Unsere Nachbarn |
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| Neue
Länder Bewegung bei den Honoraren Lichtblick für die niedergelassenen Ärzte in den neuen Bundesländern: Eine Anpassung an die Honorare im Westen ist zwar noch nicht in Sicht, eine schrittweise Annäherung aber nicht ausgeschlossen. Die Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) und vom Bund Deutscher Allgemeinärzte (BDA) machten auf einem gemeinsamen Workshop am 27. Januar in Schwerin deutlich, dass sie weiterhin für eine Angleichung eintreten werden.
Der Einsatz der Standesvertreter zeigt erste
Erfolge. Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Martina Bunge etwa machte aus ihrer
Sympathie für eine weitere Anpassung keinen Hehl. Da gehe ich voll mit. Die
PDS-Ministerin warnte zugleich aber vor überzogenen Erwartungen. Unter Hinweis auf die
prekäre Finanzlage der Ostkassen plädierte sie für maßvolle Steigerungen. Und: Die
Honorarzuwächse müssten mit belegbaren Versorgungsdefiziten in den neuen Bundesländern
begründet werden. Für die KV-Chefs stellt das kein Problem dar. Dr. Wolfgang Eckert
(Mecklenburg-Vorpommern) und Dr. Burkhard John (Sachsen-Anhalt) machten an Beispielen
deutlich, in welchen Bereichen die Versorgung in den neuen Bundesländern dem Westen
hinterherhinkt. Das Honorar der niedergelassenen Kollegen im Osten liegt zurzeit unter 78
% des West-Niveaus. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten in den Arztpraxen
beträgt laut Eckert 4,2 Mitarbeiter, im Westen dagegen 5,9. Noch dramatischer die
Situation in der Ausbildung. Während in 100 bayerischen Arztpraxen durchschnittlich 47
Helferinnen ausgebildet werden, sind dies in Sachsen nur 13. Trotzdem müssen zum Teil
mehr Patienten behandelt werden. Die Verlagerung aus dem stationären in den ambulanten
Sektor ist in einigen neuen Bundesländern deutlich stärker zu spüren als im Westen.
Von den Ärzten war auf dem von den gesundheits- |
Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 03/2001 S. 39 / 40 |
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