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Aus Schleswig-Holstein
Dr. Michael Hollinde
(Fotos: rat)

25 Jahre gemeinsame Informationsstelle der Heilberufe
Edda Oppermann

„Die Öffentlichkeit zu unterrichten“ - dass das für alle Heilberufe gleich wichtig ist, stellten bereits vor 25 Jahren Vertreter der Kammern und Vereinigungen von Ärzten, Apothekern und Zahnärzten in Schleswig-Holstein fest. Und außerdem haben alle genannten Verbände doch diesbezüglich viele Gemeinsamkeiten, so dass man auch gemeinsam diese Arbeit anpacken könne. Dies geschah auf einer Sitzung bei der Gesundheitspolitischen Gesellschaft Schleswig-Holstein. Am 2. März 1976 wurde als Träger einer gemeinsamen Einrichtung der „Verein für Öffentlichkeitsarbeit der Heilberufe“, IdH, gegründet.

Gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Bundestag: Regina Schmidt-Zadel

25 Jahre später trafen sich nun die Vertreter der sechs Gründungsorganisationen erneut, der amtierende IdH-Vorsitzende und scheidende Präsident der Apothekerkammer, Ernst-Heinrich Wehle, begleitete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Jubiläumsveranstaltung.
Mit der Rückschau auf 25 Jahre IdH durch Hans-Peter Küchenmeister, Vizepräsident der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein, wurde nicht nur deutlich, wie außergewöhnlich die Gründung der IdH war, welche Leistungen sie in der Vergangenheit für die Heilberufe in Schleswig-Holstein erbracht hat. Seine bewusst skizzenhafte Zusammenfassung von 25 Jahren zeigte auch auf, wie sehr sich Medien, Informationsbedürfnisse und nicht zuletzt auch der Stellenwert der Öffentlichkeitsarbeit in den Kammern und Verbänden der Heilberufe verändert hat.
Küchenmeister formulierte hierzu: „Und wenn immer und wann immer sich veränderte Bedingungen stellen, so wird sich die Struktur der IdH flexibel ändern. 25 Jahre hat sie trotz Höhen und Tiefen mit gutem Ergebnis gemeistert. Wenn sich die gesundheitspolitische Lage nicht merklich verbessert, werden wir auch noch die nächsten 25 Jahre die IdH brauchen.“
Zu den neuen Aktivitäten der IdH gehört der Medienpreis, der im Rahmen der Veranstaltung an Dr. Michael Hollinde, Redakteur bei den Lübecker Nachrichten, verliehen wurde. Der Medienpreis soll für junge Redakteure ein Anreiz sein, medizinische Informationen sachgerecht und angemessen „rüberzubringen“. Dies sei, so Karsten Kock von Radio Schleswig-Holstein in seiner Laudatio, dem Preisträger vorbildlich gelungen. Er habe es geschafft, medizinische Fachthemen qualifiziert aufzuarbeiten, kompetent umzusetzen und zu signalisieren, dass es auf viele medizinische Fragen zwar keine Patentlösungen, aber Wege und Kontakte gibt, um helfende Antworten zu finden.

Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein: Dr. Eckhard Weisner

Zum Jubiläum hatte man auch die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Bundestag, Regina Schmidt-Zadel, zur Diskussion der gesundheitspolitischen Vorstellungen der SPD-Bundestagsfraktion eingeladen. Wer als Diskussionsteilnehmer allerdings kurz vor Ablauf der Wahlperiode und der offensichtlich angestrebten „Ruhe im System“ noch erwartet hatte, von ihr Neues zu erfahren, musste enttäuscht werden. Es werde keine neue Reform mehr in dieser Legislaturperiode geben, der runde Tisch der Gesundheitsministerin in Berlin solle eine feste Einrichtung werden, in der sich alle Beteiligten äußern können, ... Konkrete Nachfragen und Anregungen zu einzelnen „Brennpunkten“ - so forderte Ärztekammer-Präsident Dr. Eckhard Weisner, doch endlich die Märchen vom zu teuren System und von Überkapazitäten zu beerdigen und sie nicht mehr zum Vorwand zu nehmen, sich um notwendige strukturelle Veränderungen herumzudrücken - versprach Frau Schmidt-Zadel, werde sie „mit nach Berlin“ nehmen. Im Übrigen würden entscheidende Aussagen zur Gesundheitspolitik dem nächsten Wahlprogramm der SPD zu entnehmen sein.
Nun denn, Frau Bundestagsabgeordnete!

Dr. Edda Oppermann, Bismarckallee 8 - 12, 23795 Bad Segeberg

Schleswig-Holsteinisches

Ärzteblatt 6 / 2001

Seite 16 / 17