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Hamburg Starker Rückhalt für Vorstandsspitze Dirk Schnack Die Vertreterversammlung der KV Hamburg setzt auf Kontinuität. Bei der Vorstandswahl am 18. Januar gab es keine Überraschungen. Allgemeinarzt Dr. Michael Späth und Internist Dr. Wolfgang Wesiack wurden erneut an die Vorstandsspitze gewählt. Sprecher der Versammlung bleibt Frauenarzt Dr. Dierk Abele. Der Vorstand arbeitet nun an der Einigung der im Wahlkampf zerstrittenen Haus- und Fachärzte in der Hansestadt.
Rund 80 % der Stimmen entfielen auf die jeweils einzigen Kandidaten bei der Wahl zum ersten und zweiten Vorsitzenden. Alternativen schlugen die Vertreter nicht vor. Späth sprach anschließend von einem großartigen Ergebnis. Er hatte 76 von 92 möglichen Stimmen erhalten, Wesiack 70. Ihren momentan starken Rückhalt in der Vertreterversammlung spürte das Vorstandsduo auch bei der Wahl der Beisitzerposten. Alle von Späth und Wesiack favorisierten Vorstandsmitglieder wurden gewählt. Schon dem letzten Vorstand hatten Dermatologe Dr. Michael Reusch (82 Stimmen), Hamburgs NAV-Virchowbund-Vorsitzender Dr. Klaus-Otto Allmeling (Allgemeinarzt, 80 Stimmen) sowie Internist Dr. Hartmut Horst (63 Stimmen) angehört. Auch Klinikärztin Dr. Angelika Koßmann (81 Stimmen) schaffte als außerordentliches Mitglied erneut den Sprung in den Vorstand. Neue Beisitzer sind Psychotherapeutin Christa Prieß (70 Stimmen) und Gynäkologe Dr. Adib Harb (66 Stimmen). Ohne Chance waren der Praktische Arzt Klaus Schäfer (34 Stimmen) und der hausärztliche Internist Dr. Volker Lambert (28 Stimmen). Die Vorstandsmitglieder sind mit der Zusammensetzung zufrieden. Dieses Wahlergebnis gewährleistet nicht nur eine Fortführung der bisherigen erfolgreichen Vorstandsarbeit, sondern bietet auch die Chance für eine vollständige Integration der Psychologischen Psychotherapeuten, hieß es nach der Wahl.
In der neuen Vertreterversammlung verfügen die
Fachärzte über eine klare Mehrheit. Bei der Wahl zur Vertreterversammlung war Hamburgs
BDA-Chef Dr. Friedrich Hach durchgefallen und konnte nur einen Stellvertreterposten
erringen. Zuvor hatte Hach dem Vorstand angehört. KV-Chef Späth kündigte an, für eine
integrierende Politik zwischen Haus- und Fachärzten zu sorgen. Der neu gewählte
Vorstand wird sich für die Hamburger Hausärzte genauso einsetzen, wie für die
Fachärzte und die Psychologischen Psychotherapeuten. Späth appellierte an die
Gemeinschaft Hausärztlicher Berufsverbände (GHB) und speziell an den Bund Deutscher
Allgemeinärzte (BDA), Kinderärzte und hausärztliche Internisten, eng und
kooperativ mit der KV zusammen zu arbeiten. An einem runden Tisch mit GHB und der
Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFB) will Späth Probleme lösen. Sein Ziel:
Wir müssen die Grabenkämpfe beenden und gemeinsam Stärke zeigen. Ich weiß, dass
dies von allen Beteiligten ein hohes Maß an Idealismus und Kompromissbereitschaft
erfordert. Nur wenn den Ärzten die Überwindung der Gruppeninteressen gelingt,
können sie nach Meinung Späths ein Gegengewicht zu den Kran- kenkassen bilden. Dirk Schnack, Dorfstr. 14 a, 24589 Schülp |
Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 03/2001 S. 38 / 39 |
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