion sei vom
Gesetzgeber zu verantworten. Das Solidaritätsprinzip dürfe angesichts
von über 5 Millionen Sozialhilfeempfängern und Ähnlichen
nicht aufgegeben werden.
Für die PKV stimmte Dr. Klaus-Jürgen
Preuß (DKV - Deutsche Krankenversicherung, Köln) der Forderung
nach adäquaten Wettbewerbsbedingungen zu: Wir bereiten uns
schon auf einen europaweiten, solidarisch gebundenen Wettbewerb vor.
Auch Dr. Lothar Krimmel, der als MedWell AG-Vorstand ein Versicherungsmodell
für IGEL-Leistungen zusammen mit der DKV ausgearbeitet hat, befürwortete
eine stärkere Ausrichtung auf die PKV. Angesichts zunehmender Differenzierungsansprüche
der Menschen werde der zweite Gesundheitsmarkt bei uns stark wachsen.
Aber: für die Regelversorgung sei die GKV unglaublich wichtig.
Krimmel ist, wie er im Gespräch ergänzte, zurzeit mit einer
Reihe von Organisationen wie PVS oder Ärztegenossenschaft Schleswig-Holstein
im Gespräch. Es gehe MedWell aber nicht primär um die Gewinnung
möglichst vieler Partnerärzte (Ende 2001 sollen es mehr als
2 000 sein). Langfristig sei das Ziel die optimale Versorgung vieler Patienten
mit medizinischen Leistungen.
Dr. jur. Horst Kreussler,
An der Karlshöhe 1, 21465 Wentorf
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Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 6 / 2001
Seite 36 / 37
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