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Aus Schleswig-Holstein

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Überraschende Entwicklung
Schleswig-holsteinische Universitätsklinika unter einem gemeinsamen Dach?

Am 12. Januar gegen 9:00 Uhr - zwei Stunden vor der entscheidenden Pressekonferenz in Kiel - erhielt der Direktor des Lübecker Universitätsklinikums, Prof. Dr. Detlef Kömpf, die Nach-richt , dass die Landesregierung plant, die beiden Universitätsklinika in Kiel und Lübeck verwaltungstechnisch zu vereinen und neu zu strukturieren. In der Pressekonferenz dann betonte die Kultusministerin Ute Erdsiek-Rave, dass das Vorhaben erforderlich sei, um die beiden Standorte Lübeck und Kiel nachhaltig zu sichern.
Die rechtliche Verselbstständigung der Universitätsklinika vor zwei Jahren bedeutete mit dem Einsatz der neuen Vorstände, so Prof. Kömpf, einen klaren Auftrag: Wirtschaftlicher Erfolg des Universitätsklinikums als eigenständiges Unternehmen, wissenschaftliche und klinische Profilbildung, Positionierung im Spannungsfeld zwischen Wissenschaftsrat und Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales im Lande. In einer Pressekonferenz im Dezember 2000 hatte der Staatssekretär im Kultusministerium, Dr. Stegner, den Erfolg des inzwischen eingeschlagenen Weges bestätigt.
In einer Presseerklärung des Ärztlichen Direktors in Lübeck, Prof. Kömpf, heißt es, die Nachricht wirke demotivierend, nachdem alle Beteiligten in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen hätten. Zeit müsse jetzt sein für eine Reorientierung. Ziel sei eine besonnene, doch klare Reaktion nach Gesprächen mit den Ministerien.
In einem Kommentar meinten die „Lübecker Nachrichten“, Kiel werde seine Bedeutung als Landeshauptstadt für den Sitz der Verwaltung in die Waagschale werfen und die größere Anzahl von Kliniken. Lübeck dagegen sei eine (fast) reine Medizinuniversität. (hps)

SH Ärzteblatt 02/2001

Schleswig-Holsteinisches

Ärzteblatt 02/2001

S. 16

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