Aus Schleswig-Holstein |
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WHO-Workshop
zu chronischen Rückenschmerzen in Lübeck Einen weiteren Schritt zur Verbesserung der unbefriedigenden Versorgung chronischer Dorsopathien brachte ein internationaler Workshop der Weltgesundheitsorganisation am 2./3. Feb-ruar in Lübeck. Das organisierende Institut für Sozialmedizin (IfS) der MUL (Direktor: Prof. Dr. Dr. phil. Hans-Heinrich Raspe) nutzte die Chance, die Erkenntnisse der führenden wissenschaftlich und versorgungsorientiert tätigen Arbeitsgruppen in USA, Kanada, den Niederlanden, Dänemark, Norwegen, Großbritannien, der Schweiz und Deutschland zusammenzuführen. Das Ziel dabei: ein präventionsorientiertes Modell der Chronifizierung von Rückenschmerzen (RS) zu erarbeiten; Wege zu ihrer Vermeidung, Verringerung oder Verlangsamung aufzuzeigen sowie gesundheitsökonomische Aspekte zu diskutieren.
Eines der bemerkenswerten Ergebnisse war
die Verständigung der Experten quer durch die Disziplinen, dass RS nicht nur mit dem
jeweils eigenen Forschungsansatz (klinisch, psychologisch, soziologisch) zu erklären
seien. Bekanntlich werden zahlreiche Faktoren für RS verantwortlich gemacht. Große
Bedeutung haben anscheinend ungünstige Arbeitsbedingungen. Desgleichen psychische
Faktoren wie Disstress oder Depression (extremely important, Prof. Peter
Croft, Newcastle) die häufig mit biologischen Faktoren verbunden sind (Dr. Monika
Hasenbring, Bochum). Aber auch nomogene Faktoren (Raspe), wie ein
einladendes Versorgungsrecht könnten wohl zu mehr Anträgen wegen RS führen
(Prof. Richard Deyo, Seattle, für USA, in Deutschland bisher nicht untersucht). Dr. jur. Horst Kreussler, An der Karlshöhe 1, 21465 Wentorf |
Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 03/2001 S. 29 / 30 |
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