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Ergebnisse der
Feed-back-Aktion zum Sonderbericht des Krebsregisters
Schleswig-Holstein
Alexander Katalinic
Anfang Dezember 2000 konnte erstmals ein Bericht aus dem
Krebsregister Schleswig-Holstein an alle Melder des Krebsregisters (ca. 3 500) versandt
werden (gefördert durch das Bundesgesundheitsministerium).
Der 20-seitige Bericht informiert über das Auftreten und die Sterblichkeit ausgewählter
Tumoren des Jahres 1998 in Schleswig-Holstein. Behandelt werden häufige Tumoren wie
Brustkrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs, Lungenkrebs und malignes Melanom der Haut, sowie
Krebs insgesamt. Neben allgemeinen epidemiologischen Daten sind Angaben zu Inzidenz
(Neuerkrankungen), Vollständigkeit der Erfassung, Tumorstadien und Mortalität - auch auf
Ebene der kreisfreien Städte und Kreise in Schleswig-Holstein - zu finden.
Gemeinsam mit dem Bericht wurde auch ein kurzer Feed-back-Bogen mit acht Fragen
verschickt.
Ziel war es, eine breite Meinung zu dem neu entwickelten Bericht einzuholen. Besonders
Verständlichkeit, Umfang und Inhalt der dargebotenen Informationen sollten evaluiert
werden.
Bis zum Januar 2001 sind 195 Bögen im Krebsregister eingegangen, was einen Rücklauf von
ca. 6 % bedeutet.
Insgesamt bewerteten 88,6 % der Beteiligten den Bericht mit gut oder
sehr gut (Frage 1). Nur 2,1 % fanden den Bericht schlecht. 74,2 %
der Antwortenden gaben an, sehr großes oder großes Interesse am
Thema Krebs in Schleswig-Holstein zu haben. Immerhin 5,1 % hatten nur geringes
oder sehr geringes Inte-resse an diesem Thema.
Der Bericht konnte ca. 58 % der Beteiligten sehr viele oder viele
hilfreiche Informationen vermitteln (Frage 3).
Die Verständlichkeit der einzelnen Kapitel wurde überwiegend mit gut
beurteilt. Der Umfang des Berichtes wurde von der Mehrheit (85,1 %) für richtig befunden
(Frage 5).
| Zu
Frage 1: Wie hat Ihnen der Bericht als Ganzes gefallen? |
|
Anzahl |
Prozent |
| Sehr gut |
51 |
26,4 |
| Gut |
120 |
62,2 |
| Mittel |
18 |
9,3 |
| Schlecht |
4 |
2,1 |
| Sehr
schlecht |
0 |
0 |
| Zu
Frage 3: Hat Ihnen der Bericht hilfreiche Informationen vermittelt? |
|
Anzahl |
Prozent |
| Sehr gut |
17 |
8,9 |
| Gut |
93 |
48,9 |
| Mittel |
63 |
33,2 |
| Schlecht |
12 |
6,3 |
| Sehr
schlecht |
5 |
2,6 |
| Zu
Frage 5: Wie beurteilen Sie den Umfang des Berichts? |
|
Anzahl |
Prozent |
| Zu kurz |
18 |
9,6 |
| Richtig |
160 |
85,1 |
| Zu lang |
10 |
5,3 |
|
Andererseits hielten ca. 30 %
die angebotenen Informationen nicht für ausreichend, wobei dieser Anteil bei den
besonders am Thema Krebs Interessierten bei über 40 % lag. Gefordert wurde insbesondere
die Präsentation weiterer Tumorarten (u. a. ZNS-Tumoren, Leukämien und Lymphome, Niere,
weitere gynäkologische Tumoren).
Des Weiteren wurden die Beteiligten gebeten, Lob, Kritik und Verbesserungsvorschläge zu
äußern. Ein wesentlicher Kritikpunkt bezog sich auf die Aussagekraft der Ergebnisse
insgesamt (Erfassungsgrad inakzeptabel, Warum nur 50 %
Erfassung?). Angeregt wurden weitere Auswertungen und Änderungen im Lay-out. Aber
auch Lob wie interessant, sehr übersichtlich und
Fortsetzung! war unter den zahlreichen Kommentaren zu finden.
Im Großen und Ganzen wurde der erste Jahresbericht überwiegend positiv bewertet. Bei der
Erstellung des nächsten Jahresberichtes, der Mitte 2001 erscheinen soll, werden die
geäußerten Verbesserungsvorschläge natürlich berücksichtigt. So sollen auf jeden Fall
weitere Tumorarten in den Bericht aufgenommen werden.
Um den Kritikpunkt der noch nicht aussagekräftigen Daten zu verbessern, bitten wir alle
Kolleginnen und Kollegen, noch nicht gemeldete Krebspatienten an das Krebsregister zu
melden.
Unter den Rücksendern des Feedback-Bogens wurden zehn Exemplare des Buches
Entwicklung der Überlebensraten von Krebspatienten in Deutschland
(herausgegeben und gestiftet vom Robert Koch-Institut) verlost. Das Krebsregister
gratuliert den Gewinnern!
Der Sonderbericht kann im Internet unter www.krebsregister-sh.de
eingesehen oder unter Tel. 0451/7992550 angefordert werden.
Dr. Alexander Katalinic, Institut für
Krebsepidemiologie e. V., Beckergrube 43 - 47, 23552 Lübeck |

Schleswig-Holsteinisches
Ärzteblatt 03/2001
S. 30 / 31 |