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Personalia

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Dr. Bern Carrière

Zum 80. Geburtstag von Dr. Bern Carrière

Glückwünsche zum 80. Geburtstag von Bern Carrière, die ihm an dieser Stelle dargebracht werden sollen, lassen vielfältige Assoziationen aufleuchten, die sich insbesondere an der Besonderheit der Aus- und Weiterbildung dieses niedergelassenen Nervenarztes, wie auch an seinem Engagement und seinem Einsatz im Rahmen der Fort- und Weiterbildung der Ärzte in tiefenpsychologischer Psychotherapie in der Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung erkennen lassen.
Als Bern Carrière sich 1962 als Nervenarzt in Lübeck niederließ, war es keine Selbstverständlichkeit, dass tiefenpsychologische Psychotherapie und Psychoanalyse Bestandteil der Weiterbildung zum Nervenarzt waren. Es sei daran erinnert, dass Jahrzehnte später tiefenpsychologi-sche Psychotherapie als Zusatzbezeichnung in die Weiterbildungsordnung der Ärztekammer aufgenommen wurde. Der Arzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie ist erst eine Facharztbezeichnung jüngerer Zeit. Bern Carrière hat schon vor fast 40 Jahren erkannt, dass das Verstehen menschlichen Krankseins ohne Mithe-reinnahme der Erkenntnisse der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie lückenhaft bleiben musste und hat seine Tätigkeit als Nervenarzt in eigener Praxis entsprechend ausgerichtet. Auch das ist ein Grund, ihm herzlich zu gratulieren.
Als die Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung 1977 ihre Tätigkeit begann, waren Fort- und Weiterbildungsinhalte in tiefenpsychologischer Psychotherapie von Anfang an durch die Initiative von Dr. Gerd Iversen (langjähriger geschäftsführender Arzt und späterer Präsident der Ärztekammer) regelmäßig Bestandteil ihrer Arbeit bis hin zur Einrichtung eines Instituts für Psychotherapie und Psychosomatik in der Akademie. Hier gelang es sehr schnell Bern Carrière als Dozenten für diese Einrichtung zu gewinnen. Er war Mitglied der Dozentenversammlung dieses Instituts, die mehrmals im Jahr zusammentrat und über Inhalte und Struktur der Weiterbildung in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie beriet, seine Anregungen und Vorschläge haben dieses besondere Weiterbildungsangebot der Akademie wesentlich beeinflusst. Er hat Balint- und Selbsterfahrungsgruppen geleitet und war Supervisor für die Weiterbildung auf diesem Gebiet, das neben seiner umfangreichen kassenärztlichen Tätigkeit. Für diesen Einsatz sei ihm auch an dieser Stelle besonders gedankt.
Von 1978 bis 1988 stellte er sich der Aufgabe, als Vorsitzender des Ärztevereins Lübeck, das kollegiale Miteinander der Ärztinnen und Ärzte in Lübeck zu pflegen. In diese Zeit fällt das 175-jährige Jubiläum des Vereins. Bern Carrière ist zu verdanken, dass zu dieser Gelegenheit eine Darstellung der Geschichte des fast ältesten Ärztevereins in Deutschland in Buchform (Der Ärzteverein zu Lübeck - 175 Jahre seiner Geschichte 1809 - 1984) erscheinen konnte. Nicht zu vergessen sein Einsatz im Rahmen der AiP-Veranstaltungen. Seit 1989 bis Ende letzten Jahres war er zusammen mit Prof. Dr. Pribilla für die Thematik „Ethik in der Medizin“ kritischer Vortragender und Diskussionspartner der jüngeren Ärztinnen und Ärzten.
Wir wünschen ihm, dass seine Tatkraft und seine Gesundheit ihm noch lange erhalten bleiben.
Ad multos annos. (Dr. Heinrich Clementsen)

SH Ärzteblatt 03/2001

Schleswig-Holsteinisches

Ärzteblatt 03/2001

S. 72 / 73

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