| HIV/AIDS in Deutschland -
Eckdaten und Trends, Ende 2000 Epidemiologische Kurzinformation des
AIDS-Zentrums im Robert Koch-Institut, Stand: Ende 2000
 |
Menschen, die
Ende 2000 mit HIV/AIDS leben: (32 000 - 42 000) ca. 38 000
Männer: ca. 29 000
Frauen: ca. 8 000
Kinder: < 400
darunter Menschen, die mit AIDS leben: ca. 5 000
|
 |
Zahl der
Neuinfektionen im Jahr 2000: ca. 2 000
Männer: ca. 1 500
Frauen: ca. 500
Kinder: < 20
Infektionswege:
Homosexuelle Kontakte bei Männern: 50 %
Herkunft aus Hochprävalenzgebiet: 20 %
Heterosexuelle Kontakte:
17 %
i. v. Drogengebrauch:
12 %
Mutter-Kind-Transmission:
< 1 %
|
 |
Neue
AIDS-Fälle im Jahr 2000: ca. 500
Männer: ca. 420
Frauen: ca. 80
Kinder: < 5 |
 |
HIV/AIDS-Todesfälle
im Jahr 2000: ca. 600 |
 |
Gesamtzahl der
HIV-Infizierten seit Beginn der Epidemie: 50 000 - 60 000 |
 |
w Gesamtzahl
der AIDS-Fälle seit Beginn der Epidemie: ca. 22 000
Männer: ca. 19 300
Frauen: ca. 2 600
Kinder: < 150 |
 |
Gesamtzahl der
HIV/AIDS-Todesfälle seit Beginn der Epidemie: ca. 18 000 |
Aktuelle Trends der HIV/AIDS-Epidemie in
Deutschland
 |
Insgesamt lebten nach Einschätzung des Robert
Koch-Institut Ende des Jahres 2000 etwa 37 000 mit HIV infizierte Menschen in Deutschland,
davon sind etwa 29 000 Männer und 8 000 Frauen. Die Zahl der HIV-infizierten Kinder liegt
unter 400. Bei etwa 5 000 der 37 000 HIV-Infizierten ist die Erkrankung bereits zum
Vollbild AIDS fortgeschritten.
Vom Beginn der Epidemie bis zum Ende des Jahres 2000 sind in Deutschland etwa 22 000
Menschen an AIDS erkrankt und etwa 18 000 an den Folgen der HIV-Infektion verstorben. Die
Zahl der mit dem Vollbild AIDS neu erkrankten Personen wird im Jahre 2000 (unter
Berücksichtigung der noch zu erwartenden Meldungen) mit etwa 500 (bis 600) Fällen auf
dem Niveau des Vorjahres bleiben. Etwa 600 Menschen werden in diesem Jahr an den Folgen
der HIV-Infektion bzw. an AIDS versterben. Seit Beginn der Epidemie Anfang der 80er Jahre
haben sich in Deutschland etwa 50 000 bis 60 000 Menschen mit HIV infiziert.
Der in Deutschland - wie auch in den meisten Industrieländern - nach 1995 zu beobachtende
Rückgang der AIDS-Neuerkrankungen, der in erster Linie auf die verbesserten
Behandlungsmöglichkeiten sowie deren verbreiteten und frühen Einsatz zurückzuführen
ist, hat sich in den letzten beiden Jahren nur noch verlangsamt fortgesetzt.
Knapp die Hälfte (46 %) der seit Anfang 1993 neu an AIDS-Erkrankten stammen aus den
Großstädten Frankfurt a. M., (West-) Berlin, München, Düsseldorf, Hamburg und Köln.
50 % der im o. g. Zeitraum Erkrankten kommen aus den alten Bundesländern (Regionen
außerhalb dieser Städte) und 4 % aus den neuen Bundesländern.
Die Zahl der tatsächlich stattfindenden neuen HIV-Infektionen in Deutschland - die nur
geschätzt werden kann - ist in den letzten Jahren wahrscheinlich weitgehend konstant
geblieben. Für das Jahr 2000 wird mit knapp 2 000 HIV-Infektionen, ungefähr ein Viertel
davon bei Frauen, ausgegangen.
(Epidemiologisches Bulletin/Sonderausgabe A/2001) |

Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 05 / 2001
S. 44 |